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Bönnsch

Heute zum Feierabend habe ich es endlich geschafft dem Bonner Bönnsch einen Besuch abzustatten. Als Anlass habe ich mir das neue Saison-Bier genommen – wurde doch tatsächlich das erste Bonner Alt gebraut. Seit dem Ende der Bonner Kurfürsten-Brauerei in den 1990ern ist es das erste Mal, dass wieder ein Alt aus der ehemaligen Bundehsuaptstadt kommt. Mit vier verschiedenen Braumalzen und höherer Hopfengabe gebraut ist es für ein klassisch Düsseldorfer Alt eher röstmalziger, süßer und schwerer. Neben leichten Fruchtnoten kommt es auch ein wenig schokoladig daher. Bei einer Stammwürze von 11.9°P kommt es auf 4,9% Alkohol.

Dazu gab es übrigens ein sehr schmackhaftes Brot aus Braugerste. Das war das erste Mal, dass ich Brot bewusst nach diesem Getreide verkostet habe und ich war wirklich angetan. Gerade weil eher Weizen und Roggen zur Brotherstellung verwendet werden, ist die Gerste meiner Ansicht nach eine interessante Alternative. Sie macht das Brot weicher, würziger und ausgewogener.

Nach dem Alt musste ich natürlich auch das hauseigene Weizen (5,2%) proBieren, dass im Gegensatz zum Alt aber zum Standard-Sortiment gehört. Fast typisch für eine kleine Brauerei ist es dunkler in der Farbe und schmeckt auch weniger bananig, dafür ist die Fruchtnote umfassender. Mit deutlich spürbarer Hefe ist es auch vollmundiger aber zugleich auch frischer als andere Weizen.

Insgesamt war es also ein wirklich gelunger Feierabend, den ich jedem Bonner nur empfehlen kann. Kein anderer Ort in der Stadt bietet ein authentisches Brauhaus mit Original Bonner Bieren.

Mehr zum Bier und zur tollen Brauerei unter: http://www.boennsch.de/aktuelles/neuigkeiten/item/153-unser-saisonbier-b%C3%B6nnsch-alt.

Biersirup

Anlässlich des heutigen Tages der Arbeit war ich auch nicht untätig und habe zum ersten Mal selbst Biersirup für meine HausMannBar hergestellt. Als Basis dienten mir dabei zum Einen das Original-Weißbier von Schneider Weisse und zum Anderen das Köstritzer Schwarzbier. Und da ich sowieso mal ausprobieren wollte, wie ein Blend-Bier schmeckt, habe ich ganz Reinheitsgebots-inkonform beide Restbiere zusammengekippt:

Neben dem Bier und Rohrohrzucker (weißer für das Cervisia Blanca, brauner für das Cervisia Nigra) im Verhältnis 1:1 kamen übrigens noch 2cl Drambui und eine Prise geheime Biergewürze zum Einsatz.

Doch wofür braucht man denn eigentlich Biersirup? Nunja einerseits kann er natürlich als Bierersatz in dem ein oder anderen Biermix-Cocktail herhalten. Andererseits aber bereichert er auch die „unbierige“ Cocktail-Karte um interessante  Geschmackskomponenten. Hier nur einmal zwei Cocktail-Rezepte mit Biersirup:

Weißbier Sour*:
2cl Wodka
1cl Bananenlikör
2cl Grapefruitsaft
2cl Zitronensaft
2cl Weißbier-Sirup
(+ Weißbier-Espuma)

Duits-Hollands Sour**:
6cl Oude Genever
3cl Zitronensaft
2cl Schwarzbier-Sirup
1/2 Eiweiß
+ eine Prise geriebene Muskatnuss

* by Dietmar Petri, Cortiina Bar, München
** by Helmut Adam, Jeny Hasenbein & Bastian Heuser from Coktailian

Weitere Infos zum Thema gibt es auch hier. Gerne verweise ich in diesem Zusammenhang auch nochmals auf meine kleine Auswahl an Biermix-Cocktail-Rezepten:

Bier-Mix-Cocktails

Achso: Das schwarz-weiße Blend-Bier war in der Tat interessant. Da keine der beiden Biere dominierte, war es sowohl leicht hefig-bananig als auch röstig-malzig. Zugegebenermaßen sind die Unterschiede dieser beiden Bierstile trotzdem wohl aber zu groß, als dass sie sehr gut harmonieren würde. Und: Ein Blend-Bier, dass bereits beim Brauvorgang entsteht entwickelt sicher weitmehr ausbalancierte Geschmackselemente. Aber einen Versuch war es allemal wert.

In diesem Sinne also auf die Bier-Mix-Cocktails!

Gründung Deutsche Kreativbrauer e.V.

Zum diesjährigen Bierjubiläum hat sich ein neuer Verband gegründet, der sich das Ziel gesetzt hat das Reinheitsgebot zu reformieren. Einerseits soll es auf natürliche Zutaten eingeschränkt, aber gleichzeitig auch von unverständlichen Restriktionen befreit werden.
So ist es derzeit wie bereits in Das Reinheitsgebot beschrieben zwar möglich chemische Hilfsstoffe oder Zuckerarten zur Färbung des Bieres zu verwenden, allerdings sind jegliche natürliche Zutaten außer Gersten-, Weizen-, Roggen- und Hafermalz (bei untergärigen Bieren sogar nur Gerstenmalz), sowie Hopfen und Hefe verboten. Der Verein – zu dem u.a. das Fritz Wülfing mit Ale Mania aus Bonn zählt – will sich dafür einsetzen die Qualität des in Deutschland gebrauten Bieres wieder zu erhöhen – dafür soll das Reinheitsgebot einem „Natürlichkeitsgebot“ weichen.
Als „Konstitutionssud“ wurde gleich gemeinschaftlich ein untergäriges Weizenbier gebraut – etwas, das laut vorläufigem Biergesetz v.a. in Bayern nicht erlaubt ist.

Bierjubiläum begrüßt diesen längst überfälligen Schritt, wünscht allen Kreativbraueren viel Erfolg und hofft, dass sich auch die weiteren deutschen Brauverbände dieser Initiative offen gegenüber stellen.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Infos unter:

www.deutschekreativbrauer.de/das-natuerlichkeitsgebot/

http://www.ardmediathek.de/tv/Schwaben-Altbayern/Nat%C3%BCrlichkeit-statt-Reinheit/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14913702&documentId=42261512

182. Heubacher 500

Ein Jahr ist nun schon seit dem Bierjubiläum vergangen. Den heutigen Tag des deutschen Bieres möchte ich deshalb mit einem ganz besonderen Bier begießen. Ein Bier, das zumindest auf dem Papier sehr vielversprechend ist und wie kaum ein zweites für mein Blog geschaffen ist.

Schon zum Bierjubiläum im letzten Jahr präsentierte die bis 1725 zurückgehende Hirschbrauerei Heubach aus dem Ostalbkreis ein Bier, wie es passender für diesen Anlass kaum sein könnte. Mit erhöhtem Stammwürzegehalt und bei nahezu 0°C wurde es für über 500 Tage in den Albfelskellern gelagert und gereift. Für den Rheinländer in mir ist insbesondere die Verwendung von Altbierhefe sehr interessant – ein Alt aus Baden-Württemberg habe ich bisher nämlich noch nicht probiert.

„Die moderne Interpretation eines historischen Bieres.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Altbierbock
Brauart. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze. . . . . .  17.6°P
Alkoholgehalt. . . . . .
6,8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Heubach
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___15
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

In der Nase intensiv karamellmalzig mit einer leichten Note nach roten Früchten und alkoholaromatischer Süße.
Am Gaumen dann eine wirklich ausgewogene Überraschung aus einem gut balancierten Mix aus Malzigkeit und fruchtiger Süße. Die Bittere ist im Vergleich zum Alkoholaroma zwar dominanter, aber beides hält sich noch ausreichend im Hintergrund. Auch der ölige herbe Abgang fügt sich gut ins (weiche) Gesamtbild.
Alles in allem also sehr abgerundet und obwohl es in der Liga eines Sticke (Altbierbock) aus Düsseldorf spielt, ist es doch ganz individuell, eher orientiert an einem dunklen Weizenbock. Für diese hervorragende Besonderheit, für die 500 Tage Lagerung und für den heutigen Tag des deutschen Bieres vergebe ich ausnahmsweise 14 Pkt. (1).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.heubacher.de/index.php/wo-gibt-s-heubacher/haendlerliste/item/103-500-jahre-reinheitsgebot-500-tage-gereift-das-neue-heubacher-500.

