Januar 3 2021

Bierjubiläum Krone 2020

Das historische Jahr 2020 liegt nun bereits hinter uns, doch dennoch möchte ich es nochmals auf bierige Weise Revue passieren lassen. Und da ich eben nicht nur einfach Bier trinke, sondern mir dazu auch immer reichlich Notizen mache, möchte ich heute bereits zum vierten Mal diejenigen Biere prämieren, die mich in diesem Jahr ganz besonders überzeugt haben. Dabei ist mir die Auswahl in bestimmten Bereichen wie immer nicht leicht gefallen, da ich ja grundsätzlich schon dazu neige qualitativ hochwertigere Biere bzw. meine bevorzugten Bierstile zu probieren. Neben der Auszeichnung des besten Bier des Jahres, möchte ich aber auch gerne noch weitere Biere in fünf zusätzlichen Kategorien hervorheben, die in besonderer Weise auf sich aufmerksam gemacht haben. Doch nach diesem Jahr, dass auch die Gastwirtschaft und auch die Handwerksbrauereien in eine schwere Krise gestürzt hat, möchte ich betonen, dass doch letztlich alle Brauereien und Biere Gewinner sind, die dies überstehen werden.

Kommen wir aber nun erst mal zu meinen besten Einzelbieren. Basis der Auswahl waren die kontinuierlich geführten Bewertungen, die ich bei jeder Rezension aufstelle, sowie darüber hinaus besonders in Erinnerung gebliebene Biere außerhalb der Einzelrezensionen. Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass es im letzten Jahr zu keiner 14-Punkte-Bewertung gekommen ist. Inwiefern der Krisenmodus damit reinspielt kann ich objektiv nicht beurteilen. Dafür gab es so viele 13 Punkte-Bewertungen wie noch nie. Umso schwerer fiel mir folglich die Entscheidung für das Treppchen zu fällen. Letztlich hat mal wieder das Bauchgefühl den Ausschlag gegeben. So geht der Platz 1 für 2020 an ein Old Ale aus den schottischen Highlands, das in der 1983 gegründeten Familienbrauerei mit Hafermalz und Röstgerste eingebraut wurde: Sieger in der Gesamtwertung für 2020 ist das Harviestoun Ola Dubh.
Auf dem zweiten Platz folgt ein Bier, dass ich keiner Rezension unterzogen habe, das aber nachhaltig in meinem Biergedächtnis geblieben ist. Getrunken habe ich es beim Brainstorming für unsere künftigen Brauaktivitäten und es hat mich irgendwie an die Potsdamer Stange aus der Urlaubsbierverkostung 2018 erinnert. Denn auch dieses Bier kommt mit einer ureigenen Geschmacksnote daher, die nicht nur mit nichts anderem vergleichbar ist, sondern auch noch hervorragend schmeckt. Gebraut wird es im schönen Bierland Franken östlich von Forchheim in einer alteingesessenen Handwerksbrauerei, dessen Biere es glücklicherweise ab und an auch an den Niederrhein schaffen. Die diesjährige Silbermedaille. geht an das Helle der Meister Brauerei.
Platz 3 meines Rankings für 2020 habe ich in unserem Familienurlaub an der ostfriesischen Nordsee gekauft. Dennoch kommt es vom anderen Ende der Republik aus dem niederbayrischen Hauzenberg kurz vor der österreichischen Grenze. Das Bier hat mich nicht nur durch die Zutatenliste aus fünf Getreidesorten, sondern auch geschmacklich überzeugt. Bronze für 2020 geht an das Apostelbräu 5-Korn.
Hier also nun das verdiente Siegertreppchen:

Diese neun Biere (bis auf eine Ausnahme alle mit 13 Pkt. bewertet) komplettieren schließlich die Top Twelve – sortiert in alphabetischer Reihenfolge:

Neben den Bieren möchte ich an dieser Stelle aber auch die drei „besten“ Brauereien meines persönlichen Bierjahres auszeichnen. Auch wenn hier kein so eindeutiger Bewertungsschlüssel wie zuvor vorliegt, sind mir einige Brauereien im zurückliegenden Jahr aus ganz unterschiedlichen Gründen in Erinnerung geblieben.
Die Goldmedaille der Brauereien des Jahres 2020 geht dabei für mich an Dellmann‘s. Die Handwerksbrauerei aus Wermelskirchen hat mich im Rahmen meiner „Support-your-Local“ enorm mit seinen Bieren überzeugt. Zwei davon haben es auf die letztjährige Bestnote gebracht. Doch nicht nur die Bewertung, auch das ganz eigene Geschmacksprofil der Biere bleibt mir bis heute in guter Erinnerung.
Silber verleihe ich der blauen Katze aus meinem Nachbarort Erftstadt-Lechnich. Dort habe ich bei einer Fahrradtour mit meinen Kindern im Sommer quasi meinen einzigen Brauereibesuch im abgelaufenen Jahr. Aufgrund der harten Auflagen, die Inhaber Klaus Keller für eine Wiedereröffnung seines Restaurants nach dem ersten Lockdown hätte erfüllen müssen, musste er sich zur Schließung der Blue Cat entschließen. Weiterhin aktiv bleiben will er aber mit seiner tollen kleinen Brauerei und hofft auf möglichst viele Flaschenverkäufe. Sinnbildlich für die aktuelle Krise möchte ich ihn und die Blue Cat daher mit dem zweiten Platz ehren und wünsche auch ihm alles Gute für die Zukunft.
Platz 3 und Bronze geht erneut an Maisel & Friends aus dem schönen Bayreuth. Nicht nur hat mich Eva Ploß unterjährig immer wieder mit kostenlosen Bierlieferungen bestochen, die dann auch noch super schmeckten (zweimal Bestnote), auch hat sich der Ableger der bekannten Weißbierbrauerei als Pionier der deutschen Craftbier-Szene auch dieses Jahr wieder an der Vernetzung und Entwicklung neuer Biere außerordentlich beteiligt.

Weiter geht mit den Einzelkategorien. Den Anfang macht die besten regionalen Biere. Ausgangspunkt ist hierbei ganz subjektiv mein Wohnort Brühl. Ungeplant geriet diese Kategorie zum zentralen Thema meines Blogs und vieler Konsumenten in ganz Deutschland und weltweit. Denn gebeutelt von den vielen Einschränkungen und Auflagen ist die Gast- und damit auch die Bierwirtschaft in eine für Manche existentielle Krise gerutscht. Somit habe auch ich mich der „Support-your-Locals“-Kampagne angeschlossen und habe mich vom Münsterland bis Vorgebirge durchprobiert. Ausgezeichnet werden folgend jeweils die besten Biere der neun Brauereien im Rahmen meiner Regionalbier-Reihe:

In der Kategorie „Traditionell“ ehre ich Biere, die alte oder seltene Stile wieder aufleben lassen. Auch wenn es in diesem Jahr in dieser Kategorie ziemlich still geblieben ist, möchte ich dennoch zwei Biere hervorheben, die historische und seltene Biere darstellen.
Der eine Preisträger ist eine deutsche Craftbeer-Kollaboration von Freigeist Bierkultur um Sebastian Sauer, Orca Bräu aus Nürnberg und der vielleicht kleinsten Brauerei Frankens Hertl. Aus dieser Konstellation ist ein wirklich hervorragender Barley Wine Eisbock entstanden: Die 3 von der Tafelrunde.
der zweite Preisträger steht repräsentativ für mein aktuell laufendes Met-Bier-Projekt, das ebenfalls auf eine sehr traditionelle Verbindung von Bier und Honig(wein) zurückgreift. In meiner kleinen Reihe von Met- und Honig-Bieren war es das Beste: Das Golden Dark von Met-Amensis.

Die folgende Kategorie soll die besondersten der besonderen Biere aus 2020 auserwählen. So gehen die diesjährigen Sonderpreise an meinen lieben Freund Ralf vom Braukunst Vorgebirge für sein Snow Flakes – ein Winterbier mit weihnachtlichen Gewürzen und Printen, die Sommelier-Schmiede Kiesbye für ihr Waldbier mit Eichenholzchips aus nachhaltigem regionalen Anbau der österreichischen Bundesforste, die Schrille Nacht aus der Kooperation aus Kuehn Kunz Rosen und der Schwarzen Rose Craft Beer, das neben Piment und Kardamom auch Kiefernnadelspitzen enthält sowie an das Stiegl Paracelsus glutenfrei, das mit Braunhirsemalz überrascht.

Die Kategorie „Alkoholfrei“ war in 2020 dünn aber hochkarätig besetzt. Ins Ranking haben es alle beiden alkoholfreien Biere des vergangenen Jahres geschafft, wobei vor allem das Nittenauer Lola Porter mit der letztjährigen Bestmarke von 13 Punkten herausragt.

Last but not least würde hier an dieser Stelle nun noch der Ehren- pardon Ährenpreis für besondere Verdienste an den Zielen des Bierjubiläums vergeben werden. Doch wie so viele Dinge in 2020 musste auch mein Cerevisia-Projekt pausieren. Spätestens zum 2021er Bierjubiläum ist dann aber schließlich die Finalisierung auf 12 Körner angestrebt.

 

Allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch und auch allen anderen Brauereien ein möglichst erfolgreiches und leckeres Jahr 2016+5.

 

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Januar 1 2021

Prosit 2021!

Startbild_IIProsit Neujahr | Rückblick 2020 – Ausblick 2021

Allen Lesern und Bierinteressierten wünsche ich auf diesem Wege ein bierig-leckeres neues Jahr 2021.

Ein historisches und einschneidendes Jahr ist zu Ende, das vielen von uns Enormes abverlangt und das gesellschaftliche Leben auf eine harte Probe gestellt hat. Dabei geriet nicht nur für mich das Thema Bier so weit in den Hintergrund wie lange nicht mehr. Und auch mein zu renovierendes Eigenheim und natürlich drei quirlige Kinder haben mich in nicht geringem Maße vom Bloggen abgehalten.

In bieriger Hinsicht gab es dadurch leider wenige Highlights. Wie mit einer gewissen Vorahnung war die letzte Bierverkostung in der Kierberger Eule zum Thema „Zechkultur“. Danach folgte der erste Lockdown, der zu einer absoluten Digitalisierung zwang. Um insbesondere die lokale Wirtschaft weiter zu unterstützen, folgte ich dem Aufruf „Support your Local“ und proBierte eine ganze Reihe regionaler Biere. Auf eine Anfrage des Imkers meines Vertrauens folgend wagte ich mich nach über eineinhalb Jahren wieder an den Braukessel. Die sommerlichen Lockerungen erlaubten mir dies wieder bei Ralf vom Braukunst Vorgebirge zu tun. Ziel sollte sein ein Met-Bier zu brauen. Was zunächst einfach klang, entpuppte sich im Hobbybraubereich als wahre Herausforderung, die mich auch noch in diesem Jahr weiter begleiten wird. Um auch in Zeiten der räumlichen und sozialen Isolation weiter brauen zu können habe ich mich zudem mit einem Basis-Equipment fürs Heimbrauen ausgestattet und kann so in kleinen Mengen auch zu Hause brauen.

Quantitativ fällt die Jahresbilanz im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 200 verkosteten Bieren nochmals etwas geringer aus, bleibt aber gerade unter den gegebenen Umständen voll im Bereich meiner Erwartungen.

Im nun schon gestarteten neuen Jahr 2021 werde ich natürlich weiter fleißig in die Tasten hauen. Dabei wird die Taktung der Beiträge vermutlich noch etwas sinken, da ich meinen bierigen Fokus etwas mehr aufs Brauen verlagern möchte. Dabei steht grundsätzlich die Gründung und der Aufbau der Brühler Brauerei in der Eule im Mittelpunkt. Allerdings hat sich parallel auch ein kleines Team formiert, das auch unabhängig davon die ersten Schritte hinsichtlich Kommerzialisierung wagen würde. Im Rahmen dessen möchte ich auch endlich wieder mein Cerevisia M-Projekt fortsetzen und auf 12 Getreide finalisieren.

Und vielleicht wird es irgendwann auch wieder möglich sein, unbeschwert zu reisen. Denn das Bierland Belgien wartet nun schon seit langem darauf erkundet zu werden.

Über alle dem werde ich aber trotzdem auch weiterhin meine Bierbotschaft eines reformierten Reinheitsgebotes verbreiten und mich für Natürlichkeit, Qualität, Vielfalt, Regionalität und Transparenz einsetzen.

Ich möchte mich vor allem aber auch recht herzlich bei Euch allen bierinteressierten Lesern bedanken und nochmals meine Einladung erneuern, gerne jederzeit auch Beiträge in Form von Bildern, Videos, Audios oder kurzen Artikeln beizusteuern.

Bis dahin verbleibe ich mit bierigen Grüßen aus Brühl

Euer Markus

PS: Für weitere Infos zu meinen Gedanken zur Reinheitsgebotsreform verweise ich gerne nochmals auf  „Das Reinheitsgebot“.

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Dezember 16 2020

660. Batemans Rosey Nosey

Weihnachtsbier #3 kommt von der Ostküste Englands, wo seit 1874 die Brauerei Bateman beheimatet ist. Wohl nicht ganz so lange, aber sicher schon viele Jahre wird dort auch ein spezielles Christmas Beer gebraut, was zumindest mit einem lustigen Namen überzeugt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Festbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  13.3°P
Alkoholgehalt. . . . . . 4,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Wainfleet (England)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Vom Geruch her rotmalzig, holzig, blumig und etwas nach Karamell. Am Gaumen sehr würzig, röstig, holzig und trocken. Ansonsten fällt nur noch etwas negativ ein erkennbares Alkoholaroma auf. Insgesamt leider nicht ganz überzeugend.

| 8 Pkt. (3)

  •  https://www.bateman.co.uk/shop/products/batemans-rosey-nosey/

Prost & guten Abend! 🍻

 

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Oktober 9 2020

635. Swannay St. Magnus ESB

Mein zweites Bier der Swannay-Brauerei von den schottischen Orkney-Inseln. Es handelt sich um ein Extra Special Bitter, das zu Ehren des heiligen Patrons der Inseln Magnus Erlendsson gebraut wurde.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Extra Special Bitter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Birsay (Schottland)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Würzig, blumig süß mit viel Lakritz und weihnachtlichen Gewürzen in der Nase. Geschmacklich trocken süßlich, dunkelmalzig, leicht holzig und waldig mit Karamell. Insgesamt vollmundig mit mittlerer Rezenz.

| 11 Pkt. (2)

•  https://www.swannaybrewery.com/products/st-magnus-esb

Prost & guten Abend ! 🍻

 

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September 2 2020

Met-Bier-Projekt

Nach ziemlich genau eineinhalb Jahren Braupause habe ich zuletzt endlich wieder am Kessel gestanden und gebraut. Anlass hierfür war der Anruf meines heimatlichen Imkers, verbunden mit der Frage, ob ich denn nicht ein Met-Bier für ihn brauen könnte. Und obwohl mir bereits aus der Theorie bekannt war, dass Met-Bier eines der größten Herausforderungen für Hobbybrauer ist, habe ich zunächst zugesagt.

Da die Brauerei in der Kierberger Eule leider noch etwas auf sich warten lassen muss, habe ich es mir wieder beim Ralf vom Braukunst Vorgebirge gemütlich gemacht. Auch vor dem Hintergrund, dass ich mit diesem Bier in der Eule ohnehin anfangen wollte, hatte ich mich für ein Altbier als Basis für das Met-Bier entschieden.

Verwendet habe ich hierfür Heidelberger, Münchner und Wiener Malz sowie dunkle Caramell- und Weizenmalze. Zur Würzung habe ich die beiden Hallertauer Hopfensorten Tradition und Perle genommen. Heraus kamen knapp 25 Liter Altbier nach eigenem Rezept mit einem ungefähren Alkoholgehalt von 5% und ca. 40 Bittereinheiten.

Abgefüllt habe ich das Bier vorwiegend in Bügelverschlussflaschen, damit ich später noch den Met hinzufügen kann. Hierzu habe ich drei unterschiedliche Sorten (klassischer Honigwein, Weißtannen-Met und Kirsch-Met) zur Verfügung, die ich dem nachgärenden Bier beimische. Um einen Vergleich zu haben haben werde ich Mischungsverhältnis und Zeitpunkt variieren. Denn gibt man den Met zu früh hinzu beeinflusst er die Karbonisierung in schwer kontrollierbarer Weise und verliert an Süße, da diese mit der Resthefe zu Kohlendioxid verarbeitet wird. Wird der Met zu spät beigemengt, geht dem Bier viel Kohlensäure verloren, die kaum noch nachentstehen kann. Zudem muss auch das Mengen- und Sortenverhältnis für ein ausgewogenen Geschmack passen.

Deshalb bin nicht nur ich auf das Ergebnis sehr gespannt. Wenn es passt winkt ein schöner Auftrag. Wenn nicht, muss ich eben nochmals an den Kessel ;).

 

 

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August 22 2020

Blogbier, die LV. – Elternzeit-Ende

Kurz vor Ende meiner letzten Elternzeit haben es beim Besuch meiner Schwiegereltern folgende Biere auf die Liste geschafft:

Bier-Notizen:

 

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August 16 2020

Blogbier, die LIV. – Kassel

Beim Besuch des Uropas meiner Kinder hatte die Gelegenheit folgende Biere in die Liste aufzunehmen:

Bier-Notizen:

 

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Juni 23 2020

Urlaub an der ostfriesischen Nordsee, die II.

Vor zwei Jahren war ich bereits einmal mit meiner Familie an der ostfriesischen Nordseeküste. Dieses Jahr zog es uns mit Kind #3 im ersten Teil meiner letzten Elternzeit erneut dorthin. Ich nutzte die Gelegenheit, um meinen Biervorrat mal etwas zu tilgen. Auf den Plan standen neben diversen Discounter-Craftbieren auch nicht gelistete Biere aus den dortigen Märkten.

Bierfacts:

 

Vielen Dank im Zuge dessen auch an dieser Stelle nochmals an die beste Familie der Welt für diesen tollen Bauernhof-Nordsee-Urlaub.

Weitere Infos auch unter: http://www.ostfriesland.de/mein-ostfriesland/bummeln-und-kulinarik/regionale-spezialitaeten/bierkultur/ostfrieslands-brauereien.html?Brauereien=.

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April 23 2020

500 + 4

Am heutigen Tag des deutschen Bieres gratuliere ich dem „Reinheitsgebot“ recht herzlich zum 504. Geburtstag – auf, dass es in neuer Form zur alten Stärke zurückkehrt.

>http://www.bierjubilaeum.de/das-reinheitsgebot/

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Januar 7 2020

Bierjubiläum Krone 2019

Das Jahr 2019 liegt nun bereits hinter uns, doch dennoch möchte ich es nochmals auf besondere Weise Revue passieren lassen. Und da ich eben nicht nur einfach Bier trinke, sondern mir dazu auch immer reichlich Notizen mache, möchte ich heute bereits zum dritten Mal diejenigen Biere prämieren, die mich in diesem Jahr ganz besonders überzeugt haben. Dabei ist mir die Auswahl in bestimmten Bereichen wie immer nicht leicht gefallen, da ich ja grundsätzlich schon dazu neige hochqualitative Biere zu probieren, sodass es selbst an der Spitze recht eng ist. Neben der Auszeichnung des besten Bier des Jahres, möchte ich aber auch gerne noch weitere Biere in fünf zusätzlichen Kategorien hervorheben, die in besonderer Weise auf sich aufmerksam gemacht haben.

Kommen wir aber nun erst mal zu den besten Einzelbieren. Basis der Auswahl waren die kontinuierlich geführten Bewertungen, die ich bei jeder Rezension aufstelle, sowie darüber hinaus besonders in Erinnerung gebliebene Biere außerhalb der Einzelrezensionen.
Eines dieser Biere, die sich in meinem Biergedächtnis gebrannt hat, ist der diesjährige Sieger der Bierjubiläum-Krone. Verkostet habe ich es auf dem ersten Craftbeer Festival Cologne. Gebraut wird es von der letzten Brauerei des Vulkanstollens in Mendig in der Eifel. Außer von mir wurde es bereits vielfach an anderer Stelle als bestes Bier seines Stils ausgezeichnet. Normalerweise in der Flasche nur für einen meiner Geldbörse nach ziemlich hohen Preis zu erstehen, hatte ich Glück es auf dem Festival zu kleinerem Geld proBieren zu können. Platz 1 in der Gesamtwertung für 2019 geht an das Vulkan Bourbon Barrel Doppelbock.
Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass es neben einigen Bewertungen von 13 bzw. 13,5 von 15 Pkt. nur eine Rezension geschafft hat die diesjährige Bestmarke von 14 Pkt. zu knacken. Und dies quasi mit dem Schlusspfiff in der allerletzten Rezension des Jahrzehnts. Dementsprechend leicht fiel dann auch die Vergabe der Silbermedaille. Sie geht an BrewDog vs. To Øl Mercurial Mælk – einem Imperial Stout mit Haferflocken, Kakao und Laktose.
Etwas schwerer ist es mir die diesjährige Bronzemedaille gefallen. Hier gab es eine Auswahl von drei Bieren mit der Endnote 13,5 Pkt. Wie in jeder guten Jury hat bei mir letztlich wieder das Bauchgefühl entschieden…  Und das fiel auf ein Bier, das mir ein Freund aus der Schweiz geschickt hatte. Es wird alljährlich zum Altstadtfest in Appenzell gebraut und enthält neben Wacholder, Koriander und Ingwer auch eine Frucht die mit gleich mehreren Namen daherkommt: Zitronatzitrone, Cedrat, medischer Apfel, Cedrizitrone, Zedernapfel, Cedernfrucht oder Zedrat-Zitrone. Zudem ist es doppelt obergärig vergoren. Platz 3 in diesem Jahr geht also an das Appenzeller Hofer Brauw.
Hier also nun das verdiente Siegertreppchen:

Diese neun Biere (allesamt mit mindestens 12,5 Pkt. bewertet) komplettieren schließlich die Top Twelve – sortiert in alphabetischer Reihenfolge:

Neben den Bieren möchte ich an dieser Stelle aber auch die drei „besten“ Brauereien meines persönlichen Bierjahres auszeichnen. Auch wenn hier kein so eindeutiger Bewertungsschlüssel wie zuvor vorliegt, sind mir einige Brauereien im zurückliegenden Jahr aus ganz unterschiedlichen Gründen in Erinnerung geblieben.
Die Goldmedaille der Brauereien des Jahres 2019 geht dabei für mich an Gaffel. Die private Kölschbrauerei aus der Domstadt hat im Jahre ihres 111-jährigen Jubiläums nicht nur tolle und interessante Bierprojekte wie das Viking Kölsch gestartet sondern war mit ihrem Pressesprecher Michael Busemann auch Initiator des Kölner Craftbeer Festivals.
Silber verleihe ich der Störtebeker Braumanufaktur stellvertretend für den Sieg ihrer Pressesprecherin Elisa Raus bei den letzten Weltmeisterschaften der Biersommeliers im italienischen Rimini.
Platz 3 und Bronze geht an Maisel & Friends aus dem schönen Bayreuth. Nicht nur hat mich Eva Ploß unterjährig immer wieder mit kostenlosen Bierlieferungen bestochen, die dann auch noch super schmeckten, auch hat sich der Ableger der bekannten Weißbierbrauerei als Pionier der deutschen Craftbier-Szene auch dieses Jahr wieder an der Vernetzung und Entwicklung neuer Biere außerordentlich beteiligt.

Weiter geht mit den Einzelkategorien. Den Anfang macht die besten regionalen Biere. Ausgangspunkt ist hierbei ganz subjektiv mein Wohnort Brühl. Da ich mich diesmal zwischen gleich sechs interessanten und die Region prägenden Bieren nicht entscheiden konnte, gibt es für 2019 eben ein halbes Dutzend geteilte Sieger.

In der Kategorie „Traditionell“ ehre ich Biere, die alte oder seltene Stile wieder aufleben lassen. Hervorheben möchte ich in diesem Jahr die Segelschiff Mumme aus Braunschweig – die jahrzehntelang ausgestorben war, den Young Adam von Clucking Hen aus dem Sauerland, Fullers & Friends mit dem auf Torf geräucherten Peat Souper und eines der weltweit wenigen Tafelbiere Piedboeuf Blond.

Die folgende Kategorie soll die besondersten der besonderen Biere aus 2019 auserwählen. So geht der diesjährige Sonderpreis an das für einen gute Zweck gebraute Kaffeebier meines lieben Freund Ralf vom Braukunst Vorgebirge, den Wooly Bully der niederländischen Brauerei Ramses – ein Hop Hash Barley-Wine Quadrupel, das mit Hopfenharz eingebraut ist, sowie an das höchstprozentige Bier, das ich bislang je getrunken habe: Die Weltreise von Schoppe Bräu.

In der Kategorie „Alkoholfrei“ haben es zwei Biere in die Prämierung geschafft. Neben dem der alkoholfreien Neuerscheinung von Maisel & Friends  war ich insbesondere vom mit Salz eingebrautem Snorkeler’s Sea Salt IPA aus Rügen überrascht.

Und last but not least der Ehren- pardon Ährenpreis für besondere Verdienste an den Zielen des Bierjubiläums. Dieser geht dieses Jahr erneut ganz uneigennützig an das Cerevisia M˟ von mir selbst. Das erste Bier weltweit, das mit allen sieben Hauptgetreiden eingebraut ist, habe ich in 2019 auf zehn Getreidearten erweitert. Das Cerevisia-Projekt wird dieses Jahr übrigens auf zwölf Körner finalisiert.

Allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch und ein mindestens genauso erfolgreiches und leckeres Jahr 2016+4.

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Januar 1 2020

Prosit 2020!

Startbild_IIProsit Neujahr | Rückblick 2019 – Ausblick 2020

Allen Lesern und Bierinteressierten wünsche ich auf diesem Wege ein bierig-leckeres neues Jahr 2020.

Ein ereignisreiches und bewegendes Jahr mit vielen Höhepunkten ist zu Ende. Dabei geriet für mich das Thema Bier so weit in den Hintergrund wie lange nicht mehr. Grund war einerseits die Komplettierung meiner kleinen Familie im Sommer und andererseits unser Umzug ins Eigenheim gegen Ende des Jahres.

In bieriger Hinsicht gab es aber auch einige Highlights. Zu nennen ist da der zweite Hoppy Birthday der Craftbeer Corner in Coeln sowie mein erster Besuch der neuen Craftbeer Bar Balthasar in der Bonner Innenstadt. Daneben feierten wir in der Kierberger Eule 33 Jahre Kölsch Konvention mitsamt Blindverkostung von verschiedenen Kölsch-Marken. Meine Stammkneipe des Biersommeliers meines Vertrauens war auch im Herbst mit der langen Craftbeer Nacht Teil des ersten Brühler Kneipenfestivals. Größtes Highlight war wohl aber das vom Pressesprecher von Gaffel organisierte erste Craftbeer Festival Cologne, welches mangels stattfindendem Festival der Bierkulturen ins Leben gerufen wurde und mir persönlich sehr gut gefallen hatte.

Auch hatte ich in der ersten Jahreshälfte noch die Möglichkeit mein Heimbrau-Projekt Cerevisia M weiterzuentwickeln. Inzwischen habe ich es auf zehn unterschiedliche Getreidearten und fünf Hopfensorten erweitert.

Quantitativ fällt die Jahresbilanz im Vergleich zu den Vorjahren mit rund 250 verkosteten Bieren zwar etwas geringer aus, bleibt dennoch aber im Bereich meiner Erwartungen.

Im nun schon gestarteten neuen Jahr 2020 werde ich natürlich weiter fleißig in die Tasten hauen. Dabei wird die Taktung der Beiträge wie bereits zuletzt etwas geringer ausfallen als in den vorherigen Jahren. Neben dem Blog wird hoffentlich vor allem die Gründung und der Aufbau der einzigen echten Brühler Brauerei in der Eule im Mittelpunkt stehen. Im Rahmen dessen möchte ich mein Cerevisia M auf 12 Getreide finalisieren und mich an weitere Stile wie Black IPA, Barley Wine oder Gruitbier heranwagen.

Und vielleicht schaffe ich es in diesem Jahr ja auch noch die bereits avisierte Reise ins Bierland Belgien realisieren können.

Über alle dem werde ich aber trotzdem auch weiterhin meine Bierbotschaft eines reformierten Reinheitsgebotes verbreiten und mich für Natürlichkeit, Qualität, Vielfalt, Regionalität und Transparenz einsetzen.

Ich möchte mich vor allem aber auch recht herzlich bei Euch allen bierinteressierten Lesern bedanken und nochmals meine Einladung erneuern, gerne jederzeit auch Beiträge in Form von Bildern, Videos, Audios oder kurzen Artikeln beizusteuern.

Bis dahin verbleibe ich mit bierigen Grüßen aus Brühl

Euer Markus

PS: Für weitere Infos zu meinen Gedanken zur Reinheitsgebotsreform verweise ich gerne nochmals auf  „Das Reinheitsgebot“.

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Juni 20 2019

529. Rieder Kürbiskernbier

In meiner aktuellen kleinen Reihe von Bieren mit dem gewissen Extra steht heute das Kürbiskernbier der Brauerei Rieder an. Die oberösterreichische Brauerei aus dem Innkreis braut sowohl Biere der Kategorie traditionelle deutsche/österreichische Bierklassiker als auch experimentellere Bierspezialitäten á la „Craftbeer“. Nicht ans Reinheitsgebot gebunden entstehen somit auch Bierkreationen mit besonderen Zutaten.

„Seit 2010 wächst der Ölkürbis auch im Innviertel, nämlich bei pramoleum. Gesunde Böden und ausreichend Sonne lassen die größte Beere der Welt hier in der Bierregion prächtig gedeihen.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Kürbiskerne, Hopfen, Hopfenextrakt
Stammwürze
. . . . . .  12.4°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Ried am Innkreis (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Während in der Nase noch eher die ölige Note durchbricht, wirkt das Kürbiskernbier auf der Zunge klar würzig und nussig. Neben leichten Karamell- treten noch Gemüsearomen zu Tage. Kein Bier für den sturen Pilstrinker, aber auch nicht zu gewöhnungsbedürftig für Bierkenner. Für mich trotz überdurchschnittlichem Gesamteindruck leider kein geschmacklicher Volltreffer.

| 9 Pkt. (3+)

 • https://www.rieder-bier.at/de/produkte/bierspezialitaeten/

Prost & guten Abend! ?

 

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Juni 17 2019

528. Uiltje Mind Your Step (Coffee Edition)

Fast im Direktvergleich zum gestrigen Imperial Stout mit dem gewissen Extra, folgt heute ein zumindest auf dem Papier gleichwertiger Kandidat.

