Archiv der Kategorie: Bierkultur

Blogbier, die XXXV. – H.C.

Für einen Kurzbesuch in (Ost)westfalen, waren wir am Wochenende erneut spontan in Herzeborck-Clarholz. Diese drei Biere habe ich mit eingepackt:

Tasting-Notizen:

  • Mönchsambacher Lagerbier:
    – 5,5%; untergärig
    – bayrische Interpretation eines ungespundeten (hellen) Lager
    – von der Brauerei Zehender (Gründung 1808) 20km südwestlich von Bamberg
    – typisch hell, etwas buttrig, etwas würzig, klar Malzsüß, getreidig, lecker
    – rel. vollmundig, würzig, malzig, leicht süß, hopfen-herb, grasig, feinperlig, herber Abgang
    – https://moenchsambacher.de/brauerei

  • Weiherer Märzen:
    – 13°P; 5,6%; untergärig
    – Festbier anlässlich des 140-jährigen Brauerei-Jubiläums 2014
    – aus der Brauerei Kundmüller 15km nordwestlich von Bamberg
    – süß, leicht fruchtig, wenig malzig & würzig
    – vollmundig, getreidig, waldig, etwas harzig, herb-süß, wenig Karamell, feinperlig, würzig-süßer Abgang
    – https://www.brauerei-kundmueller.de/weiherer-bier/klassiker/weiherer-maerzen/

  • Mönchsambacher Weizen:
    – 5,5%; obergärig
    – klassisches Weißbier
    – würzig, bananig, trocken-hefig, trocken-malzig, strohig
    – voller Körper, würzig, etwas bananig, waldig, trocken-hefig, leicht bitter, spritzig, trocken-herber Abgang

Vielen lieben Dank also ein weiteres Mal an Sabrina und René für die spontane Aufnahme bei Euch!

Blogbier, die XXXIV. – 2•30

Auch wenn unsere beiden 30. Geburtstage bereits etwas zurückliegen, haben wir bei herrlichem Sommerwetter mit vielen Freunden eine herrliche Feier gehabt, bei der es neben einem Kasten meines selbstgebrauten Cerevisia M noch diverse weitere (v.a. fränkische & belgische) Bierspezialitäten gab:

Bierfacts:

Vielen lieben Dank an alle Gäste für die tollen Geschenke, die Mithilfe beim Biertrinken und eine wirklich sehr schöne Fete, die uns lange in Erinnerung bleiben wird!

Blogbier, die XXXI. – Mamafrei

Während meine Gattin eine Nacht in Ruhe ohne Kinder verbringen konnte, habe ich es mir u.a. mit diesen Bieren gemütlich gemacht:

Tasting-Notizen:

  • KellerBräuBier:
    – 5,2%; untergärig
    – Kellerbier der Lidl-Discount Marke Perlenbacher mit der Hopfensorte Perle gebraut
    – fast erwartungsgemäß wenig überzeugend und gefällig
    – https://www.lidl.de/de/perlenbacher/b9111
  • Bolten-Alt:
    – 4,9%; 11.7°P; obergärig
    – älestes Alt der Welt (1266)
    – obwohl ein Spitzen-Alt interessanterweise bislang noch nicht gelistet – dafür wird in Kürze das Ur-Alt eine Solo-Rezension erfahren
    https://www.bolten-brauerei.de/Produkte.htm

 

Blogbier, die XXX. – Clausthaler@Eule

Zur Vorbereitung unserer Feier zum doppelten 30. Geburtstag war ich heute in der Eule in Kierberg um ein paar Bier-Cocktail-Utensilien zu holen. Dabei hat mich Markus mit einem Bier überrascht von dem ich bereits einiges Positives gehört hatte:

Tasting-Notizen:

  • Clausthaler Naturtrüb:
    – <0,5%; untergärig
    – erstes Bier der Marke, das nicht filtriert wurde und mit Cascade kaltgehopft wurde
    – überraschenderweise wirklich sehr erfrischend lecker und hoffentlich nicht mein letztes

Die erste und größte Marke in Deutschland, die ausschließlich alkoholfreie Biere herausbringt, geht mit diesem Bier neue Wege der Qualität. Auch wenn es in der Frankfurter Binding-Brauerei hergestellt wird und somit zur Radeberger-Gruppe gehört, ist es sehr positiv zu bewerten, dass man nun auf ein naturtrübes und kaltgehopftes Bier setzt. Gerade im Sommer ein sehr gutes Bier zur (fast) sorgenfreien Erfrischung.

