Alle Beiträge von Markus (Chefredakteur)

Über Markus (Chefredakteur)

Herr über die Kronkorken! :) Bier-Cocktail-Liebhaber! :) Hobby-Bier-Botschafter ;)

Bierjubiläum Krone 2020

Das historische Jahr 2020 liegt nun bereits hinter uns, doch dennoch möchte ich es nochmals auf bierige Weise Revue passieren lassen. Und da ich eben nicht nur einfach Bier trinke, sondern mir dazu auch immer reichlich Notizen mache, möchte ich heute bereits zum vierten Mal diejenigen Biere prämieren, die mich in diesem Jahr ganz besonders überzeugt haben. Dabei ist mir die Auswahl in bestimmten Bereichen wie immer nicht leicht gefallen, da ich ja grundsätzlich schon dazu neige qualitativ hochwertigere Biere bzw. meine bevorzugten Bierstile zu probieren. Neben der Auszeichnung des besten Bier des Jahres, möchte ich aber auch gerne noch weitere Biere in fünf zusätzlichen Kategorien hervorheben, die in besonderer Weise auf sich aufmerksam gemacht haben. Doch nach diesem Jahr, dass auch die Gastwirtschaft und auch die Handwerksbrauereien in eine schwere Krise gestürzt hat, möchte ich betonen, dass doch letztlich alle Brauereien und Biere Gewinner sind, die dies überstehen werden.

Kommen wir aber nun erst mal zu meinen besten Einzelbieren. Basis der Auswahl waren die kontinuierlich geführten Bewertungen, die ich bei jeder Rezension aufstelle, sowie darüber hinaus besonders in Erinnerung gebliebene Biere außerhalb der Einzelrezensionen. Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass es im letzten Jahr zu keiner 14-Punkte-Bewertung gekommen ist. Inwiefern der Krisenmodus damit reinspielt kann ich objektiv nicht beurteilen. Dafür gab es so viele 13 Punkte-Bewertungen wie noch nie. Umso schwerer fiel mir folglich die Entscheidung für das Treppchen zu fällen. Letztlich hat mal wieder das Bauchgefühl den Ausschlag gegeben. So geht der Platz 1 für 2020 an ein Old Ale aus den schottischen Highlands, das in der 1983 gegründeten Familienbrauerei mit Hafermalz und Röstgerste eingebraut wurde: Sieger in der Gesamtwertung für 2020 ist das Harviestoun Ola Dubh.
Auf dem zweiten Platz folgt ein Bier, dass ich keiner Rezension unterzogen habe, das aber nachhaltig in meinem Biergedächtnis geblieben ist. Getrunken habe ich es beim Brainstorming für unsere künftigen Brauaktivitäten und es hat mich irgendwie an die Potsdamer Stange aus der Urlaubsbierverkostung 2018 erinnert. Denn auch dieses Bier kommt mit einer ureigenen Geschmacksnote daher, die nicht nur mit nichts anderem vergleichbar ist, sondern auch noch hervorragend schmeckt. Gebraut wird es im schönen Bierland Franken östlich von Forchheim in einer alteingesessenen Handwerksbrauerei, dessen Biere es glücklicherweise ab und an auch an den Niederrhein schaffen. Die diesjährige Silbermedaille. geht an das Helle der Meister Brauerei.
Platz 3 meines Rankings für 2020 habe ich in unserem Familienurlaub an der ostfriesischen Nordsee gekauft. Dennoch kommt es vom anderen Ende der Republik aus dem niederbayrischen Hauzenberg kurz vor der österreichischen Grenze. Das Bier hat mich nicht nur durch die Zutatenliste aus fünf Getreidesorten, sondern auch geschmacklich überzeugt. Bronze für 2020 geht an das Apostelbräu 5-Korn.
Hier also nun das verdiente Siegertreppchen:

Diese neun Biere (bis auf eine Ausnahme alle mit 13 Pkt. bewertet) komplettieren schließlich die Top Twelve – sortiert in alphabetischer Reihenfolge:

