Archiv für den Monat: April 2018

337. Munich Brew Mafia Habemus Cervesiam

Bevor es für uns nächste Woche in den Nordsee-Urlaub geht, möchte ich Euch in dieser Woche noch drei Biere vorstellen, die aufgrund ihres Stils außerordentlich sind.

Den Anfang macht das Habemus Cervesiam vom jungen Münchner Craftbier-Label Munich Brew Mafia. In der südlichen Millionen-Metropole haben es sich Dario Stieren und Niklas Zerhoch zum Ziel gemacht gutes handwerkliches kreatives Bier zu brauen und unter die Menschen zu bringen. Beide mit Gastro- und/oder Brauerfahrung kreierten dabei schon diverse sogar einzigartige Biere ohne dabei das sog. „Reinheitsgebot“ zu verlassen. Eines der bekanntesten ist das Don Limone – ein Pils mit Citra-Hopfen kaltgehopft.

Das Habemus Cervisiam ist ebenfalls ein Unikum. Es ist das bisher einzige Rauch-Dubbel. Dabei werden dem belgischen Abteibier Bamberger Rauchnoten hinzugefügt. Objektiv wurde dies bereits gewürdigt: Im letzten Jahr erhielt es die Goldmedaille des Meininger International Craftbier Award in der Kategorie Rauchbier. Bleibt zu hoffen, dass es auch subjektiv überzeugen kann.

„Feine Malzaromen und ein sehr dezentes Raucharoma fügen sich zusammen mit der belgischen Hefe, die Banane und Gewürze mit auf den Gaumen bringt.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Rauch-Dubbel
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . München
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: dezent rauchig, fruchtig-süß, leicht karamellig, würzig, erdig
Geschmack: voller Körper, Rauch, Karamell-Süße, leicht bitter, wenig Würze, weich, feinperlig, rauch-süßer Abgang
Gesamt: Ein wirklich einzigartiges Bier. Und eines in einer echt klasse Komposition. Da scheinen die beiden eine tolle Rezeptur für dieses erste Smokey-Double entwickelt zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass die(dezente) Raucharomen mit den süßen Noten des Malzes derart gut harmonieren. Zwar kein Bier, dass ich jeden Tag trinken würde, aber wohl das Beste aus beiden Welten: Belgien und Bamberg. Und eines, das la Familia sicher gefallen wird. Deshalb auch verdiente 13 Pkt. (1-).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.munichbrewmafia.de/bier/.

Prost & guten Abend! 🍻

336. Hopfengut N°20 Stout

Nach der gestrigen Sommerwiese folgt nun heute das zweite Bier vom Bier-Souvenier-Laden in Füssen, das mir freundlicherweise die besten Schwiegereltern der Welt mitgebracht haben.

Es handelt sich um das Stout der kleinen Brauerei Hopfengut No20. Hopfengut deshalb, da sich die Brauerei aus dem Hopfenanbau in Tettnang am Bodensee entwickelt hat. Im wohl zweitwichtigsten Hopfenanbaugebiet Deutschlands ist das Familienunternehmen schon in der vierten Generation tätig. Seit einigen Jahren nun braut man in Tettnang nun auch kommerziell kreative Biere. Dabei wird nicht nur auf Handwerk, sondern auch eine Menge Know-How im Bereich Bier, Brauen und Hopfenanbau gesetzt. Neben den für ein Stout üblichen (dunklen) Gerstenmalze wird das heutige Bier mit den (Aroma-)Hopfen Blanc und natürlich Tettnanger versetzt. Neben Hopfenanbau und Brauerei betreibt man übrigens auch noch ein Gasthaus einen Verkaufsladen und ein Hopfen- und Bier-Museum.

Während das gestrige Bier „nur“ etwa 2 ½ Monate über dem MHD war, liegen wir heute übrigens schon bei über einem halben Jahr. Bei einem Stout sollte dies jedoch weniger problematisch sein, da es ja weniger zeitanfällig ist.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Stout
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Tettnang
Erscheinungsjahr. . .
2015

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Geruch: dunkelmalzig, röstig, holzig, würzig, leicht säuerlich, leicht rauchig, karamellig, Bonbon, Kakao
Geschmack: mittelgroßer Körper, etwas angesäuert & bitter, röstig, leicht karamellig, etwas Kaffee, feinperlig, trocken-saurer Abgang
Gesamt: Insgesamt liegt auch dieses Bier etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Und auch hier stelle ich mir die Frage, ob ich selbst dran Schuld bin, da ich es nicht rechtzeitig proBiert habe. Doch ich behaupte, gute Stouts sollten ein halbes Jahr schon auch vertragen. Ich erinnere gerne an meinen letztjährigen Platz 2, der als Porter in etwa genauso lange über dem MHD war. Mir ist das Stout (gerade in etwas niedrigeren Temperaturen) schlicht zu sauer und zu wenig dunkelmalzig auf der Zunge. Gerade für ein Bier einer derartigen Flaschenoptik hätte ich einfach mehr „Standhaftigkeit“ erwartet. Zum Glück wird es aber mit jedem Grad mehr immer besser und malziger. Es ist deshalb alles in allem sicher kein schlechtes Bier, weshalb 10 Pkt. (2-) hier vielleicht etwas hart erscheinen mögen. Ich empfehle grundsätzlich übrigens ein solches Bier etwa eine halbe Stunde vor Verzehr aus dem Kühlschrank zu holen. So wirkt die säuerliche Note nicht mehr so intensiv.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.hopfengut.de/brauerei/.

Prost & guten Abend! 🍻

335. Alms Sommerwiese

An diesem Wochenende komme ich endlich mal dazu zwei Mitbringsel meiner Schwiegereltern aus ihrem letztjährigen Allgäu-Urlaub zu proBieren. Beide wurden beim Bier-Souvenier-Laden in Füssen erworben und machen äußerlich zunächst einen sehr hochwertigen Eindruck. Und beide Biere sind aufgrund ihrer langen Lagerzeit im Fundus MHD-Experimente.

Die heutige Sommerwiese war zwar schon für den letzten Sommer gebraut, passt aber zumindest zum bislang doch überwiegend schönem April-Wetter. Mit Anfang Februar ist es nun schon 2 ½ Monate „drüber“. Bei hellen Bieren kann das schon mal problematisch werden. Da es sich wie gestern hier um einen Weizenbock handelt, dürfte sich der Effekt aber in Grenzen halten. Auf der Flasche ist übrigens nur von deutschem Craft-Bier die Rede, das nach dem bayrischen Reinheitsgebot gebraut wurde. Etwas verwunderlich, taucht doch in der Zutatenliste auch Weizenmalz auf, das eben genau nicht in der Verordnung von 1516 erwähnt wird. Meines Erachtens also streng genommen Verbrauchertäuschung. Gebraut wird es übrigens bei BernardiBräu für die Höss Brau & Vertriebs GmbH. Laut eigener Angabe ist es damit ein Bier aus der höchsten Braustätte der Bundesrepublik. Eine ehemalige, zur Kleinbrauerei umgebaute Seilbahnstation dient dabei als Brau-Werkstatt, in der mit kleinen Mengen von 500 l pro Sud charaktervolle Biere entwickelt werde.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weizenbock
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Rettenberg/Kranzegg [Sulzberg]
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Geruch: fruchtig-säuerlich, stark karamellig, etwas Lakritz, wenig würzig
Geschmack: voller Körper, leicht bitter, leicht alkoholaromatisch, karamellig, malzig, säuerliche Fehlaromen, matt, etwas dünner Abgang
Gesamt: Natürlich ist es etwas schade dieses Bier nicht schon viel früher getrunken zu haben. Meine Schwiegereltern mögen es mir bitte verzeihen. Aber irgendwie merkt man dem Bier eine gewisse „Entwicklung“ an. Vermutlich waren die malzigen Karamell-Aromen nicht so dominant und vermutlich war auch die parallele Säure-Note nicht derart vorhanden. Doch hier und heute mutet mir diese Sommerbier doch irgendwie etwas unsommerlich an. Zwar passend zum unentschlossenen April, aber für ein Bier der warmen Jahreszeit hätte ich mehr Frucht oder Hopfen erwartet und nicht eine solche Malzsüße. Unabhängig davon ist es aber unter Bedachtnahme des MHD durchaus gut trinkbar und für mich als Freund dunkler malzbetonter Biere nicht schlecht. Alles Für und Wieder macht in Zahlen dann 10 Pkt. (2-).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.alms-beer.com/de/sommerwiese.html.