Prost!

500 + 1

Am heutigen Tag des deutschen Bieres gratuliere ich dem „Reinheitsgebot“ recht herzlich zum 501. Geburtstag – auf, dass es in neuer Form zur alten Stärke zurückkehrt.

>>>http://www.bierjubilaeum.de/das-reinheitsgebot/

181. Weihenstephaner 1516 Kellerbier

Anlässlich des morgigen Tags des deutschen Bieres möchte ich heute meine erste „nachgeburtliche“ Rezension wagen. Dabei ist mir das Weihenstephaner im hiesigen Getränkemarkt über den Weg gelaufen und musste mit eingepackt werden. Grundsätzlich bin ich natürlich bei „handwerklichen“ Brauversuchen größerer Brauhäuser skeptisch, allerdings glaube ich mit diesem Bier. Ist Weihenstephan doch eine relativ authentische Brauerei, die mit der angegliederten Forschungsbrauerei der Technischen Universität München seit einiger Zeit auch wieder den Blick in die Zukunft gerichtet hat. Deshalb nehme ich es erst einmal wohlwollen hin, dass man sich anlässlich des Bierjubiläums wieder mal ein Kellerbier gewagt hat (auch wenn das sicher nicht besonders kreativ zu sein scheint):

„Das Weihenstephaner 1516 wurde zu Ehren des 500-jährigen Bayerischen Reinheitsgebots eingebraut und wird nur saisonal, zur Frühjahreszeit, angeboten. […]

Beim Brauverfahren des 1516 haben sich die Braumeister an die traditionelle Herstellungsweise eines Märzenbieres gehalten. So reift das Bier aus dunklem Münchner und hellem Pilsner Malz in Kombination mit traditionellen Hallertauer Hopfensorten, wie der seltenen Sorte Hallertauer Record, lange und kalt in den historischen Gewölbekellern am Weihenstephaner Berg.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kellerbier
Brauart. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze. . . . . .  12.6°P
Alkoholgehalt. . . . . .
5,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Weihenstephan
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Im Geruch frisch, würzig und vor allem grasig-blumig – zudem leicht bitter.
Geschmacklich ebenso grasig-würzig mit einer unterschwelligen Malzigkeit. Während die Bitterkeit im Antrunk noch gemäßigt rüberkommt, wird sie im leicht säuerlichen Abgang doch etwas störend.
Auch wenn das Bier insgesamt recht ausgewogen ist und trotz der Titulierung als Kellerbier wohl näher am beschriebenen Märzen liegt, fehlen mir zu einem herausragenden Bier schlicht die kreativen Spitzen. Nicht nur die schwankende Bitterkeit, auch die geringe Malzigkeit lassen eine fehlende Linie erkennen. Deshalb summa summarum 10 Pkt. (2-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.weihenstephaner.de/unsere-biere/1516-kellerbier/.

Prost!

Frohe Ostern 2017!

Mit diesem wohl passendsten Bier möchte ich allen auch aus bieriger Sicht frohe Ostern wünschen und hoffe, auch euch begleitet in diesen Tagen eine leckere Hopfenschorle.

  • Hasenbräu Oster-Festbier:
    – 13.2°P; 6%
    – untergäriges Märzen
    – aus der 1464 gegründeten „Hasen-Preu“-Brauerei
    – diese gehört inzwischen aber zur Oetker- bzw- Radeberger-Gruppe
    – in Augsburg wurde im Jahre 1156 das älteste bekannte deutsche „Reinheitsgebot“ für Biere erlassen
    http://www.hasen-braeu.de/der-haus-preu

>>>Für die Deko ist übrigens mein kleiner Sohnemann verantwortlich 😉

Das letzte Abendmahl: Bierbrot

„Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ Markus-Evangelium Kapitel 14 Vers 22-24

Am heutigen Gründonnerstag, welcher an das letzte Abendmahl Jesu Christi erinnert, habe ich mit der mir geschenkten Backmischung zum ersten Mal ein Bierbrot gebacken. Und welches Bier könnte dafür nicht passender sein als das Loffelder Bio-5-Korn vom Staffelberg Bräu aus Bad Staffelstein. Bereits auf unserer Franken-Tour verköstigt und für sehr gut befunden, wurde es im letzten Jahr anlässlich des Bierjubiläums als Sondersud mit Gerste, Hafer, Roggen, Emmer und Dinkel eingebraut. Verfeinert mit etwas Dinkelvollkornmehl und Haferflocken verwandelt sich das Bier mit der Backmischung nun zu einer wahren Osterköstlichkeit.

Besten Dank auch nochmals an Sabrina und René für das tolle Geschenk.

Infos zum Bier unter: http://www.staffelberg-braeu.de/cms2/aktuell/2016/160-Jahre-Staffelberg-Braeu_500-Jahre-Reinheitsgebot.php

Und die dazugehörige Backmischung: https://www.depot-online.com/backmischung-bierbrot-454g-MRT0002240.html

Guten Appetit!

Craftbeer Corner Coeln, die II.

Jopen Good Morning Sunshine | The Kernel Saison | Basqueland Brewing Lasai´son | Basqueland Brewing Vap´n Norbert | Basqueland Brewing Arraun | Basqueland Brewing Aupa | Basqueland Brewing Enigma | Basqueland Brewing Imparable | The Kernel IPA | BrewFist 2Late | Gänstaller Affumicator | Põhjala Must Kuld | Basqueland Brewing Begi Haundi | Basqueland Brewing Choc Tooth Hazelnut | Jopen Adrian Wit | Lervig 3 Bean | Innis & Gunn – Rum Finish | Brouwerji De Molen – Bommen & Granaten Rioja Barrel Aged | Gaffel Sonnenhopfen

 

 

 

 

 

 

 

Letztes Wochenende war es (endlich) wieder soweit: C³-Time. Diesmal waren dafür extra Alex und Nils aus Osnabrück angereist um auch einmal dem Erlebnis CCC beizuwohnen und ihren Bierhorizont zu erweitern. Den Termin hatte ich so getimed, dass wir noch einige Biere der Basqueland Brewing  verkosten können, die am vergangenen Donnerstag zu Besuch waren und ihre Fässer angeschlossen haben. Schließlich war für uns alle das Baskenland noch ein kleines Bier-Niemandsland. Allerdings wird dort – genauer in Hernani (südlich von San Sebastian) – seit 2014 handwerklich und qualitativ hochwertig gebraut. Umso mehr waren wir hierauf aber natürlich auch auf die vielen weiteren spannenden und leckeren Biere gespannt. Und ich kann euch sagen: Es war wie auch schon bei meinem ersten Besuch wirklich großartig. Hier also meine Impressionen aus dem Herzen der Biervielfalt in Kölle.

Bierfacts:

  • Lervig 3 Bean:
    – obergärig, 13%, 30°P
    – Imperial Stout von der 2003 gegründeten Brauerei aus dem norwegischen Stavanger
    – mit Tonka-, Kakao- und Vanillebohnen eingebraut
    – schmeckt original nach Aachener Printen
    http://lervig.no/brygg/3-bean-stout/

  • Brouwerji De Molen – Bommen & Granaten Rioja Barrel Aged:
    – obergärig, 11,9%, 30°P
    – Barley Wine von der 2004 gegründeten Brauerei aus dem südhollandischen Bodegraven
    – im Riojafass nachgereift
    – leider konnte ich den Wachs-Kronkorken nicht mitnehmen
    http://brouwerijdemolen.nl/beers

Auf dem Weg nach Hause sind wir dann noch auf einen fast un-craftigen Absacker im Gaffel am Dom eingekehrt:

Es war also auch diesmal wieder ein herrlicher Bierabend. Wenn Ihr auch Biervielfalt live erleben wollt, kann ich euch das CCC erneut wärmstens ans Bierherz legen.

