Archiv für den Monat: März 2019

Blogbier, die XLV. – EMH II.

Im Rahmen des Besuchs von Nils zum Geburtstag seines Patenkindes haben es folgende Biere auf die Liste geschafft:

Tasting-Notizen:

  • Edel Export Hell:
    – 5,4%; untergärig
    – gebraut durch Tucher in Fürth/Nürnberg
      süß, buttrig, hellmalzig, hefig, ganz leicht herb
    mittelkleiner Körper, würzig, herb, hefig, gering malzig, getreidig, feinperlig, herb- süßer Abgang
  • Lederer Pils:
    – 5,1%; untergärig
    – die Marke gehört zum Lederer Bierkontor – einem der ältesten Unternehmen Nürnbergs
    – ebenfalls durch Tucher gebraut
    dünn, säuerlich, gemüsig, würzig
      mittlerer Körper, leicht säuerlich, hellmalzig, würzig, gemüsig, leicht holzig, feinperlig, dünner Abgang
  • Rosenheimer Märzen:
    – 13.5°P; 5,6%; untergärig
    – von der 1543 gegründeten Brauerei Flötzinger
    herb, hefig, bananig, malzig
      mittelgroßer Körper, malzig, hefig, leicht bananig, getreidig, feinperlig, süß malziger Abgang
    https://www.floetzinger.de/produkt/floetzinger-maerzen
  • Das Echte:
    – 13.3°P; 6,7%; obergärig
    – vom 1878 entstandenen Schwaben Bräu
    – als erstes Bier Deutschlands wird es 1897 motorisiert ausgeliefert
    – 2007 wird das Unternehmen durch einen Nachfahren der in den 90ern fusionierten Dinkelacker-Brauerei  re-privatisiert
    hellmalzig, leicht säuerlich, harzig, etwas gewürzig
      mittelkleiner Körper, hellmalzig, würzig, herb, feinperlig, herb harziger Abgang
    https://www.schwabenbraeu.de/sortiment.html
  • Neuzeller Stout Beer:
    – 8,1%; obergärig
    – Imperial Porter von der heutigen Familienbrauerei mit klösterlichen Wurzeln bis 1416
    – bekannt durch eine Vielzahl kreativer Biere, die manchmal übers Ziel hinaus schießen
    rotmalzig, süßlich, harzig, Karamell
      mittelgroßer Körper, malzig, Karamell, ganz leicht bitter-holzig feinperlig, süßlich karamelliger Abgang
    https://www.klosterbrauerei.com/shop/Produkte/Imperial-Porter/193
  • Beura Bockbier:
    – 18.5°P; 7,8%; untergärig
    – von der Osnabrücker Kreativbrauerei (est. 2016)
    – Limited Edition 2018: barrel-aged im Tequilafass
    sehr hopfig fruchtig nach Grapegruit, Litschi und Ananas, hellmalzig, harzig, buttrig, grasig, leicht herb
      mittelgroßer Körper, herb-grasig, dumpf fruchtig, hopfig-herb, matt, herb-hopfiger Abgang
    https://www.beura.de/http-www-beura-de/
  • Detmolder Kellerbier:
    – 11°P; 4,8%; untergärig
    – gebraut von der 1853 gegründeten Privat-Brauerei Strate, die von drei Frauen geführt wird
    fruchtig, hopfig, grasig, Citra, hellmalzig, waldig
      kleiner Körper, bitter, grasig, herb, gering fruchtig, matt, fruchtig herber Abgang
    https://brauerei-strate.de/unsere-biere/#detmolder-kellerbier

Vielen Dank auf diesem Wege an Nils für seinen Besuch, die Biere und die wie immer tollen Gespräche.

496. Brand IPA

Weiter geht es in meiner kleinen Reihe niederländischer Biere, die noch aus meinem Jahresauftaktfamilienurlaub mitgenommen hatte.