Neben den Bieren möchte ich an dieser Stelle aber auch die drei „besten“ Brauereien meines persönlichen Bierjahres auszeichnen. Auch wenn hier kein so eindeutiger Bewertungsschlüssel wie zuvor vorliegt, sind mir einige Brauereien im zurückliegenden Jahr aus ganz unterschiedlichen Gründen in Erinnerung geblieben.
Die Goldmedaille der Brauereien des Jahres 2020 geht dabei für mich an Dellmann‘s. Die Handwerksbrauerei aus Wermelskirchen hat mich im Rahmen meiner „Support-your-Local“ enorm mit seinen Bieren überzeugt. Zwei davon haben es auf die letztjährige Bestnote gebracht. Doch nicht nur die Bewertung, auch das ganz eigene Geschmacksprofil der Biere bleibt mir bis heute in guter Erinnerung.
Silber verleihe ich der blauen Katze aus meinem Nachbarort Erftstadt-Lechnich. Dort habe ich bei einer Fahrradtour mit meinen Kindern im Sommer quasi meinen einzigen Brauereibesuch im abgelaufenen Jahr. Aufgrund der harten Auflagen, die Inhaber Klaus Keller für eine Wiedereröffnung seines Restaurants nach dem ersten Lockdown hätte erfüllen müssen, musste er sich zur Schließung der Blue Cat entschließen. Weiterhin aktiv bleiben will er aber mit seiner tollen kleinen Brauerei und hofft auf möglichst viele Flaschenverkäufe. Sinnbildlich für die aktuelle Krise möchte ich ihn und die Blue Cat daher mit dem zweiten Platz ehren und wünsche auch ihm alles Gute für die Zukunft.
Platz 3 und Bronze geht erneut an Maisel & Friends aus dem schönen Bayreuth. Nicht nur hat mich Eva Ploß unterjährig immer wieder mit kostenlosen Bierlieferungen bestochen, die dann auch noch super schmeckten (zweimal Bestnote), auch hat sich der Ableger der bekannten Weißbierbrauerei als Pionier der deutschen Craftbier-Szene auch dieses Jahr wieder an der Vernetzung und Entwicklung neuer Biere außerordentlich beteiligt.

Weiter geht mit den Einzelkategorien. Den Anfang macht die besten regionalen Biere. Ausgangspunkt ist hierbei ganz subjektiv mein Wohnort Brühl. Ungeplant geriet diese Kategorie zum zentralen Thema meines Blogs und vieler Konsumenten in ganz Deutschland und weltweit. Denn gebeutelt von den vielen Einschränkungen und Auflagen ist die Gast- und damit auch die Bierwirtschaft in eine für Manche existentielle Krise gerutscht. Somit habe auch ich mich der „Support-your-Locals“-Kampagne angeschlossen und habe mich vom Münsterland bis Vorgebirge durchprobiert. Ausgezeichnet werden folgend jeweils die besten Biere der neun Brauereien im Rahmen meiner Regionalbier-Reihe:

In der Kategorie „Traditionell“ ehre ich Biere, die alte oder seltene Stile wieder aufleben lassen. Auch wenn es in diesem Jahr in dieser Kategorie ziemlich still geblieben ist, möchte ich dennoch zwei Biere hervorheben, die historische und seltene Biere darstellen.
Der eine Preisträger ist eine deutsche Craftbeer-Kollaboration von Freigeist Bierkultur um Sebastian Sauer, Orca Bräu aus Nürnberg und der vielleicht kleinsten Brauerei Frankens Hertl. Aus dieser Konstellation ist ein wirklich hervorragender Barley Wine Eisbock entstanden: Die 3 von der Tafelrunde.
der zweite Preisträger steht repräsentativ für mein aktuell laufendes Met-Bier-Projekt, das ebenfalls auf eine sehr traditionelle Verbindung von Bier und Honig(wein) zurückgreift. In meiner kleinen Reihe von Met- und Honig-Bieren war es das Beste: Das Golden Dark von Met-Amensis.

Die folgende Kategorie soll die besondersten der besonderen Biere aus 2020 auserwählen. So gehen die diesjährigen Sonderpreise an meinen lieben Freund Ralf vom Braukunst Vorgebirge für sein Snow Flakes – ein Winterbier mit weihnachtlichen Gewürzen und Printen, die Sommelier-Schmiede Kiesbye für ihr Waldbier mit Eichenholzchips aus nachhaltigem regionalen Anbau der österreichischen Bundesforste, die Schrille Nacht aus der Kooperation aus Kuehn Kunz Rosen und der Schwarzen Rose Craft Beer, das neben Piment und Kardamom auch Kiefernnadelspitzen enthält sowie an das Stiegl Paracelsus glutenfrei, das mit Braunhirsemalz überrascht.

Die Kategorie „Alkoholfrei“ war in 2020 dünn aber hochkarätig besetzt. Ins Ranking haben es alle beiden alkoholfreien Biere des vergangenen Jahres geschafft, wobei vor allem das Nittenauer Lola Porter mit der letztjährigen Bestmarke von 13 Punkten herausragt.

Last but not least würde hier an dieser Stelle nun noch der Ehren- pardon Ährenpreis für besondere Verdienste an den Zielen des Bierjubiläums vergeben werden. Doch wie so viele Dinge in 2020 musste auch mein Cerevisia-Projekt pausieren. Spätestens zum 2021er Bierjubiläum ist dann aber schließlich die Finalisierung auf 12 Körner angestrebt.

 

Allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch und auch allen anderen Brauereien ein möglichst erfolgreiches und leckeres Jahr 2016+5.

 

668. Schoppe Bräu Brut×Ale

Bieriges Neues zusammen! Mit dem ersten Bier des Jahres möchte ich mit euch auf 2021 anstoßen. In der Hoffnung, dass es uns wieder möglichst viel Normalität zurückbringen mag.