Gebraut wird er von der Nord-Holländischen Craftbeer-Schmiede Uiltje, die auch international zu einer der führenden Kreativbrauereien zählt. Mit Mind your Step haben die Niederländer eine Bier-Reihe kreiert, die sich dem Stil Imperial Stout widmet und diesen durch verschiedene weitere natürliche Zutaten ergänzt. In der heute vorliegenden Coffee Edition sind neben den Malzen Pale, Cara, Amber und Roggen sowie den Hopfen East Kent Golding, Bramling X und Athanum noch Wacholder, Cranberries und eben eine ganze Menge Kaffee enthalten. Zudem wurde das Stout mit Eichenholzchips gelagert.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Imperial Stout
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Roggenmalz, Hafer, Wacholder, Cranberries, Kaffee, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 14%
Herkunft. . . . . . . . . . . Haarlem (Niederlande)
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Ein sehr intensives Geruchserlebnis nach tiefschwarzen Kakao-, Kaffee- und röstig-fruchtigen Karamellmalzaromen wird gefolgt von einer sehr cremig-öligen Textur auf der Zunge, die ein sehr ausbalanciertes Bier schmecken darf. In seinen malzig-röstigen Noten sehr am Rande des maximal Möglichen und dennoch blitzen die fruchtig-holzigen Nuancen immer wieder heraus. Mit 14 Umdrehungen ist es das zweitstärkste Bier, das ich je getrunken habe. Diese sind zwar vor allem im Abgang spürbar, jedoch längst nicht unangenehm auffällig. Ein Bier für den ganzen Abend und für mich nur ganz knapp an der Bestwertung vorbei geschrammt.

| 13,5 Pkt. (1(-))

 • https://www.uiltjecraftbeer.com/

Prost & guten Abend! ?

 

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Juni 9 2019

525. Nowhere Brewing Clockwork Orange

Das letzte Bier vom Craftbeer Festival Cologne ist wieder einmal eine Premiere für meine Rezensionen. Zum ersten Mal stelle ich Euch ein Bier aus Luxemburg vor.

Das letzte Großherzogtum der Welt erlangte Ende des vorletzten Jahrhunderts von den Niederlanden die vollständige Unabhängigkeit und ist ähnlich wie die Schweiz mehrsprachig (luxemburgisch, deutsch und französisch) und vor allem als europäisches Steuerparadies für Institutionen der Finanzbranche bekannt. Das Groussherzogtum Lëtzebuerg weist darüber hinaus eine relativ junge Bevölkerung auf, die sich aus knapp 50% Ausländern speist (die größte Gruppe sind Portugiesen).

In Sachen Bier ist das Weinland bis heute relativ wenig in Erscheinung getreten. Daran wollen die Jungs von Nowhere Brewing nun etwas ändern. Auch wenn es (zunächst) bei der Loonbrouwerij in den Niederlanden produziert wird, stammt die Rezeptur-Entwicklung zumindest aus Luxemburg. Nachdem ich bereits das Accidental Wheatness proBieren durfte, folgt heute nun das Clockwork Orange. Ein New England India Pale Ale mit Orangenschale, Vanille und Laktose.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . NEIPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hafer, Orangenschale, Vanille, Hopfen, Laktose, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Cothen (Niederlande) [Luxemburg]
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Einem intensiven fruchtig-bitterhopfigen Geruch, folgt ein weicher cremiger Antrunk von fruchtigen Malz- und blumiger Hopfennoten. Sowohl Hafer, als auch eine Süße von Vanille und/oder Laktose sind erkennbar. Wie jedes NEIPA kein Bier für Anfänger, aber für Fortgeschrittene wie mich ein ziemlich besonderer Genuss. Nicht zu extrem in seinen Facetten und dennoch alles andere als 08/15.

| 13 Pkt. (1-)

 • http://www.nowherebrewing.com/

Prost & guten Abend! ?

 

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Mai 12 2019

Blogbier, die XLVII. – H.C.

Im Rahmen eines Taufbesuchs in Herzebrock-Clarholz wurden folgende Biere neu gelistet:

Tasting-Notizen:

Vielen Dank auch wieder an Sabrina und René für die tolle Gastfreundschaft.

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April 23 2019

500 + 3

Am heutigen Tag des deutschen Bieres gratuliere ich dem „Reinheitsgebot“ recht herzlich zum 503. Geburtstag – auf, dass es in neuer Form zur alten Stärke zurückkehrt.

>>http://www.bierjubilaeum.de/das-reinheitsgebot/

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April 7 2019

Blogbier, die XLVI. – Mama frei

Im Rahmen eines Wochenendkurzurlaubs mit meiner Familie haben es folgende Biere auf die Liste geschafft:

Tasting-Notizen:

  • Franziskaner Helles:
    – 11.8°P; 6%; untergärig
    – dieses Jahr eingeführte Sortimentserweiterung des Weißbierherstellers
      süß, buttrig, hellmalzig, hefig, ganz leicht herb
    mittelkleiner Körper, würzig, herb, hefig, gering malzig, getreidig, feinperlig, herb- süßer Abgang
    https://www.franziskaner-weissbier.de/unsere-biere/helles
  • Bayern Bräu Helles Vollbier:
    – 4,8%; untergärig
    – von Tucher in Fürth/Nürnberg gebraut
    dünn, säuerlich, gemüsig, würzig
      mittlerer Körper, leicht säuerlich, hellmalzig, würzig, gemüsig, leicht holzig, feinperlig, dünner Abgang
  • Herren Premium Pils:
    – 4,9%; untergärig
    – produziert für Getränke Hoffmann aus dem brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow
    herb, hefig, bananig, malzig
      mittelgroßer Körper, malzig, hefig, leicht bananig, getreidig, feinperlig, süß malziger Abgang
    https://www.getraenke-hoffmann.de/

Vielen Dank auf diesem Wege an meine Schwiegereltern für das tolle Wochenende.

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Februar 15 2019

477. Kaltenecker 11°

Nach den beiden japanischen Bieren vor einigen Tagen steht heute wieder ein Bier an, das ich nicht lesen kann. Zwar liegt es diesmal nicht an den Schriftzeichen, aber an der Sprache. Denn es handelt sich um ein Bier aus der Slowakei.

1997 entstand in Rosenau im mittleren Südosten des Landes die gleichnamige Brauerei Kaltenecker. Wie so oft waren es vermutlich deutschsprachige Siedler (wohl aus Österreich), die mindestens für den Namen Paten standen. Den genauen Hintergrund der Brauerei lässt sich auf den ersten Blick nicht näher herausfinden. Nur so viel ist klar: Es wird vor Ort ohne chemische Zusätze und mit natürlichen Zutaten gebraut. Das Sortiment umfasst neben klassischen Lagerbieren auch viele IPAs oder andere Stile aus dem Craftbeer-Classement. Neben den eigenen Bieren produziert Kaltenecker interessanterweise auch Paulaner, was darauf schließen lässt, dass die Brauerei inzwischen zur Paulaner-Gruppe gehört.

Beim Aushängeschild der Brauerei handelt sich um leicheres Lager, das mit zwei Malzen (Pilsner und Caramünch) sowie zwei Hopfen (Spalter Select und Magnum) gebraut ist.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Light-Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  11°P
Alkoholgehalt. . . . . . 4,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Rosenau (Slowakei)
Erscheinungsjahr. . .
1997

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___8
  • Aussehen:____________________6
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________10
Fazit

  | sehr malzsüß, getreidig, sehr buttrig, grasig
  | mittelkleiner Körper, malzig, würzig, etwas herb, getreidig, leicht bitter, feinperlig-spritzig, herb-süßer Abgang
  | Nachdem die Optik noch etwas abschreckend war, bin ich sowohl in der Nase als auch auf der Zunge positiv überrascht worden. Ein schön aromatisch buttrig-malzsüßer Geruch wird durch ein recht unaufgeregtes würzig-herb-süßes untergäriges Geschmackserlebnis abgelöst. Das kann zwar nicht mit viel Besonderem glänzen, macht aber auch nicht viel falsch. In Summe macht das dann ganz ordentliche 10 Pkt. (2-).

 • https://kaltenecker.sk/produkt/kaltenecker-11/

Prost & guten Abend! ?

