372. Stone Xocoveza

In NRW haben mit diesem Wochenende die Sommerferien begonnen. Passenderweise habe ich hierzu ein Bier ausgewählt, das für die Ferien bzw. den Urlaub gebraut wurde. Unpassenderweise waren damit eigentlich die Winter- bzw. Weihnachtsferien gemeint. Da ich aber über genügend Flexibilität verfüge und es eben ein nächstes Craft-Bier aus der Dose ist muss eben jetzt erst/schon dran glauben.

Die Rede ist vom sog. Mocha Stout Xocoveza vom kalifornischen Brauunternehmen Stone Brewing. 1996 ins Leben gerufen gehört Stone inzwischen zu den Top Ten der amerikanischen Craft-Brauereien. Dabei setzt Chairman Greg Koch auf ein internationales Multi-Channel Konzept. So gibt es neben dem Stammsitz in Escondido auch diverse Gaststätten und Läden in den USA und im amerikanischen Ausland. Begleitet mit ordentlich PR eröffnete man 2016 auch eine Niederlassung in Berlin, wo die wohl größte Bier-Gastronomie der Bundeshauptstadt angegliedert ist. Sowohl jenseits wie diesseits des Atlantiks bedient Stone das klassische Klischee, das man von Craftbier haben könnte und lässt bei seinen Bieren der Kreativität freien Lauf. So werden neben einem IPA-lastigen Stammsortiment viele saisonale und limitierte Biere eingebraut, bei denen vor allem mit vielen (natürlichen) Zutaten experimentiert wird. Im Xocoveza finden sich gleich sieben Zutaten wieder, die recht selten den Weg in den Braukessel finden. Neben Hafer als zusätzliches Getreide, kann man sich auf eine Komposition aus Kaffee, Kakao, Zimt, Vanille, Chili und Muskatnuss freuen. Dabei geht das Rezept auf Chris Banker zurück, der es 2014 in San Diego im Rahmen eines Hobbybrau-Wettbewerbs einreichte.

„Happy holidays from all of us to all of you…“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Imperial Stout
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hafer, Hopfen, Kaffee, Kakao, Zimt, Vanille, Chili, Muskatnuss, Laktose, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 8,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin [Escondido / USA]
Erscheinungsjahr. . .
2017 [2014]

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________14
  • Geschmack:__________________13,5
Fazit

Geruch: Vanille, Milchzucker, Cappuccino, Schokolade, frisch, leicht fruchtig, leicht röstig
Geschmack: voller Körper, weich, süß, Vanille, etwas würzig & röstig, Zartbitter, weniger Kaffee, feinperlig-matt, etwas Schärfe im Abgang
Gesamt: Wow. Selbst für so einen heißen Sommer-Final-Tag ist das Bier wirklich genial. Einen derartig leckeren Kakaogeschmack habe ich bislang in keinem Bier gehabt. Die Zutaten scheinen hervorragend aufeinander abgestimmt und harmonieren sehr gut. Die Muskatnuss und das Chili halten sich dezent im Hintergrund, während Kakao, Kaffee und Laktose zu einem wahrlich spannenden Mokka-Stout verschmelzen. Abzüge gibt es eigentlich nur deshalb, da es mir noch etwas zu wenig mehrdimensional wirkt und ich mich frage, ob man den Geschmack nicht auch mit weniger Zutaten hätte hinbekommen. So bleibt die Uhr aber dennoch bei starken 13,5 Pkt. (1(-)) stehen. Vielleicht hätte es an Weihnachten auch die 14 Pkt.-Marke geknackt…

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.stonebrewing.eu/node/434071?language=de.

Prost & guten Abend! 🍻

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