Als Schampus der Straße betitelt passt hierfür das Brut Ale von Schoppe Bräu wohl wie kaum ein anderes. Es ist ein obergäriges Bier mit Weizenmalz, das mit Champagner-Hefe vergoren wurde. Und da Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit auch nicht mehr gern gesehen ist gibt es den Schampus heute eben im Wohnzimmer.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Bière Brut
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In der Nase sehr blumig, malzig, hefig und dumpf zitrusfruchtig. Am Gaumen hellmalzig, fruchtig süß sauer, etwas bitter mit Noten von Vanille, Holz und Wald. Insgesamt mittelgroßer Körper, bei cremiger bis leicht öliger Textur und recht geringer Rezenz.

| 13 Pkt. (1-)

  •  http://brutxale.com/

Prost & guten Abend! 🍻

 

Prosit 2021!

Startbild_IIProsit Neujahr | Rückblick 2020 – Ausblick 2021

Allen Lesern und Bierinteressierten wünsche ich auf diesem Wege ein bierig-leckeres neues Jahr 2021.

Ein historisches und einschneidendes Jahr ist zu Ende, das vielen von uns Enormes abverlangt und das gesellschaftliche Leben auf eine harte Probe gestellt hat. Dabei geriet nicht nur für mich das Thema Bier so weit in den Hintergrund wie lange nicht mehr. Und auch mein zu renovierendes Eigenheim und natürlich drei quirlige Kinder haben mich in nicht geringem Maße vom Bloggen abgehalten.

In bieriger Hinsicht gab es dadurch leider wenige Highlights. Wie mit einer gewissen Vorahnung war die letzte Bierverkostung in der Kierberger Eule zum Thema „Zechkultur“. Danach folgte der erste Lockdown, der zu einer absoluten Digitalisierung zwang. Um insbesondere die lokale Wirtschaft weiter zu unterstützen, folgte ich dem Aufruf „Support your Local“ und proBierte eine ganze Reihe regionaler Biere. Auf eine Anfrage des Imkers meines Vertrauens folgend wagte ich mich nach über eineinhalb Jahren wieder an den Braukessel. Die sommerlichen Lockerungen erlaubten mir dies wieder bei Ralf vom Braukunst Vorgebirge zu tun. Ziel sollte sein ein Met-Bier zu brauen. Was zunächst einfach klang, entpuppte sich im Hobbybraubereich als wahre Herausforderung, die mich auch noch in diesem Jahr weiter begleiten wird. Um auch in Zeiten der räumlichen und sozialen Isolation weiter brauen zu können habe ich mich zudem mit einem Basis-Equipment fürs Heimbrauen ausgestattet und kann so in kleinen Mengen auch zu Hause brauen.

Quantitativ fällt die Jahresbilanz im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 200 verkosteten Bieren nochmals etwas geringer aus, bleibt aber gerade unter den gegebenen Umständen voll im Bereich meiner Erwartungen.

Im nun schon gestarteten neuen Jahr 2021 werde ich natürlich weiter fleißig in die Tasten hauen. Dabei wird die Taktung der Beiträge vermutlich noch etwas sinken, da ich meinen bierigen Fokus etwas mehr aufs Brauen verlagern möchte. Dabei steht grundsätzlich die Gründung und der Aufbau der Brühler Brauerei in der Eule im Mittelpunkt. Allerdings hat sich parallel auch ein kleines Team formiert, das auch unabhängig davon die ersten Schritte hinsichtlich Kommerzialisierung wagen würde. Im Rahmen dessen möchte ich auch endlich wieder mein Cerevisia M-Projekt fortsetzen und auf 12 Getreide finalisieren.

Und vielleicht wird es irgendwann auch wieder möglich sein, unbeschwert zu reisen. Denn das Bierland Belgien wartet nun schon seit langem darauf erkundet zu werden.

Über alle dem werde ich aber trotzdem auch weiterhin meine Bierbotschaft eines reformierten Reinheitsgebotes verbreiten und mich für Natürlichkeit, Qualität, Vielfalt, Regionalität und Transparenz einsetzen.

Ich möchte mich vor allem aber auch recht herzlich bei Euch allen bierinteressierten Lesern bedanken und nochmals meine Einladung erneuern, gerne jederzeit auch Beiträge in Form von Bildern, Videos, Audios oder kurzen Artikeln beizusteuern.

Bis dahin verbleibe ich mit bierigen Grüßen aus Brühl

Euer Markus

PS: Für weitere Infos zu meinen Gedanken zur Reinheitsgebotsreform verweise ich gerne nochmals auf  „Das Reinheitsgebot“.

