Archiv für den Monat: August 2020

620. AleMania Honey Ale | Gruthaus Heller Honig Bock

Bevor ich in den nächsten Tagen mein Bier für meinen ersten Met-Bier-Versuch abfüllen werde, gibt es für mich zur Einstimmung erst einmal zwei Honigbiere.

Das eine stammt vom Craftbier-Pionier Fritz Wülfing aus Bonn und ist ein Wieß mit Honig. Das andere kommt aus dem Münsteraner Gruthaus, ist eine heller kaltgehopfter Bock wird aber von der Brouwerij Anders im belgischen Halen produziert.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Wieß | Bock
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig | untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Honig, Hefe | Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Honig, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12°P | –
Alkoholgehalt. . . . . . 5% | 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bonn | Münster
Erscheinungsjahr. . .
2020 | 2017

Fazit

AleMania Wieß: Sehr würzig, wenig süß und etwas nach Butter im Geruch. Auf der Zunge malzig, würzig, herb mit dezenten Noten von Honig und Vanille im Hintergrund und einem süßlichen Abgang. Sonst ziemlich geschmeidig und cremig.

Gruthaus Bock: In der Nase deutlich süß nach Karamell, Honig, und Lakritz aber auch etwas Frucht- und Alkoholaromen. Geschmacklich ebenfalls klare Noten von Karamell und Honig, zu denen sich eine Malz- und Bittersüße gesellt. Noch vor dem eher trockenem Abgang kommt auch das Alkoholaroma durch. Insgesamt cremig und vollmundig.

Alles in allem hat mir der Honig-Bock etwas besser gefallen. Im Vergleich zum Honig-Wieß, bei dem der Honig nicht mehr wirklich im Endprodukt, kommt hier die Honig-Note noch deutlich hervor. Gepaart mit den Hopfenaromen der Kalthopfung ein durchaus interessantes Erlebnis der Sinne.

| 9 Pkt. (3+) / 12 Pkt. (2+)

•  https://www.alemaniabonn.de/unser-bier/ | http://www.gruthaus.de/biere/heller-honigbock/

Prost & guten Abend ! 🍻

 

619. St. Peter’s Without Original

Zum Abschluss meiner letzten Elternzeit gibt es ein Bier, dass ich noch vor einigen Monaten beim Außerhausverkauf der Brühler Eule geholt habe.

Das alkoholfreie Amber Ale kommt aus der Provinz von Suffolk im tiefen Osten Englands.

„Brewed with skill and patience at one of Britain’s finest small breweries.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Amber Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Roggen, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 0,0%
Herkunft. . . . . . . . . . . St. Peter´s Hall
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In der Nase Aromen von Gemüse, Honig, etwas Karamell und Holz. Am Gaumen vor allem malzig, recht würzig und herb mit ein wenig Lakritz-Süße. Insgesamt trocken und ziemlich lasch. Gerade im Gegensatz zu den durchaus überdurchschnittlichen Porters und Stouts von St. Peter, fällt das alkoholfreie Original ziemlich ab. Weder außerordentliche Süffigkeit noch ein besonderer Charakter prägen das Bier, das nicht unbedingt Lust auf mehr alkoholfreie Erfrischung macht.

| 7 Pkt. (3-)

 •  https://www.stpetersbrewery.co.uk/

Prost & guten Abend! 🍻

 

Blogbier, die LV. – Elternzeit-Ende

Kurz vor Ende meiner letzten Elternzeit haben es beim Besuch meiner Schwiegereltern folgende Biere auf die Liste geschafft:

Bier-Notizen:

 

618. Maisel & Friends Sour IPA

Nachdem ich nach etwa eineinhalb Jahren endlich wieder am Braukessel stand – ich werde später noch darüber berichten – habe ich mir abends die neueste Flaschenpost aus Bayreuth gegönnt.

Drin war das erste Sour IPA von Maisel. Ein durchaus seltener Bierstil, der dem ohnehin schon fruchtigen IPA noch eine säuerliche Note verleiht.

„Splish Splash – it’s Sour IPA Summertime!“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Sauer-IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  15.3°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bayreuth
Erscheinungsjahr. . .
2020

Fazit

In der Nase wirklich sehr fruchtig und säuerlich. Allerdings rieche ich auch ein leichtes Spüli-Aroma. Auch am Gaumen sehr fruchtig und klar aber nicht unangenehm sauer. Ansonsten sind noch geringe holzige Noten und etwas Bittere vernehmbar. Insgesamt vollmundig und dennoch sehr süffig und prickelnd. Eine wirklich gute Erfrischung an heißen Sommerabenden.

| 11 Pkt. (2)

 •  https://maiselandfriends.com/biere/limited/sour-ipa/

Prost & guten Abend! 🍻

 

617. Mücke Ruhr Export | Rudat dortmundstyle Exportbier

Als letztes Duell geht’s um das vormals beliebteste Bier des Ruhrgebiets – das Export. Ins Rennen geht die Mücke aus Essen und ein styliger Vertreter, der von der Craftbier-Schmiede Freigeist Bierkultur in der Vormann-Brauerei für den Getränkefachhandel Rudat aus Dortmund gebraut wurde.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Export
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  13°P | –
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5% | 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Essen | Hagen-Dahl [Dortmund]
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Mücke: Buttrig, würzig, malzig und karamellig im Geruch. Auf der Zunge vollmundig, würzig, (zu) herb, wenig Malz bei mittlerer Rezenz und herbem Abgang.