Heute an der Reihe: Das India Pale Ale der Marke Brandt. Zum Heineken-Konzern gehörig, bietet diese meiner Meinung nach trotzdem noch eine recht passable Qualität an. Als Hopfen kamen Cascade, Amarillo und Citra zum Einsatz. Das interessante an diesem IPA ist jedoch, dass es im Rahmen eines Brauwettbewerbs von einem Hobbybrauer entwickelt wurde.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . .  16.3°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Wijlre (Niederlande)
Erscheinungsjahr. . .
2014

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___11
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________7
  • Geschmack:__________________10
Fazit

  | leicht oxidiert, gemüsig-säuerlich, leicht würzig & nussig, gering harzig
  | mittelgroßer Körper, mild malzig, würzig-bitter, hopfig-herb, süßlich-sauer, leicht karamellig, feinperlig, bittersüßer Abgang
  | Nachdem ich durch den nasalen Eindruck schon Angst bekommen hatte, bin ich doch noch am Gaumen positiv überrascht worden. Obwohl es sich noch in der MHD-Range befindet habe ich dennoch das Gefühl, dass es schon etwas drüber ist. Warum IPA-untypisch hier die Hefe rausgefiltert wurde ist mir auch nicht ganz erklärlich. Insgesamt ist es nicht das schlechteste IPA, aber immer noch mit viel Luft nach oben: 9 Pkt. (3+).

https://www.brand.nl/onze-bieren/ipa

Prost & guten Abend! 🍻

495. Grolsch Kornuit

Anfang des Jahres war ich mit der Familie auf Wochenendurlaub in Brabant. Dort habe ich einige Biere mitgenommen, die ich Euch nun in den kommenden Tagen vorstellen möchte.

Den Anfang macht ein Bier, für das ich mal wieder eine Ausnahme mache. Denn normalerweise nehme ich hier auf Bierjubiläum ja Abstand davon den industriellen Fernsehbieren eine Plattform zu bieten. Doch das Grolsch Kornuit hat mich davon überzeugt, es in die Reihe der wenigen Ausnahmen aufzunehmen, da es ein mit Columbus und Cascade gehopft ist.

Auch wenn meine Erwartungen recht niedrig sind lasse ich mich gerne von diesem Bier überraschen.

(Kornuit bedeutet übrigens auf deutsch so viel wie Kollege oder Kamerad.)

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Pilsener
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Boekelo (Niederlande)
Erscheinungsjahr. . .
2013

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___11
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________7
Fazit

  | gemüsig, grasig, strohig, etwas würzig, hellmalzig
  | schlank, malzig, grasig, leicht würzig, gering waldig, wenig hopfig-herb, matt-feinperlig, herb-süßer Abgang
  | Ein Bier, was fast nicht wehtut, aber sonst nicht wirklich auffällt. Es ist zwar charakterstärker als die Hauptmarke, bleibt aber dennoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Definitiv trinkbar, aber mit wenig Inspiration und Ausdrucksstärke. Die Hopfen kommen relativ zu anderen internationalen Lagern durchaus durch, bleiben aber im Hintergrund und überlassen einer eher nichtssagenden grasigen Malznote den Vortritt. Mir ist das alles zu blass, weshalb der Zeiger bei 7 Pkt. (3-) stehen bleibt.

https://www.ontdekkornuit.nl/kornuit-bier.html

Prost & guten Abend! 🍻

494. Maisel & Friends Hopfenreiter 2019

Nachdem mich streng genommen nun bereits die dritte Flaschenpost von Maisel & Friends erreichte, möchte ich euch heute wenigstens eine davon präsentieren. Es handelt sich um den diesjährigen Hopfenreiter. Ein Projekt, bei dem Maisel bereits im vierten Jahr zu einem Kollaborations-Sud ausruft. Jedes Mal kommen andere Brauereien und bringen für das Double-IPA ihre ausgewählten Hopfensorten mit. Diesmal am Start:

  • El Dorado von ÜberQuell (D)
  • Comet von Tilmans Biere (D)
  • Ekuanot von Sudden Death Brewing (D)
  • Citra von Brouwerij De Molen (NL)
  • Moutere von Tiny Rebel Brewing (GB)
  • Azacca von Maisel

Double IPA Hopfenreiter 2019

Ein Bier also, das seinem Namen Maisel & Friends mehr als gerecht wird…

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Double-IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  18.8°P
Alkoholgehalt. . . . . . 8,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bayreuth
Erscheinungsjahr. . .
2019