Weitere Informationen zur CCC unter: www.craftbeercorner.de/

Craftbeer Corner Coeln

Veedels Ale | Freigeist Berlin-Mate | Ale Mania Aprigose | Magic Rock Salty Kiss | Freigeist Room 101 | Rogue Dead Guy Ale | To Øl Surt Til | Ale Mania Imperial IPA | Ale Mania Imperial Red Ale | Saugatuck Blueberry Maple Stout | Ale Mania Milk Stout | North Coast Old Rasputin | Põhjala Joulöö | Steamworks White Stout

 

 

 

 

 

 

 

Am gestrigen Donnerstag war es endlich so weit: Mit meinem Kollegen Matthias ging es zur neuen Craftbeer Corner von Coeln (in der Nähe vom Heumarkt). Dem Mekka für Kreativbier-Bars in Köln. Ein einmaliges Angebot von 15 Fassbieren und etwa 70 Flaschenbieren scheint bei den Kölnern (und auch Nicht-Kölnern) sehr gut anzukommen, schließlich war der Laden nach Feierabend sehr gut besucht. Ursprünglich als Verkaufsecke in einem Hürther Getränkemarkt gestartet, haben sich die drei Kreativen vom CCC im letzten Jahr ein Bierherz gefasst und die erste Craftbeer-Bar mit derart großer (Fass-)Bier-Auswahl im ganzen Kölner Umland eröffnet. Ein absolutes Muss also für alle diejenigen, die gerne mal was Neues ausprobieren möchten. Glücklicherweise hatte am vergangenen Sonntag Fritz Wülfing, der Mann hinter der Bonner Biermarke und Brauerei Ale Mania, im CCC aufgelegt und noch einige Fässer dagelassen. Und glücklicherweise muss man auch nicht gleich ein ganzes Glas bestellen, sondern kann sich ein Pro-Bier-Set aus 5×0,1l frisch gezapftem Bier zusammenstellen.

Bierfacts:

 

  • Veedels Ale:
    – obergärig, 5,5%
    – Imperial Wiess = Basis Wiess + amerikanische Aromahopfen
    – dat Hausbier der CCC
  • Freigeist Berlin Mate:
    – obergärig, 4,5%
    – Berliner Weisse aus der Vormann Brauerei in Stolberg
    – erfrischend spritzig als Neutralisator

    https://www.facebook.com/freigeistbierkultur/
  • Magic Rock Salty Kiss:
    – untergärig, 4,1%
    – Stachelbeer-Salz-Gose aus dem englischen Huddersfield
    – nicht nur fruchtig frisch, sondern v.a. im Abgang wirklich salzig – mal was anderes
    https://www.magicrockbrewing.com/beer/salty-kiss/
  • Ale Mania Milk Stout:
    – obergärig, 5,8%
    – mit Laktose eingebraut
    – schmeckt zwar nicht so überragend wie die Konkurrenz von Mikkeller, aber trotzdem sehr toller Milchkaffee
    http://www.ale-mania.de/sorten/

  • Põhjala Joulöö:
    – obergärig, 8%
    – Imperial Porter im Vanille-Eichenholz-Fass gereift
    – aus der estnischen Hauptstadt Tallinn
    – nicht nur vanillig, sondern auch lecker schokoladig
    http://pohjalabeer.com/en/beers-specials.html

  • Steamworks White Stout:
    – obergärig, 5,1%
    – Stout mit Gerstenmalz, Gerstenflocken, Hafermalz, Haferflocken, Hopfen, Hefe, gerösteten Kakao- & Kaffeebohnen
    – aus dem kanadischen Burnaby (in der Nähe von Vancouver)
    – grandiose Interpretation eines Stouts, genau nach meinem Geschmack
    http://saugatuckbrewing.com/beer/blueberry-maple-stout-2/

Nach diesem überaus überzeugenden Abend wird es wohl nicht der letzte Besuch gewesen sein. Wenn Ihr also auch Biervielfalt live erleben wollt, tut es mir nach und kommt zur CCC.

Weitere Informationen zur CCC unter: www.craftbeercorner.de/

144. Luther Reformationsbier

1517-2017: 500 Jahre Reformation

Nach 500 Jahren Reinheitsgebot folgt in diesem Jahr gleich das nächste große Jubiläum. Luther’s Thesenanschlag an die Schlosskirche zu Wittenberg und die darauf folgende Reformation mitsamt Aufspaltung der christlichen Kirche in katholisch und protestantisch jährt sich das 500. Mal. Dass Martin Luther auch passionierter Biertrinker war, ist weithin bekannt und durch viele Zitate belegt:

„Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken!“

Eines seiner Lieblingsbiere war das seiner Frau, welche selbst das Brauen gelernt hatte und in den heimischen Räumlichkeiten praktizierte. Aber auch sonst war er großer Fan insbesondere der Mitteldeutschen Biere, wie z.B. dem heutigen Einbecker. Glücklicherweise bin ich per probiershop.com zu diesem feierlichen Anlass auch an das passendste Bier des Jahres gekommen: Das Luther Reformationsbier. Das wird zwar nicht mehr von seiner Frau hergestellt, dafür aber von der Brauerei Neunspringe, die neben diesem Bier noch drei weitere im Aufgebot hat.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . .  Pilsner
Brauart. . . . . . . . . . .
untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze. . . . . .  –
Alkoholgehalt. . . . . .
4,9%
Herkunft. . . . . . . . . . . Leinefelde-Worbis
Erscheinungsjahr. . . (1517)

Bewertung

144_Luther Reformationsbier

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________7
  • Geruch:______________________10
  • Geschmack:__________________8

Fazit

Für ein Pils recht wenig hopfig-herb, dafür sowohl im Geruch als auch im Geschmack recht malzig und ein wenig würzig. Auch die Rezenz ist ganz ordentlich. Im Abgang überraschend frisch und leicht sauer. Leider kann das Bier insgesamt aber nicht mit der historischen Lebensleistung des Hr. Luther mithalten, ist jedoch ein passables und gut trinkbares Bier. Und darauf kam es doch 1517 schließlich an – deshalb in Summe 9 Pkt. (3+).

„Dies Übel regiert am meisten in denen, die etwas voraus zu haben glauben vor anderen und ein ehrbares Leben führen und mehr Gnade haben. Die blähen und brüsten sich; was ihnen nicht gleich ist, das muss sinken, das richten sie, das verachten sie, und sie sind das hübsche Kätzlein im Hause.“ (Martin Luther)

Weitere Infos zum Bier unter: http://lutherbier.de/produkte_pils.html.

Prost und auf die Ökumene!

1516-2016: Bier-Jubiläum – Ein Fazit

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>>>500 Jahre deutsches „Reinheitsgebot“
>>>500 Biere aus knapp 40 Ländern von jedem Kontinent
>>>In Summe über 125 Liter Bier

Das ist das Ergebnis aus einem Jahr Bier-Blog. Ein Jahr, das einem großen Jubiläum gewidmet war: 500 Jahre Reinheitsgebot für deutsches Bier. Dabei hat dieses Reinheitsgebot nicht nur eine bewegte Vergangenheit hinter sich, weshalb sowohl die 500 Jahre als auch deutsches Bier bei genauerer Betrachtung natürlich nicht ganz korrekt und klar abgrenzbar sind. Und auch der Begriff „Reinheitsgebot“ ist sowohl historisch als auch buchstäblich kritisch zu sehen. Schließlich hat es in den letzten 500 Jahren vielerlei Entwicklungen in der deutschen (und natürlich auch internationalen) Bierwelt gegeben, die die stets die Herausforderung mit sich brachten, Bier in möglichst hoher Qualität genießbar zu halten. Allerdings hat sich der Anspruch hierüber immer wieder verändert. Wurden in den ersten Jahrhunderten noch viele Experimente mit dem Bier gewagt, kam es nach der Einführung des „Reinheitsgebots“ in ganz Deutschland nach der Reichsgründung zu einer sukzessiven Uniformierung und auch Zentralisierung. Erst neue Einflüsse aus Übersee haben auch in Deutschland wieder zu einem Umdenken geführt. So entstehen auch hierzulande immer mehr neue Brauereien, die wieder für mehr Vielfalt sorgen.

