Archiv der Kategorie: Bierkultur

242. O‘ zapft is – KALEA Beertasting.Club-Verköstigung I.

Am vergangenen Brücken- (oder wie man in Österreich sagt Fenster-) Tag zum Tag der Deutschen Einheit, hatten sich Alex & Nils beim mir in Brühl eingefunden, um mir bei der Tilgung meines gewonnenen Beertasting.Club-Bierabos von KALEA zu helfen. Zudem gab es noch das ein oder andere „externe“ Bier. Und professionell wie wir nunmal sind, wurde jedes verkostete Bier natürlich auch standardisiert beschrieben und bewertet. Dabei haben wir uns an dem Bewertungsschema vom Beertasting Club orientiert und für die vier Kategorien Flasche, Optik, Geruch und Geschmack jeweils in der Bandbreite von einem halben bis zu fünf Sternen bzw. Punkte vergeben.

  • Bucher Festbier:
    – 5,6%; untergäriges Märzen
    – seit 1843 in 5. Generation geführte Familienbrauerei aus Grafenau im bayrischen Wald
    – 8,5 von 20 Pkt. (M)
    http://www.bucher-braeu.de/de/produkte/bier/spezialitaeten.html
  • Höss o‘ zapft is!:
    – 5,2%; 13.5°P; untergäriges Märzen
    – von der Höss Brau- und Vertriebs GmbH & Co. KG, die auf der Privatbrauerei Hirschbräu von 1657 aus Sonthofen beruht
    – 12,5 von 20 Pkt. (M)
    http://www.hoess-bier.com/produkte/
  • Hoepfner Pilsner:
    – 4,7%; untergäriges Pils
    – von der 1798 gegründeten Karlsruher Privatbrauerei
    – gebraut und abgefüllt wird bis heute in der 1896 erbauten „Hoepfner Burg“ in der Karlsruher Oststadt
    – 11 von 20 Pkt. (M)
    http://www.hoepfner.de/bierspezialitaeten/sorten/pilsner.html
  • Müllerbräu Neuöttinger Festbier:
    – 5,6%; 11.8°P; untergäriges Märzen
    – von der 1768 gegründeten Privatbrauerei aus Neuötting in Oberbayern
     die Brauerei verkauft übrigens auch viele interessante Bierartikel
    – 15 von 20 Pkt. (M)
    http://www.muellerbraeu.de/willkommen.html
  • Wacken Walküren-Schluck:
    – 7,8%; 20°P; obergäriges Nordic Strong Ale
    – „Beer of the Gods“ von der 2016 gegründeten Craft-Brauerei aus dem bekannten Metal-Dorf Wacken in Holstein
    „In der nordischen Mythologie sammeln die Walküren die gefallenen Krieger vom Schlachtfeld und bringensie nach Walhalla, der Festhalle des Göttervaters Odin“
    – 15 von 20 Pkt. (M)
    http://www.wacken.beer/walkuerenschluck/
  • AndUnion Friday:
    – 6,5%; 16°P; obergäriges (über-)IPA
    – von der seit 2007 für ihr minimalistisches Äußeres bekannten Gypsi-Brauerei aus München
    – „Modernist Bavarian Craft Beer“
    – 14,5 von 20 Pkt. (M)
    http://www.andunion.com/de/product/friday/
  • Störtebeker Polar-Weizen:
    – 9,5%; obergäriger Weizenbock
    – von der 2011 umfirmierten Braumanufaktur aus Stralsund, welche aus der 1827 gegründeten Stralsunder Vereinsbrauerei  hervorging
    – Eisbock basierend auf dem Bernstein-Weizen
    – 18 von 20 Pkt. (M)
    https://www.stoertebeker.com/de_de/polar-weizen/
  • Jopen RPA Jakobus:
    – 5,5%; 13°P; obergäriges India Pale Ale
    – von Jopen-Craft-Brauerei aus dem niederländischen Haarlem
    – benannt nach der Jopenkerk, in der das Bier seit 2011 hergestellt wird
    – mit Roggen eingebraut
    – 15,5 von 20 Pkt. (M)
    https://www.jopenbier.nl/en/bieren/jopen-jacobus-rpa/
  • AleMania Sommer Saison:
    – 5,5%; obergäriges Saisonbier
    – neuestes Bier aus dem Bonner Hause AleMania
    – trotz schon sehr herbstlichem Wetter lecker hopfig-würzig und rund
    – http://www.ale-mania.de/
  • Hohenthanner Festbier:
    – 5,8%; 13.5°P; untergäriges Märzen
    – aus der Schlossbrauerei zu Hohenthann im Hopfenanbaugebiet Hallertau (gegründet 1864)
    – 16 von 20 Pkt. (N)
    http://www.hohenthanner.de/biere.php
  • Wacken Baldur:
    – 5,5%; untergäriges (Nordic) Märzen
    – „Beer of the Gods“ von der 2016 gegründeten Craft-Brauerei aus dem bekannten Metal-Dorf Wacken in Holstein
    „Baldur steht symbolisch für den Sommer, für Licht, für Wärme und die Lebensfreude. Sein Tod läutet den kommenden Winter ein. Aber Baldurs Rückkehr am Ende der Ragnarök ist gewiss.“
    – 13,5 von 20 Pkt. (N)
    http://www.wacken.beer/baldur/
  • Einsiedler Landbier:
    – 5%; untergäriges Dunkel
    – vom 1885 gegründeten Einsiedler Brauhaus aus Chemnitz
    – 12,5 von 20 Pkt. (N)
    http://www.einsiedler.de/biere.html
  • Rügener Inselbrauerei Baltic Dubbel:
    – 8,5%; obergäriges Dubbel
    – von der Rügener Craft-Brauerei in Rambin
    – mit Roggenmalz eingebraut
    – 13 von 20 Pkt. (N)
    https://insel-brauerei.de/shop/index
  • Camba Hop Gun:
    – 6,4%; obergäriges Brown Ale
    – aus der 2008 gegründeten Craft-Brauerei in Seeon am Chiemsee
    – 11 von 20 Pkt. (N)
    http://www.camba-bavaria.de/internationale-biere/camba-hop-gun/
  • Erlbräu Imperator:
    – 8,5%; untergäriger heller Doppelbock
    – vom 1871 Erlkönig aus Geiselhöring in Niederbayern
    – Jubiläumsedition zur Feier von 145 Jahren Erl-Bräu und 500 Jahren bayerischen Reinheitsgebots
    – 12,5 von 20 Pkt. (N)
    http://www.erl-braeu.de/brauerei/imperator
  • Weihenstephan Kristall Weizenbock:
    – 7,5%; 16,3°P; obergäriger Kristallweizenbock
    – aus  der vermeintlich ältesten Brauerei der Welt in Freising
    – wirklich seltener Bierstil, der sich an eine Version aus den 1950ern anlehnt
    – 12 von 20 Pkt. (N)
    https://www.weihenstephaner.de/de/unsere-biere/kristallweizenbock/
  • Erlkönig Festbier:
    – 6,1%; untergäriges Märzen
    – von der Landbrauerei Ludwig Erl (gegründet 187) aus Geiselhöring in Niederbayern
    – 9 von 20 Pkt. (A)
    http://www.erl-braeu.de/brauerei/volksfestbier
  • Distelhäuser Lucky Hop IPA:
    – 7,7%; 17°P;  obergäriges India Pale Ale
    – aus Craftbier-Segement des Distelhäuser Brauhauses in Tauberbischofsheim (Gründung 1811)
    – 11 von 20 Pkt. (A)
    https://www.distelhaeuser.de/unser-bier/craft-biere/#tab-accordion3
  • Perlenzauber German Pale Ale:
    – 5,4%; obergäriges Pale Ale
    – aus der Schlossbrauerei zu Hohenthann im Hopfenanbaugebiet Hallertau (gegründet 1864)
    – ganz frisch auf dem Markt
    – 16 von 20 Pkt. (A)
    https://www.ratebeer.com/beer/hohenthanner-schlossbrauerei-perlenzauber-german-pale-ale/553973/
  • Welde Hop Stuff:
    – 5,6%; untergäriges Kellerbier
    – von der Kreativbierbrauerei Welde aus Plankstadt-Schwetzingen in BaWü
    – mit Ella & Equinox hopfengestopft
    – 9 von 20 Pkt. (A)
    http://shop.welde.de/craft/welde-hop-stuff.html
  • Kauzen Winter-Weisse:
    – 7,1%; 16.8°P; obergäriger Weizenbock
    – vom bis 1809 zurückgehenden Kauzen-Bräu im fränkischen Ochsenfurt
    – 12 von 20 Pkt. (A)
    http://www.kauzen.de/2_biere.php
  • Buddelship Mitschnagger:
    – 5,3%; 12.9°P; untergäriges Pils
    – von der Kreativbierbrauerei Buddelhsip aus Hamburg
    – 12 von 20 Pkt. (A)
    http://www.buddelship.de/biere
  • AndUnion Beast of the Deep:
    – 6,5%; untergäriger Bock
    – von der seit 2007 für ihr minimalistisches Äußeres bekannten Gypsi-Brauerei aus München
    – „Modernist Bavarian Craft Beer“
    – 4 von 20 Pkt. (A)
    http://www.andunion.com/de/product/beast/
  • Schlossbrauhaus Schwangau Helles:
    – 4,8%; untergäriges Helles
    – aus der gleichnamigen Brauerei im oberallgäuischen Schwangau
    – exclusiv aus dem Brauhaus vor Ort mitgebracht
    – 8 von 20 Pkt. (A)
    http://www.schlossbrauhaus.de/brauerei/

Zusammenfassend also ein sehr intensiver Bier-Abend mit vielen unterschiedlichen Bieren, die einem wieder aufgezeigt haben wie groß die Bierwelt alleine im deutschsprachigem Raum ist. Auch haben wir gemerkt, dass acht Biere pro Person ein gutes Limit ist, über dem hinaus kaum eine verwertbare Bewertung mehr möglich ist. Selbstverständlich sind alle Bewertung hier höchst individuell und auch kein Durchschnitt unserer drei Meinungen, sondern nur jeweils des „Hauptverkosters“. Danke also nochmals an Alex und Nils für die tatkräftige Unterstützung und auch das Beisteuern des ein oder anderen weiteren Bieres.

Danke aber auch an meine liebsten Schwiegereltern für die beiden mitgebrachten Biere aus dem Allgäu-Urlaub.

Fazit: Das Leben ist zu kurz für Industrie-Biere, genießt mehr privates Handwerk!

Blogbier, die XX.

Zum Grillfest meiner Abteilung habe ich mich erdreistet folgende Biere mitzubringen. Allesamt kommen aus dem ersten Paket meines gewonnenen KALEA-Bierabos:

  • Karmeliten Kloster Gold:
    – 5,1%; 12.6°P; untergäriges Export
    – aus der 1367 gegründeten Klosterbrauerei Karmeliten zu Straubing
    – schmeckt herrlich süffig malzig
    http://www.karmeliten-brauerei.de/deutsch/produkte/bier-spezialitaeten/kloster-gold.html
  • Zwönitzer Rauchbier:
    – 5%; 13°P;  untergärig
    – aus der 1997 gegründeten Kleinbrauerei des Erzgebirges
    – schmeckt im Vergleich zu den Bamberger Rauchbiergrößen etwas schwach & dünn
    http://www.brauerei-zwoenitz.de/index.php bzw. https://www.bierselect.de/zwoenitzer-rauchbier/
  • Gräflich von Mengersen’sche Dampfbrauerei Rheder Schloßbräu Original Pils:
    – 4,9%; untergärig
    – von der durch Christian Falcko Freiherr von Mengersen, Durch Erteilung des Braurechts vom Fürstbischof von Paderborn, 1686 gegründeten Brauerei am Rittergutes Rheder  in Ostwestfalen
    – klasse feinherber Antrunk mit ein paar Schwächen zum Ende hin
    – wohl das Bier mit dem längsten Namen auf Bierjubiläum
    http://www.schlossbrauerei-rheder.de/brauerei/produkte.htm
  • Hohenthanner Schlossbrauerei Hallertauer Polarsommer:
    – 5%; 11.8°P; untergärig
    – hopfengestopftes Kellerbier
    – schön fruchtig-hopfig-herb
    – sehr passend zum mehr als durchwachsenen diesjährigen Sommer & in der Tat gern gesehener Gast auf jeder Grillparty
    http://www.hohenthanner.de/posts/das-neue-hallertauer-craft-bier-polarsommer-ist-da-57.php
  • Golser Rotgold: – 5%; 11.9°P; untergäriges Dunkles
    – von der 2007 gegründeten Privatbrauerei am Neusiedler See aus dem Burgenland (Ausstoß aktuell bei 8.000 hl per anno)
    – „Berechtigt zur dauernden Führung des burgenländischen Landeswappens“
    – gebraut wird nach einem innovativen Reinheitsgebotsverständnis (die Produktpalette beinhaltet u.a. auch ein Kastanienbier)
    – eines der besten Bierjubiläum-Vorbilder, das Regionalität, Qualität, Natürlichkeit Tradition, Vielfalt & Transparenz herausragend in Einklang bringt
    http://www.golserbier.at/products-rotgoldseidl.php

Nach Abschluss meiner Jahresreihe „Alternative Getreide“ werde ich hier noch von weiteren „KALEA-Bieren“ berichten.

Blogbier, die XIX.

Das dieswochenendliche Blogbier ist ausnahmsweise nicht ganz selbst getrunken sondern eine „Spende“ aus meinem bierbegeisterten Bekanntenkreis:

  • Nesselwanger Bierspezialitäten: Dunkel, Gold, Weizen & Bock
    – 4,9%; 11°P; untergäriges bayrisch Dunkel
    – 5,1%; 12°P;  untergäriges Export
    – 4,9; 11°P; obergäriges Weißbier
    – 6,5; 16°P; untergäriges Bockbier
    – Klassik-Linie der 2013 gegründeten Braumanufactur Allgäu, die widerum aus der örtlichen Post-Brauerei hervorgegangen ist
    – gebraut werden daneben auch „Edel-Biere“, wie u.a. das Cat on a Camel, dass als Freundschaftssud mit israelischem Dattelhonig gebraut wurde
    http://www.brau-manufactur-allgaeu.de/
  • Käuzle Ingwer-Limette:
    – 2,7%; untergärig
    – als Biermischgetränk eigentlich nicht für das Bierjubiläum zugelassen, hat mich aber durch die fermentierte Limonade überzeugt, die mit dem Bier gemixt wird
    – Zutaten: Bier, Limetten-Limonaden-Fermentat, Wasser, Zucker, natürliches Aroma
    – aus dem 1809 gegründeten Kauzen Bräu in Ochsenfurt
    – erstes „Bier“ des gewonnenen KALEA-Bierabos
    http://www.kauzen.de/1_fakten.php

Vielen Dank auf diesem Wege nochmals an meine Schwiegereltern für die bierige Spende.

Blogbier, die XVIII.

Letztes Wochenende fand die Hochzeits(nach)feier meines Kollegen Matthias in Damme statt. Dort gab es zwar mit Krombacher nur Monobier vom Fass – dafür hat man mir aber wenigstens ein Alternativbier aus Fernost serviert. Das entspricht zwar auch nicht wirklich meinen Vorstellungen von einem authentischen hochqualitativen Bier, war aber mal die Gelegenheit meine Bierkarte um ein weiteres großes „Land“ zu erweitern. Deshalb nun mit etwas Widerwillen folgendes Bier:

  • Tsingtao (青島啤酒):
    – 4,7%; untergärig
    – Pilsener-Flagschiff der zweitgrößten Brauerei Chinas und 6. größten der Welt im Sitz im heutigen Qingdao
    – 1903 in der damaligen deutschen Koloniestadt Tsingtau am Gelben Meer von deutschen Siedlern gegründet
    – 1914 von Briten zerschlagen und nach dem zweiten Weltkrieg verstaatlicht
    – nach der Teilprivatisierung in den 1990ern hält der Staat noch 45% der Anteile, 30% gehen an die japanische Braugruppe Asashi, die ihren Anteil wiederum von ABInBev erlangte
    – mit 50% Anteil meist exportiertes Bier der Volksrepublik
    – jährlicher Ausstoß: etwa 70 Mio. hl
    – ursprünglich nach dem deutschen „Reinheitsgebot“ gebraut, wird es heute auch mit Reis versetzt
    – durfte ich bereits 2010 bei einer China-Reise im Perl-Fluss-Delta praktisch vor Ort proBieren – interessanter sind aber eigentlich die weiteren Biere der Brauerei
    https://www.tsingtaobeer.com/ bzw. https://en.wikipedia.org/wiki/Tsingtao_Brewery
    – als weitere Lektüre zum Thema: http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-57119188.html

Vielen Dank auf diesem Wege auch nochmals an Rebekka & Matthias für die schöne Feier.

Craftbeer Corner Coeln, die III.

Veedels Weizen | Veedels IPA | Victory Brewing Sour Monkey | Freigeist+BrauArt Apricot Fest | Freigeist Monarchy Methusalem | Against the Grain Muy Fuerte | Lervig Zipper | Bevog Rudeen | Brewski Conan | Stigbergets Children Village | Bevog Ond | Kompaan 39 Bloedbroeder | Freigeist Prussian Imperial Stout | Great Divide Brewing Yeti | Braustelle White Cardigan W | AndUnion Steph Weiss | Tilmans das Helle | Nøgne Ø #100 | Kloster Andechs Weißbier | De Molen Tsarina Esra | La Trappe Quadrupel

 

 

 

 

 

 

 

Letztes Wochenende war es (endlich) wieder soweit: C³-Time. Nach dem privaten Tasting am Vorabend mit meinem alten Studienkollegen David, reiste am Samstag erneut Nils aus Osnabrück an, um dann gemeinsam ins Craft-Bier-Zentrum Kölns zu fahren. Seit meinem letzten Besuch sind zwei neue Hausbiere (das Weizen und das IPA) hinzugekommen, die ich natürlich proBieren musste. Außerdem war die Taplist darüber hinaus auch sehr interessant und ausgewogen bestückt. Grund genug also für unser Trio uns (erneut) durch die weite Welt der Kreativbiere zu trinken. Hier also meine Impressionen aus dem Herzen der Biervielfalt in Kölle.

Bierfacts:

  •  Veedels Weizen:
    – obergärig; 5%
    – fruchtig frisches Hausweizen der CCC mit Yellow-Sub-Hopfen
    – gebraut durch Freigeist in Stolberg
  • Veedels IPA:
    – obergärig; 5,5%
    – blumig-frische Haus-IPA der CCC mit den Hopfensorten Nelson Sauvin, Apollo & Bravo
    – saisonal wechselnde Interpretation dieses Stils am Hahn 3
    – gebraut durch Freigeist in Stolberg
  • Victory Brewing Sour Monkey:
    – obergärig; 5,5%
    – Sour Tripel der 1996 gegründeten in Downingtown / Pennsylvania (USA) beheimateten Victory Brewing Company
    – geschmacklich besser als geruchlich
    http://www.victorybeer.com/beers/sour-monkey/
  • Freigeist+BrauArt Apricot Fest:
    – obergärig, 6%
    – diesjährige Collaboration Gose von Freigeist Bierkultur & BrauArt Sausenheim in Grünstadt in der Pfalz
    – gut fruchtig, aber zu sauer
    https://www.ratebeer.com/beer/brauart–freigeist-apricot-fest/499886/1/3/
  • Freigeist Monarchy Methusalem:
    – obergärig; 10%
    – Reaktivierung eines fast vergessenen Bierstils: Das Dortmunder Adambier – ein starkes saures Altbier
    – in Stolberg bei Vormann gebraut
    – neben der sauren auch eine schöne röstige & fruchtige Note
    https://www.ratebeer.com/beer/the-monarchy-methusalem/212801/
  • Against the Grain Muy Fuerte:
    – obergärig; 6,8%
    – belgisches Rauchbier aus Louisville / Kentucky (USA)
    – unangenehmer Geruch, leicht fruchtig, aber nicht der Knaller
    http://www.atgbrewery.com/Menu/Beer/2/Smoke/2/Muy-Fuerte/592
  • Lervig Zipper:
    – obergärig; 5,6%
    – American Pale Ale aus dem Hause Lervig (Stavanger, Norwegen) in Koorperation mit Stigbergets (Göteborg, Schweden)
    – auch als Einstiegsbier gut geeignet
    http://lervig.no/en/brewery/#beer
  • Bevog Rudeen:
    – obergärig; 7,4%
    – Black IPA aus Bad Radkersburg in Österreich
    – recht rauchtig mit fruchtigem Geruch
    https://bevog.at/beer/monster-line/rudeen/
  • Brewski Conan:
    – obergärig; 8%
    – Double IPA aus der 2014 gegründeten schwedischen Brauerei in Helsingborg
    – wenig fruchtig, recht grasig
    http://brewski.se/
  • Stigbergets Children Village:
    – obergärig; 11%
    – Imperial IPA aus Göteborg / Schweden (Brauereigründung 2012)
    – sehr lecker & stark fruchtig
    http://www.stigbergetsbryggeri.se/
  • Bevog Ond:
    – obergärig; 6,3%
    – österreichisches Rauch-Porter
    – harmonisch rauchig
    https://bevog.at/beer/monster-line/ond/
  • Kompaan 39 Bloedbroeder:
    – obergärig; 10%
    – Rum-Barrel-Aged Russian Imperial Stout aus der 2016 in Den Haag (Niederlande) gegründeten Brauerei Kompaan
    – starker toller Rumgeruch, im Geschmack dezenter aber gut
    http://kompaanbier.nl/beer
  • Freigeist Prussian Imperial Stout:
    – obergärig; 8%
    – Imperial Stout von Sebastian Sauer aus Stolberg nahe Aachen
    – malzig, sauer & Bitter
    https://www.ratebeer.com/beer/freigeist-prussian-imperial-stout/487243/
  • Great Divide Brewing Yeti:
    – obergärig; 9,5%
    – Imperial Stout aus der 1994 in Denver / Colorado (USA) gegründeten Craftbeer-Brewery
    – auf Preiselbeeren gelagert
    – sehr schön geschmeidig & malzig-süß
    https://greatdivide.com/beers/yeti-imperial-stout/

  • Braustelle White Cardigan W:
    – obergärig; 6,8
    – Weizenbock im Whisky-Fass gelagert
    – von Kölns kleinster aber vielfältigster Brauerei in Ehrenfeld
    – recht sauer, leicht ölig, aber lecker
    http://www.braustelle.com/homeneuigkeiten.html
  • AndUnion Steph Weiss:
    – obergärig; 5%
    – Weißbier der seit 2007 in München ansässigen Brauunternehmer, die in Kooperation mit kleinen traditionellen Brauereien arbeiten
    – „MODERNIST BAVARIAN CRAFT BEER“
    – würzig-süße Banane, harmonisch-weich
    http://www.andunion.com/de/product/steph-weiss/
  • Tilmans das Helle:
    – untergärig; 5,1%, 12.3°P
    – vom am Tag des deutschen Bieres 2014 gegründeten Münchner Brauunternehmen in der Brauerei Gut Forsting im Landkreis Rosenheim gebraut
    – schön malzig-süß & erfrischend
    http://www.tilmansbiere.de/

  • Nøgne Ø #100:
    – obergärig; 10%; 22.5°P
    – Barley Wine aus der 2002 in Grimstad / Norwegen gegründeten „nackten-Insel-Brauerei“
    – 2004 zur 100-Jahr-Feier der Auflösung der Personalunion von Norwegen & Schweden auf den Markt gebracht
    – absolut top, malzig-süß, röstig & Getreide im Abgang
    – als erste & einzige Brauerei produziert Nøgne auch Sake
    https://www.nogne-o.com/our-beers/
  • Kloster Andechs Weißbier:
    – obergärig; 5,5%
    – 1993 von der oberbayrischen Klosterbrauerei eingeführt
    – größte von nur noch wenigen authentischen Klosterbrauereien, die eine existierende Ordensgemeinschaft konzernunabhängig führt
    – gehört zu den Benediktinern von St. Bonifaz in München & Andechs
    – fruchtig, süß, würzig & frisch
    http://andechs.de/die-klosterbrauerei/unsere-biersorten/weissbier-hell/

  • De Molen Tsarina Esra:
    – obergärig; 10,1%; 23.4°P
    – Imperial Porter von der 2004 in Boidegraven / Niederlande am Oude Rijn gegründeten Brauerei
    – bis 2041 „haltbar“
    – noch harmonischer & weicher als das #100
    http://brouwerijdemolen.nl/beers

Fazit:

Auch nach meinem dritten Besuch hat die Faszination CCC noch nicht viel Glanz verloren. Sicher muss man hier bei vielen Bieren etwas tiefer in die Tasche greifen, aber dafür ist sowohl Auswahl als auch Qualität der Biere  in der westlichen Millionenstadt aber auch darüber hinaus absolut unschlagbar. Das regelmäßig wechselnde Fassbierangebot sorgt für immerwährende Kurzweile, wobei es beachtlich ist mit welcher Sorgfalt die jeweiligen Biere ausgewählt werden. Schließlich findet hier jeder ein (sehr gutes) Bier nach seinem Geschmack und erhält zudem auch noch fachkundige Informationen und Beratung.

Auf dem Weg nach Hause sind wir dann noch auf einen Absacker im Brühler Seasons eingekehrt:

Es war also auch diesmal wieder ein herrlicher Bierabend. Und wenn Ihr auch mal Biervielfalt live erleben wollt, kann ich euch das CCC erneut wärmstens ans Bierherz legen.

Weitere Informationen zur CCC unter: http://www.craftbeercorner.de

Blogbier, die XVII.

Letztes Wochenende hat mich mein alter Studienkollege David besucht und mit mir folgende Biere verköstigt:

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an David für den schönen (Bier-)Besuch. Mit Freunden trinkt man eben gerne ein gutes Bier.

Blogbier, die XVI.

Am vergangenen Wochenende bin ich nicht nur geographisch rum gekommen, sondern habe mit Feunden wieder einmal die Welt der Biere weiterentdeckt. Folgende haben es diesmal in die Auswahl geschafft:

  • Riegele IPA Liberis 2+3:
    – <0,4%; obergärig
    – alkoholfreies IPA aus der Augsburger Braumanufaktur (seit diesem Sommer im Aufgebot)
    – hat sogar meiner Frau gut geschmeckt
    http://www.riegele.de/de/biere/brauspezialitaeten/ipa-liberis-2-3/
  • Oedipus Swingers:
    – 4%; obergärig
    – Gose  aus Amsterdam (2015 eingeführt) mit Seesalz sowie Orangen- & Limettenschalen
    – schon sehr sehr sauer und salzig
    – im Rahmen der Jahresreihe „Alternative Getreide & weitere natürliche Zutaten“
    http://oedipus.com/beer/swingers/
  • Steamworks White Angel IPA:
    – 15.2°P: 6,9%; obergärig
    – IPA mit Orangenschalen & Koriandersamen von der Kanadischen Brauerei aus Vancouver
    – zwar nicht das Beste aber immer noch ein recht gutes Ale aus meiner kanadischen Lieblingsbrauerei
    https://www.steamworks.eu/white-angel-ipa-12x-flasche-330ml/a-178/
  • Spencer Trappist:
    – 6,5%; obergärig
    – aus der ersten und einzigen Trappisten-Brauerei der USA in Massachusets
    – in 1950 gegründet wird es von den Mönchen der St. Joseph´s Abbey gebraut
    – dort wird u.a. auch ein „Feierabendbier“ hergestellt
    http://www.spencerbrewery.com/index.php/our-beers/spencer-trappist-ale
  • Baladin Isaac:
    – 12.7°P; 5%; obergärig
    – Bière blanche (dt. Weißbier) aus dem der 1986 im italienischen Piozzo (Piemont) gegründeten Brauerei, die auch historische Urbiere nachbraut
    – ebenfalls mit Orange und Koriander
    – noch mäßig sauer und erfrischend
    http://www.baladin.it/en/productdisplay/isaac
  • Straffe Hendrik Tripel:
    – 19.5°P; 9%; obergärig
    – aus der 1981 im wallonischen Brügge gegründeten Brauerei
    – schön malzig süß und wie gewohnt wenig alkoholaromatisch, wie bei diesen Umdrehung zuerwarten
    http://www.straffehendrik.be/en/het-bier/tripel
  • Austmann Miss Saison:
    – 6%, untergärig
    – seit 2014 aus dem norwegischen Trondheim
    – mit Keffernlimettenblättern und Zitronengras
    – herrlich erfirschend fruchtig
    http://www.austmann.no/
  • Brewdog Kingpin:
    – 4,7%; untergärig
    – 21st Century Lager vom schottischen Craft-Bier-„Riesen“ (aus Ellon)
    – das wohl ausdrucksloseste Bier, das ich je von Brewdog getrunken habe
    https://www.brewdog.com/beer/headliners/kingpin
  • Watt´n Bier:
    – 4,8%; untergärig
    – Pilsener von der Küsten-Brauerei zu Werdum an der Ostfriesischen Nordseeküste
    http://www.werdumerhof.de/brauerei-wattn-bier/startseite.html
  • Himburg’s Braukunstkeller Bavarian:
    – 12°P; 5,3%; untergärig
    – kaltgehopftes Lager aus der bekannten Münchner Handwerksbrauerei
    – guter Einstieg für Craft-Bier-Neulinge
    https://www.himburgs.com/bavarian
  • Westerwald Bräu:
    – 12.3°P; 5,2%; untergärig
    – Kellerbier von der reaktivierten Westerwald-Brauerei H. Schneider aus Hachenburg
    – seit 2014 neue Marke der fürs Hachenburger Pils bekannten Brauerei
    – Erfinder des „Hopfomaten“, einer Zapfanlage, die Becher vom Boden aus befüllt
    – im Rahmen der „Hopfenbauer-Aktion“ will man mit vom Kunden selbst angebauten Hopfen Bier brauen
    https://www.westerwald-braeu.de/
  • Starnberger Spezial:
    – 5,5%; untergärig
    – Kellerbier aus der 2015 gegründeten Starnberger Brauerei in Berg
    – schön karamell-malzig und süffig
    http://starnberger-brauhaus.de/gaumenfreuden
  • Bitburger 1817:
    – 11.9°P; 5%; untergärig
    – Kellerpils zum 200-jährigen Geburtstag der größten Fassbier-Brauerei Deutschlands
    – erstes direktes Bier des deutschen Brau-Riesen fürs Bierjubiläum
    – trotz ihrer Größe und Einfältigkeit muss man zumindest zu Gute halten, dass Bitburger bis heute in keiner größeren Braugruppe organisiert ist
    – schmeckt erheblich besser als das Standard-Pils
    https://www.bitburger.de/produkte-qualitaet/1817/
  • Störtebeker Pilsener:
    – 11.3°P; 4,9%; untergärig
    – aus der inzwischen deutschlandweit bekannten Braumanufaktur in Stralsund
    – nach und nach füllt sich meine Störtebeker-Liste
    https://www.stoertebeker.com/de_de/stoertebeker-pilsener-bier.html
  • Sierra Nevada Sidecar:
    – 13.6°P; 5,3%; obergärig
    – Orange Pale Ale aus der kalifornischen Brauerei in Chico (USA) (Einführung 2016)
    – da mit natürlichen Orangenaromen nicht sehr authentisch und wenig ausdrucksstark
    http://www.sierranevada.com/beer/year-round/sidecar
  • Rittmayer Summer 69:
    – 6,9%; obergärig
    – Weizen-Ale-Spezialität aus der Brauerei Rittmayer in Hallerndorf in Franken (2015 eingeführt)
    – leckerer Kompromiss aus süßlichem Karamalz und fruchtigem Hopfen
    http://www.rittmayer.de/brauerei/kraftbier/
  • Waldhaus Sommerbier:
    – 2,9%; untergärig
    – 40% alkohol- und kalorienreduzierte Variante des Diplom-Pils von der privaten Waldhaus-Brauerei im Schwarzwald
    – leider auch geschmacklich etwas fad, aber zumindest mit einer gewissen hopfigen Herbe & Fruchtigkeit
    http://www.waldhaus-bier.com/bierspezialitaeten/sommer-bier/
  • Beura Schwarzbier:
    – 13.5°P; 4,9%; untergräig
    – aus der ersten letztes Jahr gegründeten Craft-Bier-Brauerei Osnabrücks
    – der Name leitet sich vom germanischen Begriff für Bier ab
    – recht Bierstil-typisch ohne experimentelle Züge
    – zum Kellerbier an dieser Stelle demnächst mehr
    http://www.beura.de/
  • Banks:
    – 4,7%; untergärig
    – Caribbean Lager aus Lodge-Road / Christchurch auf Barbados
    – das seit 1955/61 größte & bekannteste Bier der Insel schmeckt erwartbar vielsagend
    – mit Maissirup gebraut
    – noch vom Bierbörsen-Bestand
    http://www.banksbeer.com/ourbeer

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Matthias für die tolle Bewirtung sowie an Sabrina & René für die wie immer herausragende Gastfreundschaft. Mit Freunden trinkt man eben gerne ein gutes Bier.

Blogbier, die XV.