Prost & guten Abend! 🍻

334. Maisel’s Weisse [_]

Als erstes Bier nach dem diesjährigen Bierjubiläum habe ich etwas sehr interessantes für Euch ausgewählt. Denn vor bereits drei Wochen erhielt ich mal wieder überraschend Flaschenpost aus Bayreuth. Doch diesmal war das Paket etwas größer, denn darin befanden sich ein Weißbier-Glas, zwei Flaschen ohne Etikett und ein Brief. Darin erklärte mir Eva Ploß von Maisel’s Weisse, dass es sich hierbei um ein neues Weizenbock handelt, welcher auch noch keinen Namen hat. Auch auf ein Etikett haben sie bewusst verzichtet, damit mein Sinneseindruck vom neuesten Bier der großen Weißbierbrauerei durch nichts irritiert wird. Nur so viel wurde erklärt: Es handelt sich um ein traditionellen Weizenbock, der kaltgehopft wurde. Verteilt wurde es auch schon auf der diesjährigen Internorga – der Leitmesse für Gastronomie. Schließlich will Maisel mit diesem Bier wieder stärker im klassischen Weißbier-Segment wachsen, nachdem zwar im sog. Craftbier-Bereich die Verkaufszahlen stetig auf niedrigem Niveau steigen, aber die klassischen Bierstile seit Jahren rückläufig sind. Neben der Bitte um Rezension gab es auch den Wunsch sich einen Namen für das Bier zu überlegen. Für mich weniger spontanen und kreativen Menschen allerdings eine große Herausforderung, sollte der Name meiner Meinung nach doch Weißbier, Bock und Hopfen verbinden und auch kein „-ator“-Name sein. Vielleicht liegt aber hier in der Einfachheit und die Genialität. Schließlich will man die traditionelle Zielgruppe erreichen, die oftmals wenig mit extravaganten Namen etwas anfangen kann. Deshalb meinen doch recht schlichten Vorschlag:

Maisel’s Weisse Hopfen-Bock [humulus hircus]

Gerne könnt Ihr Euch aber auch an der Namensfindung beteiligen und mir Eure Vorschläge zukommen lassen.

Verkostet wird das Bier übrigens ausnahmsweise im Weißbier-Glas, da dies hierzu empfohlen wurde.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weizenbock
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bayreuth
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___-
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: spritzig, zitrus-hopfig, bananig-hefig, würzig, leicht malzig
Geschmack: vollmundig, sehr ausbalanciert, Mix aus Hefe, Würze, Bitterkeit, Fruchtigkeit, Gras & Karamell, feinperlig bis spritzig, leicht alkoholaromatisch, süß-würziger Abgang
Gesamt: Ein wirklich außergewöhnlich guter Weizenbock. An eine ähnliche Harmonie von Bananen-Hefe, Würzigkeit und anderen bittersüßen Aromen kann ich mich kaum bei anderen Bieren des Stils erinnern. Die Kalthopfung merkt man dem Bier glücklicherweise nicht allzu sehr an und doch setzt es nochmal ganz andere Akzente. Alles in allem ein gelungenes Experiment der Ideenschmiede der Maisel Braumeister, das hoffentlich den Weg in die Regale und zum Verbraucher finden wird. In Zahlen heißt das für mich 13 Pkt. (1-).

Prost & guten Abend! 🍻

333. Cerevisia M

Endlich ist es soweit: Bierjubiläum. Heute vor genau 502 Jahren erließen die damaligen bayrischen Herzöge eine Verordnung, die heute allgemein als das „Reinheitsgebot“ bezeichnet wird. Seit Anfang 2016 beschäftige ich mich nun mit dem Thema und habe in der Zeit einiges an Wissen und Biererfahrung ansammeln können. So war es dann auch dieses Jahr soweit, dass ich in meiner Bierliste die 1.000er Marke an vorgestellten Bieren geknackt hatte. Zu Ehren dieses Ereignisses hatte ich mir etwas ganz besonderes vorgenommen: mein erstes selbstgebrautes Bier. Wie ich schon vom Brautag und der Abfüllung berichtete, habe ich dabei das Glück gehabt, dass mir Ralf Mohr vom Braukunst Vorgebirge nicht nur seine Braugarage nebst Anlagen zur Verfügung gestellt hatte, sondern mich auch mit seinem reichhaltigen Wissen rund ums Brauen unterstützt hat. Es sollte aber natürlich kein 08/15-Bier werden, sondern eines, dass ein Zeichen für eine Reform des „Reinheitsgebots“ darstellen sollte. Herausgekommen ist das erste Bier der Welt, das mit allen sieben Hauptgetreidearten Gerste, Weizen, Roggen, Hafer, Reis, Mais und Hirse gebraut wurde. Bislang gibt es zwar Biere mit unterschiedlichsten Korn-Kombinationen, ein solches gab es aber bislang noch nie. Würde ich es kommerziell brauen, bräuchte ich hierfür eine Sondergenehmigung und dürfte ich wahrscheinlich noch nicht einmal Bier nennen. Dabei enthält es ausschließlich Getreide, Hopfen und Hefe. Alles was eigentlich ein Bier ausmacht. Und nichts, was nicht auch auf anderen Kontinenten für ein Bier essentiell ist: Mais in Amerika, Hirse in Afrika und Reis in Asien. Für mich also unbegreiflich, warum hier der deutsche Gesetzgeber weiterhin blind der großindustriellen Brau-Lobby folgt. Hinsichtlich weiterer Zutaten wie Obst oder Gemüse kann ich Diskussionsbedarf zwischen Traditionalisten und „modernen“ Craft-Brauern durchaus nachvollziehen. Warum jedoch kein weiteres Getreide außer Gerste in untergärigen sowie Weizen, Hafer und Roggen in obergärigen Bieren rein darf bleibt mir ein Rätsel.

Für dieses zugegebenermaßen experimentelle Bier, bei dem wir schließlich auf keinerlei Erfahrungswerte b(r)auen konnten, habe ich mir als grundsätzliche Stilrichtung ein Altbier ausgesucht. Sieht man auf die detaillierte Zutatenliste ist daraus natürlich „nur“ eine Interpretation geworden. Nichtsdestotrotz gibt es zum klassischen (Düsseldorfer) Alt durchaus viele Parallelen. Dabei haben wir auch auf eine dezente Hopfung geachtet, sodass möglichst viele Getreidearomen herausstechen. Zudem habe ich darauf geachtet möglichst viele Zutaten auch nach Standards der ökologischen Landwirtschaft zu verwenden. Insgesamt waren wir beide aber verwundert, wie gut dieses Experiment geglückt ist. Nicht nur der Brauvorgang selbst war ohne Probleme, auch das Bier ist in unseren Augen definitiv konkurrenzfähig.

Nachdem ich es selbst schon proBiert habe, im Rahmen meines Bier-Cocktail-Standes bei der Wiedereröffnung der Eule davon berichtete und inzwischen auch schon fast alle Flaschen verkauft oder verschenkt habe, möchte ich am heutigen Bierjubiläum mein Erstlingswerk auch offiziell rezensieren. Und da das nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen derart gut angekommen ist, werden Ralf und ich uns Anfang Mai nochmals zusammen an die Braukessel begeben und einen zweiten Sud mit verbesserter Rezeptur ansetzen.

#Natürlichkeit
#Qualität
#Vielfalt
#Regionalität
#Transparenz

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . 7-Korn-Neo-Alt [Bierjubiläums-Jubiläumsbier]
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Roggen, Hafer-, Reis- & Hirseflocken, Cornflakes, Röstgerste, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  14°P
Alkoholgehalt. . . . . . 4,8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bornheim-Sechtem [Brühl-Pingsdorf]
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___15
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________14
  • Geschmack:__________________15
Fazit

Geruch: weiche Röstnote, grasige Fruchtigkeit, Malzsüße, leicht holzig & erdig
Geschmack: sehr weich, mittlerer Körper, leichte Fruchtsüße, etwas Karamell, leichte Röstaromen, grasig, holzig, sehr harmonisch, matt bis feinperlig, trocken-süßer Abgang
Gesamt: Hätte ich es nicht schon selbst erfunden müsste es dringend gebraut werden. Besonders spannend finde ich die Kombination aus Karamell- und Fruchtsüße in Verbindung mit den Röstaromen. Gerade in der Nase hätte ich dies nicht erwartet. Auch sonst bin ich mit meinen ersten Brauversuch absolut zufrieden, obschon hier (Hopfen) und da (Hefen) sicher noch etwas verbessert werden könnte. Völlig zweifellos haben wir uns damit die 15 Pkt. (1+) also verdient. 😉

Weitere Infos zu meinem Reformvorschlag für das „Reinheitsgebot“ unter: http://www.bierjubilaeum.de/das-reinheitsgebot/.