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Januar 1 2019

Silvester 2018

Die letzten Stunden und Minuten in 2018 wurden mit dieser Bierauswahl erneut im beschaulichen Herzebrock-Clarholz begangen:

Bierfacts:

  • Pott’s Weizen:
    – 15.5°P; 5,3%; obergärig
    – von der 1779 gegründeten Familienbrauerei Pott aus Oelde, an der in beim benachbarten Bierkauf vorbeigefahren bin
    –das Wasser der Brauerei kommt aus der eigenen „Gesaris-Quelle“ und liefert eiszeitliches Mineralwasser; es entspringt aus den Tiefen des Münsterschen Kreidebeckens, dem größten zusammenhängenden Urwasserreservoir Europas
     hefig, bananig, leicht säuerlich, gering würzig
     mittelschwerer Körper, würzig, leicht bitter, wenig malzig, wenig süß, eher matt, herb-süßer Abgang
    https://www.potts.de/unsere_produkte/potts-weizen-naturtrueb/
  • Mikkeller American Dream
    – 4,6%; untergärig
    – offizielles Pilsener der 2006 entstandenen dänischen Gypsy-Brauerei
    – gebraut bei D’Proef in Belgien
     hopfig, fruchtig nach Maracuja, Mango & Zitronengras, grasig, wenig herb
     mittelgroßer Körper, herb, grasig, etwas bitter, leicht würzig, feinperlig, hopfig-herber Abgang
    wohl eher ein Pale Ale als ein Pilsener…
    https://shop.mikkeller.dk/products/american-dream-pils
  • Hövels Hop Pale Ale:
    – 5,5%; obergärig
    – mit Yellow Sub kaltgehopftes Pale Ale der 1854 gegründeten Dortmunder Brauerei
     hopfig, fruchtig, grasig, hellmalzig, buttrig
     vollmundig, herb, waldig, harzig, leicht fruchtig, feinperlig, würzig-herber Abgang
    https://www.hoevels-original.de/produkte/hop-pale-ale.html
  • Moritz Fiege Bernstein:
    – 11.2°P; 4,7%; untergärig
    – Wiener Lager von der 1878 gegründeten Familienbrauerei aus Bochum
     sehr malzsüß, Karamell, Bonbon, Getreide, grasig
     mittlerer Körper, sehr cremig, leicht würzig, Malzsüße, Karamell, getreidig, grasig, etwas buttrig, leicht prickelnd, süßlicher Abgang
    – bestes Bier des Jahreswechsels
    http://www.moritz-fiege.de/sorten/bernstein
  • Brau Atelier Farmhouse Ale:
    – 3,9%; obergärig
    – eines von drei Bieren der neuen „Craftbeer-Linie“ der Potts Brauerei
     hellmalzig, leicht fruchtigv, säuerlich, sehr grasig & waldig, Kaktusfeige & Pinie, hefig
     mittelkleiner Körper, leicht säuerelich, etwas würzig, waldig, etwas getreidig, feinperlig, würzig-süßer Abgang
    https://www.potts.de/unsere_produkte/brauatelier-farmhouse-ale/
    http://www.brau-atelier.de/produkte/
  • Störtebeker Nordik Porter:
    – 9,1%; obergärig
    – Porter-Eisbock der Stralsunder Braumanufaktur
     leicht röstig, holzig, dunkelmalzig, etwas Zartbitter
     ölig, cremig, Karamell, dunkelmalzig, leicht bitter, wenig röstig, feinperlig
    – matt, trocken-süßer Abgang

    – zweitbestes Bier des Jahreswechsels
    https://www.stoertebeker.com/de_de/nordik-porter/
  • Flensburger Winterbock:
    – 7%; untergärig
    – von der 1888 gegründeten norddeutschen Privatbrauerei
     dunkelmalzig, Karamell, wenig würzig, getreidig süß
      vollmundig, dunkelmalzig, würzig, leicht alkoholaromatisch, harzig, waldig, feinperlig, süß-würziger Abgang
    https://www.flens.de/produkte/sortiment/klassiker/winterbock/

Biergartengeschenk

Zudem habe ich vom Christkind noch ein verspätetes aber tolles Weihnachtsgeschenk bekommen: ein Anzuchset für Brauhopfen vom Österreichischen Samenhändler Naturkraftwerk, welches ich in dieser Saison gleich mal ausprobieren werde.

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina und René für die wie immer hervorragende Gastfreundschaft. Alles Gute euch vier in 2019.

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Dezember 28 2018

Bierjubiläum Krone 2018

Das Jahr 2018 liegt nun in den letzten Schlücken und auch ich habe meine Verkostungen abgeschlossen. Und da ich eben nicht nur einfach Bier trinke, sondern mir dazu auch immer reichlich Notizen mache, möchte ich heute bereits zum zweiten Mal diejenigen Biere prämieren, die mich in diesem Jahr ganz besonders überzeugt haben. Dabei ist mir die Auswahl in bestimmten Bereichen wirklich nicht leicht gefallen, da ich ja grundsätzlich schon dazu neige hochqualitative Biere zu probieren, sodass es selbst an der Spitze recht eng ist. Neben der Auszeichnung des besten Bier des Jahres, möchte ich aber auch gerne noch weitere Biere in sechs zusätzlichen Kategorien hervorheben, die in besonderer Weise auf sich aufmerksam gemacht haben.

Kommen wir aber nun erst mal zu den besten Einzelbieren. Basis der Auswahl waren die kontinuierlich geführten Bewertungen, die ich bei jeder Rezension aufstelle, sowie darüber hinaus besonders in Erinnerung gebliebene Biere. Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass es neben durchaus vielen Bewertungen von 13 bzw. 13,5 von 15 Pkt. (wie im letzten Jahr) nur zwei Rezensionen geschafft haben die diesjährige Bestmarke von 14 Pkt. zu knacken. Aufgrund der außergewöhnlichen und hervorzuhebenden Zutatenliste, aber auch weil es einfach auch hervorragend zu mir in diesem Jahr gepasst hat, ist mir dieses Mal die Entscheidung hinsichtlich der zweiten Bierjubiläum-Krone nicht so schwer gefallen wie im letzten Jahr. Und so geht der diesjährige Platz 1 an das Dirty 30 von Maisel & Friends – dem Bier mit 30 unterschiedlichen Malzen und Hopfensorten. Dementsprechend leicht fiel mir dann auch Platz 2, da es sich hierbei um die andere von beiden Top-Bewertungen von 14 Pkt. handelte: Das Hanscraft Black Nizza Motor Øl – einem der besten Imperial Stouts, die ich je getrunken habe. Umso schwerer ist es mir die diesjährige Bronzemedaille gefallen. Wie in jeder guten Jury hat bei mir letztlich das Bauchgefühl entschieden…  Die Auswahl zwischen etwa 25 weiteren sehr guten Bieren gewann dann aber eines, dass diesmal auch außerhalb der Rezensionen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat: Die Potsdamer Stange aus der Potsdamer Braumanufaktur.
Hier also nun das verdiente Siegertreppchen:

Diese neun Biere komplettieren schließlich die Top Twelve – sortiert in alphabetischer Reihenfolge:

Neben den Bieren möchte ich an dieser Stelle aber auch die drei „besten“ Brauereien meines persönlichen Bierjahres auszeichnen. Auch wenn hier kein so eindeutiger Bewertungsschlüssel wie zuvor vorliegt, haben mich einige Brauereien diesmal besonders bierig überzeugt. Die Bierjubiläum-Krone für die beste Brauerei des Jahres 2018 geht an das Lahnsteiner Brauhaus. Auch wenn keines der Biere im Rahmen von ordentlichen Rezensionen eingewertet wurde, hat mir neben der Biervielfalt vor allem auch die Produktwelt neben den Bieren überzeugt. Silber geht an Maisel & Friends aus dem schönen Bayreuth. Nicht nur hat mich Eva Ploß unterjährig immer wieder mit kostenlosen Bierlieferungen bestochen, die dann auch noch super schmeckten, auch hat sich der Ableger der bekannten Weißbierbrauerei als Pionier der deutschen Craftbier-Szene auch dieses Jahr wieder an der Vernetzung und Entwicklung neuer Biere außerordentlich beteiligt. Platz 3 und Bronze verleihe ich an die Mikrobrauerei Heinenhof aus Pulheim-Orr. Diese hat es in diesem Jahr geschafft den Sprung aus dem Hobbybrautum in die gewerbliche Brauerei zu meistern und machte zudem mit sehr interessanten Bieren auf sich aufmerksam, die in den weiteren Kategorien unten noch ihre Würdigung finden werden.