Diese Vielfalt gerät allerdings immer wieder im Konflikt mit dem „Reinheitsgebot“, welches sich u.a. im vorläufigen Biergesetz niederschlägt und den Brauern z.T. nur wenig Handlungsspielraum einräumt. Dies sei grundsätzlich auch gar nicht zu kritisieren, wenn nicht aber auf der anderen Seite eine Vielzahl an künstlichen (chemischen) Zusatz- oder Hilfsstoffe erlaubt werden, welche so gar nicht zur Vorstellung eines „reinen Bieres“ passt. Außerdem ist auch die Differenzierung zwischen unter- und obergärigen Bieren nicht nachvollziehbar.

>>>Wie erging es dem Bierjubiläum?

Eine große Erkenntnis aus einem Jahr Bierjubiläum ist sicherlich, dass es ohne Netzwerk und Vitamin B kaum eine Möglichkeit gibt auf Seiten des Gesetzgebers Druck aufzubauen, diese Situation zu verbessern. Schade finde ich insbesondere, dass auch Verbände, wie die Privaten Brauer oder die Association of Craft Beeer Brewers, keinerlei Reaktion auf meine Kontaktanfragen zeigen. Dabei ist eine grundlegende Reform des „Reinheitsgebots“ längst überfällig. Einen Vorschlag hierzu hätte ich auch schon erarbeitet. Allerdings scheint hier (noch) die Macht und der Lobby-Einfluss der „Kartell-Brauereien“ enorm groß zu sein. Aber auch die (neue) Craft-Bier-Szene – so mein Eindruck – verleiht einer Weiterentwicklung der gesetzlichen Grundlagen kaum Nachdruck. Vielleicht auch, weil sie sich immer wieder auf Ausnahmegenehmigungen verlassen und darauf hoffen, dass der Markt hier die Dinge regeln wird. Trotzdem möchte ich auch nicht an Kritik gegenüber den Craft-Brauern sparen, welche sich allzu oft nur im Marketing verlieren und nur darauf aus sind immer extremere Biere auf dem Markt zu werfen. Ziel sollte es sein Biere in gleichbleibend hoher Qualität mit hochwertigen natürlichen Bier-Zutaten zu brauen und diese dabei nicht „pseudo zu veredeln“. Aspekte, wie Regionalität, Saisonalität oder Tradition sollten hierbei eine ebenso große Rolle spielen. Und warum probiert man eigentlich nicht auch mal Blend-Biere aus? Vielleicht schafft es das „deutsche Reinheitsgebot“ auch dann in die Liste der UNESCO-Weltkulturerben. Ein Beispiel sollten uns hier die Belgier sein, die es mit ihrem Bier bereits in die Liste geschafft haben.

>>>Warum nochmal das Ganze?

Ziel meines Blogs soll dabei aber weiterhin langfristig sein, diese Strukturen aufzubrechen und einen Reform-Prozess anzustoßen bzw. meinen Beitrag dazu zu leisten. Kurzfristig möchte ich wenigstens die Leser zu diesem Thema sensibilisieren um somit ggf. einen Multiplikator-Effekt zu erzielen. Beides ist jedoch effektiv nur mit einem halbwegs großen Netzwerk möglich, welches mir aktuell noch nicht wirklich zur Verfügung steht.

>>>Die Highlights?

Vor diesem Hintergrund gab es trotzdem zahlreiche Höhepunkte, die das Bierjubiläum-Jahr säumten. In erster Linie sind da die regelmäßigen Verkostungsrunden in der Kierberger Eule zu nennen, die jedes Mal interessant und lecker zugleich waren. Herauszustellen ist sicherlich mein eigener Auftritt im April zum Thema 500 Jahre Reinheitsgebot. Aber auch der regelmäßige Austausch mit Biersommelier Markus Weick war sehr inspirierend und lehrreich. Am Tag der Tage – dem 500. Tag des Bieres fand die Craft-Bier-Messe in Walberberg statt, die mir nochmals die Größe der Craft-Bier-Welt aufgezeigt hat. Dass aber auch die traditionelle Bierwelt da mehr als mithalten kann, zeigte sich dann im Juli auf der Bierbörse in der Bonner Rheinaue. Der wohl aber bierigste Höhepunkt des Jahres war die Franken-Bier-Tour im August, wo wir (Alex, Nils und meine Wenigkeit) innerhalb einer Woche an 6 Stationen zusammen 100 unterschiedliche Biere genießen durften. Und sogar in meinen Urlauben an der Ostsee und im Schwarzwald konnte ich glücklicherweise viel Braukultur hautnah erleben. Unerwähnt bleiben sollte zudem natürlich auch nicht mein Start auf Facebook gegen Ende des Jahres.

>>>Was waren meine ganz persönlichen Erfahrungen in 2016?

Nunja, in erster Linie musste ich feststellen, dass Blogschreiben deutlich mehr Aufwand bedeutet als anfänglich vermutet. Dass dadurch andere Dinge kürzertreten mussten, habe ich aber meistens gerne in Kauf genommen. Auch musste ich feststellen, dass Projekte mit mehreren Leuten nicht immer funktionieren. Gerade nach dem entmutigenden Ausscheiden der anderen Co-Autoren habe ich lange mit mir gerungen, ob ich das Blog überhaupt weiter fortführe. Im Prinzip hat mich schließlich nur die Kierberger Eule daran gehindert. Konsequenterweise habe ich dann auch (vielleicht etwas zu spät) den Weg in die sozialen Medien gesucht und gefunden. Hier bietet mir Facebook zumindest eine erkennbare Plattform um mich, das Blog und das Thema etwas sichtbarer zu machen. Persönlich würde ich mir jedoch nach wie vor mehr direkte Rückmeldungen wünschen. Denn hin und wieder kommen Zweifel bei mir auf, ob das Interesse überhaupt groß genug ist, hier so viel Zeit zu investieren. Aber dann kommen immer wieder wertschätzende Momente, wie mein letzter Beitrag zum Bierjubiläums-Bier, welcher mehr als 1100 Leute in über 30 Ländern erreichte, die mich weiter motivieren.

>>>Und sonst?

Auch nach über 500 Bieren in einem Jahr, was mir gleichzeitig über 300 neue Kronkorken bescherte, muss ich konstatieren, dass die riesige (deutsche) Bierwelt nahezu unentdeckbar zu bleiben scheint. Auch wenn ich inzwischen viele Biere und Brauereien wiedererkennen kann, bleibt doch alleine die schiere Masse überwältigend. Etwas verloren gegangen ist dabei aber die Faszination für Craft-Biere. Nicht, weil diese qualitativ minderwertig sind, sondern weil auch hier oftmals kopiert oder in zu kleinen Nuancen gearbeitet wird. Kann aber auch sein, dass ich einfach meine Geschmacksknospen in diesem Jahr zu sehr beansprucht habe. Schließlich konnte ich gegen Ende durchaus feststellen, dass eine differenzierte Bewertung immer schwieriger wurde. Dies lag aber auch daran, dass ich natürlich vorwiegend Biere rezensiert habe, die mir persönlich zusagten bzw. besonders interessant waren. Dadurch ist auch zu erklären, dass es zu einen recht guten Punktedurchschnitt von 11 Pkt. gekommen ist. Insgesamt kann ich aber auch festhalten, dass sich mein Geschmack für Biere geändert hat. So bin ich inzwischen deutlich offener für Bierstile, die sich recht weit vom deutschen Mainstreamgeschmack bewegen.

>>>Wie geht es also weiter?

Natürlich werde ich weiterschreiben und posten. Vermutlich aber nicht mehr in der Intensität wie noch in 2016. Alleine unser familiärer Zuwachs Anfang April wird (zunächst) für eine Prioritätenverschiebung sorgen :). Und wer weiß vielleicht geht auch irgendwann mein kleiner Lebenstraum in Erfüllung und auch ich eröffne eine eigene Brauerei, in der dann nicht nur spannende Biere aus den verschiedensten Getreidesorten (ja es gibt mehr als Gerste und Weizen – und ja Reis, Mais und Hirse sind auch Getreide ;)) sondern auch leckere Bier-Mix-Cocktails entworfen und serviert werden…

Am Ende möchte ich mich nochmals recht herzlich bei Euch allen bierinteressierten Lesern bedanken und nochmals meine Einladung erneuern, gerne jederzeit auch Beiträge in Form von Bildern, Videos, Audios oder kurzen Artikeln beizusteuern.