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

  | sehr sehr cremig-fruchtig nach Grapefruit, Ananas, Mango & Limette, grasig-waldig
  | großer Körper, leicht ölig, malzig-würzig, sehr hopfig, fruchtig, waldig, leicht bitter, leichte Schärfe, feinperlig, hopfenbitterer leicht süßlicher Abgang
  | Ein mal wieder wirklich gutes Hopfenreiter-Werk. Sicher nichts für Craftbier-Beginner, aber gerade für Fortgeschrittene ein interessantes (Double-)IPA, das mannigfaltige Hopfenaromen bietet. Ob dies bereits zu viele Aromen sind, kann ich nicht beurteilen. Für meinen Gaumen ist es mal wieder eine willkommene Abwechselung, sich wieder mit den vielfältigen Facetten des Hopfens auseinanderzusetzen. Verdientermaßen ergeben das sehr gute 13 Pkt. (1-).

https://maiselandfriends.com/biere/limited/hopfenreiter-2019/

Prost & guten Abend! 🍻

493. Wacken Ullr Julbock

Kurz vor Ende des astronomischen Winters und dem hoffentlichen Einsetzen des Frühlings, möchte ich mit dem heutigen Bier nochmals auf die kalte Jahreszeit zurückblicken.

„Ob Sonnenwende, Julfest, Weihnachten, Mittwinter oder Rauhnächte, die Menschen des Nordens haben sich jeher die dunkle Jahreszeit mit feierlichen Höhepunkten erhellt.
Nicht fehlen darf dabei natürlich der treffliche Trank.
Unser winterliches Bockbier ist Ullr gewidmet, dem nordischen Gott des Winters und der Jagd. Obwohl er von einem Eisriesen abstammt, gehört er, als Ziehsohn Thors, zu den Asen.“

Gebraut wird es von der der 2016 gegründeten Craft-Brauerei aus Holstein, deren Name und Herkunft auch international vom bekannten Metal-Festival profitiert. Dies führte dazu, dass die Marke inzwischen zum Standardsortiment vieler Bierfachhändler geworden ist. Zur Produktpalette der Beer of Gods gehört eine bunte Mischung diverser Bierstile, die jedoch allesamt nordisch (und mystisch) angehaucht sind.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Heller Bock
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  16°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Wacken
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___11
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

  | würzig, malzig, waldig, harzig, Lakritz, Karamell, leicht buttrig
  | mittelgroßer Körper, hellmalzig, würzig, bittersüß, harzig, waldig, Nelke, Anis, recht cremig, feinperlig-spritzig, herb-würzig-süßer Abgang
  | Endlich mal wieder ein Bier mit Tiefgang. Auch wenn es sicher noch etwas malziger und weniger bitter hätte sein können, bietet es eine Vielfalt an Geruchs- und Geschmacksnoten, die mir durchaus sehr gefallen. Insgesamt hat es einen waldigen Charakter, der gut zur bitteren Süße passt. Knapp aber verdient sind das dann 13 Pkt. (1-).

https://www.wacken.beer/ullr/

Prost & guten Abend! 🍻

492. Orkney Brewery Dark Island

Vor 5000 Jahren wurden die Orkney-Inseln im Norden des schottischen „Festlands“ erstmals besiedelt. Vor deutlich weniger Jahren etablierte sich an den Städten dieser  neolithischen Siedlungen von Skara Brae eine Brauerei, die es auf den internationalen Markt geschafft hat. Durch das höhere Qualitätsbewusstsein und der Verbundenheit zur Regionalität in Großbritannien gehört die unscheinbare Brauerei aus dem höchsten Norden Europas inzwischen auch zum Standard-Sortiment im kontinentalen Bierfachhandel.

Heute am Start, das Flaggschiff von Orkney:

„Dark Island is an iconic beer: The Orkney Brewery’s flagship beer.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Dark Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 4,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Quoyloo (Schottland)
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________14
  • Geschmack:__________________8
Fazit

  | sehr cremig, karamellig, harzig, Bonbon, etwas Lakritz, holzig-grasig, würzig-malzig
  | mittelkleiner Körper, dunkelmalzig, röstig, holzig, etwas Karamell & Lakritz, leicht bitter, feinperlig-matt, bittersüßer Abgang
  | Ähnlich wie gestern wurde ich erst mit einem olfaktorischen Genusserlebnis gelockt, um dann wieder auf den gustatorischen Boden der Tatsachen zurückzukehren. Auch hier ist der Unterschied zwischen Nase und Gaumen frappierend. Sicher bin ich auch etwas anspruchsvoller geworden, dennoch fehlt es mir wie so oft auch hier an Balance und einer klaren Linie. Für den leichten dunklen Genuss ist das Dark Island Ale aber sicher gut geeignet: 11 Pkt. (2).

