572. Dortmunder Bergmann Brauerei Schwarz

Nach harten Wochen der Renovierung im neuen Haus gönne ich mir heute ein ehrliches Arbeiterbier. Es kommt aus der einstmals Bierstadt Nr. 1 in Europa Dortmund und hat eine interessante Geschichte hinter sich.

1796 gegründet musste die frühere Bergmann Brauerei 1972 infolge der allgemeinen Brauereifusionen im Ruhrgebiet zu der Zeit ihren Betrieb aufgeben. Zumindest die Marke war daraufhin von der Union-Ritter-Brauerei übernommen, aber schließlich 2003 aufgegeben worden. Thomas Raphael – Biologe und 2005 in einer Markendatenbank Deutschen Marken- und Patentamtes beschäftigt – stieß im Zuge einer Recherche zufällig auf die Marke und reservierte diese aus der Laune heraus kurzerhand für sich.

Da damit allerdings die Verpflichtung der Markenproduktion einher ging, musste sich der Dortmunder ans Bierbrauen machen. Da dieser in der Kürze der Zeit aber keine eigene Brauerei ins Leben rufen konnte, ging er nach Hagen-Dahl zur Vormann-Brauerei, die die ersten 6.000l des neuen Bergmann Bieres brauten.

Das Bier kam gut an und der Absatz stieg, sodass man 2007 eine GmbH gründen konnte und ein Jahr später dann mit der Projektierung einer eigene Brauerei beginnen konnte. 2010 konnte dann endlich der erste Sud in einer alten Gie?erei-Halle gebraut werden. Da die neuen Bergmänner auch von einer eigenen Verkaufsstelle träumten, übernahm die Brauerei 2013 ein altes 50er-Jahre Kiosk und erwirkte hierfür die Schankerlaubnis. Noch im selben Jahr wurde die Idee einer neuen moderneren Brauerei geboren. 2017 erfolgte schließlich die Inbetriebnahme inklusive Stehbierhalle.

Damit war die alte Marke Bergmann endgültig reaktiviert und wiederbelebt worden. Inzwischen werden knapp zehn Sorten gebraut, darunter das Dortmunder Original Adambier, ein Bier aus 1972 oder auch Glühbier sowie monatliche Sondersude.

„Für alle aus dem Ruhrgebiet, die sich mit echtem kompromisslosem Trinkgenuss belohnen wollen.
Harte Arbeit. Ehrlicher Lohn.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Schwarzbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . .  13.2°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,3%
Herkunft. . . . . . . . . . . Dortmund
Erscheinungsjahr. . .
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Fazit

Das Schwarze überzeugt in der Nase mit überraschend süßen Aromen von Honig, Karamell und Vanille. Auf der Zunge ist es malzig, mild-röstig und wenig zartbitter. Der süß-herbe Abgang rundet ein für mich insgesamt zwar recht unspektakuläres aber dennoch ansprechenden Bier ab.

| 12 Pkt. (2+)

https://harte-arbeit-ehrlicher-lohn.de/unser-bier/schwarz/

Prost & guten Abend ! 🍻

 

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