Bis dahin verbleibe ich mit bierigen Grüßen aus Brühl

Euer Markus

PS: Für weitere Infos zu meinen Gedanken zur Reinheitsgebotsreform verweise ich gerne nochmals auf  23.04.1516 – 23.04.2016: 500 Jahre Reinheitsgebot – (K)ein Grund zum Jubeln?

Silvester 2016

Die letzten Stunden und Minuten des Bierjubiläum-Jahres (sowie die ersten des Folgejahres) wurden mit dieser Bierauswahl begangen:

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Bierfacts:

  • Westheimer Weizen (5%), Pilsener (4,8%), Pilsener Alkoholfrei (<0,5%), Helles Obergäriges (4,8%) & Graf Stolberg Dunkel (4,8%):
    – aus der Gräflich zu Stollberg´sche Brauerei Westheim im sauerländischen Marsberg unmittelbar an der Grenze zu Hessen
    – ein Geschenk noch aus meiner Elternzeit
    http://www.westheimer.de/front_content.php?idart=1014&idcat=772
  • Waldhaus Schwarzwald Weisse (5,6%), Jubiläums-Dunkel (5,6%) & Ohne Filter extra herb (4,9%):
    – von der wirklich sehr guten Privatbrauerei Waldhaus (seit 1833) aus dem gleichnamigen Ort im Südschwarzwald
    – neueste Kreation: Hopfenzauber
    – ein Mitbringsel aus unserem Urlaub
    – <a title="Waldhaus Biere" href="http://www look at here.waldhaus-bier.com/bierspezialitaeten/sortiment/“ target=“_blank“>http://www.waldhaus-bier.com/bierspezialitaeten/sortiment/

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  • Shepard Neame Christmas Ale:
    – 7%; obergärig
    – Festbier von der ältesten Brauerei Groß-Britanniens (Gründung 1698) aus Faversham im südostenglischen Kent
    – recht malzaromatisch, aber auch süßer als deutsche Weihnachstbiere
    https://www.shepherdneame.co.uk/beer/christmas-ale

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina und René für die hervorragende Gastfreundschaft und die schönen Abende.

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143. Herrnbräu Jubiläums-Sud (#2)

Last but not least bzw. das Beste kommt zum Schluss: Die letzte Rezension des Bierjubiläum-Jahres ist DER bierige Höhepunkt meines Bierblogs: Der (Bier-)Jubiläums-Sondersud von Herrnbräu aus der Stadt des „Reinheitsgebotes“:

„Ingolstadt, ehemalige Herzogstadt und Sitz der ersten bayerischen Landesuniversität ist die Heimat von Herrnbräu. Herzog Wilhelm IV. verkündete in Ingolstadt am 23. April (Georgitag) 1516 […] ‚Das Bayerische Reinheitsgebot‘.

2016 feiert ‚Das Bayerische Reinheitsgebot‘ seinen 500. Geburtstag. Speziell hierfür wird der „Herrnbräu Jubiläums-Sud“ mit einem Stammwürzegehalt von 12,8 % im klassichen Ein-Maischverfahren gebraut. Alle verwendeten Rohstoffe stammen aus der Region. Als Resultat eines altüberlieferten Rezeptes mit einem extra hohen Anteil an Röst- und Karamellmalz eingebraut, unter Zugabe aromatischen Hallertauer Hopfens und einer exakt kontrollierten Gärung mit frischer untergäriger Herrnbräu-Hefe entsteht ein dunkles [Keller-]Bier. […] Naturbelassen und unfiltriert.“

Dank des KALEA-Bieradventskalenders kommt das wohl nur schwer zugängliche Spezialbier genau rechtzeitig zur (vor-)letzten und herausragendsten Etappe für 500 Jahre Reinheitsgebot. Auch wenn damit meine Kritik am aktuellen „Reinheitsgebot“ nicht untergehen soll, bin ich hocherfreut dieses Bier als Abschluss und Höhepunkt der Einzelrezensionen verköstigen zu dürfen.

Für weitere Infos zur Brauerei und zum Bierjubiläum siehe auch und .

Steckbrief

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken

Selbstverständlich aus Bierjubiläumssicht das non-plus-ultra, auch wenn objektiv einige Kritikpunkte (zu verspielt, zu unkreativ, zu wenige Informationen) genannt werden müssten.

  • Aussehen

Dunkelorangerotes und naturtrübes Bernstein mit guter und haltbarer feinporiger Schaumkrone.

  • Geruch

Malzig bis röstmalzig, leicht grasig und brotig mit einem dezenten Hauch von Zitrone.

  • Geschmack

Sowohl mild süß als auch mild würzig in der Röstmalznote. Dazu eine leichte Bittere und wieder ein Hauch von Zitrone in den Zwischentönen. Der gute Körper wird von einer eher dumpfen Rezenz begleitet. Der Abgang gestaltet sich erst feinherb, dann trocken-malzig und schließlich wieder ein wenig süßlich.

  • Fazit

Objektiv: Wahrlich ein passendes Bier zum Bierjubiläum. Historische Rezeptur mit moderner Brautechnik gebraut. Zwar kein unbedingter Überflieger in Sachen Kreativität, dafür aber besonders repräsentativ für den gegebenen Anlass.
Subjektiv: Kein Bier passt besser in dieses Blogformat. Kein Bier repräsentiert das Bierjubiläum mehr als dieses. Und kein Bier könnte das Bierjubiläumsjahr so hervorragend schließen als der Bierjubiläumssud. Deshalb zum ersten Mal die absolute Bestnote in der Gesamtwertung: 15 von 15 Pkt. (1+).

Weitere Infos zum Bier unter: .

Damit verabschiede ich mich aus dem Bierjubiläums-Jahr und melde mich erst im neuen Jahr wieder mit der Zusammenfassung von Silvester und einem (persönlichen) Fazit aus einem Jahr Bierblog zurück.

Vielen Dank an alle Leser für Euer Interesse und einen guten Rutsch in 2016+1.

Prost!

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XXIX.

Anlässlich meines Geburtstages habe ich für meine Kollegen ein Bonner Bierensemble zusammengestellt. Vor allem das Wieß und der Lokalpatriot fanden reißenden Absatz und haben gezeigt, dass es nicht immer ein „Fernseh-Bier“ sein muss. Komplettiert wird das Bild vom obergärigen Cramer aus der Eifel und dem Schultheiss Pilsener. Wer mich schon etwas länger kennt wird wissen, warum es genau dieses Bier sein musste ;).

Bierfacts:

  • Schultheiss Pilsener:
    – untergärig; 5%
    – aus der Berliner-Kindl-Schultheiss Brauerei
    – die Geschichte der Marke geht bis ins Jahr 1842 zurück
  • Ale Mania Bonner Wieß:
    – obergärig; 12°P, 4,5%
    – Original-Lokal-Bier Bonns von der rechten Rheinseite aus der noch recht jungen Kleinstbrauerei Ale Mania
    – siehe auch
  • Bönnsch:
    – obergärig; 4,9%
    – aus dem älteste noch bestehenden Brauhaus Bonns
    – das erste Bier des Bierjubiläums (siehe )
  • Ennert-Bräu Lokalpatriot
    – untergäriges Lager; 4,9%
    – aus der 1997 entstandenen Hausbrauerei am Ortsrand von Beuel, die seit einem Genrationswechsel auch speziellere Biere braut
    – das Bier gibt es ausschließlich im Hausverkauf vor Ort
  • Cramer Obergärig
    – obergäriges Wieß, 4,8%
    – aus der ältesten privaten Landbrauerei der Eifel (seit 1791) in Nideggen-Wollersheim

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Gleisbrauer im alten Bahnhof Frechen

Heute stand der Besuch der Gleisbrauerei im alten Bahnhof von Frechen an. Dies ist eine der jüngsten und zugleich auch schon wieder letzten Brauereien im Rhein-Erft-Kreis. Schon lange geplant, aber nun durch das diesmonatige Spezialbier Maronenbräu (darf gesetzlich nicht Bier heißen…) „gelokt“ und endlich mal besucht. Und es hat sich gelohnt: Sehr leckeres und interessantes Bier wie Essen sowie eine sehr schöne Location. Definitv empfehlenswert.