Rudat: In der Nase erdig, holzig, harzig und gemüsig. Geschmacklich süffig, holzig, würzig, herb, gering blumig. Leicht säuerlich-süßer Abgang bei geringem Kohlensäuregehalt.

Insgesamt klarer Sieger: das Ruhr Export von Mücke. Zwar hat dies auch nicht ganz mein Export-Geschmack getroffen, ist aber im Vergleich zum stiluntypischen und wohl leider etwas oxidierten Rudat mindestens solide und empfehlenswert.

| 11 Pkt. (2) / 6 Pkt. (4+)

•  https://www.fleuther.de/produkt/ruhr-export/ | https://www.facebook.com/rudat.getraenke

Prost & guten Abend ! 🍻

 

Blogbier, die LIV. – Kassel

Beim Besuch des Uropas meiner Kinder hatte die Gelegenheit folgende Biere in die Liste aufzunehmen:

Bier-Notizen:

 

616. Dellmann’s Pale Ale | Hensen Pale Ale | Fleuther Oli’s Pale Ale

Der nächste Direktvergleich wartet sogar mit drei Bieren auf. Allesamt Pale Ales. Es treten an Mönchengladbach, Geldern und Wermelskirchen.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  – | 12.8°P | 13.8°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5% | 5,1% | 5,8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Mönchengladbach | Geldern | Wermelskirchen
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Hensen: Maracuja, Litschi und dunkle Beeren liegen in der Luft, die von einer buttrigen Bittere begleitet werden. Geschmacklich hellmalzig, hopfen-fruchtig, leicht bitter und dumpf herb. Bittersüßer Abgang und sonst eher lasch.

Fleuther: In der Nase gemüsig mit Noten von Mango und anderen Zitrusfrüchten. Auf der Zunge cremig, hopfig-süßlich und eine recht deutliche Bittere. Prickelfaktor medium.

Dellmann’s: Intensiv blumig, wenig fruchtig mit Karamell-Noten im Geruch. Mild süßlich, malzig, leicht würzig, hopfig-fruchtig-herb aber mit kaum richtigerer Bittere am Gaumen.

Während das Pale Ale aus Mönchengladbach und das OPA trotz unterschiedlicher Aromenausprägungen ziemlich gleichaufliegen, fällt der Vertreter aus dem Bergischen etwas ab, da es mir am wenigsten stiltypisch daherkommt.

| 10 Pkt. (2) / 10 Pkt. (2) / 9 Pkt. (3+)

https://brauerei-hensen.de/#_bierehttps://www.fleuther.de/biersorten/ | https://dellmanns.de/de/beer

Prost & guten Abend ! 🍻

 

615. Dellmann’s Märzen | Remscheider Stammtisch Märzen

Anstatt wie eigentlich geplant übers Wochenende nach Westfalen zu fahren, beginne ich heute mit den Vergleichsverkostungen der regionalen Biere, die ich im Rahmen der „Support your Locals“-Kampagne zugelegt hatte. Nachdem ich zuletzt diverse Pils einzeln verkostet hatte, möchte ich nun drei Bierstile im direkten Vergleich gegeneinander antreten lassen. Den Start macht heute das Märzen.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Märzen
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  14°P | 13°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5% | 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Wermelskirchen | Remscheid
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Dellmann’s: sehr schön hellmalzig, gering würzig und mit Noten von Karamell, Vanille, Holz und Buttergemüse im Geruch. Auf der Zunge vollmundig, malzig, herb, leicht würzig, bittersüß, relativ trocken mit mittlerer Rezenz.

Stammtisch: In der Nase fruchtig, süß und leicht würzig. Geschmacklich säuerlich, fruchtig, hellmalzig mit geringen Noten von Karamell und Lakritz.

Insgesamt konnte mich das Märzen von Dellmann’s deutlich besser überzeugen. Zwar war es fast zu herb für ein Märzen, aber im Vergleich zum ziemlich oxidierten Stammtisch Märzen aus Remscheid, ist das fast vernachlässigbar.

| 11 Pkt. (2) / 6 Pkt. (4+)

•  https://dellmanns.de/de/beerhttps://www.remscheider-brau.de/shop/biere

Prost & guten Abend ! 🍻

 

Blogbier, die LIII. – Greifswald

Beim Besuch von Alex in Greifswald haben wir folgende Biere verkostet:

Bier-Notizen: