Alle Beiträge von Markus (Chefredakteur)

Über Markus (Chefredakteur)

Herr über die Kronkorken! :) Bier-Cocktail-Liebhaber! :) Hobby-Bier-Botschafter ;)

462. Alefried Klabauter India Pale Ale

Nach der doppelten Doppelverkostung in den letzten zwei Tagen folgen heute und morgen wieder einzelne Biere. Beginnen möchte ich mit einem Bier, das wie so viele zuletzt den Weg über die Beertasting.Club-Box zu mir gefunden hat. Es kommt wie ebenfalls zuletzt häufiger aus unserem schönen Nachbarland im Süden: Österreich. Während ich zuletzt viel aus dem Salzburger Land oder Oberösterreich gefischt habe, geht es nun in die Hauptstadt der Steiermark. Dort wird seit 2016 unter dem Label Alefried „klassisches Craftbier“ gebraut. Alfried Borkenstein hat sich dabei voll und Ganz der obergärigen Brauart verschrieben und will damit eine Akzent gegen die Masse an untergärigen Lagern im Alpenland setzen. Weiterhin sind alle Biere unfiltriert und in der Flasche nachvergoren.

Der Klabauter ist ein Craftbier-typisches India Pale Ale mit Hopfengaben aus dem Südwesten der USA:

„Ein fruchtiges, obergäriges Bier mit Aromahopfen aus der Neuen Welt. Der Klabauter ist ein wilder Seefahrer, der jedem Wellengang trotzt. Für lange Überfahrten hat er immer ein Fässchen von seinem besten IPA dabei. Das ist herrlich erfrischend und durch 5 verschiedene Hopfensorten besonders fruchtig. Die höhere Bitterheit macht dieses Bier haltbar für lange Reisen, und dem Klabauter schmeckt’s umso besser.“

Offiziell ist das IPA übrigens seit einer Woche „abgelaufen“. Mal schmecken, ob und wie es sich äußert.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Graz (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________13
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________11
Fazit

  | dumpf-fruchtig, süß-säuerlich, karamellig-malzig, sehr grasig, recht harzig
  | voller Körper, herb, hopfig, grasig, fruchtig, würzig, süßmalzig, feinperlig-matt, süß-bitterer Abgang
  | Also dieser süß-saure Grundton zieht sich irgendwie durch meine letzten Biere aus Österreich. Auch ist die Karamell-Bittere nicht gerade IPA-stereotyp. Auch wenn es handwerklich gut gemacht zu sein scheint, fehlt mir einfach die klare Hopfen-Fruchtigkeit. Deshalb gibt es im Endclassement auch „nur“ 12 Pkt. (2+).

 • https://www.alefried.com/de/produkte

Prost & guten Abend! 🍻

461. Landgang Amerikanischer Traum + Hopfnung

Wie gestern angekündigt folgt heute noch eine Duo-Vergleichsverkostung. Forschungsobjekt diesmal: Die Brauerei Landgang.

Vor über vier Jahren in der Nord-Metropole Hamburg gegründet, gehört sie inzwischen zu einer der aufstrebensten Craftbier-Brauereien des Landes. Beheimatet ist sie in Altona, wo es neben der Brauerei auch eine Bar gibt. Insgesamt wurden in der alten Industriehalle über 1 km Rohre verlegt. Die Anlagen stammen dabei zumeist aus dem deutschen Mittelstand. Neben Brauereiführungen werden dort auch Braukurse angeboten. Das Sortiment ist sehr breit aufgestellt und deckt alle wichtigen Bierstile ab, sodass wohl jeder fündig werden sollte.

Im heutigen Duell befinden sich das IPA Amerikanischer Traum und das American Pale Ale Hopfnung. Erstes gehört zum Standardsortiment, während letzteres in der Regel ab September für einige Wochen erhältlich ist.

„We have a Dream. Enjoy!

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA | American Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig | obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe | Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  16°P | –
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5% | 6,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hamburg
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13|13
  • Aussehen:____________________10|11
  • Geruch:______________________11|13
  • Geschmack:__________________12|11
Fazit

  | süß, dunkel-fruchtig, karamellig, hopfig-waldig, grasig, erdig, etwas malzig-würzig
// sehr hopfig, grasig, hell-fruchtig nach Litschi, Papaya, Mango & Maracuja, etwas harzig, wenig malzig
  | mittelgroßer Körper, cremig, weich, grasig, fruchtig, karamellig-süß, wenig herb, leichte Bittere, feinperlig, süß-herber Abgang
// mittelgroßer Körper, weich, fruchtig, bitter, harzig, karamellig, wenig Herbe, feinperlig, süß-herber Abgang
  | Ein Duell auf Augenhöhe und mit Niveau. Beiden Bieren merkt man die Herkunft an, wenngleich sie auch interessante Unterschiede aufweisen. Während mich beim IPA die erdig-waldigen Nuancen überraschten, war es beim Pale Ale eher die harzige Bittere. Beim Kopf-an-Kopf-Rennen hat im Auge und in der Nase die Hopfnung einen kleinen Vorsprung, wobei mir der Amerikanische Traum am Gaumen besser gefällt. Im Gesamtergebnis heißt das dann ein knapper Sieg für das Pale Ale, obwohl hier natürlich aufgrund der unterschiedlichen Bierstile kein direkter Vergleich gezogen werden kann.
Amerikanischer Traum: 11,5 (2(+)) // Hopfnung: 12 Pkt. (2+).

 • https://www.landgang-brauerei.de/die-biere/

Prost & guten Abend! 🍻

460. Camba Hopla + Nelson

Heute und morgen werden ich angesichts eines prall gefüllten Kühlschranks mal wieder zu einer Doppel-Vergleichsverkostung greifen. Heute am Start: Der Big Player im Craftbier-Segment Camba aus Bavaria.

Vergleichen möchte ich dabei zwei Biere, die ungleich gleich sind. Das eine untergärig, das andere obergärig, verbindet beide, dass es sich eigentlich um ganz gewöhnliche (deutsche) Bierstile handelt, die jedoch durch eine Kalthopfung veredelt wurden. Das Hopla ist ein Lager, das mit den Hopfen El Dorado, Perle und Tradition eingebraut ist – während das Nelson ein mit (wie es Name schon verrät) Nelson Sauvin und Hersbrucker gehopftes Weißbier ist.

Beides meiner Meinung nach spannende Stilexperimente, die zwar nicht neu sind, aber gewiss noch nicht oft in der Form auch gegenübergestellt wurden.

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . India Lager | India Weißbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig | obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe | Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12.4°P | 12.4°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,4% | 5,3%
Herkunft. . . . . . . . . . . Seeon
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13|13
  • Aussehen:____________________11|11
  • Geruch:______________________12|7
  • Geschmack:__________________11|10
Fazit

  | sehr hopfig, würzig, frisch, fruchtig, süß-sauer, grasig, buttrig, waldig, harzig
// sehr fruchtig-bananig, sahnig, Ananas, Traube, künstlich süß nach Cocktailkirsche & Erdbeersirup
  | mittelkleiner Körper, süß-saure Hopfennote, leicht würzig, grasig, waldig,  harzig, gering malzig, cremig, feinperlig, süß-saurer Abgang
// vollmundig, hefig, bananig, süß-sauer-fruchtig, wenig malzig, feinperlig, künstlich süßer Abgang
  | Welch ein interessanter Vergleich. Obwohl sich beide Bierstile doch recht unähnlich sind und auch die Hopfensorten differieren, haben die Biere erstaunliche Gemeinsamkeiten. Beide irritieren durch eine süß-saure Grundnote und eine recht dünne Resenz. Zudem dominieren waldig-fruchtige Hopfenaromen exotischer Sorten, wenn auch beim Hopla das würzige Malz und beim Nelson die hefige Banane hervortritt. Da das Ganze streng genommen ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen ist, gibt es heute auch keinen Sieger, obschon beide mit einer unterschiedlichen Gesamtbewertung nach Hause gehen. Mir besser gefallen hat das Hopla, welches weniger künstlich daherkam, obwohl beide Biere auch für mich echt gewöhnungsbedürftig sind.
Hopla: 11,5 (2(+)) // Nelson: 10 Pkt. (2-).

 • http://www.camba-bavaria.de/internationale-biere/camba-hopla/ + http://www.camba-bavaria.de/internationale-biere/camba-nelson/

Prost & guten Abend! 🍻

459. Brew Town | Pinzga‘ Coffee Stout

Das vierte und letzte Pinzgauer Bier ist eine Kollaboration zwischen der Brucker Brauerei und Brew Town aus St. Johann im Pongau. Etwa eine halbe Stunde östlich des Laacher Sees brodeln bereits seit 2014 die Braukessel. Doch erst vor Kurzem wurden dort durch personellem Zuwachs die City of Hops empor gehoben.

Das Bier ist mit Gerstenflocken, Röstmalzen und Kaffee (ob Bohnen oder in flüssiger Form ist zunächst nicht ersichtlich) eingebraut und reiht sich ein in eine inzwischen doch recht lange Liste an Kaffee-Bieren, die sich vor allem bei Stouts wiederfinden, da diese durch die Röstaromen des Malzes ohnehin schon ein kaffee-artiges Aroma mitbringen.

Beigesteuert wird der Kaffee von der Röstmanufaktur Tridor aus Zell am See, die neben Kaffee auch Tee, Gewürze, Öle, Essige und Schnäpse anbietet.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Coffee-Stout
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Gerstenflocken, Kaffee, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bruck (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________11
Fazit

  | milder Kaffee, etwas Zartbitter, Getreide, Sahne, malzige Würze, leicht karamellig
  | mittelkleiner Körper, recht bitter, fruchtig, Kaffee, röstig, gering cremig-sahnig, würzig-herb, matt-feinperlig, süß-herb-kaffeeiger Abgang
  | Nachdem ja in der Vergangenheit durchaus so einige nicht ganz hervorragende Kaffee-Biere dabei hatte, bin ich bei diesem endlich wieder positiv überrascht. Auch wenn ich immer noch kein Kaffee-Bier-Fan bin, gefällt mir diese Interpretation. Es könnte für mich noch cremiger, öliger und malzger sein, aber sowohl Bittere als auch Herbe halten sich doch in Grenzen. Interessant ist auch die recht fruchtige Note, die womöglich aus der Kaffeebohne stammt. Getreu dem Motto „last, but not least“ gibt es für so viel gemeinschaftliche Handwerkskunst 11 Pkt. (2).

 • https://www.pinzgau-braeu.at/index.php

Prost & guten Abend! 🍻

458. Pinzga‘ Phoenix aus der Asche

Auch heute am Samstag bleibe ich in der Salzburger Provinz. Nach Weißbier und Zwickl folgt heute das Rauchbier des Pinzgau. Dabei wird nicht nur einfaches Rauchmalz zur Erzeugung des Geschmacks verwendet, sondern Whiskeymalz über Torf geräuchert. Beides dürfte dem Bier hoffentlich eine außerordentliche Geschmacksnote geben, ist aber auch aufwändiger und kostenintensiver. Einerseits ist das Malz eigentlich ein Produkt der Whiskey-Herstellung, da es anders vermälzt und gedarrt wurde. Anderseits hat die Räucherung über Torf auch aufgrund der schwierigeren Beschaffung dessen Seltenheitswert.

„Wie Phoenix aus der Asche, steigt dieses Bier aus der abgebrannten Halle empor.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Rauchbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . (getorftes Whisky-)Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bruck (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
2015

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________7
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________10
Fazit

  | rauchig, torfig, leicht modrig, moorig, waldig, erdig, würzig, rotmalzig
  | mittelgroßer Körper, leicht säuerlich, rauchig, würzig, erdig, leicht bitter, matt-feinperlig, torfiger Abgang
  | Es ist zwar nicht mein erstes Torf-Bier, aber dennoch ist es immer noch etwas Besonderes. Im Vergleich zu anderen Rauchbieren hat man hier eben nicht diesen typischen Schinken-Geschmack, da dieser vor allem über Buchholzrauch erzeugt wird. Da hier aber Torf verwendet wird, hat man eher den Eindruck ein Schluck Moor zu sich zu nehmen. Was in der Nase noch recht irritierend ist, macht sich dann aber am Gaumen weniger extrovertiert als befürchtet. Dennoch trifft es nicht  ganz meinen Geschmack, obwohl ich diesen Bierstil ausdrücklich würdigen möchte. In Zahlen macht das dann 9 Pkt. (3+).

 • https://www.pinzgau-braeu.at/index.php/unsere-biere/phoenix-aus-der-asche

Prost & guten Abend! 🍻

457. Pinzga‘ Zwickl

Nach der gestrigen Premieren-Verkostung nun das Zwickel-Bier aus dem Hause Pinzgau.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Zwickel
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bruck (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
2015

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________12
Fazit

  | fruchtig-säuerlich, hellmalzig, leicht hefig, leicht hopfig, etwas ledrig
  | mittelkleiner Körper, relativ süffig, hefig, Malzsüße, leicht getreidig, hopfig-fruchtig, feinperlig, fruchtig-herb-süßer Abgang
  | Ähnlich wie auch beim Weizen ist hier eine interessante hopfig-fruchtige Note erkennbar, die fast auf eine Kalthopfung schließen lässt. Beim Trinken ist die Entwicklung auf der Zunge und am Gaumen sehr spannend. Ist man zunächst von der fruchtigen Säure mindestens irritiert kommt nach und nach der Hopfen (aber auch das Malz) durch, sodass ein Endeindruck von einem sehr guten Bier hängen bleibt. So interessant das isst macht es aber die Bewertung nicht einfacher. Alles in allem würde ich aber erneut bei 10,5 Pkt. (2(-)) zu landen.

 • https://www.pinzgau-braeu.at/index.php/unsere-biere/pinzga-zwickl

Prost & guten Abend! 🍻

421.2 Pinzga‘ Weizen

Heute gibt es wieder einmal eine Premiere auf Bierjubiläum. Denn es gibt eine zweite Rezension eines bereits rezensierten Bieres. Etwas, was ich aufgrund der Größe der Bierwelt stets zu vermeiden versuche, verdient dennoch heute mal eine Ausnahme.

Nach der ersten Rezension Ende Oktober hatte sich nämlich der Staff – Braumeister beim Pinzgau – höchstpersönlich bei mir gemeldet. Er hatte Unverständnis über die relativ mäßige Bewertung, entschuldigte sich (obwohl wohl irgendwo in der Liefer- und Lagerkette etwas schief gegangen zu sein schien) und schickte mir zu meiner großen Freude gleich vier seiner Bierspezialitäten. Eines davon das Weizen, dass ich nun noch einmal genauer unter den Gaumen nehmen kann. Diesmal habe ich auch genau darauf geachtet die Kühlkette zu wahren.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weißbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bruck (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
2015

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________10
  • Geschmack:__________________10
Fazit

  | hefig, bananig, würzig, leicht säuerlich, etwas waldig
  | mittelgroßer Körper, fruchtig, würzig, waldig, wenig hefig, feinperlig-spritzig, herb-würzig-fruchtig-süßer Abgang
  | In der Tat hat sich die zweite Chance gelohnt.  Das schmeckt schon mehr nach einem Hefeweizen. Auch wenn ich grundsätzlich das bayrisch Weißbier etwas lieber mag als die Interpretationen nördlich und südlich davon, erlaubt mir das heutige Bier eine valide und belastbare Aussage zu treffen. Und diesmal erkenne ich glücklicherweise keine Oxidation mehr, sondern ein fruchtig-würziges Weizenbier, bei dem für meinen Geschmack nur etwas zu gering die hefig-bananige Malzsüße hervorsticht. Damit verbessert sich das Pinzga‘ um 2 ½ Punkte auf nun 10,5 Pkt. (2(-)).

 • https://www.pinzgau-braeu.at/index.php/unsere-biere/weizen

Prost & guten Abend! 🍻

456. AleMania Bonner Alt

Zum Abschluss meiner jahresanfänglichen kleinen Bonner Regionalbier-Reihe gibt es Bier, auf dass ich schon länger gehofft hatte. Ein Altbier aus der Bundesstadt. Zumal gebraut vom Craftbier-Pionier Fritz Wülfing in seiner Brauerei in Pützchen. Er ergänzt damit meiner Ansicht nach ein neben dem Klassiker Bonner Wieß allgemein recht Ale-lastiges Sortiment um ein wertvolles Charakterbier des Rheinlands.

Als Altbier-Liebhaber bin ich deshalb sehr gespannt auf die AleMania-Interpretation und werde angesichts eines merklich vorhandenen Bierdurstes auch keine weiteren Worte verlieren.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Alt
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bonn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________13
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________8
Fazit

  | recht sauer-röstig, dunkelmalzig, waldig, etwas würzig
  | mittelkleiner Körper, würzig, röstig, wenig Karamell, leichte Säure, gewisse Bittere, spritzig, herb-würziger Abgang
  | Ich weiß nicht, ob ich in letzter Zeit zu kritisch bin, oder ob sich meine Geschmacksknospen umgebildet haben, aber auch das heutige Bier erfüllt nicht ganz meine Erwartungen. Ähnlich wie mein erster Altbierversuch ist es schlicht zu röstig. Auch eine Karamell-Note vermisse ich. Dafür spielen säuerlich-bittere Aromen rein, die ich als eher unpassend empfinde. Zumindest aber mit Süffigkeit und Herbe trifft Fritz meinen Geschmack. Deshalb gibt es auch heute nur 9 Pkt. (3+).

 • https://fritz0830.wixsite.com/alemaniabonn

Prost & guten Abend! 🍻

455. Toms Hütte Citra Saison

Nach dem interessanten gestrigen Imperial Wieß in der Vintage-Variante folgt nun heute das Citra-Saison von der inzwischen geschlossenen Hütte von Tom.

Mit einer belgischen Saison-Hefe und für diesen Bierstil nicht untypischer Verwendung von Rohrzucker werden Gersten- und Weizenmalz, Weizenflocken sowie die Hopfen Magnum und Citra vergärt.

Der Bierstil Saison erfährt dank vieler Craftbeer-Marken in letzter Zeit wieder vermehrt auch außerhalb Belgiens größerer Beliebtheit. Umso gespannter bin ich auf die Interpretation von der rechten Bonner Rheinseite.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Saison
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Weizenflocken, Rohrzucker, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  15°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bonn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________9
Fazit

  | sehr säuerlich-fruchtig, ledrig, leicht würzig
  | mittlerer Körper, etwas bitter, leicht würzig, alkoholaromatisch, hellmalzig, fruchtig-sauer, feinperlig, bitter-herber Abgang
  | Leider ist auch dieses Bier etwas über seinem Zenit. Zwar noch so gerade im offiziellen MHD-Bereich, merkt man das halbe Jahr Lagerung nach Abfüllung doch etwas an. Die zirtusartige Fruchtigkeit des Hopfen ist einer gewissen Säure gewichen, die auch die hefige Malzsüße überlagert. Dennoch schmeckt es irgendwie nicht uninteressant, da die hefig-fruchtigen Komponenten immer wieder durchblitzen. Mehr als 9 Pkt. (3+) sind hierfür aber leider nicht drin.

 • https://www.tomshuette-bier.de/ + https://www.welovepubs.de/2018/04/29/toms-huette-craftbeer/

Prost & guten Abend! 🍻

454. Toms Hütte Imperial Wieß

Zum Start in die erste volle Woche des Jahres geht es hier weiter in meiner kleinen Reihe Bonner Regionalbiere. Heute und morgen stehen zwei Biere an, die (inzwischen) wahren Seltenheitswert haben. Denn die Biermarke Toms Hütte wird nicht mehr aktiv gebraut. Einer der letzten Flaschen habe ich mir in der Bonner Craftquelle gesichert.

Entstanden ist das Label im vorletzten Jahr von Thomas Kremer – seines Zeichens Biersommelier aus Bonn. Nach vielen Jahren des Heimbrauens, schickte ihn seine Frau im  Mai 17 zum Überraschungs-Special von Wer Wird Millionär, da die Garage (Toms Hütte) einfach zu klein geworden war. Dort räumte er dann prompt auch 32.000€ ab und hatte somit das Startkapital für seine eigene Biermarke. Gebraut wurde nämlich zunächst und bis vor kurzem bei AleMania in Pützchen. Tom und Fritz Wülfing kannten sich schon einige Jahre, da beide nicht nur das Bierthema sondern auch den Arbeitgeber teilten. Neben rheinische Interpretationen bekannter Stile, braute Tom dort u.a. auch das heutige Imperial Wieß – sozusagen ein naturtrübes Kölsch mit mehr Alkohol.

Das Bier, was ich heute verkosten werde ist sogar schon so alt, dass es bereits seit fast einem Jahr abgefüllt ist…

Doch mit dem Ende der Marke ist Toms Weg nicht vorbei. In diesem Jahr wird er mit dem aktuellen Biersommelier-Weltmeister Stephan Hilbrandt die neue Bonner Brauerei 53 aufbauen und unter diesem neuen Label Bier brauen und hoffentlich auch reichlich vertreiben.

Einen schönen Beitrag zu Toms Hütte von meinem Blogger-Kollegen Holger vom We love Pubs findet ihr weiter unten.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Imperial Wieß
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  15°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bonn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________10
  • Geschmack:__________________10
Fazit

  | sehr spritzig, alkoholaromatisch, fruchtig, gemüsig, harzig, ledrig
  | voller Körper, hellmalzig, ganz leicht säuerlich, wenig bitter, hopfig-herb, dumpf-würzig, ledrig, karamelliges Alkoholaroma, spritzig, würzig-süßer Abgang
  | Ein wahrlich interessantes Bier, das durch die lange Lagerung sicher noch mal spannender geworden ist. Man merkt ihm aber sein Alter durchaus schon an. Auch wenn höher prozentige Biere länger lagerfähig sind, merkt man dass hier die Bierfarbe etwas negativ beeinflusst. Neben einer erwartbaren karamelligeren und alkoholaromatischeren Note sind auch ledrige und gemüsige Aromen zu erkennen, die sicher nicht gewollt gewesen sind. Dennoch immer noch keine Zumutung, sondern eher interessant. Bemerkenswert hingegen ist das Flaschenlabel: Selten habe ich eine derart große und transparente Informationsfülle auf einem dann noch toll designten Etikett gesehen – Hut ab. Zusammengenommen ergeben das dann 10,5 Pkt. (2(-)).

 • https://www.tomshuette-bier.de/ + https://www.welovepubs.de/2018/04/29/toms-huette-craftbeer/

Prost & guten Abend! 🍻

Blogbier, die XXXXI. – Gütersloh

Zum Kindergeburtstag in Gütersloh habe ich folgende zwei Biere neu gelistet:

Tasting-Notizen:

  • Flensburger Pilsener:
    – 4,8%; untergärig
    – von der 1888 gegründeten Privat-Brauerei Emil Petersen aus Flensburg
     würzig, hellmalzig, eher wie ein Helles
     mittlerer Körper, würzig, herb, leicht bitter, feinperlig, herber Abgang
    https://www.flens.de/produkte/sortiment/klassiker/pilsener/
  • Herrenhäuser Pilsener:
    – 4,9%; untergärig
    – von der 1868 gegründeten Privatbrauerei aus Hannover
    – interessant ist auch das Icebeer
     sehr würzig, herb, etwas malzig
     mittelkleiner Körper, mild würzig, etwas herb, gewisse Malzsüße, matt-feinperlig, süß-herber Abgang
    http://www.herrenhaeuser.de/pils/

Vielen Dank auf diesem Wege an Nadine für die tolle Gastwirtschaft.

453. Seven Mountains Brewery Sticke

Nun geht es aber wirklich los mit der versprochenen Kurzreihe der Bonner Regionsbiere. Für den Anfang schließe ich den Rahmen zu Weihnachten, wo ich an Heilig Abend bereits die Stille Nacht (ein gewürztes und gesüßtes Schwarzbier) verkosten durfte.

Heute nun das Sticke aus dem Siebengebirge. Ein Bierstil, der sich erfreulicherweise wieder größerer Beliebtheit erfreut. Vielleicht nicht erfunden aber wiederbelebt hat ihn die Düsseldorfer Hausbrauerei Uerige, die vor allem mit den Jrön einen Volltreffer bei mir gelandet hat. Umso gespannter bin ich wie die neuen Brauer aus Königswinter meinem Lieblingsbierstil gerecht werden.

„Echtes Brauhandwerk. Für Dich.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Sticke
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Königswinter-Stieldorferhohn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___8
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________10
  • Geschmack:__________________12
Fazit

  | dunkelmalzig, Karamell, würzig, holzig, harzig, trocken
  |  leicht ölig, schwer, dunkelmalzig, würzig, röstig, leichte Malzsüße, gewisse Bittere, feinperlig-matt, würzig-harziger Abgang
  | Wahrlich kein schlechtes Bier, wenngleich es für meine Sticke-Geschmack auch zu viel Würze und Röstung und zu wenig Malzsüße enthält. Insbesondere, wenn man Uerige als stilbildend betrachtet kommt die Sticke aus dem Siebengebirge da nicht ganz heran. Dennoch sehr passable 11 Pkt. (2) in der Gesamtwertung.

 • https://www.facebook.com/sevenmountainsbrewery/ + https://www.welovepubs.de/2017/06/18/seven-mountains-brewery/

Prost & guten Abend! 🍻

452. BraufactuM Colonia

Neues Jahr neues Glück. Und wie bereits angekündigt möchte ich das Jahr ähnlich beginnen wie auch schon 2016 bei meinem Blog-Start. So gibt es hier in den nächsten Tagen und Wochen zunächst einmal Biere aus Bonn und dem Bonner Umland.

Den Anfang macht jedoch ein Bier, was vom Stile her in diese Region passen würde, allerdings aus Frankfurt am Main stammt. Hier sind seit bereits vielen Jahren die Internationalen Braumanufacturen mit der Marke BraufaktuM ansässig. Eine Marke, die auf den ersten Blick eine Craftbier-Marke unter vielen anderen in Deutschland ist. Neben dem etwas außergewöhnliches Design verrät aber erst die Recherche, dass es sich hierbei um eine Handwerksmarke der Radeberger-Gruppe handelt. Natürlich ist dies per sé nicht ablehnungswürdig, hinterlässt jedoch mangels Transparenz hierüber einen faden Beigeschmack. Schließlich ist es gerade vielen „Crafties“ wichtig ein authentisch handwerkliches Bier zu trinken. Interessant ist zudem, dass BraufaktuM (also Radeberger) für diverse ausländische (Handwerks-)Biermarken der Vertrieb als Partnerbrauerei unterstützt.

Das Sortiment von BraufaktuM umfasst inzwischen etwa 15 teils zumindest hochwertig anmutende Biere. Eines davon ist das Colonia:

„Mit Colonia lässt BraufactuM die Tradition der Rheinischen Bitterbiere wieder aufleben. Mit einer hohen Hopfengabe im Sudhaus, aber auch in den Lagertanks, wurde sowohl die höhere Bitternote als auch das ganz besondere Hopfenaroma erzeugt.“

Somit ist das Colonia im Grunde ein etwas bitteres kaltgehopftes Kölsch. Ein Bierstil, der in der Tat meines Wissens nach noch keinen offiziellen Namen hat. Ich habe es deshalb mal auf Kölsches Bitter getauft. Seit Markteinführung hat es übrigens vier Mal Gold, sechs Mal Silber und drei Mal Bronze bei diversen Beer Challenges oder Awards abgeräumt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kölsches Bitter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Frankfurt/Main
Erscheinungsjahr. . .
2013

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________8
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________9
Fazit

  | trocken-bitter, säuerlich-fruchtig, hellmalzig
  | recht leichter Körper, malzig, etwas würzig, hopfig-herb, gewisse Fruchtigkeit, geringe Bittere, eher matt, süß-herber Abgang
  | Insgesamt gesehen ist das Rheinische Bitterbier weit weniger bitter als zunächst vermutet. Im Vergleich zum Kölsch fällt die Bittere zwar auf, kommt aber in keinem Fall an die eines Pale Ales oder IPAs heran. Vielmehr ist das Bier durch eine leicht fruchtige Herbe gekennzeichnet. Zwischendrin ist sogar auch der Kölsche Charakter erkennbar – zumindest, wenn man auf Gaffel o.ä. steht. Zusammengenommen ein doch etwas verhaltener Start ins neue Jahr, von dem ich augenscheinlich mehr erwartet hätte (9 Pkt. (3+)).

https://www.braufactum.de/Online-Shop/Colonia::266.html

Prost & guten Abend! 🍻

Prosit 2019!

Startbild_IIProsit Neujahr | Rückblick 2018 – Ausblick 2019

Allen Lesern und Bierinteressierten wünsche ich auf diesem Wege ein bierig-leckeres neues Jahr 2019.

Ein erneut durchaus ereignisreiches Jahr mit einigen Höhepunkten ist zu Ende. Neben der Wiedereröffnung der Brühler Eule und den allmonatlichen Verkostungen in selbiger, bei denen ich auch dieses Jahr mit dem Thema Bier-Cocktails wieder selbst einen Abend übernehmen durfte, dem Tap-Takeover der Kölner Bierhistoriker in der Craftbeer Corner Coeln, der 1. Bonner Brauschau sowie dem vielleicht letzten Festival der Bierkulturen in Ehrenfeld sind die Pre-Opening-Party der Bonner Craftquelle sowie mein erstes eigenes Tasting bei Braukunst Vorgebirge hervorzuheben. Bei vielen dieser Veranstaltungen konnte ich mein Netzwerk aus (Hobby-)Brauern, Blogger-Kollegen oder anderen Bierenthusiasten weiter ausbauen. Auch in den sozialen Netzwerken zähle ich nun schon etwa 380 Abonnenten. Zudem habe ich auch in diesem Jahr wieder die 450-Bier-Marke erreicht und somit genauso viele Biere wie in 2017 listen können.

Die für mich wichtigste bierige Entwicklung im abgelaufenen Jahr war aber wohl zweifelsohne mein Einstieg in die Welt des Heimbrauens. Mit dem Cerevisia M habe ich das weltweit einzigartige Multikorn-Bier entwickelt, dass alle Getreidearten der Erde in einem Bier vereint. Ralf Mohr vom Braukunst Vorgebirge hat mich hierbei nicht nur mit seiner Garage samt Equipment sondern auch einer gehörigen Portion Know-Know unterstützt und mich zum Hobbybrauen sehr gut angeleitet. Zu meinem eigenen Erstaunen, war das naturtrübe Neo-Alt von Beginn an geglückt und kam fast ausnahmslos bei diversen Veranstaltungen und Bierinteressierten gut an.

Im nun schon gestarteten neuen Jahr 2019 werde ich natürlich weiter fleißig in die Tasten hauen. Dabei bleiben die Einzelrezensionen die Basis, wobei ich mich vor allem diesen Themen etwas stärker widmen möchte:

  • Weiterentwicklung des Cerevisia M
    Hier werde ich nicht nur sukzessive weiter die Kornanzahl erhöhen, sondern auch die Hopfen- und Hefegabe optimieren.
  • Aufbau eigene Brauerei
    In Abstimmung mit dem Biersommelier meines Vertrauens Markus Weick ist geplant (zunächst) eine Mikrobrauerei in der Eule zu installieren, wo das Bier dann direkt auch an den Mann/an die Frau gebracht werden kann.
  • Regelmäßige (Bier-Cocktail-)Verkostungen
    Gerne würde ich darüber hinaus auch weitere (regelmäßige) Tastings in der Eule (z.B. auch Vorstellung der neuen Eulen-Brauerei) oder bei Ralf in Sechtem veranstalten.
  • Craftbeer Festival Cologne
    Quasi als Ersatz zum Festival der Bierkulturen findet in diesem Jahr in Köln-Mühlheim das erste Craftbeer-Festival statt, das schon fest in meinem Bierkalender eingetragen ist.
  • Bar Balthasar & Co
    Auch auf dem Plan steht die Erkundung der ersten Bonner Craftbeer Bar sowie falls möglich weitere noch unentdeckte bierige Hotspots in meiner Region.

Die bereits avisierte Reise ins Bierland Belgien werde ich aus persönlichen Gründen vermutlich nicht vor Mitte 2020 realisieren können. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die beste Freude.

Und Vorfreude erfüllt mich auch ein drittes (und wohl letztes) Mal aus privater Sicht: Im Sommer werde ich voraussichtlich erneut Vater. Aufgrund dieses überaus freudigen Ereignisses werde ich in Sachen Bier wieder eine kleine Pause einlegen und mich für einige Zeit zurückziehen.

Über alle dem werde ich aber trotzdem auch weiterhin meine Bierbotschaft eines reformierten Reinheitsgebotes verbreiten und mich für Natürlichkeit, Qualität, Vielfalt, Regionalität und Transparenz einsetzen.

Ich möchte mich vor allem aber auch recht herzlich bei Euch allen bierinteressierten Lesern bedanken und nochmals meine Einladung erneuern, gerne jederzeit auch Beiträge in Form von Bildern, Videos, Audios oder kurzen Artikeln beizusteuern.

Bis dahin verbleibe ich mit bierigen Grüßen aus Brühl

Euer Markus

PS: Für weitere Infos zu meinen Gedanken zur Reinheitsgebotsreform verweise ich gerne nochmals auf  „Das Reinheitsgebot“.

Silvester 2018

Die letzten Stunden und Minuten in 2018 wurden mit dieser Bierauswahl erneut im beschaulichen Herzebrock-Clarholz begangen:

Bierfacts:

  • Pott’s Weizen:
    – 15.5°P; 5,3%; obergärig
    – von der 1779 gegründeten Familienbrauerei Pott aus Oelde, an der in beim benachbarten Bierkauf vorbeigefahren bin
    –das Wasser der Brauerei kommt aus der eigenen „Gesaris-Quelle“ und liefert eiszeitliches Mineralwasser; es entspringt aus den Tiefen des Münsterschen Kreidebeckens, dem größten zusammenhängenden Urwasserreservoir Europas
     hefig, bananig, leicht säuerlich, gering würzig
     mittelschwerer Körper, würzig, leicht bitter, wenig malzig, wenig süß, eher matt, herb-süßer Abgang
    https://www.potts.de/unsere_produkte/potts-weizen-naturtrueb/
  • Mikkeller American Dream
    – 4,6%; untergärig
    – offizielles Pilsener der 2006 entstandenen dänischen Gypsy-Brauerei
    – gebraut bei D’Proef in Belgien
     hopfig, fruchtig nach Maracuja, Mango & Zitronengras, grasig, wenig herb
     mittelgroßer Körper, herb, grasig, etwas bitter, leicht würzig, feinperlig, hopfig-herber Abgang
    wohl eher ein Pale Ale als ein Pilsener…
    https://shop.mikkeller.dk/products/american-dream-pils
  • Hövels Hop Pale Ale:
    – 5,5%; obergärig
    – mit Yellow Sub kaltgehopftes Pale Ale der 1854 gegründeten Dortmunder Brauerei
     hopfig, fruchtig, grasig, hellmalzig, buttrig
     vollmundig, herb, waldig, harzig, leicht fruchtig, feinperlig, würzig-herber Abgang
    https://www.hoevels-original.de/produkte/hop-pale-ale.html
  • Moritz Fiege Bernstein:
    – 11.2°P; 4,7%; untergärig
    – Wiener Lager von der 1878 gegründeten Familienbrauerei aus Bochum
     sehr malzsüß, Karamell, Bonbon, Getreide, grasig
     mittlerer Körper, sehr cremig, leicht würzig, Malzsüße, Karamell, getreidig, grasig, etwas buttrig, leicht prickelnd, süßlicher Abgang
    – bestes Bier des Jahreswechsels
    http://www.moritz-fiege.de/sorten/bernstein
  • Brau Atelier Farmhouse Ale:
    – 3,9%; obergärig
    – eines von drei Bieren der neuen „Craftbeer-Linie“ der Potts Brauerei
     hellmalzig, leicht fruchtigv, säuerlich, sehr grasig & waldig, Kaktusfeige & Pinie, hefig
     mittelkleiner Körper, leicht säuerelich, etwas würzig, waldig, etwas getreidig, feinperlig, würzig-süßer Abgang
    https://www.potts.de/unsere_produkte/brauatelier-farmhouse-ale/
    http://www.brau-atelier.de/produkte/
  • Störtebeker Nordik Porter:
    – 9,1%; obergärig
    – Porter-Eisbock der Stralsunder Braumanufaktur
     leicht röstig, holzig, dunkelmalzig, etwas Zartbitter
     ölig, cremig, Karamell, dunkelmalzig, leicht bitter, wenig röstig, feinperlig
    – matt, trocken-süßer Abgang

    – zweitbestes Bier des Jahreswechsels
    https://www.stoertebeker.com/de_de/nordik-porter/
  • Flensburger Winterbock:
    – 7%; untergärig
    – von der 1888 gegründeten norddeutschen Privatbrauerei
     dunkelmalzig, Karamell, wenig würzig, getreidig süß
      vollmundig, dunkelmalzig, würzig, leicht alkoholaromatisch, harzig, waldig, feinperlig, süß-würziger Abgang
    https://www.flens.de/produkte/sortiment/klassiker/winterbock/

Biergartengeschenk

Zudem habe ich vom Christkind noch ein verspätetes aber tolles Weihnachtsgeschenk bekommen: ein Anzuchset für Brauhopfen vom Österreichischen Samenhändler Naturkraftwerk, welches ich in dieser Saison gleich mal ausprobieren werde.

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina und René für die wie immer hervorragende Gastfreundschaft. Alles Gute euch vier in 2019.

Bierjubiläum Krone 2018

Das Jahr 2018 liegt nun in den letzten Schlücken und auch ich habe meine Verkostungen abgeschlossen. Und da ich eben nicht nur einfach Bier trinke, sondern mir dazu auch immer reichlich Notizen mache, möchte ich heute bereits zum zweiten Mal diejenigen Biere prämieren, die mich in diesem Jahr ganz besonders überzeugt haben. Dabei ist mir die Auswahl in bestimmten Bereichen wirklich nicht leicht gefallen, da ich ja grundsätzlich schon dazu neige hochqualitative Biere zu probieren, sodass es selbst an der Spitze recht eng ist. Neben der Auszeichnung des besten Bier des Jahres, möchte ich aber auch gerne noch weitere Biere in sechs zusätzlichen Kategorien hervorheben, die in besonderer Weise auf sich aufmerksam gemacht haben.

Kommen wir aber nun erst mal zu den besten Einzelbieren. Basis der Auswahl waren die kontinuierlich geführten Bewertungen, die ich bei jeder Rezension aufstelle, sowie darüber hinaus besonders in Erinnerung gebliebene Biere. Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass es neben durchaus vielen Bewertungen von 13 bzw. 13,5 von 15 Pkt. (wie im letzten Jahr) nur zwei Rezensionen geschafft haben die diesjährige Bestmarke von 14 Pkt. zu knacken. Aufgrund der außergewöhnlichen und hervorzuhebenden Zutatenliste, aber auch weil es einfach auch hervorragend zu mir in diesem Jahr gepasst hat, ist mir dieses Mal die Entscheidung hinsichtlich der zweiten Bierjubiläum-Krone nicht so schwer gefallen wie im letzten Jahr. Und so geht der diesjährige Platz 1 an das Dirty 30 von Maisel & Friends – dem Bier mit 30 unterschiedlichen Malzen und Hopfensorten. Dementsprechend leicht fiel mir dann auch Platz 2, da es sich hierbei um die andere von beiden Top-Bewertungen von 14 Pkt. handelte: Das Hanscraft Black Nizza Motor Øl – einem der besten Imperial Stouts, die ich je getrunken habe. Umso schwerer ist es mir die diesjährige Bronzemedaille gefallen. Wie in jeder guten Jury hat bei mir letztlich das Bauchgefühl entschieden…  Die Auswahl zwischen etwa 25 weiteren sehr guten Bieren gewann dann aber eines, dass diesmal auch außerhalb der Rezensionen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat: Die Potsdamer Stange aus der Potsdamer Braumanufaktur.
Hier also nun das verdiente Siegertreppchen:

Diese neun Biere komplettieren schließlich die Top Twelve – sortiert in alphabetischer Reihenfolge:

Neben den Bieren möchte ich an dieser Stelle aber auch die drei „besten“ Brauereien meines persönlichen Bierjahres auszeichnen. Auch wenn hier kein so eindeutiger Bewertungsschlüssel wie zuvor vorliegt, haben mich einige Brauereien diesmal besonders bierig überzeugt. Die Bierjubiläum-Krone für die beste Brauerei des Jahres 2018 geht an das Lahnsteiner Brauhaus. Auch wenn keines der Biere im Rahmen von ordentlichen Rezensionen eingewertet wurde, hat mir neben der Biervielfalt vor allem auch die Produktwelt neben den Bieren überzeugt. Silber geht an Maisel & Friends aus dem schönen Bayreuth. Nicht nur hat mich Eva Ploß unterjährig immer wieder mit kostenlosen Bierlieferungen bestochen, die dann auch noch super schmeckten, auch hat sich der Ableger der bekannten Weißbierbrauerei als Pionier der deutschen Craftbier-Szene auch dieses Jahr wieder an der Vernetzung und Entwicklung neuer Biere außerordentlich beteiligt. Platz 3 und Bronze verleihe ich an die Mikrobrauerei Heinenhof aus Pulheim-Orr. Diese hat es in diesem Jahr geschafft den Sprung aus dem Hobbybrautum in die gewerbliche Brauerei zu meistern und machte zudem mit sehr interessanten Bieren auf sich aufmerksam, die in den weiteren Kategorien unten noch ihre Würdigung finden werden.

Zusätzlich zur übergeordneten Auswahl der besten Biere des Jahres möchte ich gerne auch die zehn besten Biere im Kontext meines Jahresthemas „Hobbybrauen“ prämieren. Wer genau hinschaut wird feststellen, dass auch einige Biere dabei sind, die streng genommen keine richtigen Hobbybraubiere mehr sind. Dennoch passen sie aufgrund ihrer Historie besser in diese Kategorie. Neben den Bieren der Kölner Bierhistoriker und Bonner Hobbybrauer haben vor allem der neue Biersommelier-Weltmeister Stephan Hilbrandt sowie das erste Gewinnerbier aus dem Maisel & Friends Hobbybrauwettbewerb überzeugt.

Weiter geht mit den Einzelkategorien. Den Anfang macht das beste regionale Bier. Ausgangspunkt ist hierbei ganz subjektiv mein Wohnort Brühl. Und da hat mich eine kleine Brauerei aus Bad Honnef mit ihrem Wieß überzeugt, dass sehr gute 13 Pkt. abgestaubt hat. Es steht zudem für einen kleinen Boom an aufstrebenden Mikro-Brauereien rund um die ehemaligen Bundeshauptstadt. Hier dürfen wir gespannt sein, wie sich die Lage im kommenden Jahr weiterentwickelt.

In der Kategorie „Traditionell“ möchte ich zum Einen ein Bier hervorheben, dass einen historischen Bierstil wiederbelebt hat. Die Süffige Sünde von Heinenhof legt den alten Bierstil Kölsches Knupp wieder auf. Entwickelt im Rahmen der Kölner Bierhistoriker geht es auf einen dunklen schweren Bierstil zurück, der im Kölner Umland als Pendant zum Wieß vor etwa 100-200 Jahren eine große Beliebtheit erfahren hat. Das zweite in dieser Kategorie prämierte Bier ist das Preußen Pilsener, welches von den Nachfahren des letzten deutschen Kaisers produziert wird. So ist Georg Friedrich Prinz von Preußen – seines Zeichens aktuelles Oberhaupt der Hohenzollern – auch Chef der neuen Königlich Preußischen Biermanufactur.

Die folgende Kategorie soll die besondersten der besonderen Biere aus 2018 auserwählen. So geht der diesjährige Sonderpreis sowohl an das Dorada Especial Selección de Trigo – ein Bier mit geröstetem Mehl gebraut – als auch an das Highway to Helles von meinem lieben Freund Ralf vom Braukunst Vorgebirge. Das Flaggschiff meines nicht mehr ganz so neuen Braupartners wird mit Vollkorn-Brot eingebraut und schließlich für einen guten Zweck verkauft.

In der Kategorie „Alkoholfrei“ gab es dieses Mal eine größere Auswahl als noch in 2017. Deshalb haben es auch gleich drei Biere in die Prämierung geschafft. Neben dem Dinkel Alkoholfrei von Riedenburger und der alkoholfreien dunklen Weisse vom Neumarkter Lammsbräu war ich insbesondere vom naturtrüben und kaltgehopften Clausthaler überrascht.

Und last but not least der Ehren- pardon Ährenpreis für besondere Verdienste an den Zielen des Bierjubiläums. Dieser geht dieses Jahr ganz uneigennützig an das Cerevisia M von mir selbst. Das erste Bier weltweit, das mit allen sieben Hauptgetreiden eingebraut ist, stellt einfach einen wenn auch kleinen Meilenstein in der vernunftbegabten Betrachtung des Reinheitsgebots dar. Erstmals gibt es ein Bier, dass alle Getreide der Welt vereint und zudem beweist, dass handwerkliche Braukunst auch hohe außergewöhnliche Qualität erzielen kann. Das Cerevisia-Projekt wird übrigens mit einer permanenten „Kornerweiterung“ auch im kommenden Jahr fortgesetzt.

Allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch und ein mindestens genauso erfolgreiches Jahr 2019.

Beim Genuss des aktuellen Sudes vom Cerevisia M 9-Korn-Neo-Alt verabschiede ich mich aus 2018, wünsche allen einen guten Rutsch ins Jahr 2016+3 und vor allem immer ein Glas leckeren Bieres in der Nähe zu haben.

Weihnachten 2018

Unser Weihnachtsfest wurde neben der Stillen Nacht u.a. mit folgenden Bieren begangen:

Bierfacts:

  • Bürgerliches Brauhaus Altbairisch Hell:
    – 11.6°P; 4,9%; untergärig
    – von Herrnbräu aus Ingolstadt
    – das BB entstand 1882 aus dem Zusammenschluss von Schwabenbräu und Schmalzingerbräu – 14 weitere Brauereien aus Ingolstadt (u.a. Herrnbräu) schlossen sich in der Folge der AG an
    – fruchtig, grasig, wenig Seele
    – mittlerer Körper, würzig, herb, hellmalzig, waldig, süßlich, Getreide, feinperlig, würzig-herber Abgang
    https://buergerliche-brauhaus.de/
  • Flecks Winter-Bock:
    – 6,9%; untergärig
    – von der 2014 gegründeten gleichnamigen Familien-BrauSchauerei aus Laufnitzdorf nördlich von Graz in der Steiermark
    – süß, fruchtig, würzig, malzig
    – vollmundig, würzig, leicht röstig, dunkelmalzig, feinperlig, leicht alkoholaromatischer Abgang
    https://www.flecksbier.at/

Ich hoffe auch Ihr hattet ein ähnlich schönes (und bieriges) Weihnachtsfest.

451. Seven Mountains Brewery Stille Nacht

Zum Heiligen Abend habe ich mir wie die Jahre zuvor ein besonderes Weihnachtsbier ausgesucht. Gefunden in der Bonner Craftquelle, kommt es zudem auch noch aus der Region und einer frisch gegründeten Mikro-Brauerei.

Im beschaulichen Stieldorferhohn (zu Königswinter gehörig) haben sich vor kurzem vier der knapp 400 Einwohner des Ortes zu einer neuen kleinen Brauerei zusammengetan. Schon etwas länger haben sich Bianca, Stefan, Günther und Eugen beim Bier trinken näher kennen gelernt. Dabei kam irgendwann der Gedanke doch mal einen Braukurs bei Gunnar Martens im Bonner Bönnsch zu machen. Derart hiervon begeistert wurden sie die Idee von einer eigenen Brauerei einfach nicht mehr los. Zunächst richteten sie sich im Stall der alten Hofanlage von Bianca und Stefan hobbybrautechnisch ein und experimentierten einige Zeit mit eigenen Rezepturen. Vor wenigen Monaten dann wagten die vier Bierfreunde dann den Weg in die Professionalisierung und meldeten ihr Braugewerbe an. Unter dem Namen Seven Mountains Brewery – in Anlehnung an das prägende Siebengebirge – ergänzen sie ihre jeweiligen beruflichen Kompetenzen: Günther ist Lehrer, Eugen Unternehmensberater, Bianca Redakteurin, ihr Mann Stefan Energieanlagenelektroniker. Damit können Technik, Lebensmittelchemie, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung aus eigener Kraft gestemmt werden. Eine Kompetenzvielfalt, die den Schritt zur Gründung wohl vereinfacht hat und eine gute Ausgangsposition schafft zukünftig zumindest regional zur Marke zu werden. Wenn dann noch die Qualität stimmt, sollte einer erfolgreichen Weiterentwicklung nichts im Wege stehen.

Eines ihrer Eigenkreationen ist die Stille Nacht. Ein Schwarzbier mit diversen weiteren Zutaten abseits des sog. Reinheitsgebots. Insbesondere die Gewürzbeigabe von Zimt, Kardamon und Nelken sind sehr stimmig zum Weihnachtsthema. Wenigstens die Zugabe von Karamellsirup und Kandiszucker würde ich jedoch kritisch bewerten, da dies meiner Ansicht keine originär natürlichen Zutaten sind und bei der Verwendung von Honig meines Erachtens auch nicht mehr erforderlich sein müssten.

„Echtes Brauhandwerk. Für Dich.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Schwarzbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Gersten-, Hafer & Maisflocken, Nelken, Kardamon, Zimt, Honig, Karamellsirup, Kandiszucker, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 7,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Königswinter-Stieldorferhohn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___10
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: röstig, dunkelmalzig, süßlich, gewürzig, Nelken, Kardamon
Geschmack: vollmundig,  dunkelmalzig, röstig, gewürzig nach Zimt & Kardamon, süßlich-karamellig, holzig, waldig, etwas bitter, eher matt, röstig-herb-süßer Abgang
Gesamt: Ein wirklich passendes Bier zum heiligen Abend. Wenngleich nicht alle der vielen Zutaten erkennbar sind und es mir etwas zu unruhig ist, bin ich zumindest positiv überrascht, dass die dreifache Süßung nicht allzu sehr durchschlägt. Gesamthaft kommt die Stille Nacht damit auf gute 12 Pkt. (2+).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.facebook.com/sevenmountainsbrewery/.

Mehr zur Brauerei im Blog We love Pubs aus Bonn: https://www.welovepubs.de/2017/06/18/seven-mountains-brewery/.

Prost & frohe Weihnachten! 🍻

450. Neumarkter Lammsbräu Festbier

So, nach überstandener nächster vorweihnachtlicher Krankheit, bin ich hoffentlich kurz vorm Fest wieder fit geworden. Damit ist mein Plan der sieben Biere vor Weihnachten zwar nicht aufgegangen, aber so läuft das eben wenn man Kinder hat ;).

Am heutigen vierten Advent und einen Tag vor Heilig Abend wir es also höchste Zeit für ein Festbier. Nachdem ich noch bis Anfang des Monats etwas blank in dieser Hinsicht war ist mir im Anrather Stautenhof glücklicherweise das heutige Festbier aus dem Hause Neumarkter Lammsbräu über den Weg gelaufen. Die Bio- und Naturland-zertifizierte Brauerei stellt ihr Bier nach dem eigenen ökologischen Reinheitsgebot fest (siehe auch 434.). Zweimal im Jahr wird das Festbier zumindest in ähnlicher Weise eingebraut

„Stark. Vollmundig. Festlich“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Märzen
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . .  13.6°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Neumarkt
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________13
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: süß-würzig, Karamell, leicht holzig, harzig & dunkelfruchtig
Geschmack: vollmundig, weich, getreidig, rotmalzig, malzsüß, leicht würzig, etwas Karamell, etwas Bittere, eher matt, würzig-süßer Abgang
Gesamt: Gerade nach meiner bierigen Wiedereinphasung ein doch recht passendes Bier. Und auch für den weihnachtlichen Festgenussmoment absolut geeignet. Schön ist die malzig-würzige Süße und der getreidige Anteil. Der fehlende Tiefgang und die leicht störende Bittere lassen mit 12 Pkt. (2+) allerdings doch keine Top-Note zu.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.lammsbraeu.de/bio-bier/untergaerig/festbier.

Prost & guten Abend! 🍻

449. Rhaner Kellerbier

Bayernbier #3 kommt heute aus der ostbayrischen Oberpfalz. Im kleinen Ort Rhan bei Cham ist seit 1283 die gleichnamige Privatbrauerei beheimatet. Damit ist sie die älteste Familienbrauerei Ostbayerns. Der über 725 Jahre alte Rhanerbräu zählt überdies zu den 15 ältesten Unternehmen Deutschlands und zu den weltweit 5 ältesten Brauereien, die von der Gründung an bis heute ohne Unterbrechung Bier brauen. Passend dazu gibt es heute das Kellerbier des Hauses, das zwar inzwischen wieder einen zielgruppenübergreifenden Hype erfährt, jedoch ein recht ursprüngliches Bier der vorindustriellen Zeit war.

„Der neue Geheimtipp…nein, ein Geheimtipp ist`s nimmer, sondern unser neuer Renner!“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kellerbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Rhan
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: leicht würzig, buttrig, malzig, etwas herb, gering harzig
Geschmack: mittelgroßer Körper, würzig-süß, malzig, leicht hefig, etwas buttrig, gering bitter & herb, feinperlig, süß-grasiger Abgang
Gesamt: Auch das dritte bayrische Bier im Bunde weiß zu überzeugen, ohne dass es wirklich herausragend ist. Aufgrund der hohen „Drinkability“ ist es aber definitiv auf für einen mehrfachen Verzehr geeignet, was es den ein oder anderen Craftbieren voraus hat. Trotz der Trinkbarkeit hat es einen gewissen Charakter, von dem wiederrum einige Fernsehbiere nur so träumen könnten. Alles in allem gute 11,5 Pkt. (2(+)).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.rhaner.de/index.php/kellerbier.html.

Prost & guten Abend! 🍻

448. Zum Löwenbräu Hopfen Löwe

Mit dem heutigen (wie aber auch dem morgigen) Bier bleiben wir im Bierland Franken.

Im vergleichsweise beschaulichen Neuhaus an der Aisch zwischen Bamberg und Nürnberg in Mittelfranken existiert bereits seit 1747. Und seit genau diesem Jahr bis heute ist die Brauerei auch fortwährend in den Händen der Familie Wirth, die diese gegründet, aufgebaut und zuletzt noch umfangreich modernisiert hat. Die inzwischen 9. und 10. Generation der Wirths hat nicht nur Brauerei und Gasthaus um- und ausgebaut, sondern auch das Produktprofil geschärft und erweitert. So gibt es neben den Klassikern der 1747er-Serie (Helles, Dunkles und Weißbier) auch sogenannte Spezialbiere, die saisonal dazukommen. Neben Schwarz-, Rot- oder Starkbier war im vergangenen Sommer auch der Hopfen-Löwe ausgeschenkt worden. Über die Beertasting.Club Bierbox hat auch mich dann vor 2 Monaten eine Flasche des Bieres erreicht. Es handelt sich dabei um ein naturtrübes Pils, das – wie es der Name schon andeutet – etwas stärker gehopft ist.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Keller-Pils
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12.2°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Adelsdorf
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________13
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________11
Fazit

Geruch: mild hopfig, leicht würzig, waldig, buttrig, grasig
Geschmack: mittelgroßer Körper, hellmalzig, grasig-hopfig, leicht buttrig, mittlere Herbe, feinperlig, süß-herber Abgang
Gesamt: Insgesamt ein gutes und gut trinkbares Keller-Pils. Bei der Erwartungshaltung eines stärker gehopften Vertreters dieses Bierstils hätte ich jedoch noch mehr Hopfenherbe erwartet, sodass es sich außer im tatsächlich etwas herberen Abgang kaum von anderen (Keller-)Pils unterscheidet. Die 11,5 Pkt (2(+)) sollen dennoch zeigen, dass sich ein Kauf im Online-Shop der Brauerei durchaus lohnt.

Weitere Infos zum Bier unter: https://brauerei-zum-loewenbraeu.de/sortiment/spezialbiere#c.

Prost & guten Abend! 🍻

447. Pyraser Rotbier

In der letzten Woche vor Weihnachten geht es auch für mich daran die letzten Biere fürs Jahr 2018 aufzustellen. Während ich im Hinterkopf schon in den Vorbereitungen zur diesjährigen Bestenliste bin, werden es nur noch eine handvoll Biere auf die Liste schaffen.

Ein letzter neuer Kandidat ist das rote Bier aus Pyras. Die private Landbrauerei überzeugt selbst für fränkische Verhältnisse mit einer großen Produktpalette. Als Alleinstellungsmerkmal gilt jedoch der Schraubverschluss der für alle Getränkeflaschen verwendet wird. Grund hierfür ist die im Brauereihof befindliche Mineralwasserquelle, von der auch das Wasser der Biere geschöpft wird.

Das ursprünglich aus Nürnberg stammende Rotbier erhält seinen Namen von der durch verschiedene (Karamell-)Malze hervorgerufene Kupferfarbene Tönung. Ähnlich wie das Düsseldorfer Alt am Niederrhein ist das Rotbier fast ausschließlich in der Ursprungsregion Franken zu finden.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Rotbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . .  11.4°P
Alkoholgehalt. . . . . . 4,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Pyras
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________14
  • Geschmack:__________________11,5
Fazit

Geruch: süßlich, malzig, getreidig, buttrig, blumig, leicht würzig
Geschmack: mittelkleiner Körper, getreidig, leicht dunkelmalzig, etwas Würze, etwas dünn, feinperlig, buttrig-würziger Abgang
Gesamt: Ich muss ja sagen, dass ich die typische Pyraser-Note in den Bieren einfach mag. Eine der wenigen Brauereien, die bei mir eigentlich immer überzeugen. Und auch das Rotbier fällt nicht aus dem Raster, wenngleich es mir am Gaumen doch etwas zu dünn rüber kommt, was auch etwas die Gesamtbewertung von 12,5 Pkt. (2++) schmälert.

Weitere Infos zum Bier unter: https://pyraser.de/produkte/biere.php?we_objectID=44.

Prost & guten Abend! 🍻

446. Kehrwieder SHIPA Simcoe

Zum Wochenabschluss kommt noch ein Bier an der Reihe, dass ob seiner Einfachheit bei mir oft nicht in den Einkaufskorb gelandet ist. Das ist nicht abwertend gemeint, allerdings ist die Welt der Biere so groß, dass man als Blogger eben selektieren muss. Und da fällt manchmal das ein oder andere etwas schlichtere Biere eben raus.

Nichtsdestotrotz fand ich die SHIPA-Reihe von Kehrwieder stets interessant, sodass ich vor einigen Wochen im P&M doch zugreifen musste. Das Prinzip hinter diesen Bieren des ehemaligen Biersommelier-Weltmeisters Oliver Wesseloh aus Hamburg ist denkbar einfach: Ein India Pale Ale wird immer gleich eingebraut und nur je nach Charge mit einer anderen Hopfensorte warm- und kaltgehopft. Bis heute sind damit knapp 20 verschiedene Single-Hop-India-Pale-Ales entstanden. Da hier offensichtlich auch nur Wiener Malz verwendet wurde kann man das SHIPA noch zusätzlich als SMASH bezeichnen: ein Single-Malt-and-Single-Hop IPA.

„Gebraut nach dem Natürlichkeitsgebot.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  16.8°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hamburg
Erscheinungsjahr. . .
2013

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: säuerlich fruchtig, grasig, bittersüß, sehr harzig, leicht waldig
Geschmack: voller Körper, leicht bitter, Karamell, etwas würzig, hopfig, waldig, feinperlig-matt, bittersüßer Abgang
Gesamt: Das IPA sagt mir zwar nicht in Gänze zu, da mir wieder die fruchtigen Noten zu kurz kommen, es ist aber dennoch hochinteressant zu erkennen wie sich ein einzelner Hopfen charakterisiert. Für meinen eigenen Nachbrauversuch werde ich aber wohl noch den ein oder anderen weiteren SHIPA proBieren müssen, um den zumindest für mich passenden Hopfen gefunden zu haben. 12Pk.t (2-) sind aber dennoch ein respektables Ergebnis für dieses SMASHIPA.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.kehrwieder.beer/12/speaking-bottle/detail/15/shipa.html.

Prost & guten Abend! 🍻

445. Ybnstoker Suicide Blonde

Das heutige Bier hat mich schon vor der Verkostung überrascht. Als Teil eines meiner letzten Bierabo-Box vom Beertasting.Club, hatte ich es bislang immer nur etwas oberflächlich betrachtet und zweifelsfrei für ein angloamerikanisches Produkt eingeschätzt. Doch ein heutiger Blick auf die Rückseite offenbarte, dass es sich um ein handwerkliches Bier aus dem Erzgebirge handelt. Im Kurort Eibenstock in der Nähe der tschechischen Grenze wird seit geraumer Zeit Craftbeer hergestellt. Dabei will man nicht nur handwerklich, sondern auch ab des Reinheitsgebots brauen. Das Suicide Blonde allerdings kommt mit den vier Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe aus. Die Sorten Hallertauer Tradition, Magnum, Citra und Cascade verleihen dabei dem American Pale Ale seinen Charakter.

„Eine blonde Versuchung – betörend und unmöglich zu widerstehen.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . American-Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Eibenstock
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________14
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: sehr grasig & waldig, harzig, Malzsüße, gewürzig, getreidig, buttrig, Süßholz
Geschmack: vollmundig, sehr grasig, leicht bitter, herb, gering würzig, feinperlig, grasig-herber Abgang
Gesamt: Alleine anhand der Bewertung der Einzelkategorien ist ersichtlich, dass es sich um ein richtig gutes Bier handelt. Auch, wenn für meinen Geschmack für ein APA etwas zu grasig und zu wenig fruchtig ist, liegt es mir dennoch sehr gut. Offensichtlich scheint man im Erzgebirge vieles richtiges zu machen. Insgesamt gibt es im Jahresendspurt noch einmal eines der besten Noten des Jahres: 13 Pkt. (1-).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.ybnstoker.de/.

Prost & guten Abend! 🍻

444. Frau Gruber Canned Heat

Jetzt, wo es draußen auch (endlich) kalt wird und wohl fast jeder die erste Erkältung hinter sich hat, möchte ich mir wieder etwas Sommer zurück ins Haus holen. Tatsächlich noch bei spätsommerlicher Hitze gekauft, hoffe ich dass es nun voll zur Geltung kommt. Von mir aus reicht es nämlich auch schon wieder mit der Kälte.

Gebraut wurde Canned Heat von Enzo Frauenschuh und Matthias Gruber, die zusammen die Marke Frau Gruber bilden und bei Camba Bavaria in der Old Factory produzieren und abfüllen. In meine Tasche ist es deshalb gelandet, da das Session-Pale Ale neben Gerste- und Weizen- auch Hafermalz enthält. Gehopft wurde es mit Spalter Select, Amarillo, Citra und Centennial. Interessant hierbei ist der geringe Alkoholgehalt von nicht einmal drei Prozent. Nach dem Yeast is King es das zweite Bier der Marke, das ich rezensieren darf.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Session-Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten-, Weizen- & Hafermalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 2,9%
Herkunft. . . . . . . . . . . Gundelfingen
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________6
  • Geruch:______________________7
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Geruch: sehr fruchtig-bitter-herb, hefig, beizender Fehlgeruch
Geschmack: mittelkleiner Körper, spritzig, herb, grasig, fruchtig, waldig, etwas hellmalzig, bitter-herber Abgang
Gesamt: Leider wieder ein Beispiel dafür, dass es manchmal wichtig ist ein Bier frisch zu trinken und stets optimal zu lagern. Auch wenn andere da weniger anfällig sind, merkt man dem Bier die knappe MHD-Überschreitung an. Der grundsätzlich sehr positive fruchtig-grasige Charakter wird leider von einer gewissen herben Bittere überlagert, sodass der Genuss etwas getrübt wird. Dennoch ist es ein recht gut gelungenes Bier, das in der Tat an den Sommer erinnert und auch in der warmen Jahreszeit gut getrunken werden kann. Mehr als 8 Pkt. (3) kann es unter den widrigen Bedingung allerdings nicht geben.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.ratebeer.com/beer/fraugruber-canned-heat/546236/.

Prost & guten Abend! 🍻