Mehr Infos unter: https://www.clausthaler.de/wp-content/uploads/2018/03/CT_Beschreibung-Naturtr%c3%bcb_2018.pdf.

Blogbier, die XXXII. – H.C.

Anlässlich des Kindergeburtstages haben wir mal wieder unsere Freunde in Herzebrock-Clarholz besucht, zu welcher Gelegenheit folgende Biere auf der Agenda standen:

Tasting-Notizen:

  • Spalter Wuchtige Wilma:
    – 5,5%; untergärig
    – mit Willamette-Hopfen kaltgehopftes Märzen
    – gebraut in der letzten kommunalen Brauerei Deutschlands inmitten eines der größten Hopfenanbaugebiete Europas
    – relativ unauffällig, herb, fruchtig
    – voller Körper, gut gehopft, würzig, leicht hefig, spritzig, herber Abgang
    – https://www.spalter-bier.de/aktuell/neuigkeiten/wuchtige-wilma.html

  • Ganstaller Affumicator:
    – 24.8°P; 9,6%; untergärig
    – Rauch-Doppelbock
    – gebraut in Schnaid in Oberfranken
    – Rauch, Rauch, Rauch + ein wenig dunkles Karamell-Malz
    – großer Körper, weich, cremig, Karamell, Malz, rauchig, matt, süßer Abgang
    – http://www.ganstallerbrau.de/

  • Brewdog Vagabond:
    – 5,5%; obergärig
    – glutenfreies Pale Ale
    – gebraut von der nach eigene Aussagen größten unabhängigen Brauerei Schottlands in Ellon
    – schön dezente grasige, blumige und fruchtige Aromen
    – ein wirklich sehr leckeres Ale für glutensensible Menschen
    – https://www.brewdog.com/item/721/BrewDog/Vagabond-Pale-Ale.html
  • Kraus Vollbier:
    – 4,7%; untergärig
    – Helles von der Brauerei & Metzgerei Kraus mit Gasthof aus dem fränkischen Hirschhaid
    – würzig, hell-malzig, etwas herb, eher unscheinbar
    – süffig, malzig, würzig, etwas bitter, fernherb, feinperlig, süßlicher Abgang
    – https://www.brauerei-kraus.de/

  • Crew Republic In Your Face:
    – 15°P; 6,8%; obergärig
    – West-Coast IPA
    – von der 2011 enstandenen Müchner Craft-Brauerei
    – sehr schön hopfig-fruchtig nach Blutorange, Zitrone & Litschi, grasig, blumig
    – voller Körper, herb, grasig, leicht Karamell, blumig, erhöhte Fruchtigkeit, feinperlig, trocken-herber Abgang
    – http://www.crewrepublic.de/crew-biere/in-your-face.html

  • Jopen Hop zij met ons:
    – 5,5%;obergärig
    – glutenfreies IPA
    – von der 1406 gegründeten niederländischen Brauerei in Haarlem
    – im Vergleich zum Brew Dog natürlich hopfenbetonter, bitterer und voller
    – aber dennoch eine gute Alternative zu dem sonst recht dünnen Sortiment glutenfreier Biere
    – https://www.jopenbier.nl/bieren/hop-zij-met-ons/

Bei einer interessanten Hofführung eines benachbarten Bauernhofs gab es dann noch dieses regionale Bier, das jedoch hier bereits gelistet ist:

Vielen lieben Dank also ein weiteres Mal an Sabrina und René für die sehr schönen Tage bei Euch!

Blogbier, die XXIX. – מדינת ישראל

Kürzlich war ich mal wieder im Brühler Seasons zum grenzüberschreitenden politischen Austausch. Dabei gab es auch wieder ein Bier, das es neu auf die Bierjubiläum-Liste geschafft hat:

Tasting-Notizen:

  • Steenbrugge Tripel:
    – 8,7%; obergärig
    – mit Koriander, Orangenschalen und Zimt eingebraut
    – zusätzlich wurde auch noch eine ursprüngliche Biergewürzmischung eingesetzt

Steebrugge ist eine alte belgische Biermarke, die aus der Abtei St. Peters hervorgegangen ist. Dort brauten bis zur Jahrtausendwende die ansässigen Mönche ihr traditionelles Abteibier. Die Marke Steenbrugge gehört jedoch seit 2003 zur belgischen Brauerei Palm. Die Produktion befindet sich seit 2004 in Steenhuffel. Auf dem Etikett der Steenbrugge-Biere kann man indes noch etwas in Nostalige schwelgen. Ist dort doch das Bildnis des Heiligen Arnulf von Soissons, dem Patron der Brauer und Gründer der St.-Peters-Abtei von Oudenburg und Steenbrugge zu sehen.

Mehr Infos unter: https://www.palm.be/en/degoudenboom/beers.

Blogbier, die XXVIII. – JMP

Gestern war ich beruflich im rechten Rheinland unterwegs. Im Clostermanns-Hof in Niederkassel-Uckendorf gab es folgende zwei neue Biere für die Bierjubiläums-Liste. Beide entstammen der Klosterbrauerei zu Andechs in Oberbayern.

„Unsere Klosterbrauerei ist heute in Deutschland die größte von nur noch wenigen authentischen Klosterbrauereien, die eine existierende Ordensgemeinschaft konzernunabhängig führt. Sie gehört den Benediktinern von St. Bonifaz in München & Andechs. Gebraut und abgefüllt wird nur vor Ort in Andechs.“

Die 1455 gegründete Brauerei wirtschaftet dabei völlig selbstständig und nachhaltig. So ist man zwar nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, erhält aber auch keine Kirchensteuereinahmen. Dies gilt übrigens auch für das ganze Kloster.

Tasting-Notizen:

 

Mehr Infos unter: andechs.de.

Blogbier, die XXVIII. – Klosterbräuhaus Ursberg

Vergangenes Wochenende feierten Michael und Jana ihre Hochzeit und wir waren eingeladen. Location war das Klosterbräuhaus Ursberg im schönen bayrischen Schwabenland. Hier gibt es nämlich neben Brauerei, Hotel, Restaurant und Biergarten auch einen Festsaal – zudem ist das Bräuhaus eingebettet in der historischen Klosteranlage nur wenige Meter von der Kirche entfernt, in der die Trauung stattfand. Zwischen Ulm und Augsburg an der kleinen Mindel gelegen besteht der Ortskern fast ausschließlich aus den Klostergebäuden, die auch das Dominikus-Ringeisen-Werk beherbergen, einem der größten regionalen Einrichtungen zur Förderung und Begleitung von behinderten Menschen. Während das Kloster 1125 vom Prämonstratenserorden erbaut und heute von einer franziskanischen Glaubenskongregation geführt wird, reicht die Geschichte der Klosterbrauerei wenigstens bis 1623 zurück. Zwar gibt es heute dort keine klösterliche Braumanufaktur mehr, dafür wird immer noch alles privat und in mehr oder weniger Handarbeit geleistet. Die sechs (vorwiegend untergärigen) Biersorten werden dabei nach traditionellem Verfahren im offenen Kupferkessel vergärt.

Impressionen:

Tasting-Notizen:

  • Pils:
    – 4,8%
    – mild, wenig herb, etwas lasch, eher wie ein Helles – aber lecker
  • Märzen:
    – 5,5%
    – sehr würzig, malzig, vollmundig, etwas herb – guter Durchschnitt
  • Zwickel:
    – 13°P; 5,5%
    – weich, malzig, grasig, etwas hefig, leicht würzig, geringe Karamellnoten – das beste Bier im Bunde
  • Dunkles:
    – 5,2%
    – klar karamellig, dunkelmalzig, wenig Röstaromen, etwas lasch – eher das schlechteste der Auswahl

Neben der eigenen Klosterbieren gab es während der Feier noch eine kleine Bierverkostung für den Bräutigam. Hierbei musste er aus einem Sortiment der Biermanufaktur Riegele aus Augsburg erraten, welches Bier er gerade trinkt. Da ich selbst zwei Wochen zuvor bei seinem Junggesellenabschied im Brauhaus Riegele nicht zugegen sein konnte, freute ich mich umso mehr nun hier mitverkosten zu dürfen:

Bierfacts:

Fazit:

Nicht nur aufgrund der überraschenden Riegele-Verkostung, sondern vor allem wegen des überzeugenden Gesamteindrucks von Hotel, Gaststätte und Bier, kann ich das Klosterbräuhaus durchaus weiterempfehlen. Hier und da könnten zwar Details am Haus und am Bier noch etwas verbessert werden, dennoch ist es allemal eine Reise wert; insbesondere wenn man mal in der Region weilt. Wer also gutes handwerkliches Bier im traditionellem Stil und im historisch-urig-edlem Ambiente genießen will, der sollte ernsthaft über einen Besuch in Ursberg nachdenken.

Das derzeit letzte Bier im Bunde – der Doppelbock Aloisius – habe ich mir übrigens für eine Einzelverkostung mit nach Hause genommen. Der Bericht folgt in Kürze.

Vielen Dank auch nochmals auf diesem Wege an Jana und Michael für die sehr schöne Hochzeit(sfeier).

Mehr Infos zur Ursberger Klosterbrauerei unter: http://klosterbraeuhaus.de/brauerei.html.

Blogbier, die XXVII. – Hagermarsch

In unserem Urlaub an der ostfriesischen Nordsee haben es folgende Biere in die Bierjubiläums-Liste geschafft:

Bierfacts:

 

Blogbier, die XXVIII.

Beim Spontanbesuch vom ehemaligen Mitblogger Nils haben es folgende zwei Biere neu auf die Liste geschafft:

 

Bierfacts:

  • Alpenstoff:
    – 5,3%; untergäriges Helles
    – vom 1633 (respektive 1494) gegründeten Bürgerbräu Bad Reichenhall
    – ein Jahr zuvor erließ Herzog Georg von Bayern bereits in Reichenhall das Reinheitsgebot
    – Einführung der Marke 2003
    – nach dem Feinheitsgebot gebraut
    – aus der KALEA-Beertasting.Club-Abobox
    http://www.alpenstoff.de/
  • Tiger:
    – 5%; untergäriges Lager
    – von der 1932 gegründeten Asia Pacific Breweries Ltd. aus Singapur
    – das Unternehmen gehört zu jeweils etwa 40% Heineken und dem Konglomerat Fraser and Neave sowie der Firma Kindest Place eines thailändischen Milliardärs
    – Tiger ist die größte Biermarke Asiens
    http://www.tigerbeer.com/

 