Zusätzlich zur übergeordneten Auswahl der besten Biere des Jahres möchte ich gerne auch die zehn besten Biere im Kontext meines Jahresthemas „Hobbybrauen“ prämieren. Wer genau hinschaut wird feststellen, dass auch einige Biere dabei sind, die streng genommen keine richtigen Hobbybraubiere mehr sind. Dennoch passen sie aufgrund ihrer Historie besser in diese Kategorie. Neben den Bieren der Kölner Bierhistoriker und Bonner Hobbybrauer haben vor allem der neue Biersommelier-Weltmeister Stephan Hilbrandt sowie das erste Gewinnerbier aus dem Maisel & Friends Hobbybrauwettbewerb überzeugt.

Weiter geht mit den Einzelkategorien. Den Anfang macht das beste regionale Bier. Ausgangspunkt ist hierbei ganz subjektiv mein Wohnort Brühl. Und da hat mich eine kleine Brauerei aus Bad Honnef mit ihrem Wieß überzeugt, dass sehr gute 13 Pkt. abgestaubt hat. Es steht zudem für einen kleinen Boom an aufstrebenden Mikro-Brauereien rund um die ehemaligen Bundeshauptstadt. Hier dürfen wir gespannt sein, wie sich die Lage im kommenden Jahr weiterentwickelt.

In der Kategorie „Traditionell“ möchte ich zum Einen ein Bier hervorheben, dass einen historischen Bierstil wiederbelebt hat. Die Süffige Sünde von Heinenhof legt den alten Bierstil Kölsches Knupp wieder auf. Entwickelt im Rahmen der Kölner Bierhistoriker geht es auf einen dunklen schweren Bierstil zurück, der im Kölner Umland als Pendant zum Wieß vor etwa 100-200 Jahren eine große Beliebtheit erfahren hat. Das zweite in dieser Kategorie prämierte Bier ist das Preußen Pilsener, welches von den Nachfahren des letzten deutschen Kaisers produziert wird. So ist Georg Friedrich Prinz von Preußen – seines Zeichens aktuelles Oberhaupt der Hohenzollern – auch Chef der neuen Königlich Preußischen Biermanufactur.

Die folgende Kategorie soll die besondersten der besonderen Biere aus 2018 auserwählen. So geht der diesjährige Sonderpreis sowohl an das Dorada Especial Selección de Trigo – ein Bier mit geröstetem Mehl gebraut – als auch an das Highway to Helles von meinem lieben Freund Ralf vom Braukunst Vorgebirge. Das Flaggschiff meines nicht mehr ganz so neuen Braupartners wird mit Vollkorn-Brot eingebraut und schließlich für einen guten Zweck verkauft.

In der Kategorie „Alkoholfrei“ gab es dieses Mal eine größere Auswahl als noch in 2017. Deshalb haben es auch gleich drei Biere in die Prämierung geschafft. Neben dem Dinkel Alkoholfrei von Riedenburger und der alkoholfreien dunklen Weisse vom Neumarkter Lammsbräu war ich insbesondere vom naturtrüben und kaltgehopften Clausthaler überrascht.

Und last but not least der Ehren- pardon Ährenpreis für besondere Verdienste an den Zielen des Bierjubiläums. Dieser geht dieses Jahr ganz uneigennützig an das Cerevisia M von mir selbst. Das erste Bier weltweit, das mit allen sieben Hauptgetreiden eingebraut ist, stellt einfach einen wenn auch kleinen Meilenstein in der vernunftbegabten Betrachtung des Reinheitsgebots dar. Erstmals gibt es ein Bier, dass alle Getreide der Welt vereint und zudem beweist, dass handwerkliche Braukunst auch hohe außergewöhnliche Qualität erzielen kann. Das Cerevisia-Projekt wird übrigens mit einer permanenten „Kornerweiterung“ auch im kommenden Jahr fortgesetzt.

Allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch und ein mindestens genauso erfolgreiches Jahr 2019.

Beim Genuss des aktuellen Sudes vom Cerevisia M 9-Korn-Neo-Alt verabschiede ich mich aus 2018, wünsche allen einen guten Rutsch ins Jahr 2016+3 und vor allem immer ein Glas leckeren Bieres in der Nähe zu haben.

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Dezember 26 2018

Weihnachten 2018

Unser Weihnachtsfest wurde neben der Stillen Nacht u.a. mit folgenden Bieren begangen:

Bierfacts:

  • Bürgerliches Brauhaus Altbairisch Hell:
    – 11.6°P; 4,9%; untergärig
    – von Herrnbräu aus Ingolstadt
    – das BB entstand 1882 aus dem Zusammenschluss von Schwabenbräu und Schmalzingerbräu – 14 weitere Brauereien aus Ingolstadt (u.a. Herrnbräu) schlossen sich in der Folge der AG an
    – fruchtig, grasig, wenig Seele
    – mittlerer Körper, würzig, herb, hellmalzig, waldig, süßlich, Getreide, feinperlig, würzig-herber Abgang
    https://buergerliche-brauhaus.de/
  • Flecks Winter-Bock:
    – 6,9%; untergärig
    – von der 2014 gegründeten gleichnamigen Familien-BrauSchauerei aus Laufnitzdorf nördlich von Graz in der Steiermark
    – süß, fruchtig, würzig, malzig
    – vollmundig, würzig, leicht röstig, dunkelmalzig, feinperlig, leicht alkoholaromatischer Abgang
    https://www.flecksbier.at/

Ich hoffe auch Ihr hattet ein ähnlich schönes (und bieriges) Weihnachtsfest.

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November 18 2018

431. Perlenbacher IPA Alkoholfrei

Im direkten Vergleich zum gestrigen Dolden Null von Riedenburger, folgt heute das seit diesem Jahr im Handel erhältliche alkoholfreie IPA der LIDL-Eigenmarke Perlenbacher. Im Rahmen der Craftbier-Welle in einigen Supermärkten und Discountern hat es das Bier überraschenderweise auch kürzlich in die LIDL-Regale geschafft. Überraschend deshalb, weil ein alkoholfreies IPA durchaus immer noch eine Nische in der Nische darstellt und somit eigentlich von geringem Interesse der Handelsketten sein sollte. Nichtsdestotrotz bewerte ich diesen Produktvorstoß grundsätzlich als positiv, wenngleich auch hier das Image von Craftbieren leiden kann. Zwar konnte ich bislang bei meinen beiden großen Testreihen (I + II) keine durchweg schlechte Qualität erschmecken, aber alleine der hier verwendete Hopfenextrakt beweist im Grunde schon, dass es sich um kein Craft- also Manufakturbier handelt, sondern ein solchen nur nachgeahmt werden soll. Was sich hier eben auch zeigt, ist das in Deutschland schwierige Verständnis von „Craftbeer“, das hierzulande erstens stilmäßig und zweitens in seiner Herkunft falsch interpretiert wird.

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . <0,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . ?
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___7
  • Aussehen:____________________8
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: bitter-grasig, süßlich, waldig, harzig, leicht muffig
Geschmack: süffig, leicht würzig, grasig, malzig-süß, leicht herb, feinperlig, lascher süßlich-grasiger Abgang
Gesamt: Nachdem Optik und nasaler Eindruck noch recht mäßig daherkommen überzeugt das alkoholfreie IPA von LIDL zumindest relativ dazu am Gaumen. Wenngleich es auch weit von einer Offenbarung entfernt ist, sind die grasig-malzigen Noten gefällig und bieten einem Einsteiger durchaus auch Variation von anderen populärerer alkoholfreien. In Summe reicht es aber dennoch nicht zu mehr als 8 Pkt. (3).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.ratebeer.com/beer/perlenbacher-ipa-alkohol-frei/658696/.

Prost & guten Abend! ?

