Archiv für den Tag: 3. Januar 2019

452. BraufactuM Colonia

Neues Jahr neues Glück. Und wie bereits angekündigt möchte ich das Jahr ähnlich beginnen wie auch schon 2016 bei meinem Blog-Start. So gibt es hier in den nächsten Tagen und Wochen zunächst einmal Biere aus Bonn und dem Bonner Umland.

Den Anfang macht jedoch ein Bier, was vom Stile her in diese Region passen würde, allerdings aus Frankfurt am Main stammt. Hier sind seit bereits vielen Jahren die Internationalen Braumanufacturen mit der Marke BraufaktuM ansässig. Eine Marke, die auf den ersten Blick eine Craftbier-Marke unter vielen anderen in Deutschland ist. Neben dem etwas außergewöhnliches Design verrät aber erst die Recherche, dass es sich hierbei um eine Handwerksmarke der Radeberger-Gruppe handelt. Natürlich ist dies per sé nicht ablehnungswürdig, hinterlässt jedoch mangels Transparenz hierüber einen faden Beigeschmack. Schließlich ist es gerade vielen „Crafties“ wichtig ein authentisch handwerkliches Bier zu trinken. Interessant ist zudem, dass BraufaktuM (also Radeberger) für diverse ausländische (Handwerks-)Biermarken der Vertrieb als Partnerbrauerei unterstützt.

Das Sortiment von BraufaktuM umfasst inzwischen etwa 15 teils zumindest hochwertig anmutende Biere. Eines davon ist das Colonia:

„Mit Colonia lässt BraufactuM die Tradition der Rheinischen Bitterbiere wieder aufleben. Mit einer hohen Hopfengabe im Sudhaus, aber auch in den Lagertanks, wurde sowohl die höhere Bitternote als auch das ganz besondere Hopfenaroma erzeugt.“

Somit ist das Colonia im Grunde ein etwas bitteres kaltgehopftes Kölsch. Ein Bierstil, der in der Tat meines Wissens nach noch keinen offiziellen Namen hat. Ich habe es deshalb mal auf Kölsches Bitter getauft. Seit Markteinführung hat es übrigens vier Mal Gold, sechs Mal Silber und drei Mal Bronze bei diversen Beer Challenges oder Awards abgeräumt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kölsches Bitter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Frankfurt/Main
Erscheinungsjahr. . .
2013

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________8
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________9
Fazit

  | trocken-bitter, säuerlich-fruchtig, hellmalzig
  | recht leichter Körper, malzig, etwas würzig, hopfig-herb, gewisse Fruchtigkeit, geringe Bittere, eher matt, süß-herber Abgang
  | Insgesamt gesehen ist das Rheinische Bitterbier weit weniger bitter als zunächst vermutet. Im Vergleich zum Kölsch fällt die Bittere zwar auf, kommt aber in keinem Fall an die eines Pale Ales oder IPAs heran. Vielmehr ist das Bier durch eine leicht fruchtige Herbe gekennzeichnet. Zwischendrin ist sogar auch der Kölsche Charakter erkennbar – zumindest, wenn man auf Gaffel o.ä. steht. Zusammengenommen ein doch etwas verhaltener Start ins neue Jahr, von dem ich augenscheinlich mehr erwartet hätte (9 Pkt. (3+)).

https://www.braufactum.de/Online-Shop/Colonia::266.html

Prost & guten Abend! ?