Flyer Bierdeckel

Außenansicht:IMG_20161106_122126

Inneneinsicht zur Brauerei:IMG_20161106_124159

Bierfacts:

IMG_20161106_123351

  • Gleisbrauer Maronenbräu:
    – 13.5°P; 5,2%; obergärig
    – Spezialbier des Monats November
    – neben Soraci Ace-Hopfen und Münchener Gerstenmalz sind Maronen mit eingebraut
    – und diese schmeckt man auch heraus – aber für meinen Geschmack etwas zu wenig
    – wieder mal noch ein Beispiel, warum das Reinheitsgebot reformiert werden muss

IMG_20161106_131002

  • Gleisbrauer Lokstoff:
    – obergärig und naturtrüb – neben dem Kölsch-Äquivalent Finchen das zweite Permanent-Bier der Brauerei
    – mit Tettnanger Hopfen und ebenfalls Münchener Gerstenmalz hergestellt
    – wirklich sehr sehr lecker süffig, malzig, hefig mit einem langen Abgang

Weitere Infos unter: http://www.gleisbrauer.de/

Franken-Bier-Tour-Abschlusstreffen

Aufgrund dessen, dass wir ja noch drei Bierschätze aus der Klosterbrauerei Weißenohe mitgebracht hatten, haben sich letztes Wochenende Alex und Nils bei mir in Brühl eingefunden:

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Bierfacts:

Zudem hat mein Vater mir folgendes Bier aus seinem Urlaub als Geschenk mitgebracht, welches wir ebenfalls verköstigten:

  • Wismarer Mumme:
    – 11.8°P; 4,8%
    – aus dem 1452 gegründeten Brauhaus am Lohberg
    – die Mumme ist ein mitteldeutscher Bierstil, der aufgrund seines hohen Zucker- und Alkoholgehalts im ausgehenden Mittelalter ein Exportschlager der Hansestädte wurde. Alkoholgehalt und Zutaten wichen jedoch lokal recht weit voneinander ab.
    – die sog. Braunschweiger Mumme gilt als Urahn des heutigen Malzbieres
    – einer der wenigen historischen Ausnahmen vom Reinheitsgebot
    http://brauhaus-wismar.de/bier.htm

Außerdem auf dem Bierplan stand diese Spezialität:

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„Oktoberfest“ in Brühl

Im Rahmen des ersten „Oktoberfestes“ im Brühler Bermuda-Dreieck, habe ich mir dann auch mal ne Maß Oktoberfestbier gegönnt:

„Seit 1818 brauen wir zur Wiesnzeit unser untergäriges Festbier – das beliebteste Oktoberfestbier Deutschlands und eine echte Münchner Institution. Eine Maß voll Oktobersonne, kraftvoll und golden. Im Geschmack die perfekte Balance von leichter Hopfennote und kräftigem Malz. Festlich, vollmundig, wunderbar süffig. Ein Bier, das es nur zur Wiesn gibt.“

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Urlaub im Hochschwarzwald

Hier einige bierige Impressionen von unserem Urlaub rund den Feldberg:

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  • Feierling Inselhopf & Bruno (5%):
    – seit 1877 unabhängige Hausbrauerei im Herzen der Freiburger Altstadt mit Sudhaus im Gastraum, sodass stets der leckere Geruch der Maische in der Nase ist
    – Prädikat: absolut empfehlenswert!
    http://www.feierling.de/

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  • Lenzkircher Pils (11.7°P; 4,9%), Zwickl, Dunkel (11.8°P; 45,2%) & Weizen (12.6 °P; 5,2%):
    – aus der 1846 gegründeten Familienbrauerei Rogg in Lenzkirch, welche ich selbstverständlich besuchen musste
    – in der Brauereigaststätte gab es alle vier im tollen ProBierle
    – die zwei weiteren Bio-Biere sowie das Rogg Zipfel habe ich mir dann als Flasche mitgenommen
    – angeschlossen am Brauerei-Gelände ist ein Camping-Platz
    http://www.brauerei-rogg.de/start_01.html

SAM_0771 IMG_20160923_124229 IMG_20160923_124859Daneben habe ich mir noch das ein oder andere Bier aus meinem Craft-Bier-Fundus mitgenommen:

  • Brooklyn East IPA (6,5%):
    – obergäriges IPA mit Weizenmalz aus einer der älteren Craft-Beer-Brauereien der USA (mit Gründung 1988)
    http://brooklynbrewery.com/

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  • Ratsherrn Pale Ale (5,6%):
    – das Ganze un-imperial aus dem Hause Ratsherrn in Hamburg
    http://ratsherrn.de/de/

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  • Ingelmunster Kasteel Rouge (8%):
    – aus der 1900 entstandenen Castle-Brauerei van Honsebrouck im westflämischen Izegem
    – enthält neben der Weizenrohfrucht auch Kirschen und Stevia
    http://www.vanhonsebrouck.be/kasteel-rouge/

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  • Maredsous Abbaye Blonde (6%):
    – geht auf die Abtei Maredsous im wallonischen Denée zurück, wird jedoch in der Brauerei Mortgaart im flämischen Puurs produziert
    – Abteibier nach Benediktiner-Tradition und mit Glukosesirup, welches laut Wikipedia nie in der besagten Abtei gebraut wurde
    http://www.maredsousbieres.be/

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  • Camba Hop Gun (14.6°P; 6,4%):
    – Brown Ale aus dem Hause Camba im bayrischen Truchtlaching
    – Best American Brown Ale World Beer Awards 2016
    – Craft-Brauerei des Jahres 2014
    – eines von wirklich sehr vielen traditionellen und modernen Bieren der Brauerei
    http://www.camba-bavaria.de/internationale-biere/camba-hop-gun/

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  • Hanscraft & Co Backbone Splitter (17.2°P; 6,6%):
    – IPA aus der Craft-Bier-Brauerei Hanscraft in Aschaffenburg
    http://hc-co.de/de/

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Beim Schreiben dieser Zeilen hat mich darüber hinaus folgendes Bier begleitet:

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Nicht probiert aber gesehen habe ich folgende Brauerei:

http://www.martinsbräu-freiburg.de/ (2. Hausbrauerei Freiburgs)

Bierige Grüße also aus dem deutschen Südwesten 🙂

Klerikal-Historisches zum Wochenanfang I

Als ein Beispiel für die vorbildliche Wiederbelebung christlich-klösterlicher Braukunst:

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Fundstück aus:
Sommerzeit 2016 – eine Sonderausgabe des Erzbistums Kölns (Hrsg.) | J.P. Bachem Medien GmbH-Verlag, Ursulaplatz 1, 50668 Köln | www.adventsundsommerzeit.de

Biermix-Cocktail

Ja, auch das ist Teil der (deutschen) Bierkultur. Und als stolzer Besitzer der wohl größten Hausbar Brühls natürlich auch wichtiger Teil meines Repertoires.

Hier ein Bespiel – der WeiBa Deluxe: Hefeweizen , Bananensaft, Limettensaft und 43er. Das Weißbier kam diesmal aus der (offiziell) ältesten Brauerei Deutschlands, der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan von 1040.

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Ein Hoch auf die Biermixcocktails! Prost!

