Archiv für den Tag: 22. April 2017

181. Weihenstephaner 1516 Kellerbier

Anlässlich des morgigen Tags des deutschen Bieres möchte ich heute meine erste „nachgeburtliche“ Rezension wagen. Dabei ist mir das Weihenstephaner im hiesigen Getränkemarkt über den Weg gelaufen und musste mit eingepackt werden. Grundsätzlich bin ich natürlich bei „handwerklichen“ Brauversuchen größerer Brauhäuser skeptisch, allerdings glaube ich mit diesem Bier. Ist Weihenstephan doch eine relativ authentische Brauerei, die mit der angegliederten Forschungsbrauerei der Technischen Universität München seit einiger Zeit auch wieder den Blick in die Zukunft gerichtet hat. Deshalb nehme ich es erst einmal wohlwollen hin, dass man sich anlässlich des Bierjubiläums wieder mal ein Kellerbier gewagt hat (auch wenn das sicher nicht besonders kreativ zu sein scheint):

„Das Weihenstephaner 1516 wurde zu Ehren des 500-jährigen Bayerischen Reinheitsgebots eingebraut und wird nur saisonal, zur Frühjahreszeit, angeboten. […]

Beim Brauverfahren des 1516 haben sich die Braumeister an die traditionelle Herstellungsweise eines Märzenbieres gehalten. So reift das Bier aus dunklem Münchner und hellem Pilsner Malz in Kombination mit traditionellen Hallertauer Hopfensorten, wie der seltenen Sorte Hallertauer Record, lange und kalt in den historischen Gewölbekellern am Weihenstephaner Berg.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kellerbier
Brauart. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze. . . . . .  12.6°P
Alkoholgehalt. . . . . .
5,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Weihenstephan
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Im Geruch frisch, würzig und vor allem grasig-blumig – zudem leicht bitter.
Geschmacklich ebenso grasig-würzig mit einer unterschwelligen Malzigkeit. Während die Bitterkeit im Antrunk noch gemäßigt rüberkommt, wird sie im leicht säuerlichen Abgang doch etwas störend.
Auch wenn das Bier insgesamt recht ausgewogen ist und trotz der Titulierung als Kellerbier wohl näher am beschriebenen Märzen liegt, fehlen mir zu einem herausragenden Bier schlicht die kreativen Spitzen. Nicht nur die schwankende Bitterkeit, auch die geringe Malzigkeit lassen eine fehlende Linie erkennen. Deshalb summa summarum 10 Pkt. (2-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.weihenstephaner.de/unsere-biere/1516-kellerbier/.

Prost!