173. Uerige | Kehrwieder Jrön

Auf das heutige Bier freue ich mich besonders. Zeichnet es sich doch durch viele Eigenschaften aus, die ich an einem Bier mag: Kreatives Konzept, Qualitätsbewusstsein, regionale Bedeutung und Teamwork. Schließlich ist das Jrön ein sogenannter Collaboration-Brew zwischen Uerige aus Düsseldorf und der Hamburger Kehrwieder. Das hat den Vorteil, dass sich hier Kompetenzen im wahrsten Sinne ergänzen. Als Altbier-Fan und Grünhopfen-Bier-Interessierter ist das Jrön eine Komposition, die meinen Geschmack (zumindest in der Theorie) ziemlich genau trifft. Besonders gespannt bin ich deshalb auf diese Kombination einer Sticke mit frischem Grünhopfen.

Nach der Ernte in Bayern, wurde der hier verwendete Hopfen direkt nach Düsseldorf verfrachtet um direkt im Herzen der Altstadt in enger Zusammenarbeit mit dem Kehrwieder Biersommelier Wesseloh zu einer einzigartigen Bierspezialität gebraut zu werden. Während Kehrwieder zu einer der bekanntesten Kreativbier-Marken Deutschlands zählt, zeichnet sich Uerige durch die vergleichsweise lange traditionelle Braugeschichte aus. 1862 vom Bierbrauer Wilhelm Cürten im Patrizierhaus Bergischer Hof ins Leben gerufen erhielt es seinen Namen, da Cürten oftmals als der „Uerige Willem“ (also der schlecht gelaunte Wilhelm) bezeichnet wurde, da er nur zur Sonntagsmesse das Haus verließ. Inzwischen gehört die Brauerei der Familie Schnitzler, die 2008 den Stickum-Erweiterungsbau eröffnete, welcher eine gläserne Brauerei, die neue Schnapsbrennerei sowie die Stickum-Bar enthält.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Grünhopfen-Sticke
Brauart. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . .
6,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Düsseldorf
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________14
Fazit

Geruch: Zunächst recht fruchtig nach Maracuja, Erdbeere und Banane und beim Schwenken dann gleichzeitig röstmalzig und karamellig.
Geschmack: Auch hier eine interessante Kombination aus fruchtigen und röstmalzig-karamelligen Noten mit einem grandiosen fruchtig-malzigen Abgang. Der Körper ist genau passend vollmundig um nicht zu schwer zu wirken.
Insgesamt bin ich aber auch hier begeistert (wie bereits beim Hopfenzupfer) wie weich und harmonisch der Gesamteindruck ist. In fast allen Belangen (auch optisch) ein wirklich herausragendes Bier, was ich mit dem größten Vergnügen mit 14 Pkt. und somit einer glatten 1 bewerte. Als erstes „Collaboration-Bier“ vom Bierjubiläum, hat das Jrön  absolutes Potential zu meinem neuem Lieblingsbier zu werden.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.uerige.de/index.html.

Prost!

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