 • https://www.orkneybrewery.co.uk/beer/dark-island

Prost & guten Abend! 🍻

491. Hellers Alt

Nach so viel Kölsch letzte Woche muss es jetzt wieder mal ein Altbier sein. Doch wie es passender nicht sein könnte habe ich heute endlich das Vergnügen eines der ganz wenigen Altbiere zu verkosten, das in der verbotenen Domstadt gebraut wird. Definitiv ist es auf jeden Fall das einzige Alt aus Köln in Bio-Qualität.

1991 gegründet stellt die Brauerei Heller seit jeher ausnahmslos Bio-Biere her und braut ausschließlich obergärige Bierspezialitäten wie Kölsch, Weizen und eben das Alt. Seit 1996 gibt es Kwartier Latäng auch ein Brauhaus mit Restaurant und Veranstaltungsräumen.

„Eine Kölner Brauerei mit einem Altbier? Aber natürlich, denn diese Spezialität wurde früher auch in Köln gebraut, eben nach alter Tradition. „

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Alt
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 4,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Köln
Erscheinungsjahr. . .
1991

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___11
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________9
Fazit

  | leicht metallisch, karamellig, holzig, Lakritz, leicht dunkel-fruchtig, sehr cremig
  | mittelkleiner Körper, holzig, leicht röstig, flach malzig, gering karamellig, etwas Süßholz, feinperlig-matt, mild süß-röstiger Abgang
  | Es ist schon ein tolles Gefühl ein Alt aus Köln zu proBieren. Als Alt-Fan und Kölsch-Kritiker umso mehr. Leider flacht der Geschmack aber besonders nach dem sehr guten intensiven Eindruck in der Nase etwas ab. Dennoch ein mehr als empfehlenswertes Bier: 12 Pkt. (2+).

 • https://www.hellers.koeln/hellers-biere/#alt

Prost & guten Abend! 🍻

490. Bierverkostung Zur Eule 03/19 – 33 Jahre Kölsch Konvention

3 Cordilleras Mestiza | Phuket Lager | Braunschweiger Segelschiff-Mumme

1986-2019: 33 Jahre Kölsch Konvention

Nach über zweieinhalb Jahren Vorbereitung feierte Biersommelier Markus Weick diese Wochen nun endlich in der Brühler Eule 33 Jahre Kölsch Konvention. Am 06. März 1986 von allen damals existierenden  Kölsch-Brauereien verabschiedet regelt es bis heute wer, wo und wie das Kölner Kultgetränk gebraut werden darf.

Bis heute existiert eine recht große Kölsch-Markenvielfalt. Wenngleich viele auch nicht (mehr) als eigene Brauerei agieren und u.a. zur Radeberger-Gruppe gehören ist es für einen derart lokalen Bierstil dennoch bemerkenswert, wie breit man aufgestellt ist.

Die mir größte bekannte Sammlung nicht mehr existenter Kölsch-Marken beherbergt die Brühler Eule. Gerade als Nicht-Kölner war ich mehr als überrascht, was die Kölsch-Geschichte so alles hergibt.

Im Rahmen des Kölsch-Projekts, bei dem Markus bis zu diesem Jubiläum jeden Monat immer ein neues Kölsch vorgestellt hat, haben es alle derzeit noch lebendigen und verfügbaren Kölsch-Marken auf die Liste geschafft:

Blindverkostung

Zur Feier der 33 Jahre Kölsch-Konvention hatte sich Markus derweil eine besonders interessante Idee einfallen lassen. Anstatt einfach zum Bier zu philosophieren, gab es eine Blindverkostung zwischen verschiedenen marktgängigen Kölsch sowie dem lokalen Bischoff und als Test auch ein Augustiner Hell. Wie bereits beim letzten Biermontag festgelegt, haben es folgende 5 Kölsch in die Auswahl zur Blindprobe geschafft:

Nach und nach wurden nun die Gläser befüllt und die Blindprobe konnte starten. Besonders herausfordernd war aus meiner Sicht sechs verschiedene Geruchsproben mit sechs verschiedenen Geschmacksproben zueinander zu bringen. Dabei wurde das Bischoff noch am einfachsten erkannt, während selbst das Augustiner zwischen den anderen Kölsch unterging. Auch aufgrund dessen war selbst das doch eher auffällige Gaffel relativ schwer zu identifizieren.