Beim Besuch unserer Freunde aus Herzebrock-Clarholz standen diese neuen Biere auf der Agenda:

  • Hoppe Bräu Wuide Hund:
    – 11°P; 4,5%; untergärig
    – Lager aus der 2010 im oberbayrischen Waakirchen gegründeten Kraftbierbrauerei
    – durch die dezente Hopfung auch interessant für Einsteiger
    https://www.hoppebraeu.de/home.php#slide-to-Produkte
  • Urfels Alt:
    – 4,8%; obergärig
    – Altbier aus dem Brauhaus Walsum in Duisburg
    – leider eines der schlechtesten Alt, die ich bisher getrunken habe
    http://www.brauhaus-urfels.de/unser-brauhaus/herzlich-willkommen.html
  • Gutsherrn Landbier:
    – 5%; untergärig
    – gebraut von der Förster & Brecke Getränke GmbH in Holzminden im Auftrag der Brauerei Allersheim
    – Dursty-Getränkemarkt-Eigenmarke
    – für den Preis überraschend gut malzig
    https://www.dursty.de/sortiment/eigenmarken/gutsherren/
  • Allgäuer Urtyp-Export:
    – 12.3°P; 5,3%; untergärig
    – gebraut im 1394 in Kempten gegründeten Allgäuer Brauhaus, das aber inzwischen zur Radeberger-Gruppe gehört
    – würzig frisch, aber auch nicht herausragend
    http://www.allgaeuer-brauhaus.de/abk/?p=3250
  • Rothaar Landbier:
    – 5,1%; untergärig
    – gebraut von der Westerwald-Brauerei in Hachenburg im Westerwald
    – ebenfalls Dursty-Eigenmarke
    – recht typisch karamell-röstig
    https://www.dursty.de/sortiment/eigenmarken/rothaar/
  • Scherdel Light:
    – 2,8%; untergärig
    – alkoholarme Pils-Variante aus der 1831 im fränkischen Hof gegründeten Brauerei Scherdel
    – proBiert im Rahmen meiner Tätigkeit als Biertester im KALEA-Biertasting.Club
    – Wasser mit Biergeschmack
    http://www.scherdelbier.de/de/sbh/light.php
  • Tilmans der Weizen:
    – 6%, obergärig
    – seit 2016 im Auftrag des Münchner Tilman durch den Weißbräu Schwendl im oberbayrischen Tacherting-Schalchen gebraut
    – leicht angehopftes und würzig-süßes Weißbier
    http://www.tilmansbiere.de/der-weizen.html

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina & René für die tatkräftige Mithilfe.

Wirtshaus Brühl

Am heutigen Freitag ist es mir mit meinem Kollegen endlich gelungen nach Feierabend mal ins Wirtshaus am Brühler (Haupt-)Bahnhof einzukehren. Grund war das Angebot von zwei „Craft-Bieren“, die noch nicht auf meiner Liste standen. Der Begriff ist deshalb in Anführungsstrichen gesetzt, weil es sich dabei um Biere der Marke Craftwerk handelt – bekanntermaßen eine Unternehmung der Bitburger Brauerei. Als eine der ersten der großen Braugruppen investierten die Eifeler 2009 in eine eigene Craftbeer-Sparte zur Entwicklung von Bieren abseits des deutschen Mainstream-Geschmacks entlang der damals schon eintreffenden Kreativbier-Welle. Bei zumeist schönem Wetter mit Blick auf das herrschaftliche Schloss Augustusburg (UNESCO-Weltkulturerbe) hatten wir es uns also im Biergarten gemütlich gemacht:

  • Craftwerk Skipping Stone:
    – 13.3°P; 4,8%; obergärig
    – Summer Ale
    – mit Hopfensorten der 70er (Nordbrauer & Brewers Gold)
    – insgesamt nicht recht überzeugend, da zu trocken-hefig
  • Craftwerk Holy Cowl:
    – 19.5°P; 9%; obergärig
    – Belgian Style Tripel
    – bittersüße Gewürznoten
    – geht zwar schon in die Richtung des Originals, aber qualitativ etwas entfernt von richtigen belgischen Tripel

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.craftwerk.de/

Weitere Infos zum Wirtshaus hier: http://www.bruehlerwirtshaus.de/

Blogbier, die XIV.

Beim Familien-Besuch im nordhessischen Kaufungen (Lkr. Kassel) habe ich u.a. folgende Bierspezialitäten mitgebracht:

  • Schumacher Alt:
    – 11°P; 4,6%; obergärig
    – Altbier aus der ältesten Altbierbrauerei Düsseldorfs (1838)
    – endlich habe ich es im Rahmen des Bierjubiläums geschafft das außerhalb Düsseldorfs selten beziehbare Alt zu proBieren
    – abgefüllt nur in 1l-Flaschen
    http://www.schumacher-alt.de/

  • Pyraser Kellerbier:
    – 11,4°P; 4,8%; obergärig
    – aus der hervorragenden Privatbrauerei im fränkischen Pyras (gegründet 1870)
    – mit Mineralwasser gebraut
    – ungewöhnlich obergärig und fruchtig
    http://www.pyraser.de/produkte/Kellerbier

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Siggi, Herbert und Kim für die wie immer ausgezeichnete Gastfreundschaft.

Kulturelles zum Feiertag

Zum heutigen Fronleichnams-Feiertag haben wir mit unseren Nachbarn und meinem Kollegen nebst Gattin und Kind köstlich gegrillt. Diese Biere hatte ich dabei für uns mitgebracht:

  • Brauhaus Binkert Main Seidla Kellerbier:
    – 11,9°P; 4,9%; untergärig
    – 2012 anlässlich der 1200 Jahr-Feier der Gemeinde Breitengüßbach in Oberfranken gegründet
    – naturtrübes klassisch-fränkisches Kellerbier
    http://www.mainseidla.de/biere/kellerbier.html
  • Hoppebräu Wuidsau:
    – 13°P; 5,6%; obergärig
    – von der 2010 in Waakirchen (nördlich des Tegernsee) gegründeten Kraftbier-Brauerei
    – kaltgehopftes Festbier (hier im Sinne eines Amber Ale)
    – kam auch bei Kraftbier-Neulingen gut an
    https://www.hoppebraeu.de/home.php#slide-to-produkte
  • Brouwerij ´t IJ Natte:
    – 6,5%; untergärig
    – aus der 1985 in Amsterdam gegründeten niederländischen Kreativbier-Brauerei
    – Dubbel nach europäischem Bio-Standard
    http://www.brouwerijhetij.nl/natte/
  • Val-Dieu Blonde:
    – 6%; untergärig
    – aus der 1216 gegründeten Brauerei der belgischen Zisterzienserabtei im Bistum Lüttich
    – neben der Brauerei gibt es noch eine Käserei und eine Ciderfabrik im Kloster
    – Flaschengärung
  • Lindemans Framboise:
    – 2,5%; spontangärig
    – aus der wohl bekanntesten Lambic-Brauerei der Welt (gegründet 1822 im belgischen Vlezenbeek – seit 1980 im Sortiment)
    – Frucht-Lambic mit Himbeeren (zuvor 1 Jahr auf Eiche gereift)
    – nicht nur sehr gut geeignet um die Frauenwelt von gutem Bier zu beeindrucken
    http://www.lindemans.be/beer/framboise

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Rebekka, Matthias, Sandra und Normen für den netten und leckeren Tag.

Biersirup

Anlässlich des heutigen Tages der Arbeit war ich auch nicht untätig und habe zum ersten Mal selbst Biersirup für meine HausMannBar hergestellt. Als Basis dienten mir dabei zum Einen das Original-Weißbier von Schneider Weisse und zum Anderen das Köstritzer Schwarzbier. Und da ich sowieso mal ausprobieren wollte, wie ein Blend-Bier schmeckt, habe ich ganz Reinheitsgebots-inkonform beide Restbiere zusammengekippt:

Neben dem Bier und Rohrohrzucker (weißer für das Cervisia Blanca, brauner für das Cervisia Nigra) im Verhältnis 1:1 kamen übrigens noch 2cl Drambui und eine Prise geheime Biergewürze zum Einsatz.

Doch wofür braucht man denn eigentlich Biersirup? Nunja einerseits kann er natürlich als Bierersatz in dem ein oder anderen Biermix-Cocktail herhalten. Andererseits aber bereichert er auch die „unbierige“ Cocktail-Karte um interessante  Geschmackskomponenten. Hier nur einmal zwei Cocktail-Rezepte mit Biersirup:

Weißbier Sour*:
2cl Wodka
1cl Bananenlikör
2cl Grapefruitsaft
2cl Zitronensaft
2cl Weißbier-Sirup
(+ Weißbier-Espuma)

Duits-Hollands Sour**:
6cl Oude Genever
3cl Zitronensaft
2cl Schwarzbier-Sirup
1/2 Eiweiß
+ eine Prise geriebene Muskatnuss

* by Dietmar Petri, Cortiina Bar, München
** by Helmut Adam, Jeny Hasenbein & Bastian Heuser from Coktailian

Weitere Infos zum Thema gibt es auch hier. Gerne verweise ich in diesem Zusammenhang auch nochmals auf meine kleine Auswahl an Biermix-Cocktail-Rezepten:

Bier-Mix-Cocktails

Achso: Das schwarz-weiße Blend-Bier war in der Tat interessant. Da keine der beiden Biere dominierte, war es sowohl leicht hefig-bananig als auch röstig-malzig. Zugegebenermaßen sind die Unterschiede dieser beiden Bierstile trotzdem wohl aber zu groß, als dass sie sehr gut harmonieren würde. Und: Ein Blend-Bier, dass bereits beim Brauvorgang entsteht entwickelt sicher weitmehr ausbalancierte Geschmackselemente. Aber einen Versuch war es allemal wert.

In diesem Sinne also auf die Bier-Mix-Cocktails!

Frohe Ostern 2017!

Mit diesem wohl passendsten Bier möchte ich allen auch aus bieriger Sicht frohe Ostern wünschen und hoffe, auch euch begleitet in diesen Tagen eine leckere Hopfenschorle.Guardians of the Galaxy Vol. 2 movie

  • Hasenbräu Oster-Festbier:
    – 13.2°P; 6%
    – untergäriges Märzen
    – aus der 1464 gegründeten „Hasen-Preu“-Brauerei
    – diese gehört inzwischen aber zur Oetker- bzw- Radeberger-Gruppe
    – in Augsburg wurde im Jahre 1156 das älteste bekannte deutsche „Reinheitsgebot“ für Biere erlassen
    http://www.hasen-braeu.de/der-haus-preu

>>>Für die Deko ist übrigens mein kleiner Sohnemann verantwortlich 😉

Das letzte Abendmahl: Bierbrot

„Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ Markus-Evangelium Kapitel 14 Vers 22-24

Am heutigen Gründonnerstag, welcher an das letzte Abendmahl Jesu Christi erinnert, habe ich mit der mir geschenkten Backmischung zum ersten Mal ein Bierbrot gebacken. Und welches Bier könnte dafür nicht passender sein als das Loffelder Bio-5-Korn vom Staffelberg Bräu aus Bad Staffelstein. Bereits auf unserer Franken-Tour verköstigt und für sehr gut befunden, wurde es im letzten Jahr anlässlich des Bierjubiläums als Sondersud mit Gerste, Hafer, Roggen, Emmer und Dinkel eingebraut. Verfeinert mit etwas Dinkelvollkornmehl und Haferflocken verwandelt sich das Bier mit der Backmischung nun zu einer wahren Osterköstlichkeit.

Besten Dank auch nochmals an Sabrina und René für das tolle Geschenk.

Infos zum Bier unter: http://www.staffelberg-braeu.de/cms2/aktuell/2016/160-Jahre-Staffelberg-Braeu_500-Jahre-Reinheitsgebot.php

Und die dazugehörige Backmischung: https://www.depot-online.com/backmischung-bierbrot-454g-MRT0002240.html

Guten Appetit!

Blogbier, die XIII.

Beim Besuch unserer Freunde aus Herzebrock-Clarholz kam folgender Biermix auf den Tisch:

  • Tegernseer 1806 Max I. Joseph:
    – 12°P; 5,2%; untergärig
    – Exportbier zum 200-jährigen Jubiläum der Gründung Bayerns
    – besagter bayrischer König erwarb einst das Kloster samt Brauerei und noch heute befindet sich das Kloster und das Herzoglich Bayrische Brauhaus in wittelsbachschem Familienbesitz
    – gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1493
    http://www.braustuberl.de/
  • Wildbräu Meistersud Festbier:
    – 13.5°P; 5,6%; untergärig
    – Märzen von der 1616 gegründeten Familienbrauerei aus dem bayrischen Grafing
    – wirklich meisterhaftes Etikett mit Marken-Anagramm
    https://www.wildbraeu.de/wildbraeu/wildbraeu-biere/meistersud
  • Brauerei Meister Vollbier:
    – 12°P; 4,9%; untergärig
    – Brauerei + Gasstätte + Hotel = fränkische Dreifaltigkeit
    http://www.meisterbräu.de/mod/main.php
  • Merkendorfer Hummel-Bräu Märzen:
    – 5,4%; untergärig
    – ebenfalls aus dem wunderschönen Oberfranken
    http://www.brauerei-hummel.de/index.php?top=2,21
  • Rittmeyer Hallerndorfer Hausbrauerbier:
    – 5%; untergärig
    – Kellerbier nach alter fränkischer Hausbrautradition aus der 1422 gegründeten Hallerndorfer Familienbrauerei, die seit vielen Jahren auch „Kraftbier“ braut
    http://www.rittmayer.de/brauerei/sortiment/
  • Hanscraft & Co. Bayerisch Nizza:
    – 5,3%; obergärig
    – 3-fach kaltgehopftes „Wheat Pale Ale“ (dt. Hefeweizen) aus dem Münchner Kreativbierhaus
    – Gold beim Meininger International Craftbeer-Award 2014
    http://hc-co.de/de/
  • Hösl Whiskey-Weisse:
    – 5,6%; obergärig
    – vom Privatbrauhaus Hösl in Mitterteich in der Oberpfalz
    – anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft zwischen Mitterteich und der englischen Stadt Cheddleton Wetley-Rocks/Stafford-Shire mit Whisykey-Malz, also über Torf geröstetes Gerstenmalz, gebraut
    http://www.hoeslbraeu.de/produkte/whiskey-weisse.html
  • Kingfisher Premium:
    – 4,8%; untergärig
    – Indiens beliebtestes Lager
    – im Bamberg nach indischem Rezept aus 1857 gebraut
    – Hauptsitz des 1978 gegründeten Unternehmens ins Bangalore
    – vielen Dank an den Sponsor Matthias 😉
    http://kingfisherbeer.co.uk/products
  • Störtebeker Kellerbier 1402:
    – 11.1°P; 4,9%; untergärig
    – von einer der bekanntestesten deutschen Handwerkskbier-Marken
    – bestes Kellerbier 2010 (World Beer Cup)
    – wirklich sehr sehr sehr lecker malzig süffig
    https://www.stoertebeker.com/de_de/keller-bier-1402/
  • Oedipus Shampoo:
    – 5%; obergärig
    – ein Vertreter des äußerst seltenen niederländischen Bierstils Kiutbier aus Amsterdam
    – mit Hafermalz eingebraut
    – der Name rührt übrigens vom seifigen und schaumigen Geschmackseindruck des Weizens in Kombination mit Hafer her – außerdem bedeutet Kruit auf deutsch Roge bzw. Laich
    http://oedipus.com/beer/shampoo/
  • Oberreichenbacher Hausbräu:
    – 4,9%; untergärig
    – Kellerbier vom 1894 gegründeten Brauerei-Gasthof Geyer
    – die verwendeten Hopfenauszüge passen irgendwie nicht zur „ursprünglichsten“ Bezeichnung
    http://brauereigasthof-geyer.de/brauerei/?age-verified=048ceff266#wppizzaPrettyPhoto/3/

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina, René und den kleinen Laurenz für den schönen Besuch.

Craftbeer Corner Coeln, die II.

Jopen Good Morning Sunshine | The Kernel Saison | Basqueland Brewing Lasai´son | Basqueland Brewing Vap´n Norbert | Basqueland Brewing Arraun | Basqueland Brewing Aupa | Basqueland Brewing Enigma | Basqueland Brewing Imparable | The Kernel IPA | BrewFist 2Late | Gänstaller Affumicator | Põhjala Must Kuld | Basqueland Brewing Begi Haundi | Basqueland Brewing Choc Tooth Hazelnut | Jopen Adrian Wit | Lervig 3 Bean | Innis & Gunn – Rum Finish | Brouwerji De Molen – Bommen & Granaten Rioja Barrel Aged | Gaffel Sonnenhopfen

 

 

 

 

 

 

 

Letztes Wochenende war es (endlich) wieder soweit: C³-Time. Diesmal waren dafür extra Alex und Nils aus Osnabrück angereist um auch einmal dem Erlebnis CCC beizuwohnen und ihren Bierhorizont zu erweitern. Den Termin hatte ich so getimed, dass wir noch einige Biere der Basqueland Brewing  verkosten können, die am vergangenen Donnerstag zu Besuch waren und ihre Fässer angeschlossen haben. Schließlich war für uns alle das Baskenland noch ein kleines Bier-Niemandsland. Allerdings wird dort – genauer in Hernani (südlich von San Sebastian) – seit 2014 handwerklich und qualitativ hochwertig gebraut. Umso mehr waren wir hierauf aber natürlich auch auf die vielen weiteren spannenden und leckeren Biere gespannt. Und ich kann euch sagen: Es war wie auch schon bei meinem ersten Besuch wirklich großartig. Hier also meine Impressionen aus dem Herzen der Biervielfalt in Kölle.