Urlaub am Weißenhäuser Strand

Hier einige bierige Impressionen von unserem Urlaub an der Ostsee:

  • Lück Pils (4,8%):
    – gegründet 1865 in Lübeck von Jürgen Heinrich Lück, der als einer der ersten im Norden untergärig brauen lies
    – Verkauf des Familienunternehmens 1979 an die Bavaria-Brauerei in Hamburg, welche 1989 die Produktion des Bieres einstellte
    – Vor einigen Jahren Wiederauferstehung in Schillsdorf durch die ehemaligen Besitzer und Braumeister
    http://www.lueck-pils.de/unser_bier.html

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  • Dithmarscher Pilsener (11.6 °P / 4,8%) & Urtyp (11.4 °P / 4,9%):
    – aus der einzigen Privatbrauerei an der Westküste Schleswig-Holsteins Dithmarschen in Marne- mit einer sehr interessanten und leckeren Getreidenote
    http://www.dithmarscher.de/ueber-uns/produkte.html

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  • Holsten Edel (11.2 °P / 4,9%):
    – aus der inzwischen nicht mehr existenten Holsten Brauerei in Hamburg-Altona
    – Gründung der Brauerei 1879 – Einführung des Edel 1913
    – Übernahme des Unternehmens 2004 durch die Carlsberg-Gruppe, welche dieses 2014 auflöste (fortan Braubetrieb für Carlsberg direkt)
    https://www.holsten-pilsener.de/biere.html

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  • Fietsche Fischer´s Hafenbier dunkel (4,8%):
    – gebraut von der Lück Brauerei für die Travemünder Marke Fietsche Fischer
    – neben dem Bier werden auch diverse weitere Produkte – wie Liköre, Schnäppse aber auch Fisch und Souvenirs – vertrieben
    http://fietschefischers.de/

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  • Kieler Bier (12°P / 4,8%) & Kieler Pils (4,8%):
    – Naturtrübe Biere aus der letzten Brauerei der Kieler Altstadt
    – erst 1988 gegründet, wollte man die Braukunst wieder in Kiel ansiedeln
    – besonders spannend ist der Einblick in die Brauräume, welche aus dem Gastraum einsehbar sind, und die Geruchsproben von Malz und Hopfen
    – neben vielerlei Informationen rund um das Bier und den Brauprozess ist auch die Reinheitsgebotsurkunde ausgehängt
    – zusätzlich gab es noch das aktuelle Saisonbier: ein Maibock
    http://www.kieler-brauerei.de/

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  • Pionier glutenfrei Pilsener (4,5%):
    – nach eigenen Angaben das erste glutenfreie Pils, das dank einer neu entwickelten Braugerste nach Reinheitsgebot gebraut ist
    – der Rohstoff soll dabei gentechnikfrei sein und in Australien entwickelt worden sein
    http://www.pionier-glutenfrei.de/#

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  • Oldenburger Schaumkrönchen (5,1%):
    – gebraut mit Holsteiner Gerstenmalz, aber produziert und abgefüllt im bayrischen Aldersbach
    – präsentiert in stylischen Holzkästen

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  • Ratsherrn Pilsener (11.3°P / 4,9%) & Backyard Beach Summer Ale (11.3°P / 4,5%):
    – aus der 2012 gegründeten Craft-Bier-Brauerei im Hamburger Schanzenviertel
    – neben 6 Stammbieren gibt es noch unzählige weitere saisonale sowie limitierte Biere
    http://ratsherrn.de/de/

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  • Sternburg Export (11.9°P / 5,2%):
    – aus der heutigen Leipziger Brauerei Sternburg
    – gegründet von Maximilian Speck als Freiherrlich von Sternburg’sche Brauerei im Leipziger Vorort Lützschena, welcher durch seine „Bierverdienste“ vom bayrischen König in den Freiherrnstand erhoben wurde
    – zu DDR-Zeiten wurde ein German Pils gebraut, welches in den Ostblock exportiert und für das Militär gebraut wurde
    – nach der Wende mussten die ehemaligen Brauanlagen aufgegeben werden und der Betrieb nach Leipzig selbst verlegt werden
    – heute gehört es zur Radeberger-Gruppe
    http://www.sternburg-bier.de/sternburg-bier/sortiment/export/

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Nicht probiert aber gesehen habe ich folgende zwei Brauereien:

http://www.brauberger.de/cms/ (Altes Lübecker Brauhaus)

http://lillebraeu.de/ (einzige Kieler Craft-Bier-Brauerei)

 

Bierige Grüße also aus dem deutschen Norden 🙂

59. 16 – BlackImperialBock

Zum Abschluss der Reinheitsgebots-Festwochen schließt sich der Kreis zur Eröffnung (siehe 50.). Denn mit dem Black Imperial Bock der Junioren der Privaten Brauereien handelt es sich um das zweite Bier, das anlässlich des Bierjubiläums von Junior-Brauern des Verbandes Privater Brauereien kreiert wurde.

Die jungen Brauer der Verbandsbrauereien hatten anlässlich des Bierjubiläums das Projekt 2016 ins Leben gerufen. Dabei wollten sie zeigen, dass das Reinheitsgebot aktueller und innovativer denn je ist. Zu den bekannten 4 Rohstoffen Wasser, Malz, Hopfen und Hefe fügten sie ihre Kreativität und ihr brautechnisches Know-How als fünftes Element hinzu und kreierten – wie sie es bezeichnen – zwei klasse innovative Genussbiere.

„Brauen mit dem Reinheitsgebot heißt seit 500 Jahren etwas G´scheites, Echtes, nichts Gepanschtes, eben Bierbrauen nur mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.
Dazu kommen wir – der fünfte Rohstoff. Die frische Kreativität von 21 jungen  PrivatbrauerInnen aus ganz Süddeutschland. Wir sind Braumeister und Getränkebtriebswirte, leidenschaftliche Profis. Wir wissen, was wir tun, wir brauen in richtigen Sudhäusern. Entstanden sind zwei Genussbiere mit Trafition und frischer Kreativität, eben Biergenuss für den besonderen Anlass.“

So möchte ich die Festwochen nun mit der 16 schließen. Einem sogenannten Black-Imperial-Bock, das auf dem Rücklabel wie folgt beschrieben wird:

„Schwarz und charakterstark, so präsentiert sich unser BlackImperialBock. Eine Versuchung für jeden besonderen Anlass. Schon in der Nase begrüßen Sie intensive Schokoladen- und Karamellaromen, gefolgt von kernigen Kaffeenoten und einem Hauch von Rauch im Geschmack. Feine Aromahopfen runden das Geschmacksfeuerwerk im Mund ab, und am Ende bleibt nur ein Lächeln und die Freude auf den nächsten Schluck“

Steckbrief

59_16-Steckbrief

Bewertung

59_16

  • Flaschendesign + Kronkorken

Hier ist dem in 50. geschilderten Äußerungen fast nichts hinzuzufügen. Insbesondere aber die Farbkombination aus Gelb und Grün gefällt mir bei den beiden Bieren.

  • Aussehen

Endlich mal wieder ein dunkles Bier. Neben der dunklen Kastanienfarbe und der vermutlichen Naturtrübung fällt die enorme Schaumbildung und lange Haltbarkeit sehr positiv auf.

  • Geruch

„Schon in der Nase begrüßen intensive Schokoladen- und Karamellaromen…“ heißt es in der Beschreibung. Und in der Tat ist eine feine Zartbitter-Schokoladennote erkennbar. Viel stärker sticht allerdings ein rauchiger und röstmalziger Geruch heraus. Die Karamellsüße kann ich demgegenüber nicht erkennen.

  • Geschmack

„… gefolgt von kernigen Kaffeenoten und einem Hauch Rauch im Geschmack.“  heißt es weiter. Der schon zuvor identifizierte Rauch zieht sich auch im Geschmack durch. Ebenso die Röstmalznoten. Zudem kommt immer wieder eine aromatische Bitterkeit und eine dumpfe fruchtige Süße durch. Selbst den Kaffee kann man erstaunlich gut herausschmecken. Die Resenz ist nur mäßig, der Abgang aber umso intensiver. Süß und gleichzeitig herb und vor allem recht ölig bleibt das 16 in Erinnerung.

  • Fazit

Wer über Biervielfalt im Bierjubiläumsjahr philosophiert, für den ist nicht nur das 20 definitiv das Non-Plus-Ultra, auch das 16 kann da ebenso mithalten. Hintergrund und Präsentation selbstverständlich ebenfalls erstklassig. Leider kann mich aber auch dieses Bier nicht in Gänze überzeugen, da ich mir einfach von einem solch besonderen Produkt noch etwas mehr Kreativität und Geschmacksvielfalt erwartet hätte. Nichtsdestotrotz erreicht es gleicher- und verdientermaßen sowie herausragende 14 Pkt. (1).

59_16-Bewertung

Für weitere Infos rund um den Verband Private Brauereien siehe http://www.private-brauereien.de/de/index.php.

Zum Projekt 2016 der Junioren geht hier entlang:  http://www.private-brauereien.de/de/private-brauereien/projekt-2016-der-junioren/index.php.

Zudem bietet der Verband auch umfangreiche interessante Informationen zum Reinheitsgebot: http://www.private-brauereien.de/de/reinheitsgebot/index.php.

Und vielen vielen Dank nochmals an Markus! (http://wordpress.99biere.de)

Prost Reinheitsgebot!

58. Falkenfelser Festbier – 500 Jahre Reinheitsgebot

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen für das Bierjubiläum vollständig auf einerseits die sogenannten Fernsehbiere und andererseits die Discount-Biere zu verzichten. Im Rahmen meiner Recherchen bin ich dann aber auf das obige Bier aus dem Netto-Markt gestoßen und konnte daran nun schlecht vorbeigehen ohne es zu kaufen. Nicht nur der Anlass war ein Kaufgrund, auch bietet sich die einmalige Gelegenheit das Discount Produkt mal mit der Konkurrenz zu vergleichen – auch wenn ein 1:1-Vergleich aufgrund der Biersorte natürlich nicht möglich ist. Außerdem gab es zeitgleich auch noch eine Rabattaufkleberaktion bei Netto, sodass mir dieses Bier tatsächlich nur 39 ¢ gekostet hat. Also auf ein gutes Gelingen.

Steckbrief

58_Falkenfelser Festbier-Steckbrief

Bewertung

58_Falkenfelser Festbier

  • Flaschendesign + Kronkorken

Zugegebenermaßen gefällt mir das Flaschendesign besser als für ein Discount-Bier vermutet. Die Schlichtheit kommt mir grundsätzlich entgegen, auch wenn hier natürlich schon erkennbar ist, dass man es nicht mit einem hochwertigen Produkt zu tun hat.

  • Aussehen

Farblich und hinsichtlich Schaumbildung ist dem Festbier auch kein großer Vorwurf zu machen. Dass nicht (mehr) viele Biere naturtrüb hergestellt werden, habe ich ja bereits erleben dürfen und gehört einfach zu verschiedenen Bierstilen dazu.

  • Geruch

Hier bin ich zunächst positiv überrascht, da eine klare Röstmalz-Note heraussticht. Auch erriechbar ist eine grundsätzlich fruchtig-hopfige Note. Allerdings fällt schon ein leicht industrieller Einschlag auf, der das Geruchserlebnis etwas trübt.

  • Geschmack

Im ersten Moment bin ich ebenfalls positiv überrascht. Die Karamellmalzige Süße verbindet sich zunächst sehr schön mit der hopfigen Bitterkeit. Allerdings wird diese im Verlaufe immer unrunder und äußert sich dann in einem herben lang anhaltenden und z.T. stechenden Abgang. Zwar nehmen diese Irritationen mit der Zeit ab – ein merkwürdiges Gefühl aber bleibt.

  • Fazit

Wie fast zu vermuten schlägt sich das Discount-Festbier erstaunlich gut. Klar, kann man bei 39 ¢ keine Geschmacksexplosion erwarten und auf eine handwerkliche Braukunst hoffen. Aber gerade für den kleinen Geldbeutel ein mehr als anständiges Bier und vermutlich besser als die anderen Produkte der Reihe. Insgesamt hat es bei mir daher mit 11 Pkt. eine gute 2 verdient.

58_Falkenfelser Festbier-Bewertung

Prost 500 Jahre Reinheitsgebot!

Holy Craft Beer Messe Walberberg

23. April 2016 – 500 Jahre deutsches Bierreinheitsgebot!

Um den gestrigen Tag der Tage auch gebührend zu begehen, half das Schicksal ein wenig mit. Denn just an diesem Wochenende fand die erste „Holy Craft Beer Messe“ in Bornheim Walberberg statt. Veranstaltungsort war die Domäne Walberberg. Eine historische Klosteranlage im Bornheimer Westen – ideal also für Brühler erreichbar. Die Ausstellung selbst fand in der ehemaligen Klosterkirche statt – deshalb der Zusatz „Holy“, auch wenn der Anblick einer Biertheke als Altar schon etwas gewöhnungsbedürftig war.

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Insbesondere vor dem Hintergrund des historischen Bierjubiläums, war es ein perfekter Zeitpunkt, um zu zeigen, was es auch noch jenseits von Bitburger, Krombacher & Co. gibt. Für mich und den anderen Markus war es aber auch einfach nur sehr schön um der deutschen und internationalen Biervielfalt zu frönen.

Folgende Aussteller gaben sich die Ehre:

Britische Biere BrauArt Düsseldorf_I Britische Biere BrauArt Düsseldorf_II

  • BeernerdBottleshop für Australische Biere aus Bielefeld
    (www.beernerd.de)

Prancing Pony Australia_I Prancing Pony Australia_II

Craftbeer Corner Coeln_i

Von FreudeDaneben gab es noch einen weiteren Stand mit diversen deutschen und internationalen (Craft-)Bieren. Außerdem standen an einer Stelle auch ausgewählte Hopfenpellets und Gerstenmalz zur Duft- und Fühlprobe bereit:

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Glücklicherweise war der Besucherstrom auch nicht übermäßig, sodass man tatsächlich auch die schiere Menge an über 200 unterschiedlichen Biere auf sich wirken lassen konnte. Egal ob deutsche, britische, niederländische, belgische, österreichische, estnische, dänische, norwegische, südafrikanische, US-amerikanische oder australische: Es war einfach herrlich eine derartige Vielfalt zu bewundern und zu probieren. Von sauer bis süß, salzig bis würzig, fruchtig bis kaffeeartig, von leicht bis schwer, von sanft bis bitter, von hell bis dunkel war alles dabei. Und es war wieder einmal der Beweis, dass das Reinheitsgebot wie es heute gilt, einer dringenden Reformation bedarf, damit endlich hochqualitative aber eben nicht Mainstream-Biere eine echte Chance haben. Neben der Verkostung von so vielen unterschiedlichen Biergeschmäckern, hatte man auch die Gelegenheit sich mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Dabei ließ sich nicht nur über Bier und Biervielfalt, sondern auch über die persönlichen Geschichten philosophieren.

Meine probierten Biere an dem Abend waren:

Außerdem hatte ich die Gelegenheit genutzt und mir ein paar australische und hamburgische Craft-Biere erstanden. Den Craftbeer Corner Coeln, der ja eigentlich in Hürth stationiert ist, werde ich demnächst mal ansteuern, um auch die vielen weiteren Biere, die ich nicht verköstigen konnte, genießen zu können. Die über 30 Kronkorken, die ich an den einzelnen Ständen ergattern konnte, rundeten den Abend sehr schön ab.

Hier einige Impressionen:

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Mein Fazit:
Es tut gut, dass die Craft-Bier-Bewegung nun auch in Deutschland Fuß gefasst hat. Damit wird die deutsche Biervielfalt nach einer (im Vergleich zu den USA nicht ganz so starken) Zentralisierung in den vergangenen Jahrzehnten hoffentlich wieder regionalisiert und erhöht. Dass dabei auch auf hochqualitative Zutaten wert gelegt wird ist ein netter Nebeneffekt. Allerdings sollte bei der ganzen Bewegung auch nicht der Kern der Sache außer Acht gelassen werden: Der Geschmack. Bei aller Experimentierfreude, bringt es freilich wenig, wenn es am Ende nicht schmeckt. Auch sollte differenziert werden, wer sich hier auf dem Markt tummelt. Denn nicht selten sind es nur findige Unternehmer, die aus dem Hype Kapital schlagen wollen und selbst überhaupt keinen Bezug zum Bier und zum Brauen haben.

Weitere Infos gibt es übrigens unter:
https://www.facebook.com/holybeermesse/,
http://www.general-anzeiger-bonn.de/besser-leben/genuss/gastro-aktuell/Geschmack-abseits-des-Reinheitsgebots-article3232292.html und
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bier-craft-beer-brauer-leiden-unter-schlechter-hopfen-ernte-a-1084836.html

Beim Genuss des Reinheitsgebots-Bieres par excellence Herrnbräu Tradition im urigen Schmitz-Mönk-Krug (aus meiner Heimatbrauerei in Willich-Anrath) verabschiede ich mich in den Abend und wünsche ein weiteres Mal Prosit Reinheitsgebot!