Mein leider recht bescheidenes Resultat könnt ihr folgender Übersicht entnehmen:

UNTAPPD

Parallel zur Blindverkostung machte Markus auch nochmals auf die App Untappd aufmerksam, bei der Biere nicht nur bewertet, sondern auch lokalisiert werden können.

Nicht nur für den Sieger brachten Julia und Rolf vom Alten Bahnhof Frechen dann noch als Belohnung ihr Kölsch „Fienchen“ als Gastgeschenk mit.

Im Anschluss gab es dann noch folgende besondere Köstlichkeiten in gemeinsamer Runde zu verkosten:

  • 3 Cordilleras Mestiza
    – obergärig; 4,8%
    – American Pale Ale
    – von der 2008 gegründeten kolumbianischen Craftbrauerei aus Medellín / Antioquia
    waldig, grasig, hopfig-hell-fruchtig
    schlank, gewürzig, waldig, wenig malzig, Rosmarin-Thymian, feinperlig-matt, gewürziger Abgang
    http://www.3cordilleras.com/nuestras_cervezas.html

  • Phuket Lager
    – untergärig; 5%
    – mit thailändischem Jasmin-Reis gebraut
    – gebraut für die thailändische Tropical Beverage aus Bankgok von der Phnom Penh Brewery im kambodschanischen Samaky Meanchey
    fruchtig, wenig malzig, kaum grasig
     süffig, sehr fruchtig, süßlich, gering grasig, künstlich-fruchtiger Abgang
    https://en.wikipedia.org/wiki/Phuket_Beer

  • Braunschweiger doppelte Segelschiff-Mumme
    – obergärig; 5,4%
    – historischer Bierstil aus Braunschweig, der jahrzehntelang ausgestorben war
    – von der Nettelbeck KG, die auch Mumme-Malzextrakt u.w. herstellt
    sehr karamellig, Lakritz, Süßholz, waldig
    vollmundig, karamellig, dunkelmalzig, süßlich, etwas würzig, matt, süßer Abgang
    http://www.bs-mumme.de/content/home

Vielen Dank also nochmals an Markus für den sehr interessanten Abend.
Mit voller Vorfreude auf die kommenden Verköstigungen – von denen ich selbstverständlich wieder berichten werde – verabschiede ich mich in den Abend.

Weitere Informationen zur Eule, zu den Aktionen und zum Biersommelier Markus Weick unter: http://wordpress.99biere.de/

489. Dirndl Bräu Schürzenjäger

Nachträglich zum internationalen Frauentag stelle ich Euch heute ein Bier vor, das gewissen Seltenheitswert hat. Denn hinter der letztes Jahr entstandenen neuen Marke Dirndl Bräu stecken die vier Brauerinnen Antje Leisler, Steffi Meyer, Liesa Pfützenreiter und Sylvia Tromba. Alle vier Damen entstammen dem Gräflichen Hofbrauhaus Freising, wo sie auch ihre neuen Kreativsude brauen. Der erste auf den Markt gebrachte ist der heutige Schürzenjäger – ein sogenanntes India Pale Lager. Also ein kalt gehopftes untergäriges Bier. Die vier Dirndl haben dabei auf Hallertauer Tradition, Citra, Mandarina Bavaria und Callista zurückgegriffen. Geballte Frauen- und Hopfenpower also.

„Fruchtig, hopfig, frech.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . India Pale Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Freising
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________9
Fazit

  | säuerlich-fruchtig, malzig, würzig, grasig, harzig
  | mittelkleiner Körper, malzig, leicht holzig, fruchtig-hopfig, leicht herb & bitter, etwas würzig, waldig, feinperlig, herb-süß-sauer-grasiger Abgang
  | Ein interessantes Erstlingswerk der vier Brauerinnen, das nicht nur einen Stil bedient, der bislang kaum auf dem Markt in Erscheinung getreten ist, sondern diesen auch noch sehr individuelle interpretiert. Dieses kaltgehopfte Rotbier zeichnet sich durch eine interessante Verknüpfung von (säuerlich-)fruchtigen und malzig-herben Noten aus. Für meinen Geschmack ist es aber zu unausgewogen und ausgleichend. Trotzdem sind es am Ende gute 9 Pkt. (3+).

 • https://www.dirndl-braeu.bayern/das-bier/

Prost & guten Abend! 🍻

488. Zum Löwenbräu Schwarzer Löwe

Nach dem vorgestrigen 1747 Dunkel folgt nun heute das zweite Bier der Familienbrauerei Zum Löwenbräu aus dem Bierland Franken. Es kommt aus der Spezialbier-Reihe, die sechs unterschiedliche saisonal wechselnde Löwen-Biere beinhaltet.

Braumeister und Geschäftsführer Günter Wirth hatte mir nun den schwarzen Löwen zur Verfügung gestellt, der in den Monaten Januar und Februar ausgeschenkt wird und den ich natürlich gerne für Euch verkoste.

„Schwarz wie die Nacht erwartet Sie dieses selbstbewusste Bier mit seinen kräftigen Malz- und Röstaromen. Typisch fränkisch, voller Ehrgeiz und Charakter tritt es an, um Ihre Brotzeit oder den Sonntagsbraten zu bereichern.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Schwarzbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12.8°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Adelsdorf-Neuhaus
Erscheinungsjahr. . .
1747

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________11
Fazit

  | dunkelmalzig, Karamell, buttrig, leicht waldig, wenig röstig
  | vollmundig, dunkelmalzig, leicht röstig, etwas würzig, leicht Malzsüß, gering grasig, feinperlig, trocken-malziger Abgang
  | Auch der Schwarze Löwe ist wirklich sehr gelungen. Wenngleich für ein Schwarzbier schon sehr mild, kommt es mir persönlich durchaus entgegen. Grundsätzlich hätte ich mir aber mehr würzige und röstige Noten gewünscht, wodurch mit 12,5 Pkt. (2++) knapp eine Top-Bewertung verpasst wird.

 • https://brauerei-zum-loewenbraeu.de/sortiment/biere

Prost & guten Abend! 🍻

487. Zum Löwenbräu 1747 Dunkles

Die kommenden zwei Rezensionen möchte ich gerne auf Biere verwenden, die mir freundlicherweise Braumeister, Geschäftsführer und Inhaber der Brauerei Zum Löwenbräu Günther Wirth zur Verfügung gestellt hat.

Die Geschichte der Brauerei aus Neuhaus bei Adelsdorf (etwa 20 Minuten westlich von Forchheim zwischen Bamberg und Nürnberg) ist fest verknüpft mit der Familie Wirth. Johann Adam Wirth war es, der 1747 Brauerei, Büttnerei, Gastwirtschaft und Landwirtschaft entstehen ließ. Seither haben sich alle nachkommenden Familienmitglieder in diesen Berufsfeldern verwirklicht. Heute – also mehr als 250 Jahre später – wird die Brauerei in der 10. Generation geführt und hat sich selbst im hart umkämpften Biermarkt deutschlandweit durchsetzen können.

Die klassisch traditionelle Braukunst fränkischer Bierstile in möglichst handwerklicher Weise trifft dabei offenbar den Geschmack der hiesigen Biertrinker, die vor allem Qualität und Authentizität wieder mehr zu schätzen wissen. Zumal die Braugerste ebenfalls vom familiären Betrieb stammt. Mein heutiges Bier ist DAS Aushängeschild des bierigen Frankenlands und ist auch für mich der Geschmack, den ich mit dieser Region verbinde: Das (alt-)fränkisch Dunkel.

„Unser altfränkischer Kellertrunk, ein Bier wie dunkles flüssiges Brot.“

Neben Bier produziert die Familienbrauerei übrigens auch sehr interessante Bierbrände.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Fränkisch Dunkel
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12.5°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Adelsdorf-Neuhaus
Erscheinungsjahr. . .
1747

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________11
Fazit

  | dunkelmalzig, leicht Karamell, mittelröstig, holzig, waldig, würzig, buttrig
  | voller Körper, cremig, dunkelmalzig, holzig, leicht röstig, etwas Karamell, gering würzig & waldig, feinperlig, trocken-malzsüßer Abgang
  | Ein durchaus würdiger Vertreter Frankens. Die röstig-karamelligen Malznoten entsprechen den Erwartungen an ein Fränkisch Dunkel. Und auch sonst kommt das 1747er Dunkle mit einer recht guten Qualität daher. Mir ist es in der Spitze etwas zu unausgewogen und unfokussiert. Die 12 Pkt. (2+) gehen wohl aber dennoch voll in Ordnung.