667. Acrobräu Coronator

Mit dem heutigen Bier geht mein Bierjubiläum-Jahr zu Ende. Und kaum ein Bier dürfte für dieses grauselige „Corona-Jahr“ passen wie der Coronator. Der altbayerische dunkle Doppelbock wird gebraut von Arcobräu, welches auf die Schlossbrauerei Moos aus 1567 zurückgeht. Unternehmen und Marke Arcobräu entstand erst 1960 im Rahmen von einigen Familienbrauereizusammenschlüssen in der Region. Aufgrund der adeligen Herkunft wird die Brauerei auch Gräfliches Brauhaus genannt. Dies ist jedoch nicht zu verwechseln mit der Brauerei und Biermarke Graf Arco (auf Valley) aus dem niederbayrischen Eichendorf.

„Graf Ulrich Philipp von und zu Arco-Zinneberg fasst sämtliche Brauereien, die im Besitz der gräflichen Familie sind, unter dem Namen Arcobräu zusammen. Stammhaus wird die bis dahin sogenannte Schloßbrauerei Moos.“

Somit möchte ich mich aus 2020 verabschieden und wünsche Allen einen guten Übergang in ein hoffentlich besseres Jahr 2021.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Doppelbock
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  18°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Moos
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In der Nase dunkelmalzig, getreidig, leicht buttrig mit würzigem Karamell. Am Gaumen süßlich malzig nach Karamell, würzig-herb mit einem bittersüßen Abgang. Insgesamt vollmundig mit mittlerer Rezenz und definitiv wesentlich besser als das abgelaufene Corona-Jahr.

| 12 Pkt. (2+)

  •  https://www.arcobraeu.de/de/coronator

Prost & guten Abend! 🍻

 

666. Hösl Abt Andreas Traditionstrunk

Nach den ganzen Weihnachtsbieren folgt heute quasi als Bier zwischen den Jahren ein Dunkel der Privatbrauerei Hösl. Die im oberpfälzer Mitterteich ansässige Brauerei ist seit der Gründung 1904 im Familienbesitz und tief in der Region und seiner Geschichte verwurzelt.

„Anno 1130 stiftete Diepold III von Vohburg einem Mönch zur Gründung eines Klosters soviel Land, wie er an 1 Tag auf einem Esel umreiten konnte. Bis heute wird diese Region als „Stiftland“ bezeichnet. Hier entstand das Kloster Waldsassen.

Das Kloster betätigte sich mit dem Landanbau und der Kultivierung. Die Fürstäbte vergaben an die Bewohner Rechte. Abt Andreas erteilte den Mitterteichern im Jahr des Reinheitsgebotes „1516″ das Braurecht. Es entwickelte sich daraus eine rege Brautätigkeit in der auch das Brauhaus Hösl seinen Ursprung hat.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Dunkel
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Mitterteich
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Geruchlich dunkelmalzig, etwas röstig und leichtes Karamell. Auf der Zunge ebenfalls klare Karamell-Aromen mit etwas Honig und würzigem Malz bei einer geringen Herbe. Insgesamt relativ schlank mit einer guten Rezenz.

| 11 Pkt. (2)

  •  https://www.hoeslbraeu.de/portfolio/abt-andreas-dunkel/

Prost & guten Abend! 🍻

 

665. St. Erhard & Brehon Brewhouse Irish Ember Christmas Porter

„Weihnachten 2020 wird, wie das gesamte Jahr, wahrscheinlich in die Geschichtsbücher eingehen. Die neue Dekade startete mit einem Paukenschlag, der die ganze Welt erschütterte: Eine Pandemie fegt durch aller Herren Länder und sorgt für den größten Ausnahmezustand, den es je gegeben hat. Wie das Weihnachtsfest wird ist für viele ungewiss.

Um dem Advent und der nahenden Weihnachtszeit dennoch ein wenig Glanz und Freude zu verleihen, hat sich eine deutsch-irische Delegation zusammengetan: Unser Bamberger Team von St. ERHARD® und die Brauer vom Brehon Brewhouse aus Carrickmacross. Ziel der Zusammenarbeit war ein festlicher Bier, quasi Weihnachten in flüssiger Form.“

Nachträglich zum diesjährigen Weihnachtsfest kommt noch mein letztes noch nicht gelistetes Weihnachtsbier zum Zuge.

Irish Ember — Unser Hoffnungsschimmer für Weihnachten 2020!

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Porter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Carrickmacross (Irland)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Vom Geruch her blumig, leicht waldig und röstmalzig mit Noten von Zartbitter und Karamell. Geschmacklich süßlich, bitter, malzig und röstig mit spannenden Schokoladenaromen. Insgesamt cremig und bei einem sehr starken Körper auch etwas ölig.

| 12 Pkt. (2+)

  •  https://bierothek.de/online-shop/17007018-Irish+Ember+Christmas+Porter+-+Brehon+Brewhouse%2C+St.+ERHARD%C2%AE.html

Prost & guten Abend! 🍻

 

Weihnachten 2020

Unser Weihnachtsfest wurde neben Cocktails aus der HausmannBar mit folgenden Bieren begangen:

Bierfacts:

Ich hoffe auch Ihr hattet ein ähnlich schönes (und bieriges) Weihnachtsfest.

664. Kuehn Kunz Rosen & Schwarze Rose Craft Beer Schrille Nacht

Mein letztes Weihnachtsbier vor Weihnachten ist eine Kollaboration zwischen Kuehn Kunz Rosen und der Schwarzen Rose Craft Beer aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt Mainz. Der recht ungewöhnliche Name der Mainzer Brauerei ist durch die Inspiration des Kunz von der Rosen begründet, der Hofnarr unter dem ersten neuzeitlichen römisch-deutschen Kaiser Maximilian I. war.

Die Schrille Nacht ist ein besonderes IPA, das nicht nur mit Kardamom und Piment sondern auch Kiefernadeln eingebraut wurde.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Kardamom, Piment, Kiefernnadelspitzen, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Mainz
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In  der Nase sehr stark hopfig-fruchtig, gewürzig und blumig. Auf der Zunge sehr fruchtig herb, erdig und waldig. Insgesamt bei mittlerem Körper sehr spritzig und durchaus eine interessante Art das Fest zu begießen.

| 12 Pkt. (2+)

  •  https://shop.kuehnkunzrosen.de/produkt/schrille-nacht-2/

Prost & guten Abend! 🍻

 

663. Landgang Dark Santa

Passend zum Winteranfang und damit zum dunkelsten Tag des Jahres ist heute der Dark Santa von Landgang an der Reihe. Das Imperial Stout kommt, wie schon die zwei Biere zuvor, aus meinem Vintage-Bestand.

„Nichts fürs Freibad. Aber genau das Richtige für ein paar besinnliche Stunden.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Imperial Stout
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Hafermalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,9%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hamburg
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Geruchlich sehr röstig, leicht sauer mit Noten von Lakritz und Karamell. Am Gaumen klar röstig, würzig, karamellmalzig und Bonbon-Aromen. Leichte Alkoholaromen sind begleitend bis zum süßlich wärmenden Abgang spürbar. Insgesamt stark und schwer mit viel Kohlensäure. Die einjährige Lagerung scheint dem Stout leider keinen besonders positiven Vintage-Effekt beigebracht zu haben.

| 10 Pkt. (2-)

  •  https://www.landgang-brauerei.de/brauerei/

Prost & guten Abend! 🍻

 

662. Brewdog Hoppy Xmas

Vom Festland geht’s heute direkt wieder zurück auf die britische Insel zum Craftbeer-Riesen Brewdog. Wie der Bad Santa liegt auch das Hoppy Xmas von Brewdog bereits ein Jahr bei mir im Depot und kann somit als Vintage-Variante verstanden werden. Es handelt sich um ein sogenanntes Festive IPA, das mit besonderen Malzen und Hopfen eingebraut wurde.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Ellon (Schottland)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In der Nase sehr hopfig fruchtig und etwas herb sowie heuartig. Auf der Zunge süßlich, fruchtig und hopfig herb. Der mittlere Körper wird begleitet mit etwas Karamell und mündet in einem süß-herben Abgang. Zumindest in der Vintage-Edition etwas unrund.

| 10 Pkt. (2-)

  •  https://www.brewdog.com/uk/hoppy-christmas-4-can

Prost & guten Abend! 🍻

 

661. N’Ice Chouffe

Von England geht es heute wieder aufs europäische Festland nach Belgien. Im wallonischen Achouffe ist die gleichnamige Brauerei zu finden, deren Biere zum Glück immer wieder auch auf dem westdeutschen Markt zu finden sind.

Mit dem N’ice Chouffe geht das stärkste Weihnachts-Winter-Bier ins Rennen. Zehn Umdrehungen stehen auf der Uhr. Zudem kommt es mit weihnachtlichen Gewürzen (Orangenschale und Thymian) daher.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Belgisches Starkbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Invertzuckersirup, Orangenschale, Thymian, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 10%
Herkunft. . . . . . . . . . . Achouffe (Belgien)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Am Riechkolben bittersüß und fruchtig herb mit schönen Noten von Karamell und Lakritz. Geschmacklich etwas bitter und herb, dunkelmalzig mit Aromen von Süßholz, Lakritz und Bonbon. Insgesamt sehr schwer, ölig und natürlich auch etwas alkoholaromatisch, dass aber typisch belgisch nicht wirklich unangenehm auffällt.

| 12,5 Pkt. (2++)

  • https://chouffe.com/en/beers/nice-chouffe/#

Prost & guten Abend! 🍻

 