Prosit Mundus manufactum! 🍻

332. Buddelship | Lervig Sauer´d Krauts

Einen Tag vor dem diesjährigen Bierjubiläum möchte ich ein wieder mal ganz besonderes Bier zur Sprache kommen lassen. In gemeinschaftlicher Arbeit haben die beiden Brauereien Buddelship aus Hamburg und Lervig Aktiebryggeri aus dem norwegischen Stavanger vor 2 Jahren ein spezielles Bier für das 500-jährige Reinheitsgebotsjubiläum produziert. Dabei sollte es – für die treue Leserschaft unter Euch – wenig verwunderlich sein, dass es ein Bier geworden ist, was eben genau nicht nach dem „Reinheitsgebot“ gebraut ist. Doch selbst für mich ist die Zutatenliste doch rechtgewöhnungsbedürftig. So wurde, wie es der Name schon verrät, Sauerkraut mit eingebraut. Doch (zum Glück) kein gewöhnliches Sauerkraut, sondern Weißkohl in Ananas und Mango eingelegt. Daneben finden sich auch alle vier europäischen Hauptgetreide in der Übersicht, was mich als Unterstützer von alternativen Getreiden besonders freut. Last but not least fällt noch eine weitere Zutat ins Auge, die in dieser Form ebenfalls recht ungewöhnlich in der Bierherstellung ist: Der Lactobacillus. Dabei handelt es sich um ein Milchsäurebakterium, das bei der Gärung des Bieres Milchsäure produziert und somit neben dem fruchtigen Sauerkraut zur Versäuerung des Bieres beiträgt.

We are celebrating 500 years of Reinheitsgebot with this very unique sour ale. A collaboration with the good Germans from Buddelship, this „impure“ beer is full of oats, wheat, rye and barley, and was soured with fresh sauerkraut infused with mango and pineapple. It may not adibe by the German Purity Laws, but remember, reines bier gefährdet die gesundheit.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Wild-Bier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Weizen, Roggen, Hafer, Weißkohl, Ananas, Mango, Lactobacillus, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Stavanger / Norwegen [Hamburg]
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Geruch: säuerlich, fruchtig (nach Ananas & Mango), kohlig-gemüsig, hellmalzig, leicht Karamell, leicht grasig
Geschmack: mittelgroßer Körper, spritzig, sehr sauer, leicht bitter, etwas grasig, bitter-saurer Abgang
Gesamt: Wie erwartet in der Tat ein ziemlich saures Bier. Etwas, was vor allem vor zwei Jahren noch voll im Trend war. Ich selbst hatte letztes Jahr eine Phase, in der ich Sauerbiere sehr gerne getrunken habe. Derzeit allerdings darf es für mich gerne wieder etwas malziger sein. Deshalb kann ich diesem handwerklich gut gemachten Bier (bei dem mit die Farbe fast noch am besten gefällt) nur 11 Pkt. (2) geben. Nichtsdestotrotz ein gutes, wenn auch überzogenes Zeichen gegen die aktuelle Biergesetzgebung, für die das „Reinheitsgebot“ als Fassade herhält.

Weitere Infos zum Bier unter:  https://www.ratebeer.com/beer/buddelship-lervig-sauer%C2%B4d-krauts/371604/1/1/.

Prost & guten Abend! 🍻

331. 1. Bonner Brauschau

Noch etwas beschwippst möchte ich Euch heute von der 1. Bonner Brauschau erzählen. Organisiert vom Bonner Heimbrauer-Verein war es die erste derartige Brauschau im südlichen Niederrhein-Land. Zwar gibt es glücklicherweise immer mehr private Brauaktivitäten zwischen Eifel und Ruhr, doch hat man dies bislang noch etwas im Verborgenen getan. Umso erfreulicher die heutige 1. Bonner Brauschau im The 9th, die mit 20 Ausstellern aufwartete und selbst mich wieder mal völlig überrascht hat. Alleine die Anzahl an unterschiedlichen Bieren war überwältigend. Zudem gab es dabei auch eine enorme Vielfalt der Bierstile und Interpretationen. Da dem Hobbybrauen deutlich weniger Reglementierung auferlegt sind, konnten sich die Brauer hier auch endlich so richtig austoben. Herausgekommen sind knapp 40 Bierspezialitäten allerkreativster Art.

 

Mit am Start neben den gastgebenden Bonner Heimbrauern auch  Toms Hütte, die Braufreunde aus Münster, DROOD aus Gevelsberg und der Verein für den Erhalt & die Förderung Schwelmer Brautradition. Weitere prominente Vertreter aus der Region waren die Kölner Bierhistoriker, die ein spätmittelalterliches Grutbier aus Gagel mitgebracht hatte. Auch der Weltmeister der Biersommeliers Stephan Hilbrandt gab sich die Ehre und war mit einem Ingwer Wit und dem Torfbock dabei. Fritz Wülfing von Ale-Mania hingegen ließ seinen Nachwuchs auflaufen und zeigte, was seine Azubis so alles drauf haben. Er selbst ist als kommerzieller Brauer „nur“ Sponsor der Brauschau. So präsentierten Azubi Ben und Azubi-Azubi Holger – seines Zeichens „hauptberuflich“ eigentlich Blogger von We love Pubs – ein schmackhaftes Rhabarber-Saison-Bier.

Impressionen:

 

Bierfacts:

  • Dominiks Raspberry Vanilla Smoothie IPA:
    – 6,5%; obergärig
    – Himbeer-NEIPA-Experiment
    – süß, fruchtig, sauer, voller Körper, ölig
    https://www.facebook.com/bonnerheimbrauer/
  • Ben & Holgers Rhubarbarama:
    – 5%; obergärig
    – Saison mit Rhabarber gestopft
    – dezente Rhabarbernote, sauer, frisch
    https://fritz0830.wixsite.com/alemaniabonn
     https://www.welovepubs.de/
  • Roberts Lord Byron’s Bitter:
    – 4%; obergärig
    – klassisch englisches Bitter
    – trocken bitter, malzig, süß
    https://www.facebook.com/bonnerheimbrauer/
  • Verein für Erhalt & Förderung Schwelmer Brautradition Thokkis Dark Coconut:
    – 7,5%; untergärig
    – Bockbier mit Kokosnuss veredelt
    –  trocken, röstig, geringe Kokosaromen, leicht karamellig
    www.schwelmbräu.de
  • Barth Bräu Folköl:
    – 3,5%; obergärig
    – Low-Alc-Ale
    – spritzig, hopfig, grasig, erfrischend
  • Drood Dream of Peat & Oak:
    – 16,2°P; 6,5%; untergärig
    – Brown Ale auf Holzchips gereift
    – sehr holzig, leicht sauer, süß, würzig, Whiskey-ähnlich
    https://drood-beer.jimdo.com/
  • Schwenkenbecher Sprizzl Brizzl:
    – 5,2%; obergärig
    – Gose mit Hagebutte, Rhabarber, Koriander, Salz & Hibiskusblüten
    – dezent süß, fruchtig, mehr Hagebutte als Rhabarber
    https://www.braufreunde-muenster.de/tag/schwenkenbecher/
  • Stephans Torfbock:
    – 5,2%; untergärig
    – Peated-Bock auf Eichenholz gelagert
    – torfig, holzig, bockig
    – mein Platz 2
    http://biersommelier.hilbrandt.com/
  • Kölner Bierhistoriker Grutti-Frutti:
    – 4,7%; obergärig
    – Grutbier auf Basis eines belgischen Wit mit Gagel, Kamille & Nelke
    – lecker fruchtig, kräuterig, hell, vollmundig
    – mein Favorit
    http://koelnerbierhistoriker.org/
  • Kevin Kentucky Common:
    – 4,3%; obergärig
    – historisches Cream Ale aus den 1920ern
    – leicht, wenig Körper, malzsüß
    – mein schwächstes Bier
    https://www.facebook.com/bonnerheimbrauer/
  • Herr Hoffmann Dr. Knurps Frühstücksstout:
    – 6,2%; obergärig
    – Stout mit Kaffee & Kakao
    – lecker röstig, dunkelmalzig, karamellig
    – meine Bronzemedaille

Fazit:

Für mich, der gerade erst sein erstes Bier (Cerevisia M – am Montag mehr dazu) mit Hilfe von Ralf vom Braukunst Vorgebirge, der mich übrigens begleitet hatte, gebraut hat, war es toll zu sehen, wie lebendig offenbar die hiesige Hobbybrauszene ist. Dabei konnte die Qualität der Biere durchaus mit denen, die auch kommerziell verkauft werden, mithalten. Und auch in Sachen Vielfalt wurde natürlich einiges geboten, wie die Bierliste zeigt. Schön war es auch wieder mal den ein oder anderen bekannten Biernerd wiedergetroffen zu haben und sich ein wenig austauschen zu können. Auch, wenn vielleicht an der ein oder anderen organisatorischen oder präsentatorischen Komponente gefeilt werden könnte, war es wirklich ein sehr gelungener Tag in Bonn.

Vielen Dank in diesem Zuge deshalb an alle Beteiligte und die Gastgeber der Bonner Heimbrauer.

Siehe sonst auch: https://www.facebook.com/events/164034051069449/.

 

 

330. Back- & Brauhaus Brinker 500 Jahre Utopia

Mit dem heutigen Bier möchte ich den Endspurt um die Feierlichkeiten des diesjährigen Bierjubiläums einläuten. Es ist gleichzeitig auch das letzte in meiner (meist leckeren) Bäckereibier-Reihe.

Clemens Brinker – offensichtlich nicht nur Brot- und Bierexperte – widmet das heutige Bier dem Roman Utopia (griechisch für ‚Nicht-Örtlichkeit‘) von Thomas Morus. Denn dieses ist – wie es der Zufall will – wie das heute sogenannte „Reinheitsgebot“ ebenfalls im Jahre 1516 zuerst (auf Betreiben von Erasmus von Rotterdam im belgischen Löwen) veröffentlich worden. In dem heute weltweit bekannten Werk beschreibt Morus eine ferne ideale Gesellschaft und begründet damit das Genre der Sozialutopie. In De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia – Vom besten Zustand des Staates und der neuen Insel Utopia (wie der volle Titel des Romans eigentlich lautet) wird das Leben in patriarchischen Familienverbänden geschildert. Überfamiliär ist das Leben eher klosterähnlich organisiert und von einem jährlich gewählten Phylarch geführt. Es gibt kein Privateigentum und somit auch kein Geldsystem. Dafür besteht Arbeitspflicht, wobei sich jeder Bürger nach der Pflichtschule sein Handwerk selbst aussuchen darf – lediglich eine regelmäßige Feldarbeit ist obligatorisch. Nur Straftätern oder anderen Verbrechern ist Zwangsarbeit vorbehalten. Zudem gibt es auch eine Art Krankenversicherung. In der säkularen Republik Utopia wird der regierende Senat auf Zeit gewählt, während das Staatsoberhaupt auf Lebenszeit vom Volk bestimmt wird, aber auch wieder abgesetzt werden kann. Etwas naiv wirkt nur die Lösung hinsichtlich variierender Bevölkerungsmengen. So solle Überbevölkerung durch Aussiedlung in Kolonien begegnet werden, woraus man sich bei Unterbevölkerung wieder bedienen könne. Alles in allen zwar in einigen Punkten zwar kaum mit dieser unserer Welt vereinbar, aber trotzdem doch sehr fortschrittlich. Im 16. Jahrhundert im westlichen Europa wohl noch revolutionär, wirken die Beschreibungen heute fast wie eine Zustandsbeschreibung unserer aktuellen Gesellschaft (sieht man mal von der heute als kommunistisch charakterisierten Themen Privateigentum oder Geldsystem ab). Ich selbst habe Utopia im Philosophie-Unterricht durchgenommen und weiß deshalb um dessen Bedeutung vor allem für die Sozialutopie.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/28/Insel_Utopia.png/800px-Insel_Utopia.png

Auch die heutige bierige Interpretation des Weltromans ist auf den Spuren des Thomas Morus unterwegs. So ist die Hommage kein Allerwelts-Bier, sondern mit Holunderbeeren, Kräutern und Gewürzen wohl ein typisches Kreativbier des damaligen Westeuropas. Im Gegensatz zum gestrigen ähnlich gebrauten Grutbier, enthält es aber diesmal keinen Hopfen. Ein einmaliges Bier für einmalige Ereignisse.

„500 Jahre Utopia – 500 Jahre Reinheitsgebot“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Grutbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Holunderbeeren (getrocknet), Gewürze, Kräuter, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,3%
Herkunft. . . . . . . . . . . Georgsmarienhütte
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: süß-säuerlich fruchtig, kräuterig, dunkelmalzig, schokoladig
Geschmack: frisch, feinperlig, schlanker Körper, fruchtig, kräuterig, leicht trocken-bitterer Abgang
Gesamt: Wahrlich ein interessantes Bier. Auch wenn es geschmacklich für mein Befinden kein absoluter Volltreffer ist, ist es dennoch ziemlich einmalig. Sowohl Frucht als auch Kräuter sind hier im Vordergrund und werden spannenderweise von etwas Schokolade in der Nase begleitet. Sicher etwas Besonderes für ein besonderes Ereignis. In Zahlen bedeutet das 11,5 Pkt. (2(+)).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.facebook.com/backundbrauhausbrinker.

Prost & guten Abend! 🍻

Blogbier, die XXVII. – Politica

Bei zwei politischen Treffen in den vergangen Wochen gab es neben viel Austausch und guten Vorträgen auch Bier:

Bierfacts:

329. Back- & Brauhaus Brinker Westfälisch Grut

Nach der gestrigen sauren Enttäuschung hoffe ich heute inständig auf Wiedergutmachung in meiner Bäckerei-Bier-Reihe vom Back- & Brauhaus Brinker aus dem Teutoburger Wald. In einer Frühausgabe des Bierjubiläums-Tastings gibt es heute ein wirklich interessantes Bier. Eines, dass vor allem in Westfalen – und Georgsmarienhütte gehört so gerade noch dazu – eine lange Tradition hat und sich als eine der der letzten Bastionen vor dem heute fast ausschließlich vorherrschenden Hopfenbieres bis ins 18. Jahrhundert hin hielt. Das heutige Bier enthält nämlich im Gegensatz zu wahrscheinlich 99,9% aller weltweit verkauften Biere kein Hopfen, sondern wird mit einer alten westeuropäischen Kräuternsammlung – dem sogenannten Grut – gewürzt. Bis ins 16. Jahrhundert hinein wurde damit noch vor Verbreitung des Hopfens mehrheitlich gewürzt. Im Gegensatz zum Hopfen musste hierbei aber stets höchste Vorsicht walten gelassen werden, da die Zusammensetzung und Dosis je nach Pflanze toxische Wirkung erzeugen konnte. Das war dann wahrscheinlich neben der aromatisch komplexeren Vielfalt der Hauptgrund für die Verdrängung durch den Hopfen. Im Laufe der Jahrhunderte verschwand mit dem Grut auch die Kenntnis über ihren richtigen Einsatz. Einigen wenigen Brauereien vorwiegend in den Niederlanden und in Westfalen ist es zu verdanken, dass es seit einigen Jahren (auch im Zuge der „Craftbeer-Welle“) wieder vermehr hopfenfreie Gru(i)tbiere gibt. Besonders prominentes Beispiel ist die Gruthaus-Brauerei in Münster – Stichwort: „Nicht nach, sondern vor dem Reinheitsgebot von 1516.“. Doch auch Bäckermeister und Gewürzspezialist Clemens Brinker hat sein ganzes Wissen in die Waagschale geworfen und seine Interpretaion eines Westfälischen Grutbieres entworfen. Dieses beinhaltet aber dem den alten Biergewürzen Scharfgarbe, Birke, Wacholderbeere und Esche ebenfalls auch den „modernen“ Hopfen. Etwas was es vor allem auch in der Transformationsphase häufig gab. Bleibt zu hoffen, dass es keine ähnlich Überraschung wie gestern gibt.

„Westfälisches Grut ist eine aromatische, fruchtige und würzige Bierspezialität nach uralter Tradition.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Grutbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Scharfgarbe, Birke, Wacholderbeere, Esche, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12,5°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Georgsmarienhütte
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________14
Fazit

Geruch: sehr fruchtig-säuerlich, würzig, waldig, harzig
Geschmack: erfrischend, schlanker Körper, fruchtig, leicht säuerlich, waldig, kräuterig, spritzig, etwas süßlich, herb-würziger Abgang
Gesamt: Na das schmeckt doch gleich viel besser. Wirklich ein tolles Beispiel für ein gelungenes (gemischtes) Grutbier und somit auch die erhoffte Wiedergutmachung von gestern. Besonders die tollen fruchtig-sauren Aromen in Verbindung mit den waldigen Noten erzeugen selbst für mich noch völlig unbekannte Gaumenfreuden. Mit somit mehr als verdienten 13,5 Pkt (1(-)) kommt das Back- und Brauhaus heute also wieder voll in Bahn zurück.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.facebook.com/backundbrauhausbrinker.

Prost & guten Abend! 🍻

328. Back- & Brauhaus Brinker Spekulatius-Bier

Und weiter geht es mit meiner kleinen aber feinen Bäckerei-Bier-Reihe. Heute am Start: ein Spekulatius-Bier. Zwar ist es nicht mehr so ganz passend (das Bier wurde mir im Früh-Winter von Nils geschenkt), aber dennoch wert es heute endlich zu verkosten. Neben den klassischen (gerösteten) Malzen aus Gerste und Weizen wurde hier übrigens nur mit Gewürzen nachgeholfen. Dies ist insofern nachvollziehbar, da Clemens Brinker – seines Zeichens Kopf des Back- und Brauhauses – neben seinem Bäckermeister auch Gewürzspezialist ist.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Gewürzbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Gewürze, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Georgsmarienhütte
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________5
  • Geschmack:__________________4
Fazit

Geruch: sehr säuerlich,  wenig würzig & waldig
Geschmack: mittelgroßer Körper, sehr sauer, wenig fruchtig, kein Malz, kein Hopfen, kein Gewürz, spritzig, dezenterer Abgang
Gesamt: Ok… Also das habe ich in nun über 2 Jahren Blogarbeit noch nicht erlebt. Entweder das Bier hat eine bemerkenswerte Entwicklung nach Überschreiten des MHD (28.02.) hingelegt oder es wurde schlicht falsch etikettiert. Ersteres ist bei handwerklich hergestellten Bieren in der Tat mit zu rechnen, sodass es „riskanter“ ist dieses (weit) übers MHD zu trinken. Allerdings folgt die dann stattfindende Reifung immer einem biochemischen Muster, das je nach Bierstil differiert. Hier allerdings muss eine Verwandlung von einem gerösteten Gewürzbier, dass eigentlich nach Spekulatius schmecken sollte, hinzu einem Sauerbier par excellence stattgefunden haben. Etwas was mit meinem Laienwissen kaum erklärbar ist. Deshalb muss ich wirklich eher letzteres vermuten und bin zumindest positiv überrascht ob der unerwarteten Blindprobe. Leider ist mir die Säure des Bieres selbst ohne die Erwartung eines Spekulatius-Bieres noch zu stark, sodass mir nichts anderes übrig bleibt als hier erstmals in diesem Jahr nur eine ausreichende Note zu vergeben: 4 Pkt. (4-). Sollte es sich später doch als Lagerhaltungsfehler meinerseits herausstellen, bin ich gerne bereit diese Bewertung nochmals zu revidieren.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.facebook.com/backundbrauhausbrinker.

Prost & guten Abend! 🍻

327. Back- & Brauhaus Brinker Pumpernickel Porter

Neue Woche, neues Bier, alte Brauerei. Weiter geht es also hier mit dem Back- und Brauhaus Brinker aus dem Teutoburger Wald. Nach dem vorgestrigen belgischen Dubbel folgen in dieser Woche zunächst drei Biere mit jeweils ganz besonderen Zutaten. den Anfang macht das Pumpernickel Porter. Zwar keine Erfindung des Back- und Brauhauses aber dennoch ein doch sehr selten gebrautes Bier. In Anlehnung an ein klassisches Schwarzbrot wird hier neben den klassischen Bierzutaten Gerstenmalz, Hopfen und Hefe auch versäuertes Roggenmalz eingesetzt. Ähnlich wie ein Sauerteig unterstütz dies die enzymatische Wirkung des Malzes und erzeugt damit eine brotigere Roggennote.

„Dieses Bier ist eine herzhafte obergärige Spezialität. Gebraut mit teilweise biologisch versäuertem Roggenmalz nach alter Bäckertradition.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Porter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Roggenmalz (tlw. biol. versäuert), Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  14°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Georgsmarienhütte
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: sehr würzig & röstig, frisch, leicht süßlich(-karamellig)
Geschmack: vollmundig, großer Körper, brotig, würzig, leicht bitter & röstig, trocken, matt, weich, dunkelmalzig, bittersüßer Abgang
Gesamt: Also wer Schwarzbrot und Porter mag, wird dieses Bier lieben. Eine sehr gute Symbiose aus beiden Welten der Getreideprodukte. Für mich zwar einen Hauch zu röstmalzig und bitter, aber handwerklich sehr gut gemacht. Dafür gibt es gute 12 Pkt. (2+).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.facebook.com/backundbrauhausbrinker.

Prost & guten Abend! 🍻

326. Schottische Biere – Bierverkostung zur Eule 04/18

Rats Kölsch | Brewdog Punk IPA | Orkney Brewery Red MacGregor | Strathaven Craigmill Mild | Brouwerij Haacht Export Super 8

Letzten Montag war es ausnahmsweise mal (bedingt durch Ostern) wieder an einem zweiten Montag im Monat Zweit für den Biermontag in der Brühler Eule. Nachdem ich die März-Ausgabe mit Ale-Mania und Fritz Wülfing verpasst habe und auch leider bei der kommenden Verkostung im Mai mit dem Brauer vom Lechenicher Blue Cat nicht zugegen sein kann, hatte ich mich umso mehr auf dieses Tasting gefreut.

Thematisch ging es diesmal um das Bierland Schottland. Im Zeichen von 11 Jahren Brewdog ging es auf eine kleine Reise zur Britischen Insel. Neben der Vorstellung schottischer Biere, nahm uns Biersommelier Markus Weick auf mit auf seine eigene Reise durch Schottland im vergangenen Jahr. Dass er dabei noch mitten im Renovierungsstress ist, merkte man ihm kaum an.

Vor der eigentlichen Verkostung ging es erst einmal weiter im Kölsch-Projekt, bei dem Markus bis 2019 (da wird die Kölsch -Konvention 33 Jahre) alle Kölsch vorgestellt und durchprobiert haben will. Heute am Start: das Rats-Kölsch. Früher in der Privatbrauerei Metzmacher in Frechen gebraut, gehört es wie so viele andere Kölsch-Marken heute zum Haus der Kölschen Bierkultur und somit zur Radeberger-Gruppe. Mit etwa 50 Thl Jahresausstoß ist es eher eine kleinere Kölsch-Marke.

Persönlicher Eindruck:
viel süße Malzwürze, geringe-mittlere Hopfenbittere, schlank, feinperlig, leicht saure Fehlaromen, zu unbalanciert

Den Beginn der schottischen Biere machte das Craftbeer-Flaggschiff des Landes. Zwar erst vor 11 Jahren gegründet hat sich Brewdog zu einer mindestens europaweit bekannten Marke etabliert. Mit einer radikalen Marketing-Strategie, die vor wenig zurückschreckt und gänzlich neue Wege geht, hat man es binnen weniger Jahre zu einer festen Größe am Craftbeer-Markt gebracht. Dabei ist es weniger die Menge an gebrautem Bier, sondern vielmehr die Anzahl verschiedener Biere, die viele erstaunen lässt. Alleine im Jahre 2016 hat man es auf über 80 geschafft. Begünstigt wurde der Aufstieg Brewdogs auch von der weitaus vielfältigeren und kleinteiligeren Bierkultur der Briten. So trinkt der Brite zwar weniger Bier pro Kopf, dafür gibt es aber relativ mehr Brauereien als in Deutschland. Das erfolgreichste der Brewdog-Biere ist das Punk IPA, was es inzwischen praktisch in jedem größeren Pub auf der Insel gibt.

Persönlicher Eindruck:
– super fruchtig-hopfig, grasig, leicht malzig
– mild, weniger gehopft, frisch, fein, recht süffig, nicht bitter

Auf seiner Reise durch Schottland machte Markus auch bei einem der zahlreichen Bottledogs Halt. In den Flaschenverkaufsläden ergatterte er ein Hop-Shot – eine hochkonzentrierte Biervariante mit offiziell 20% Alkohol und über 200 IBU-Bittereinheiten.

Ähnlich wie in der England-Verkostung vor zwei Jahren, gab es an diesem Abend auch einen kleinen Exkurs nach Deutschland. Genauer gesagt sogar in die direkte Nachbarschaft zur Eule. Denn ich höchstpersönlich hatte die Ehre mein Bierjubiläums-Jubiläumsbier Cerevisia M vorzustellen. Als Interpretation eines Düsseldorfer Alt hat es grundsätzlich viele Parallelen zu schottischen Bieren. So sind diese ebenfalls rubinrötlich, süßlicher, leichter gehopft und nicht so alkoholhaltig. Selbstverständlich ist das Cerevisia M als weltweit erstes Bier mit allen 7 Hauptgetreiden nicht direkt vergleichbar mit den klassischen schottischen Bierstilen. Nichtsdestotrotz kam es sehr gut an und das 5l-Fass wurde restlos ausgetrunken. Auch ein paar weitere Flaschen konnte ich noch an den Mann bringen. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmals an Ralf Mohr vom Braukunst Vorgebirge, wo ich mit seiner Unterstützung das Bier brauen durfte.

Mehr zum Bier gibt es dann zum diesjährigen Tag des Deutschen Bieres und 502. Geburtstages des sog. Reinheitsgebots am 23. April.

Im Anschluss ging es wieder auf die Insel. Aber nicht auf die große britische, sondern auf die kleine Inselgruppe nördlich von Schottland. Mit dem Orkney Red MacGregor kamen wir in den Genuss eines der nördlichsten Biere Europas. 1988 gegründet kommt die eine von zwei Brauereien der Orkneys auf etwa 50 hl Jahresausstoß.

Persönlicher Eindruck:
– malzig, süß, kaum Karamell, waldig, harzig, würzig
– würzig, matt, leicht bitter, trocken, rot

Das letzte Bier der offiziellen Verkostung kam dann wieder vom gefühlten Festland. Trotzdem ist aber die Brauerei noch jünger und kleiner. Das Craigmill Dark Mild ist ein Bierstil, der noch vor 50 Jahren in Schottland über 80% Marktanteil hat. Heute werden von diesem leichten und erfrischenden Bier kaum mehr als 5% verkauft.

Persönlicher Eindruck:
– dunkelmalzig, leicht röstig, süß, Kaffee
– Kaffee, schlank, bitter-röstig, mild

Gesamtfazit:
Meine persönliche (etwas beeinflusste) Gesamtwertung der April-Verkostung sieht dann wie folgt aus:

Im Anschluss an die „offizielle“ Verkostung gab es dann noch folgende weitere Bierspezialität aus der immer noch 100 Biere umfassenden Bierkarte der Eule:

Persönlicher Eindruck:
– malzig, grasig, süß
– feinperlig, trocken-süß, würzig

Vielen Dank also nochmals an Markus für den interessanten Abend. Dir weiterhin viel Kraft und Ausdauer bei der Renovierung.
Mit dem Hinweis auf die übernächste Verkostung am 4. Juni, bei der ich ein paar leckere Biercocktails präsentieren werde, verabschiede ich mich in den Abend.

Weitere Informationen zur Eule, zu den Aktionen und zum Biersommelier Markus Weick unter: http://wordpress.99biere.de/

325. Back- & Brauhaus Brinker Sans Souci

Passend zum neuen Motto ‚Brot & Bier‘ in der Brühler Eule freue ich mich sehr in den kommenden Tagen vorm diesjährigen Bierjubiläum fünf Biere des Back- und Brauhauses Brinker aus Georgmarienhütte präsentieren zu dürfen. Alle hat freundlicherweise Nils höchstpersönlich zu den noch seltenen Öffnungszeiten erstanden und mitgebracht.

Getreu dem Motto „Heute back ich, morgen brau ich“ verbindet Clemens Brinker dort seit wenigen Jahren die Brot- und Bierwelt miteinander. Als Bäckereitechniker und Gewürzspezialist begann er bereits in den 1990ern mit dem Hobbybrauen. Nachdem er sein damit erworbenes Wissen dann auch mehrere Jahre bei der VHS weitergab, entschloss er sich 2014 auch kommerziell sein eigenes Bier herzustellen. In seiner Bäckerei ließ er dafür passende Gerätschaften installieren und verknüpfte fortan beide Leidenschaften. Ähnlich wie Ralf Mohr vom Braukunst Vorgebirge nutzt er dabei die Vorteile beider Welten und erhöht somit die Produktvielfalt bei gleichzeitiger Verringerung von Abfallstoffen. So kommen auch Malze, Treber und Bierhefen in sein Brot, während Sauerteigkulturen, Gewürze und weitere Getreide als Gerste den Weg in sein Bier finden.

Grundsätzlich orientiert er sich dabei an eher historischeren Bierstilen, aber auch das heutige belgische Dubbel stehen auf dem Programm. So oder so leistet Brinker damit einen großen Beitrag zur Wiederbelebung der deutschen Brot- und Biervielfalt auf hoffentlich hohem qualitativem Niveau.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Dubbel
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  20°P
Alkoholgehalt. . . . . . 8,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Georgsmarienhütte
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________14
Fazit

Geruch: dunkelmalzig, leicht röstig, Karamell, würzig, etwas schokoladig
Geschmack: vollmundig, großer Körper, würzig, leicht bitter, wenig röstig, Karamell-malzig, geringe Zartbitter-Aromen, matt, leicht öliger süßer Abgang
Gesamt: Also mit einer derartigen Qualität hätte ich nun aber doch nicht gerechnet. Da scheint jemand etwas von seinem Handwerk zu verstehen. Wirklich ein tolles Dubbel, das sogar meiner Meinung nach besser ist als so manche belgische Konkurrenz. Grandioses Beispiel für hochqualitatives (Back- und) Brauhandwerk. Deshalb verdiente 13 Pkt. (1-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.facebook.com/backundbrauhausbrinker.

Prost & guten Abend! 🍻

324. Samuel Smith Organic Cherry Fruit Beer

Bevor es hier in Kürze endlich zur Bäckerei-Bier-Reihe vom Brauhaus Brinker kommt, folgt heute Abend erst einmal ein weiteres Bier mit „besonderen“ Zutaten.

Es ist ein Bier, dass jedoch auch an die Grenzen meiner Akzeptanz für eine erweiterte Zutatenliste geht. Als Freund natürlicher Zutaten finde ich schon Hopfenextrakt überflüssig, hier jedoch sogar Kirschkonzentrat und -extrakt ins Bier zu geben, ist schon sehr abenteuerlich. Stellt sich die Frage, ob es nicht auch richtige Kirschen, Kirschsaft oder Püree getan hätten.

Zugutehalten muss man dem Bier zumindest die handwerkliche Herstellung. Gebraut wurde es von den Melbourn Bros. der historischen All-Saints-Brewery in Stamford während die Abfüllung Samuel Smith selbst übernahm – ihres Zeichens mit Gründungsdatum 1758 älteste Brauerei in North Yorkshire.

Zudem werden hier ausschließlich Rohstoffe ökologischer Zertifizierung eingesetzt. Mal schmecken, ob es also überzeugen kann…

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Fruchtbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Kirschkonzentrat & -extrakt, Rohrzucker, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Stamford/Tadcaster / England
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________[12]
  • Geschmack:__________________[13]
Fazit

Geruch: frisch, ganz klar dominant nach Sauerkirschen, etwas weiche grasige Malznoten
Geschmack: erfrischend, schlanker Körper, klar süß, etwas weinartig, unterschwellig malzig, weich, leicht bitterer Abgang
Gesamt: In der Tat bin ich wirklich positiv überrascht. Wirklich ein sehr leckeres Bier(-mischgetränk). Gut ausgewogen, sehr harmonisch und selbst als Befürworter „richtiger“ Biere nicht zu süß. Im Grunde würde dies zu einer hervorragenden Note resultieren, allerdings gibt es auch oben genannten Gründen einen kleinen Malus. Zudem ist es per Definition natürlich nicht mit den allermeisten anderen Bieren meiner Liste vergleichbar. Ich wage mich aber trotzdem mit 11 Pkt. (2) an eine Gesamtnote.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.samuelsmithsbrewery.co.uk/product/organic-cherry-fruit-beer/.