 • https://brauerei-zum-loewenbraeu.de/sortiment/biere

Prost & guten Abend! 🍻

486. Joybräu Proteinbier

Nachdem der Karneval nun (fast) vorbei ist, wird es Zeit wieder an die Gesundheit zu denken. Was könnte da passender sein als das weltweit erste alkoholfreie Proteinbier.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich habe auch recht skeptisch geschaut, als mit Nils diese Bier mitgebracht hatte. Hinter der Marke Joybräu stecken die Hamburger Start-Up-Unternehmer Erik Lars Dimter und Tristan Thomas Brümmer. Geboren haben die beiden die Idee eines Getränkes, das die Vorteile eines Proteinshakes mit dem leckeren Geschmack eines Bieres verbindet, bereits Ende 2015. Nachdem dann in 2016 die Marke ins Leben gerufen wurde und sowohl Testsude im eigenen Hobbybraukeller misslangen als auch Brauereien mit den Anforderungen überfordert zu sein schienen, gingen die beiden eine Kooperation mit der TU Berlin ein, die das Bier im Labor experimentierte. Mit der Wissenschaft im Rücken konnte im darauffolgenden Jahr die Privatbrauerei Bischoff (aus der Pfalz) als Partnerbrauerei für das Joybräu gewonnen werden. Anfang letzten Jahres gelang dann auch endlich der Marktstart und das erste Proteinbier der Welt erblickte das Licht der Öffentlichkeit.

Und tatsächlich stecken in diesem Bier 21g Protein bei 0,33l. Während diese den Muskelaufbau unterstützen, sind auch die Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin zugesetzt, die bei der Erholung nach dem Training helfen sollen. Darüber hinaus finden sich auch noch Beta-Alanin und Carnitin, die die Leistungsfähigkeit steigern und durch den Fettstoffwechsel zur Energiegewinnung beitragen sollen. Und damit das Bier auch wirklich  gesund ist, wurde es alkoholfrei gebraut. Alkoholfreie Biere sind schon seit längerem in der Sport- und Fitnessszene beliebt, da diese nicht nur besser schmecken, als „normales“ Wasser, sondern auch entzündungshemmend wirken, das Immunsystem stärken und das Erkältungsrisiko reduzieren. Lediglich ein höherer Zuckergehalt muss aufgrund des Malzes in Kauf genommen werden.

„Das weltweit erste alkoholfreie Proteinbier.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen, Aminosäurezubereitung (BCAA (L-Leucin, L-Iso-Leucin, L-Valin), α-L-Alanin, L-Carnitin, β-L-Alanin, Ecetyl-L-Carnitin)
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 0,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hamburg [Winnweiler]
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___10
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________4
  • Geschmack:__________________4
Fazit

  | künstlich süßlich, säurig, gemüsig (getreidig, grasig, waldig)
  | mittelerer Körper, fruchtig-säuerlich, wenig malzig, wenig waldig, feinperlig-spritzig, gemüsig-saurer Abgang
  | Meine anfängliche Skepsis war offensichtlich begründet. Auch wenn ich nicht sicherstellen kann, dass die Lagerbedingungen im gesamten Verlaufe optimal gewesen sind, ist das „Bier“ mehr als gewöhnungsbedürftig. Eine deutliche künstliche Säure, die ich als Beer-Taster kaum definieren kann, überlagert den Geschmack derart, dass ein bieriges Erlebnis stark unterbunden wird. Sollte es sich also nicht um einen Fehler resultierend aus einer unangemessenen Lagerung handeln, kann ich mir nicht vorstellen, dass dies die klassischen Eiweißshakes oder andere alkoholfreie Biere verdrängen kann. In Summe gibt es dafür dann leider auch nur 5 Pkt .(4).

 • https://www.joybraeu.de/

Prost & guten Abend! 🍻

485. költ – vereint gebraut

„költ – vereint gebraut.“

Helau und Alaaf an alle Jecken im Land!