660. Batemans Rosey Nosey

Weihnachtsbier #3 kommt von der Ostküste Englands, wo seit 1874 die Brauerei Bateman beheimatet ist. Wohl nicht ganz so lange, aber sicher schon viele Jahre wird dort auch ein spezielles Christmas Beer gebraut, was zumindest mit einem lustigen Namen überzeugt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Festbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  13.3°P
Alkoholgehalt. . . . . . 4,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Wainfleet (England)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Vom Geruch her rotmalzig, holzig, blumig und etwas nach Karamell. Am Gaumen sehr würzig, röstig, holzig und trocken. Ansonsten fällt nur noch etwas negativ ein erkennbares Alkoholaroma auf. Insgesamt leider nicht ganz überzeugend.

| 8 Pkt. (3)

  •  https://www.bateman.co.uk/shop/products/batemans-rosey-nosey/

Prost & guten Abend! 🍻

 

659. KALEA Bad Santa 2019

Passend zum Beginn des zweiten harten Lockdowns gibt es als zweites Weihnachtsbier eine Erinnerung an bessere Zeiten: Die Bad-Santa-Ausgabe des letztjährigen Bieradventskalenders vom Beertasting.Club.

Jedes Jahr wird dabei nach der Gypsy-Idee eine andere Brauerei eingeladen das Bier mit neuer Bierstilkreation zu brauen. Heute also die Vintage-Variante aus 2019.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weizen-Doppelbock
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  16°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Freilassing
Erscheinungsjahr. . .
2019

Fazit

In der Nase süßmalzig, würzig sowie Noten von Karamell und Alkohol. Auf der Zunge malzig, mittelsüß, recht würzig mit einer gewissen hefigen Bananennote. Ansonsten mild mit wenig Kohlensäure.

| 10 Pkt. (2-)

  •  https://www.kalea.at/bieradventskalender/bad-santa/

Prost & guten Abend! 🍻

 

658. Faust Festbier

Mit dem heutigen Faust Festbier möchte meine längste Reihe an Weihnachtsbieren starten, die ich bislang auf Bierjubiläum rezensiert habe. Am Start sind zehn unterschiedlichste Biere für’s Fest.

Die Brauerei Faust aus dem unterfränkischen Miltenberg hat nicht nur eine über 350-jährige Tradition, sondern dürfte inzwischen auch kein Geheimtipp mehr unter Bierkennern sein. Zu oft prämiert und zu gut rezensiert wurden die Biere der Regionalbrauerei in den letzten Jahren.

„Faust. Das bleibt unter uns.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Festbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  13.3°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Miltenberg
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In der Nase würzig, hellmalzig, leicht herb sowie etwas grasig und buttrig. Am Gaumen vor allem trocken malzig, sehr würzig, mild herb und blumig. Im Hintergrund ist neben Süßholz noch eine allgemeine Malzsüße erkennbar. Insgesamt weich, vollmundig und harmonisch und zudem sehr bierstiltypisch.

| 12,5 Pkt. (2++)

  •  https://www.faust.de/index.php/component/jshopping/product/view/10/13?Itemid=248

Prost & guten Abend! 🍻

 

657. Craftbee Bio Mix Kornblume

Das zweite Craftbee(r) nennt sich offiziell Biermischgetränk, da es mit drei Prozent reinem Kornblumenhonig daherkommt. Der Honig wurde von der Bioland-Imkerei Curic aus Brandenburg geerntet und verarbeitet.

„Dieses Biermischgetränk ist ein vollmundig ausgewogenes Getränk bei dem die floralen Noten der Kornblume auf die feinherbe Frische des Tettnanger Aromahopfens treffen.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Honig-Bier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Honig, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Kassel [Witzenhausen]
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Vom Geruch her hellmalzig, sehr blumig, etwas grasig und gewürzig. Auf der Zunge malzig, etwas würzig und erdig, kaum Herbe aber einige Aromen von Honig und Karamell. Insgesamt sanft und cremig.

| 12 Pkt. (2+)

  •  http://craftbee.de/biere.php

Prost & guten Abend! 🍻

 

656. Craftbee Honey Stout

Zum Abschluss meiner kleinen vorweihnachtlichen Honig-Bier-Reihe gibt es noch zwei Biere der inzwischen auch überregional bekannten Marke Craftbee. Michael Busse – Bierbrauer ursprüngliche Bieraffinität – und Michael Hertweck – Imker mit Bienenstichallergie – von der Arbeitsgemeinschaft Kasseler Stadtbienen haben sich mit Craftbee zum Ziel gesetzt, die alte Tradition des Honigbieres mit einem eigenen Craft-Bier neu zu beleben.

In Zusammenarbeit mit Hessens erster Bio-Brauerei – dem Schinkels Brauhaus in Witzenhausen unweit von Kassel, entstanden somit eine Reihe interessanter Honig-Biere.

„Gegen das Bienensterben! Original Schinkels Stout kombiniert mit frischen Kassseler Sommerhonig ergeben ein neues Geschmackserlebnis.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Stout
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Honig, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Kassel [Witzenhausen]
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Röstig, holzig und etwas rauchig in der Nase. Geschmacklich sehr dunkelmalzig und auch röstig mit Aromen von Karamell, Honig und Vanille. Insgesamt schön cremig und vollmundig.

| 12,5 Pkt. (2++)

  •  http://craftbee.de/biere.php

Prost & guten Abend! 🍻

 

Blogbier, die LVIII. – Braukunst Vorgebirge

Gegen Ende des Jahres habe ich endlich mal wieder bei Ralf vom Braukunst Vorgebirge gebraut. Mit dabei war auch Martien – ehemaliger Brauer der de Dochter van de Korenaar-Brauerei aus Belgien:

Bier-Notizen:

 

655. Met-Amensis Golden Dark

Met-Bier #3 kommt von der Honigwein-Kellerei Amensis zwischen München und Erding. Mit bereits 20 Jahren auf dem Buckel dürfte es eines der ältesten kommerziell hergestellten Met-Biere Deutschlands sein. Grundlage der Mischung ist ein dunkles malzbetontes Bier, dass mit süffigem Honigwein verschnitten wird.

„Das echte, süffige Met-Bier seit 1999 by Met-Amensis jetzt auch in der Flasche! Eine perfekte Mischung aus Göttertrunk Met und süffigen dunklem Bier. Ein echter Hammer für Party und zu Hause!“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Met-Bier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Honig, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Pastetten
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Holzig, getreidig sowie würziges Karamell und Vanille im Geruch. Geschmacklich viel rotes Karamell-Malz mit holzigen Süß-Sauer-Noten. Im Hintergrund ist der Met stets erkennbar während es zum Abgang hin leicht bitter herb wird. Insgesamt vollmundig und durchaus harmonisch.

| 12 Pkt. (2+)

  •  http://www.golden-dark.de/

Prost & guten Abend! 🍻

 

654. Wikinger Bräu

Das nächste (kommerzielle) Met-Bier stammt von der Honig-Met & Trinkhörner André Striewski GmbH aus der Mitte von Schleswig-Holstein. Es kommt im Vergleich zum Mjedpiir mit einem höheren Bieranteil (80%) daher. Grundlage hierfür ist ein Dunkelbier.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Met-Bier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Honig, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Jevenstedt
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In der Nase dunkelmalzig mit viel Karamell, Lakritz und Honig sowie etwas herben Würze. Am Gaumen malzig bis holzig mit Aromen von Karamell und Honig und einer trockenen Herbe im Abgang. Insgesamt recht herb und würzig für ein Met-Bier, aber nicht schlecht.

| 10 Pkt. (2-)

•  https://www.honig-met.de/produkte/mischungen/

Prost & guten Abend! 🍻

 

653. Beerenweine Mjedpiir

Das zweite Bier von Beerenweine ist eines der sehr wenigen Met-Biere, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Es ist ein Verschnitt aus 51% Märzen und 49% Honigwein. Das Bier wird nach der Hauptgärung gefiltert und dann mit dem Met vermischt. Die Kohlensäure, die sonst während der Nachgärung entstehen würde, wird dann bei der Abfüllung hinzugefügt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Met-Bier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Honig, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,3%
Herkunft. . . . . . . . . . . Minden
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Im Geruch hauptsächlich klare Süße nach Honig(wein). Daneben süßmalzig, leicht würzig, etwas bitter und ein geringer metallischer Fehlgeruch. Geschmacklich dominiert der Honig. Malzige und weinartige Aromen sind nur hintergründig zu erkennen. Insgesamt gut spritzig mit einem ordentlichen Körper.

| 11 Pkt. (2)

•  https://www.beerenweine.eu/de/shop/bier/barbaren-gold

Prost & guten Abend! 🍻

 

652. Beerenweine Barbaren Gold

Mit dem heutigen Bier fange ich eine kleine Reihe mit Honig- bzw. Honigwein-Bieren an. Inspiriert durch meinen eigenen ersten Versuch eines Met-Bieres, wollte ich mal eine Marktsondierung vornehmen und schmecken, was kommerzielle Met-Biere so drauf haben. Da der Markt hierfür aber nun mal sehr klein ist, habe ich gleich auch noch ein paar Honigbiere mit dazu bestellt.

Das Barbaren Gold ist ein Blütenhonig-Bier, dass für den mittelalterlichen Weinhandel Beerenweine produziert wird.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Honig-Bier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Honig, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 4,9%
Herkunft. . . . . . . . . . . Minden
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Im Geruch leicht metallisch, hellmalzig, buttrig und etwas Vanille. Geschmacklich viel Honig, Karamell und Malz mit einem bittersüßen Abgang. Grundsätzlich eine solides Bier, dass durch hervorstechende herbe Auszüge aber etwas unrund wirkt.

| 10 Pkt. (2-)

•  https://www.beerenweine.eu/de/shop/bier/barbaren-gold

Prost & guten Abend! 🍻

 