Prost & guten Abend! 🍻

323. Buddelship Brouge Hibiscus Saison

Für das heutige Bier bleiben wir bequemerweise in Hamburg und fahren einmal von der Sternschanze nach Langenfelde. Dort ansässig ist die Buddelship-Brauerei, die seit ihrer Gründung vor einigen Jahren zwei Produktlinien herausbringt. Einerseits setzt man auf zeitlose Klassiker der deutschen Bierlandschaft, wie Pils oder Schwarzbier. Anderseits bietet man auch Biere von Übersee (Pale Ales, Porters etc.) an. Neben diesen beiden Standard-Sparten gibt es aber immer wieder mal auch limitierte Sondereditionen. Im Rahmen meiner kleinen Gewürzbier-Reihe passt da das Brouge Hibiscus sehr gut hinein. Es ist ein belgisches Saison, das nicht nur mit Hibiskus versetzt ist, sondern auch in Gin-Fässern gereift ist. Dabei wurde mit der Spirituosen-Manufaktur Gin Sul aus Altona kollaboriert, die den bislang einzigen Hamburger Gin (mit portugiesischen Wurzeln) destillieren.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Saison
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hibiskus, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,9%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hamburg
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________13
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________14
Fazit

Geruch: säuerlich, gewürzig (wohl nach Hibiskus), zitrus-fruchtig, holz-malzig, leicht Lakritz, geringe Fehlaromen
Geschmack: mittelgroßer Körper, vollmundig, weich, harmonisch, säuerlich, fruchtig, leicht bitter & gewürzig, hintergründig malzig, geringe Gin-Aromen, erfrischend, feinperlig, weinartiger Abgang
Gesamt: Auch wenn einem bei diesem Bier die Nase einen Streich spielen will und ein mittelmäßiges Bier erwarten lässt, ist es geschmacklich wirklich eines der besten in diesem Jahr für mich. Unglaublich ausbalanciert, herrlich fruchtig-säuerlich ohne dabei zu sauer zu sein und eine unterschwellige Malznote, die das Ganze abrundet. Wer jedoch die volle Ladung Gin erwartet, der wird sich wohl über den eher weinartigen Eindruck wundern. Ungeachtet dessen möchte ich dieses Bier mit 13 Pkt. (1-) auszeichnen, da es trotzdem auf den Punkt gebraut ist.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.buddelship.de/biere.

Prost & guten Abend! 🍻

322. Ratsherrn Dark Lantern

Start in die zweite Halbzeit der außergewöhnlichen Gewürzbiere. Der heutige Kandidat überzeugt in dieser Hinsicht von einer wirklich außerordentlichen Zutatensammlung.

Das Dark Lantern aus dem deutschlandweit bekannten Hause Ratsherrn in Hamburg ist eines der inzwischen öfters mal gebrauten Kürbis-Biere. Eigentlich anlässlich von Halloween auf den Markt gebracht, passt es doch aber gerade auch ganz gut zum manchmal ziemlich herbstlichen April-Wetter. Als eine der Craftbeer-Pioniere Deutschlands setzt Ratsherrn von Beginn an auf etwas provokative Biere. Aufgrund der in Hamburg etwas freizügigeren Behandlung der deutschen Gesetzgebung ist es Ratsherrn möglich dabei auch immer wieder etwas tiefer in die Trickkiste der Zutaten zu greifen. So ist diesem Ale nicht nur Kürbispüree sondern auch eine Gewürzsammlung aus Piment, Ingwer und Zimt (sowie dunklem Kandiszucker) zugesetzt. Und wäre das nicht schon spannend genug, wird das Ganze noch mit Weizenrauchmalz unterstützt.

Alles in allem eine Kombination, die selbst mich als Bier-Nerd überrascht und wohl auch sensorisch herausfordert.

„Shadows of a thousand years rise again unseen, voices whisper in the trees: „Tonight is
Halloween““
Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . [Pumpkin Ale]
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Kürbispüree, Kandiszucker, Piment, Muskat, Ingwer, Zimt, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hamburg
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________6
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Geruch: sehr gewürzig v.a. nach Zimt & Ingwer, leicht säuerlich, dunkelmalzig, leichter Rauch, wenig Süße
Geschmack: schlanker Körper, matt, würzig, gemüsig, rauchig, leicht bitter, leicht süß-sauer, gewürziger Abgang
Gesamt: Wahrlich eine Herausforderung für Nase und Gaumen. Und auch wenn ich selbst (in der Küche) ein Freund vom Mix vieler Zutaten bin, glaube ich, dass die dunkle Laterne viele etwas überfordert. Dennoch ist die Komposition ausgewogen und überraschenderweise gut abgestimmt. Vor allem den Muskat, Ingwer und Zimt kann man gut herausschmecken. Dafür gerät meiner Meinung nach der Kürbis etwas in den Hintergrund. Die rauchige Malznote passt recht gut zum Rest und dennoch trifft es irgendwie nicht genau meinen Geschmack. Vielleicht liegt es an den Frühlingsgefühlen, aber mehr als 9 Pkt. (3+) kann ich hier nicht verteilen.

Weitere Infos zum Bier unter: http://ratsherrn.de/files/cto_layout/_mediathek/produktdatenblaetter/produktblatt_darklantern.pdf.

Prost & guten Abend! 🍻

321. Austmann Sjokolade & Kirsebærporter

Nachdem ich jetzt Kindergeburtstags- und Ostern-bedingt seit etwa 2 Wochen täglich Kuchen Esse passt das heutige Bier hervorragend als Abschluss meines persönlichen Kuchenwahnsinns.

Das vorliegende Imperial Porter kommt von der Austmann Bryggeri aus dem norwegischen Trondheim. Die „Craft-Brauerei“ wurde 2013 ins Leben gerufen und ist stereotyp für die inzwischen recht vielen skandinavischen Handwerksbrauereien. Denn wie manch Braukollege aus dem Nachbarland hat auch Austmann eine Vielzahl an unterschiedlichen Bieren auf den Markt geworfen. So waren es alleine in den ersten beiden Geschäftsjahren über 60 Biere. Die Brauerei gehört zur Hälfte der ebenfalls norwegischen Hansa Borg Bryggerier, welche sich wiederrum zu drei Viertel in Familienhand befindet. Eine (noch) recht ungewöhnliche Konstellation also, die insbesondere bei britischen oder deutschen Braumanufakturen praktisch kaum vorkommt.

Bevor es nun zur Praxis kommt erfreut mich die Zutatenliste. Denn neben den besonderen Zutaten Kakao und Kirsche wurde u.a. auch Schokomalz verwendet, was das Bier hoffentlich rund und ausbalanciert macht.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Imperial Porter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Kakao, Kirsche, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  18°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Trondheim / Norwegen
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___11
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Geruch: spritzig, sauer, bitter, Zartbitter, holzig-harzig, wenig dunkel-fruchtig
Geschmack: spritzig, voller Körper, säuerlich, bitter, fruchtig, leicht schokoladig, würzig-holzig, trocken-süßer Abgang
Gesamt: Leider konnten meine (hohen) Erwartungen erneut nicht ganz erfüllt werden. Wie so oft fehlt auch diesen Porter die Balance zwischen dem ursprünglichen Bierstil und den zusätzlich eingesetzten Zutaten. Gerade für Porter oder Sauerbier-Fans zwar ein interessantes Bier, aber meines Erachtens zu unrund und zu wenig auf die gewohnten Aromen von Schokolade und Kirsche ausgerichtet. Insgesamt ist es mir einfach zu sauer und zu wenig süß. Trotzdem gibt es noch solide 9 Pkt. (3+) in der Gesamtwertung.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.austmann.no/.

Prost & guten Abend! 🍻

320. Oedipus Lekkerbek

Wie gestern angekündigt, möchte ich heute die Feierwochen rund um das Bierjubiläum einläuten. Denn in weniger als 20 Tagen feiert ganz Deutschland wieder den Tag des Bieres und somit das Jubiläum des sog. Reinheitsgebots.

Passend zum heutigen Freitag – dem ersten Freitag nach Karfreitag – gibt es ein Bier mit Dill und Senfkörnern, welches wohl besser zu Fisch passt wie kein zweites. Gebraut in der Brouwerij Anders im Flandern’schen Halen für die Amsterdamer Mikrobrauerei Oedipus. Bekannt für außergewöhnliche Bierrezepturen ist aber das heutige Saison selbst für mich eine Premiere. Denn Dill und Senf kenne ich bislang auch nur vom Teller und nicht im Bier. Zusätzlich interessant ist die Getreidekombination aus Gerste, Weizen und Roggen.

Hinsichtlich der Beweggründe für ein solches Bier, zitiere ich gerne Oedipus selbst:

„We used a culinary approach to develop Lekkerbek with the Youth Food Movement. The YFM works to create awareness about our food systems and every year they organize a festival with a particular theme. The 2015 theme was ‘Fish’. The challenge? Brew a beer related to ‘Fish’.“

Da zum Fisch bekanntlich ein trockener Weißwein passt, hat man auch beim Bierstil darauf geachtet, dass es trocken-säuerlich gehopft wird.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Saison
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten-, Weizen- & Roggenmalz, Dill, Senfkörner, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Amsterdam / Niederlande [Halen / Belgien]
Erscheinungsjahr. . .
2015

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___9
  • Aussehen:____________________7
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: spritzig, säuerlich , leicht fruchtig, karamellig, würzig
Geschmack: spritzig, voller Körper, frisch, trocken, leicht säuerlich, geringe Fruchtnoten, leichte Süße, etwas harzig, kaum Würze, sauer-herber Abgang
Gesamt: Wahrlich wieder interessant. Gute Komposition aus säuerlichen und spritzig-trockenen Charakterzügen. Gerade aber eher etwas für Sauerbier-Fans, auch wenn es keine überdurchschnittliche Säure enthält. Etwas enttäuscht bin ich über die fast fehlenden Aromen von Dill und Senf. Deshalb gibt es auch leider nicht mehr als 9 Pkt. (3+).

Weitere Infos zum Bier unter: http://oedipus.com/beer/lekker-bek/.

Prost & guten Abend! 🍻

319. Kraftbierwerkstatt Chinook

Bevor es hier zum Wochenende in die Reinheitsgebots-Reform-Wochen geht, möchte ich heute noch ein etwas anderes IPA vorstellen. Denn es handelt sich streng genommen nicht um ein IPA, sondern quasi um ein NAPA – also einem Native American Pale Ale. Denn es ist dem Indianerstamm Chinook im Nordwesten der heutigen USA gewidmet, da für das Bier die gleichnamige Hopfensorte verwendet wurde. Die 2014 gegründete „Independent Brewing Company“ Kraftbierwerkstatt aus Böblingen hat es dann auf den Namen Red Indian Ale getauft.

„Chinook, ein Indianerstamm im Nordwesten der USA.
Chinook heißt aber auch der Hopfen, der unserem
Bier seinen charakteristischem Geschmack verleiht.
Bei 6,7 Prozent Alkohol könnte man sagen, es ist ein IPA.
Weil dafür aber Indianer und nicht Inder Pate standen,
haben wir es RED INDIAN ALE getauft.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . India Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  14.5°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Böblingen
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________10
  • Geschmack:__________________8
Fazit

Geruch: karamellig, waldig, lakritzig, hefig, etwas überentwickelt
Geschmack: recht süffig, mittelkleiner Körper, süßlich, malzig, leichte Lakritz-Noten, wenig Hopfenbittere, matt, süß-herber Abgang
Gesamt: Die Idee des Bieres ist wahrlich positiv. Leider hängt die Umsetzung etwas nach. Gerade für ein IPA, NAPA oder RIA, das per Definition charakterstark ist, kommt es mir zu simpel daher. Auch der Fokus auf die Malzsüße und die damit einhergehende zu dezente Hopfennote finde ich für diesen Bierstil etwas unpassend. Deshalb in Summe hier nicht mehr als 9 Pkt. (3+).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.kraftbierwerkstatt.de/chinook.html.

Prost & guten Abend! 🍻

218. Brło Ariana Grande

Bei meinem Einkauf für die Bier-Cocktails im Hürther M&C-Getränkemarkt – wo sich ja schon seit Jahren die Craftbeer Corner (Coeln) befindet – habe ich mein heutiges nächstes Frischhopfen-Bier gefunden.

Es kommt von der Berliner Brlo-Brauerei, deren Name von der altslawischen Bezeichnung der deutschen Hauptstadt herrührt. Jedes hier vorgestellte Brlo-Bier kommt jedoch nicht aus der Berliner Brauerei am Gleisdreieck am Schöneberger Park, sondern wird fremdabgefüllt. Da die halben Kuckucke in ihrem Brauhaus aus knapp 40 Übersee-Containern hierfür noch keine ausreichende Kapazität und Infrastruktur haben, wird das Bier unter Aufsicht in der Klosterbrauerei Neuzelle in Brandenburg bzw. in der Familienbrauereien Landsberg in Sachsen-Anhalt gebraut. Neben der Entwicklung und Produktion von Bier unterstützen die Berliner auch noch diverse soziale Projekte.

Das Grünhopfen-Lager ist das erste Frischhopfenbier von Brlo und wurde mit der Hopfensorte Ariana gebraut und gestopft. Der Name zur US-amerikanischen Popsängerin ist deshalb natürlich nur rein zufällig. Für das Bier wurde der Hopfen vom Hof der Familie Stanglmair in der Hallertau geerntet und direkt frisch nach Berlin (bzw. Umgebung) gebracht.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . India Style Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Frisch-Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin [?]
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________14
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: sehr schön grasig, frisch, hopfig, süßlich, hell-malzig, ganz leicht fruchtig
Geschmack: spritzig, vollmundig, mittelgroßer Körper, hopfig-herb, leicht bitter, grasig, wenig malzig-süß, bitter-herber Abgang
Gesamt: Mein erstes kaltgehopftes Wet-Hop-Lager zeigt seine Stärken vor allem in der Nase. Im Gegensatz zu ungestopften Frischhopfenbiere, drängt sich hier der sortentypische Geschmack des Hopfens stärker in den Vordergrund. Dadurch leidet jedoch etwas die Harmonie und Balance, die meine bisherige Frischhopfen-Stichprobe besonders charakterisiert hatte. Nichtsdestotrotz ein wirklich gutes Bier mit einer hochwertigen Zutat. Summa summarum 12,5 Pkt. (2+).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.brlo.de/bier/.

Prost & guten Abend! 🍻

317. Hellers Weizen-Winter-Bock

So, nachdem sich der Winter nun doch verabschiedet hat, kann ich mich ja gefahrlos dem Winterbock von Hellers widmen, das mir bei meiner Suche nach geeigneten Zutaten für mein Cerevisia M beim hiesigen Bioladen über den Weg gelaufen war.

Das Kölner Brauhaus Hellers ist nicht nur die einzige mir bekannte Bio-Brauerei der Domstadt, sondern auch eine der wenigen, die sich tatsächlich trauen dort auch ein Altbier zu brauen. Der heutige Winterbock wird entgegen der Vermutung nicht im Winter, sondern im Frühjahr eingebraut. Es bleibt dann über den Sommer gelagert und ist für den darauf folgenden Winter bestimmt. Da wir ja nun schon wieder Frühling haben, ist mein heutiges Bier also schon ein ganzes Jahr alt. Höchste Zeit also für die Kostprobe.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weizenbock
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Köln
Erscheinungsjahr. . .
1991

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________5
  • Geruch:______________________10
  • Geschmack:__________________11
Fazit

Geruch: karamellig, fruchtig nach dunklen Beeren, würzig, grasig, leicht nach Schokolade & Lakritz
Geschmack: weich, vollmundig, großer Körper, würzig, leicht bitter, karamellig, dunkelmalzig, recht röstig, leicht grasig, feinperlig, würzig-bittersüßer Abgang
Gesamt: Optisch wirklich kein Hingucker steigert sich der Weizenbock bei Geruch und Geschmack zum Glück deutlich. Auch im aufkommenden Frühling ein ziemlich interessantes dunkles Weizenbockbier, welches von der Kombination aus würzigen, röstigen und süßen Aromen lebt. Als Gesamtnote vergebe ich deshalb solide 10 Pkt. (2-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.hellers.koeln/hellers-biere/#winterbock.

Prost & guten Abend! 🍻