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Oktober 14 2018

Blogbier, die XXXIX. – Goldener Herbst

Am Wochenende hatte uns erfreulicherweise spontan mal wieder Nils besucht. Eine sehr gute Gelegenheit mal wieder meine Vorräte zu plündern:

Tasting-Notizen:

  • Birra Moretti:
    – 4,6%; untergärig
    – international Lager der wohl bekanntesten Biermarke Italiens aus Udine
    – nach Rezeptur von 1859
    – seit 1996 zu Heineken gehörend
    – sehr würzig, malzig, wenig herb
    – mittlerer Körper, würzig, hellmalzig, getreidig, grasig, matt, grasig-strohiger Abgang
    – https://www.birramoretti.com/our-beers/birra-moretti-autentica/
  • Forst Kronen Special:
    – 5,2%; untergärig
    – Export-Bier mit Maisgrieß
    – von der 1857 gegründeten Spezialbier-Brauerei Forst in der Algunder Fraktion
    – größte Biermarke Südtirols & privat geführt
    – malzig, fruchtig, würzig-herb
    http://www.forst.it/de/biersorten/kronen
  • Forst Sixtus:
    – 6,2%; untergärig
    – Doppelbock
    – ebenfalls mit Maisgrieß
    – Glukosesirup, Karamell, Duneklmalz, Wald
    – leicht röstig, süßlich, wenig malzig, harzig, süßlicher Abgang, feinperlig
    http://www.forst.it/de/biersorten/sixtus
  • Maxl Helles:
    – 5,1%; untergärig
    – von der 1636 in Tuntenhausen gegründeten Schlossbrauerei Maxlrain
    – 2016 mit dem goldenen Bundesehrenpreis als beste Brauerei Deutschlands ausgezeichnet worden
    – hopfig, erdig
    – das Durchschnitts-Helle: süffig, etwas flaches Finish, keine übermäßige Hopfennote
    https://www.maxlrain.de/de/unsere-biere/maxl-helles
  • Härke Pils:
    – 11°P; 4,9%; untergärig
    – von der 1890 entstandenen BrauManufaktur Härke aus dem niedersächsischen Peine
    – buttrig. grasig, wenig herb
    – recht süffig, sehr herb, etwas malzig, feinperlig, hopfig-herber Abgang
    http://www.braumanufaktur-haerke.de/unsere-biere.html
  • Erl Hell:
    – 5,4%; untergärig
    – gebraut von der 1871 gegründeten Landbrauerei Ludwig Erl aus dem niederbayrischen Geiselhöring
    – hellmalzig, leicht fruchtig, blumig
    –malzig, süßlich, weich, blumig, waldig, matt, leicht herber Abgang
    https://www.erl-braeu.de/brauerei/hell
  • De Dochter van de Korenaar Sans Pardon:
    – 11%; obergärig
    – Russian Imperial Stout mit Rooibos-Tee
    – aus der niederländisch-belgischen Exklaven-Enklaven Stadt Barle-Hertog
    – trocken, leicht bitter, röstig, ölig, sehr dunkel, blumig, Bonbon
    – ölig, schwer, Karamell, röstig, holzig, wenig dunkelmalzig, harzig, etwas bitter, nussig, süßlich-herber Abgang, aber so gut wie kein Rooibos zu erkennen
    http://www.dedochtervandekorenaar.be/#vastebierenCntr
  • Emelisse Barley Wine:
    – 12%; obergärig
    – Barley-Wine (mit Glukosesirup) aus dem niederländischen Goes
    – sehr schwer, rotweinig, fruchtig, röstmalzig
    – weniger ölig, würzig, fruchtig, rotweinig, malzig, leicht bitter, rotweiniger Abgang
    https://www.emelisse.nl/en/our-beers/
  • Löwenbräu Oktoberfestbier:
    – 6,1%; untergärig
    – vom 1756 gegründeten Löwenbräu, das seit 1997 zu Spaten und somit zu ABInBev gehört
    – sehr würzig, malzig, herb
    – mittel-süffig, sehr malzig, süßlich, würzig, matt, süßlicher Abgang
    https://loewenbraeu.de/loewenfuetterung/loewenbraeu-oktoberfestbier

Danke also für die Unterstützung Nils.

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September 1 2018

Der neue Trend – Biercocktails?!

Frisch und prickelnd: Cocktails mit Bier!

Seit dem Hype um Craft Beer ist Bier wieder ein Trendgetränk und auch fein gemixt wird es auf Partys, Grillabenden oder in Bars immer beliebter: Biercocktails sind frisch, herb und vielfältig wie die verschiedenen Biersorten selbst. Ob man seinen Cocktail nun fruchtig mit einem Ale mag, als Aperitif mit einem feinen Pils oder als Digestif mit dunklem Lager – ein prickelnder Gaumenschmaus ist gewiss. Wie man diese ganz einfach selbst macht, zeigen folgende erfrischende Tipps!

Die meisten Biercocktails sind Varianten bekannter Klassiker, so dass man als passionierter Cocktail-Liebhaber bekannte Spirituosen hernimmt. Eine reichhaltige Auswahl an solchen Basisgetränken findet man zum Beispiel hier. Aber wie schaut denn nun so ein Cocktail mit Bier aus? Hier kommen drei Beispiele:

Bavarian Fizz
Diese Variation des kultigen Gin Fizz ist leicht selbst zu machen: Man nehme dazu 5 cl Gin, 3 cl Zitronensaft und 2 cl Zuckersirup: Für das „Bavarian Finish“ nun einfach nur noch mit Weißbier aufgießen. Ebenfalls mit Weißbier lässt sich der „Wojito“ mixen: Das ist – wie der Name schon verrät – die bierige Variante des Mojito: Man benötigt dazu frische Minze, eine Limette, 1 – 2 Tl braunen Zucker, 5 cl weißen Rum und eben Weißbier zum Aufgießen des Ganzen.

Black Refresher
Wer eine kreative Erfrischung testen will, sollte sich diesen prickelnden und zugleich leichten Biercocktail mischen: Dazu ein großes Glas dreiviertel mit Eiswürfeln auffüllen, dazu kommen 3 cl Apricot Brandy, 2 cl Martini d’Oro und 4 cl Ginger Ale. Das Ganze dann mit Schwarzbier auffüllen, kräftig umrühren und als Clou 1/8 Orange über dem Cocktail ausdrücken und mit Minze dekorieren.

Spiced Pils
So herb wie ein Pils schmeckt auch dieser freche und fruchtige Cocktail: Um das würzige Geschmackserlebnis zu bekommen, sollte der Shaker zu 2/3 mit crushed Eis gefüllt werden. Dazu gibt man dann 3 cl Mangalore Likör, 3 cl Wodka, 2 cl Cointreau sowie 2 cl Orangensaft. Das Ganze wird anschließend kräftig geschüttelt, in einem hohen Glas serviert und mit Pils aufgefüllt. Als Dekoration macht sich hier eine Scheibe frisches Obst ziemlich gut!

Cocktails mit Bier sind also leicht zu mixen, denn im Endeffekt ist das Bier stets der Filler: Wo man ansonsten Sodawasser oder Fruchtsäfte verwenden würde, setzt man hier je nach Geschmack die unterschiedlichen Biersorten ein. Dieser Twist gibt bekannten – oder auch neu kreierten – Cocktails letztendlich eine ganz besondere Note. Das Geheimnis der extrem erfrischenden Nuance: Das Bier wird immer erst am Schluss hinzu gegeben: Vorsichtig und langsam, quasi mit typisch bayerischer Gelassenheit und Gemütlichkeit – denn nur so sprudelt die Kohlensäure nicht zu sehr. Und selbstverständlich gehört Bier auch niemals in den Shaker – am besten man zapft es eben quasi darüber, so dass man am Ende auch noch eine herrliche Schaumkrone erhält.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, kann seiner Kreativität sowie Phantasie in Sachen Biercocktails freien Lauf lassen, denn es gibt noch so viel mehr an Zutaten, die man hier verwenden kann: Whisky und Bier eignen sich beispielsweise auch hervorragend zum mixen. Aber auch Stouts sind dankbare Cocktailpartner, denn zusammen mit Rum erhält man einen besonders vollmundigen Drink. In diesem Sinne: Ein Prosit!

Weitere Rezeptideen auch unter Bier-Cocktails.
Weitere Hintergrundinfos zum Thema gibt es hier.

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