651. Freigeist Bierkultur | Yria | Pirate Brew Agua de Valencia

Fünftes Adventsbier ist ebenfalls eine Rarität. Es ist ein Kollaborationssud vom Kreativbier-Papst Sebastian Sauer von Freigeist Bierkultur, dem Madrilenischen Craftbeer-Haus Yria und dem Berliner Bierprojekt Pirate Brew. In Anlehnung an den gleichnamigen spanischen Cocktail beinhaltet es neben Roggenmalz auch Orangenschalen, Wacholder und Salz.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Witbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten-, Weizen & Roggenmalz, Orangenschalen, Wacholder, Salz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 8,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hagen
Erscheinungsjahr. . .
2020

Fazit

Am Riechkolben getreidig, gemüsig, gewürzig und säuerlich. Den Roggen und Wacholder kann man tatsächlich auch herausriechen. Auf der Zunge süßlich nach Karamell, deutliche Fruchtaromen sowie säuerlich mit einer leichten Bitternoten. Ansonsten trotz des Salzes nur gering salzig und erstaunlich leicht für den Alkoholgehalt.

| 10 Pkt. (2-)

•  https://www.ratebeer.com/Ratings/Beer/Beer-Ratings.asp?BeerID=649618

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650. Alvinne Sour’ire de Mortagne

Bier Nummer vier des gedanklichen Adventskalenders ist ein wirklich seltenes Sour-Quadrupel.

„The Sour’ire De Mortagne (“sourire” is french for “smile”). And it makes you smile indeed! Sour Quadrupel aged on red wine barrels, fermented with our own wild house yeast strain ‚Morpheus‘.

Being an innovator, Alvinne took that old style and stretched it into all possible directions. Alvinne expanded the old Flemish Brown style towards Flemish Sours Ales and made a style on their own.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Sour-Quadrupel
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 11%
Herkunft. . . . . . . . . . . Moen (Belgien)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

In der Nase sauer, holzig sowie eine fruchtige Würze. Im Vordergrund stehen aber deutliche Noten von Sherry und Lakritz, die ich nicht adäquat beschreiben kann. Geschmacklich sauer bis weinartig, rotfruchtig bei einem süßlichen Abgang. Insgesamt fast dünn trotz des sehr hohen Alkoholgehalts.

| 10 Pkt. (2-)

•  https://www.alvinne.com/bieren.html

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649. Harviestoun Ola Dubh

Mein drittes Adventskalender-Bier kommt aus den schottischen Highlands von der 1983 gegründeten Familienbrauerei Harviestoun aus Stirlingshire.

„Ola Dubh, meaning ‘Black Oil’ in Gaelic, is craftly created by taking our Old Engine Oil and maturing it in Highland Park whisky casks.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Old Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Hafermalz, Röstgerste, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Alva (Schottland)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Vom Geruch klar dunkelmalzig, röstig, holzig mit deutlichen Noten von Vanille und Zartbitter und geringeren Noten von Whisky. Am Gaumen ebenfalls sehr dunkelmalzig bis röstig sowie dominierende Zartbitternoten. Die Aromen des Whisky kommen auf der Zunge etwas besser zur Geltung. Insgesamt sehr cremig und schön ölig – ein Bier zum Genießen.

| 13 Pkt. (1-)

•   https://harviestoun.com/product/ola-dubh-12yr-old-whisky-aged/

Prost & guten Abend! 🍻

 

648. Kiesbye Waldbier Eiche

Hinterm zweiten Türchen meines nicht ganz vollzähligen Adventskalenders verbarg sich heute ein spannendes Bier aus Österreich.

Der Pionier und Spezialist für das Biersommelierwesen ist auch über die Grenzen des Alpenstaates für außergewöhnliche Biere bekannt. Spezialisiert hat sich Kiesbye dabei vor allem auf Waldbiere. Diese sind stets mit Zutaten gespickt, die man aus den regionalen Wäldern rund um Wien findet. Gebraut wird bei der Trumer Privatbrauerei. Und beim Kauf eines jeden Waldbieres geht ein Euro an die Aufforstung der Österreichischen Bundesforste. In diesem Falle somit ein direkter Ausgleich des für dieses Bier gefällten Eichenbaums.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Waldbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Eichenholz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Obertrum am See (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
2020

Fazit

Olfaktorisch sehr grasig und blumig sowie malzig süß bis würzig. Auf der Zunge kommt es vor allem würzig daher. Hinzu kommen leicht säuerliche, gewürzige und gering herbe Aromen. Neben Lakritz schmecke ich eher wenige Noten von Holz heraus. Insgesamt relativ spritzig und vollmundig erinnert es an ein (ge)würzigen Hybrid zwischen Export und Hellem, das mit einem interessanten und ausbalancierten Charakter überzeugt.

| 12 Pkt. (2+)

•   https://kiesbye.at/produkt/waldbier-eiche-20-x-033l-flasche/

Prost & guten Abend! 🍻