Archiv für den Tag: 21. Mai 2017

185. Plankstettener Maibock

Nach dem gestrigen Altenmünster folgt heute der zweite Maibock. Diesmal aus den wirklich herausragenden Brauhaus Riedenburg aus dem Altmühltal. Warum herausragend? Nunja nicht nur weil hier seit 1994 in Bioqualität höchste traditionelle Braukunst zelebriert wird, Bier-Mix-Cocktails nichts Unbekanntes sind, auch das 200.000 hl per anno umfassende Sortiment der 1866 gegründeten Brauerei ist derart vielfältig, dass es neben den klassischen bayrischen Bieren auch moderne Biere im Stile der Craft-Bewegung sowie besondere Bierspezialitäten, aus Urgetreiden wie Emmer, Einkorn und Dinkel oder auch Hirse, gibt. Seit einiger Zeit wird das Sortiment auch durch die Biere der Benediktinerabtei Abtei Plankenstetten erweitert. Das bis ins 12. Jahrhundert reichende Kloster beliefert das Riedenburger Brauhaus mit ihren Bio-Getreiden, welches dann daraus die Biere nach klösterlichem Rezept braut. Jedes Jahr Ende April veranstaltet die Abtei dann ein traditionelles Maibockfest mit Anstich des ersten Fasses, Biergartenolympiade und Tanz in den Mai. Nichts weniger als ein ebenso herausragenden Maibock erwarte ich dann aber auch…

Erworben habe ich das Bier übrigens auf dem Anrather Stautenhof – einem Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau mit Metzgerei, Bäckerei und angeschlossenem Hofladen und Bistro. Wer also einmal im schönen Willich oder niederrheinischer Umgebung weilt, sei ein Besuch in jeglicher Hinsicht sehr zu empfehlen. Selbst für die Kleinen ist mit einem Outdoor-Spielbereich gesorgt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Maibock
Brauart. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze. . . . . .  16.5°P
Alkoholgehalt. . . . . .
6,8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Riedenburg
Erscheinungsjahr. . .
1904

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________13
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Der ungewöhnlich dunkle Maibock zeichnet sich in der Nase durch eine ausgeprägte dunkelmalzige Note aus, die leicht angeröstet, grasig-würzig und ein wenig nach Schokolade riecht. Auf der Zunge ist es dann ähnlich röstmalzig, leicht alkoholaromatisch und karamellsüß mit einem bitteren Unterton. Insgesamt wirkt es vollmundig, weich und wenig spritzig bei einem trocken-herben Abgang. Ist es also so herausragend wie erhofft? Nunja zumindest ist es überraschend, bayrisch verwurzelt und qualitativ hochwertig. Zwar nicht unbedingt das, was man sich gerade als West- oder Norddeutscher unter einem Maibock vorstellt, aber in jedem Falle eine sehr interessante Interpretation. Deshalb gibt es Summe gerechtfertigte 12 Pkt. (2+).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.riedenburger.de/startseite/biere/plankstettener-biere/plankstettener-maibock.html.

Zum Riedenburger Online-Shop (den ich wärmstens ans Bierherz lege) geht’s hier lang: http://www.riedenburger.de/startseite/onlineshop/produkte.html.

Prost!