Bierfacts:

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  • Lervig 3 Bean:
    – obergärig, 13%, 30°P
    – Imperial Stout von der 2003 gegründeten Brauerei aus dem norwegischen Stavanger
    – mit Tonka-, Kakao- und Vanillebohnen eingebraut
    – schmeckt original nach Aachener Printen
    http://lervig.no/brygg/3-bean-stout/

  • Brouwerji De Molen – Bommen & Granaten Rioja Barrel Aged:
    – obergärig, 11,9%, 30°P
    – Barley Wine von der 2004 gegründeten Brauerei aus dem südhollandischen Bodegraven
    – im Riojafass nachgereift
    – leider konnte ich den Wachs-Kronkorken nicht mitnehmen
    http://brouwerijdemolen.nl/beers

Auf dem Weg nach Hause sind wir dann noch auf einen fast un-craftigen Absacker im Gaffel am Dom eingekehrt:

Es war also auch diesmal wieder ein herrlicher Bierabend. Wenn Ihr auch Biervielfalt live erleben wollt, kann ich euch das CCC erneut wärmstens ans Bierherz legen.

Weitere Informationen zur CCC unter: www.craftbeercorner.de/

Karneval 2017

Auch wenn Karneval nicht gerade die Zeit ist Bier bewusst zu genießen, hatte ich doch neben den Feierlichkeiten die Gelegenheit ein paar neue Bio-Biere zu probieren. Alle drei erworben aus dem Biomarkt des Anrather Stautenhofs. Als Demonstrationsbetrieb erhielt der Hof 2014 den 1. Platz im Förderpreis ökologischen Landbaus. Außerdem ist der Stautenhof ein dem Naturland- und Bioland-Verband angeschlossener Biohof. Also in vielerlei Hinsicht absolut einen Besuch wert.

  • Pinkus Müller Pils & Hefe-Weizen:
    – 11.6°P; 5%; untergärig / 12.3°P; 5%; obergärig
    – aus der letzten von einst 150 Altbierbrauereien in Münster
    – inzwischen seit 1816 schon in der fünften Familiengeneration
    – schmeckt angenehm herb und leicht säuerlich-süß
    https://www.pinkus.de/brauerei/biervielfalt/

  • Neumarkter Lammsbräu Urstoff:
    – 11.5°P; 4,7%; untergärig
    – 1628 in Neumarkt in der Oberpfalz gegründet stellte man bereits 1986 vollständig auf Biostandards um
    – neben einer Reihe von Gourmet-Bieren werden auch glutenfreie Alternativ-Biere gebraut – ebenfalls eine Pionier-Leistung
    – zudem ist man mit 80.000 hl der größte Bio-Bier-Brauer der Welt
    – herrlich würzig-getreidig und süffig
    https://www.lammsbraeu-biobier.de/bio-biere/detail/bio-biere/urstoff/

Vielen lieben Dank auch nochmals auf diesem Wege an die besten Schwiegereltern der Welt für das bierige Mitbringsel aus der Heimat.

Helau und Alaaf!

Blogbier, die XII.

Zur Einläutung des Wochenendes gab es zum Kinderbesuch bei meinem Kollegen Matthias folgende zwei Biere aus unserem jeweiligen Fundus:

  • Störtebecker Roggen-Weizen:
    – 12.9°P; 5,4%; obergärig
    – eine lecker süßliche Roggen-Variante des Weizens aus der Stralsunder Brauerei
    – schmeckt ungewollt auch den Kleinsten ganz gut 😉
    https://www.stoertebeker.com/de_de/roggen-weizen/

  • Wildwuchs Fastmoker Pils:
    – 12°P; 4,9%; untergärig
    – von der vom Diplom- Braumeister & Biersommelier Friedrich Carl Richard Matthies 2014 gegründeten Hamburger Kreativbrauerei
    – craftig-fruchtiges Pils
    – der Name kommt übrigens von den alten Festmacherbooten (heute Schlepper genannt) im Hamburger Hafen
    http://www.wildwuchs-brauwerk.de/

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Rebekka und Matthias für die nette Gastfreundschaft.

Craftbeer Corner Coeln

Veedels Ale | Freigeist Berlin-Mate | Ale Mania Aprigose | Magic Rock Salty Kiss | Freigeist Room 101 | Rogue Dead Guy Ale | To Øl Surt Til | Ale Mania Imperial IPA | Ale Mania Imperial Red Ale | Saugatuck Blueberry Maple Stout | Ale Mania Milk Stout | North Coast Old Rasputin | Põhjala Joulöö | Steamworks White Stout

 

 

 

 

 

 

 

Am gestrigen Donnerstag war es endlich so weit: Mit meinem Kollegen Matthias ging es zur neuen Craftbeer Corner von Coeln (in der Nähe vom Heumarkt). Dem Mekka für Kreativbier-Bars in Köln. Ein einmaliges Angebot von 15 Fassbieren und etwa 70 Flaschenbieren scheint bei den Kölnern (und auch Nicht-Kölnern) sehr gut anzukommen, schließlich war der Laden nach Feierabend sehr gut besucht. Ursprünglich als Verkaufsecke in einem Hürther Getränkemarkt gestartet, haben sich die drei Kreativen vom CCC im letzten Jahr ein Bierherz gefasst und die erste Craftbeer-Bar mit derart großer (Fass-)Bier-Auswahl im ganzen Kölner Umland eröffnet. Ein absolutes Muss also für alle diejenigen, die gerne mal was Neues ausprobieren möchten. Glücklicherweise hatte am vergangenen Sonntag Fritz Wülfing, der Mann hinter der Bonner Biermarke und Brauerei Ale Mania, im CCC aufgelegt und noch einige Fässer dagelassen. Und glücklicherweise muss man auch nicht gleich ein ganzes Glas bestellen, sondern kann sich ein Pro-Bier-Set aus 5×0,1l frisch gezapftem Bier zusammenstellen.

Bierfacts:

 

  • Veedels Ale:
    – obergärig, 5,5%
    – Imperial Wiess = Basis Wiess + amerikanische Aromahopfen
    – dat Hausbier der CCC
  • Freigeist Berlin Mate:
    – obergärig, 4,5%
    – Berliner Weisse aus der Vormann Brauerei in Stolberg
    – erfrischend spritzig als Neutralisator

    https://www.facebook.com/freigeistbierkultur/
  • Magic Rock Salty Kiss:
    – untergärig, 4,1%
    – Stachelbeer-Salz-Gose aus dem englischen Huddersfield
    – nicht nur fruchtig frisch, sondern v.a. im Abgang wirklich salzig – mal was anderes
    https://www.magicrockbrewing.com/beer/salty-kiss/
  • Ale Mania Milk Stout:
    – obergärig, 5,8%
    – mit Laktose eingebraut
    – schmeckt zwar nicht so überragend wie die Konkurrenz von Mikkeller, aber trotzdem sehr toller Milchkaffee
    http://www.ale-mania.de/sorten/

  • Põhjala Joulöö:
    – obergärig, 8%
    – Imperial Porter im Vanille-Eichenholz-Fass gereift
    – aus der estnischen Hauptstadt Tallinn
    – nicht nur vanillig, sondern auch lecker schokoladig
    http://pohjalabeer.com/en/beers-specials.html

  • Steamworks White Stout:
    – obergärig, 5,1%
    – Stout mit Gerstenmalz, Gerstenflocken, Hafermalz, Haferflocken, Hopfen, Hefe, gerösteten Kakao- & Kaffeebohnen
    – aus dem kanadischen Burnaby (in der Nähe von Vancouver)
    – grandiose Interpretation eines Stouts, genau nach meinem Geschmack
    http://saugatuckbrewing.com/beer/blueberry-maple-stout-2/

Nach diesem überaus überzeugenden Abend wird es wohl nicht der letzte Besuch gewesen sein. Wenn Ihr also auch Biervielfalt live erleben wollt, tut es mir nach und kommt zur CCC.

Weitere Informationen zur CCC unter: www.craftbeercorner.de/

 

Bier: Frisch oder Reif?