Passend zum Karnevalswochenende gibt es heute ein Bier, das wohl wie kein zweites die rheinische Fastnacht in bieriger Weise verkörpert. Denn es vereint die beiden rivalisierenden Bierstile Alt und Kölsch aus den stets konkurrierenden Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln.

Beide Biere und beide Städte trennen augenscheinlich Welten und doch sind sie sich näher als man zunächst vermutet. So zeigt sich insbesondere an Karneval, wie ähnlich sich die Landeshauptstadt und die Domstadt eigentlich sind. Und auch Alt und Kölsch sind sich in der Bierstillandschaft relativ nahe. So sind beide obergärig, recht hoch vergoren, gefiltert und eher malz- als hopfenbetont.

2014 fiel dies auch den befreundeten Design-Studenten Hans und Matthias aus Düsseldorf auf und die Idee eines neuen Bieres, das beide Welten miteinander verbindet war geboren. Genau zwischen den beiden Großstädten fanden sie dann mit Henning von der Monheimer Biermanufaktur auch einen, der die Unternehmung auch mit Leben füllen konnte. Im August 2017 konnte dann auch das erste Költ gebraut werden. Um es jedoch auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde zunächst noch etwas Startkapital benötigt. So wurde ein Crowdfunding gestartet, welches binnen kurzer Zeit 20.000€ aber auch die Erkenntnis einbrachte, dass die Kapazitäten in Monheim zu gering sind, um die Nachfrage decken zu können. So fand man nach etwas längerer Suche in Krefeld [vermutlich Königshof] eine Brauerei, die sich der Sache annahm. Exakt ein Jahr nach dem ersten Költ-Sud machten sich die beiden dann auch hauptberuflich selbstständig und hatten Glück vom Gründerstipendium.NRW belohnt worden zu sein. Im Oktober letzten Jahres fand dann die erste ordentliche Abfüllung vom Költ statt.

Bereits über ein Jahr zuvor bin ich jedoch in den Genuss einer limitierten Sondererstauflage des Költ gekommen, den ich im vergangenen Sommer in der Brühler Eule geteilt proBiert hatte. Aufgrund nicht ganz optimaler Lagerbedingungen und Überschreitung des MHD gelangte ich jedoch nicht zu einem belastbaren Urteil. Aus diesem Grunde hatte ich mich mehrfach aufgemacht, um an das einzigartige Bier zu kommen und es dann auch vor einigen Wochen gefunden.

Und welche Zeit könnte für eine Verkostung nicht besser passen als mitten im Straßenkarneval…

„Endlich ein Bier für das gesamte Rheinland – obergärig gebraut mit den besten Zutaten aus Köln und Düsseldorf. Süffig und würzig zugleich verbindet es zwei Rivalen auf die schönste Art und Weise – in der Flasche. So entstand in Monheim am Rhein, genau in der Mitte, ein einzigartiger Geschmack, der keine Grenzen kennt. Das ist költ.“

 

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kölsch-Alt/Költ
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Monheim/Krefeld
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________7/11
  • Geschmack:__________________6/9
Fazit

  | säuerlich, hellmalzig, wenig Karamell, blumig /// sehr malzig, Karamell, blumig, grasig, buttrig, würzig
  | oxidiert, sauer, mittelmalzig, fruchtig, kaum Karamell, wenig Kölsch oder Alt /// mittelkleiner Körper, malzig, etwas würzig, grasig, waldig, leicht Karamell, etwas bittersüß, feinerplig-matt, süß-grasiger Abgang
  | Gerade im Direktvergleich zur leicht oxidierten Erstversion im Sommer, kommt das frische Költ deutlich passiger daher. Es vereint durchaus eine Würze vom Alt mit der Süffigkeit eines Kölsch. Insgesamt auch gut malzbetont. Mir persönlich ist es allerdings etwas zu lasch und wenig intensiv. Zudem merkt man dem Költ dann doch die Zerrissenheit zwischen den beiden Welten an, zu der meiner Zunge nach noch kein harmonisches Gesamtbild geformt werden konnte. In Punkten resultieren daraus dann 10 (2-), das sich dennoch sehen bzw. schmecken lassen kann.

 • https://www.koeltbier.de/https://www.welt.de/wirtschaft/article173162600/Koelt-Ein-neues-Bier-soll-die-rheinische-Rivalitaet-beenden.html

Prost & guten Abend! 🍻