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Am letzten Dienstag durfte ich Biersommelier Markus Weick zu einer besonderen Veranstaltung begleiten. Im Pfarrheim der katholischen Gemeinde von Sechtem referierte er zum Thema „Bier: reif oder frisch“. Ein Aspekt, der im Rahmen der Betrachtung von Bieren in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus geraten ist. Sogenannte Vintage Biere, also Biere die das ursprüngliche MHD bereits (weit) überschritten haben, werden heutzutage zu hohen Preisen verkauft. Ein guter Grund also sich der Sache mal anzunehmen und selbst zu testen, inwiefern sich „frische“ (also vor MHD befindliche) und „reife“ (also kurz vor oder nach MHD befindliche) Biere unterscheiden.

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Vor Beginn der Veranstaltung gab es für Markus und mich aber zum Aufwärmen noch ein interessantes Bier vom Bonner Brauer Bierserker:

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  • Bierserker Tristan & Isolde:
    – 12.5°P; 5,2%; vermutlich untergärig
    – eingebraut mit Rosenknospen aus Troisdorf
    – schmeckt selbst für meine inzwischen recht experimentierfreudige Zunge zu sauer, blumig und unbierig
    http://www.bierserker.de/Was/Tristan-und-Isolde

Zum offiziellen Beginn der Veranstaltung gab es dann sozusagen als Aperitif für jeden der zahlreich erschienenen Gäste eine Lindemans Geuze. Immer wieder gern genommen um aufzuzeigen, welch unterschiedliche Bierstile es gibt und wie groß die Bierwelt ist.

Mit dem Hinweis auf diverseste Flaschen, die Markus zur Veranstaltung mitgebracht hatte und die besondere MHD-Besonderheiten von einem Monat bis über einem Jahrzehnt Haltbarkeit aufwiesen, ging es mit der Vergleichsverkostung von drei Bieren weiter. Dabei wurden unterschiedlich alte Biere in zwei Gläsern eingeschenkt und blind versucht zu erriechen bzw. zu erschmecken, welches welches ist:

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Im Anschluss notierte Markus dann jeweils die Vermutung des Alters und die davon unabhängige persönliche Präferenz. Dabei kam ein höchst differenziertes Bild heraus: 1. Weder die frischen noch die reifen Biere konnten sich klar durchsetzen, wobei ein leichter Vorteil bei den reiferen Bieren lag. 2. Die Einschätzung des Alters konnte zumindest beim dritten Bier verbessert werden, nachdem Markus ein wenig aufgelöst hatte worauf dabei zu achten wäre.

Dem aufmerksamen Betrachter dürfte aufgefallen sein, dass es sich bei den obigen Bieren ausschließlich um dunkle Bier handelt. Dies hat den Hintergrund, dass sich dunkle bis schwarze Biere ab idealerweise einem Alkoholgehalt von ca. 8% am besten zur Lagerung und somit Reifung eignen.

Weiter ging es dann mit einem für diesen Abend somit bestens geeigneten Bier, welches von der Brauerei bereits seit einigen Jahren als Jahrgangsbock (meist mit einem Alter von mind. 3 Jahren) verkauft wird:

  • Schneider Weisse Mein Aventinus
    siehe 24.

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Nach der offiziellen Verkostung gab es zum Abschluss noch ein spannendes Experiment. Markus hatte vor knapp zwei Jahren ein Reissdorf Kölsch im Keller eingelagert und nun (wieder im Vergleich mit einem frischen Kölsch) probiert. Erstaunlich war dabei, dass entgegen der Vermutung, dass sich helle Biere nur mäßig für eine Reifung eignen, das reife Kölsch auf jeden Fall nicht schlechter schmeckte als das frische.

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Alles in allen also ein höchst interessanter Abend mit der Erkenntnis, dass das MHD bei richtiger Lagerung durchaus auch mal ignoriert werden kann um dem Bier einen ganz anderen Reifegrad zuzuführen. Anwesend war übrigens auch ein bierbegeisterter Sechtemer, der im Laufe des Jahres selbst eine Mikro-Brauerei starten möchte. Seien wir also gespannt.

Weitere Informationen zur Kierberger Eule, zu den Aktionen und zum Biersommelier Markus Weick unter: http://wordpress.99biere.de/

Silvester 2016

Die letzten Stunden und Minuten des Bierjubiläum-Jahres (sowie die ersten des Folgejahres) wurden mit dieser Bierauswahl begangen:

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Bierfacts:

  • Westheimer Weizen (5%), Pilsener (4,8%), Pilsener Alkoholfrei (<0,5%), Helles Obergäriges (4,8%) & Graf Stolberg Dunkel (4,8%):
    – aus der Gräflich zu Stollberg´sche Brauerei Westheim im sauerländischen Marsberg unmittelbar an der Grenze zu Hessen
    – ein Geschenk noch aus meiner Elternzeit
    http://www.westheimer.de/front_content.php?idart=1014&idcat=772

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  • Shepard Neame Christmas Ale:
    – 7%; obergärig
    – Festbier von der ältesten Brauerei Groß-Britanniens (Gründung 1698) aus Faversham im südostenglischen Kent
    – recht malzaromatisch, aber auch süßer als deutsche Weihnachstbiere
    https://www.shepherdneame.co.uk/beer/christmas-ale

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina und René für die hervorragende Gastfreundschaft und die schönen Abende.

Kulturelles zum Jahresabschluss

„Zwischen den Jahren“ gab es noch einmal einen Besuch im Brühler Seasons:

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Bierfacts:

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Bierfacts:

  • Murphy´s Irish Stout:
    – 4%; obergärig
    – von der 1856 gegründeten Murphy-Brauerei aus dem irischen Cork (gebraut durch Lady’s Well Brewery)
    http://www.murphys.com/beers/

 

Weihnachten 2016

Unser Weihnachtsfest wurde mit folgenden Bieren begangen:

Bierfacts:

  • Störtebecker Glühbier:
    – 16.5°P; 5%; untergärig
    – mit Holundersaft und weihnachtlichen Gewürzen
    – warm genossen ist es quasi die deutsche Version gegenüber des Glühbiers von
    – schmeckt warm in der Tat sehr bekömmlich und passig zum heiligen Abend
    https://www.stoertebeker.com/de_de/glueh-bier/
  • Stille Nacht Festbier:
    – 14.5°P; 6,3%; untergärig
    – von der 1818 gegründeten Privatbrauerei Schnaitl aus dem österreichischen Gundertshausen
    – #24 aus dem KALEA-Bieradventskalender
    – malziges Festbier deutscher Tradition
    – „Fast jeder singt in der Familie gerne ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘. Dass das Lied in unserer Nachbarschaft komponiert wurde, war ein Grund mehr für uns, es mit einer eigenen Bierkomposition zu ehren“
    http://www.stillenachtbier.at/

Bierfacts:

  • Tucher Christkindlesmarkt-Bier:
    – 13.3°P; 6%; untergärig
    – helles klares Festbier für eines der ältesten, beliebtesten und bekanntesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, welches jedoch recht allgemein schmeckt
    – meiner Ansicht nach eines der schönsten Bieretiketten klassischer Form
    http://www.tucher.de/unsere-biere/unser-sortiment/unsere-spezialitaeten/
  • Schwaben Bräu Weihnachtsbier:
    – 12.4°P, 5,5%; untergärig
    – von der 1878 gegründeten Brauerei aus Stuttgart
    – seit 2007 ist die Brauerei zusammen mit der Dinkelacker-Brauerei wieder von ABInBev eigenständig
    – auch dieses im hiesigen HIT erworbene Festbier schmeckt im Grunde nur wenig festlich, aber auch nicht schlecht
    https://www.schwabenbraeu.de/sortiment/

Bierfacts:

Ich hoffe auch Ihr hattet ein ähnlich schönes (und bieriges) Weihnachtsfest.

Brühler Weihnachtsmarkt

Heute hat es mich mit Kollege Matthias pflichtgemäß auf den Brühler Weihnachtsmarkt gezogen. Diese beiden Biere von der Mühle reihten sich in die Liste ein:

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„Das malzige und kernige Spezialbier. Mit ausgeprägt würzigem, malz- röstaromatischem Charakter, kräftig und bekömmlich – für die Kenner echter, unverfälschter Dunkelbierfreude.“

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Blogbier, die XI.

Beim alljährlichen Osnabrücker-Geographen-Advents-Treffen wurden dieses Wochenende folgende größtenteils aus dem P&M besorgten Biere erwürfelt:

Bierfacts:

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Katchen und Alex für die hervorragende Gastfreundschaft und alle anderen für diesen schönen Abend.