Urlaub an der ostfriesischen Nordsee

Meinen zweiten Teil der Tochter-Elternzeit haben wir genutzt um für zwei Wochen an die ostfriesische Nordsee zu fahren. Aufgrund der dortigen geringen Brauerei-Dichte, hatte ich auch unter Berücksichtigung des Aufwandes im Vorfeld keinen Brauereibesuch geplant. Zufällig hatte ich aber die Gelegenheit Biere von zwei regionalen/lokalen Brauereien direkt vom Fass proBieren zu können. Zum Einen die beiden Watt’n Biere der Küstenbrauerei, Brennerei & Kaffeerösterei zu Werdum, die ich in Heikes Eis- & Pfannkuchencafé in Dornumersiel gefunden hatte und dabei auch den alten Braumeister der Brauerei kennenlernen durfte (siehe auch 343.). Zum Anderen bin ich glücklicherweise beim Standspaziergang auf Norderney an der Weststrand-Bar vorbeigekommen. Dort wird nämlich in wirklich tollem Ambiente das Bier des 2012 gegründeten Norderneyer Brauhauses ausgeschenkt:

Bierfacts:

  • Norderneyer Pils:
    – 11.8°P; 4,8%; untergärig
    – Geruch: Grasig, mild, leicht fruchtig
    – Geschmack: vollmundig, leckere Hopfennote, mild herb, gewisse Malzsüße, grasig, heuig, feinperlig, herb- süßer Abgang
    – definitiv ein hervorragendes Pils mit toller Eigennote – wer mal auf der Insel weilt sollte es unbedingt probieren
    http://norderneyer-bier.chayns.net/aboutus
  • Norderneyer Weizen:
    – 5,1%; obergärig
    – Geruch: eher unscheinbar, malzig-süß, dezente Frische
    – Geschmack: voller Körper, herb, würzig, dunkelmalzig, Karamell, Banane, gering säuerlich, matt, malziger Abgang
    – gerade im Vergleich zum Insel-Pils eher nur durchschnittlich
    http://norderneyer-bier.chayns.net/aboutus

 

  • Watt’n Bier hell:
    – 4,8%; untergärig
    – Geruch: frisch, hell-malzig, leicht würzig, grasig, etwas fruchtig
    – Geschmack: recht süffig, weich, Malzsüße, Hopfenherbe, etwas getreidig, leicht würzig, feinperlig, trocken-süßlich-herber Abgang
    – nicht überragend, aber definitiv ein leckeres (Urlaubs-)Bier, das zwar mehr ein Helles, als ein Pils ist, aber trotzdem überzeugt
    –  https://www.werdumer-hof.de/brauerei-wattn-bier/brauhaus.html
  • Watt’n Bier dunkel:
    – 10%; untergärig
    – Geruch: Leicht röstig, dunkelmalzig, holz, Getreide, Karamell
    – Geschmack: Vollmundiger, röstig, würzig, süßlich, leicht Lakritz, matt, milder Abgang
    – ein leider nur unterdurchschnittliches Dunkel aus der privaten Brauerei, Brennerei und Rösterei
    –  https://www.werdumer-hof.de/brauerei-wattn-bier/brauhaus.html

Fazit:

Neben den genannten beiden Brauereien gibt es im Nordosten neben dem hier schon vorgestellten Ostfriesen-Bräu und der Industriebrauerei Jever nur noch Brauereien in Varel (südlich von Wilhelmshaven am Jadebusen), in Weener (an der Ems südlich von Leer) und auf der Insel Borkum. Angesichts der Bevölkerungsdicht in Ordnung, aber trotzdem nicht ausreichend um allerorten regionales (privates) Bier zu bekommen. Nichtsdestotrotz kann sich das ostfriesische Bier (mit Abstrichen) durchaus sehen lassen, sollte aber insbesondere für Touristen noch etwas an Qualität, Vielfalt und Marketing zulegen. Sollte es uns nächstes Jahr erneut hierhin verschlagen, werde ich versuchen mir die Sache dann auch mal vor Ort anzuschauen.

Vielen Dank im Zuge dessen auch an dieser Stelle nochmals an die beste Familie der Welt für diesen tollen Bauernhof-Nordsee-Urlaub.

Weitere Infos auch unter: http://www.ostfriesland.de/mein-ostfriesland/bummeln-und-kulinarik/regionale-spezialitaeten/bierkultur/ostfrieslands-brauereien.html?Brauereien=.

Maria Eetcafe

Am gestrigen Freitag Abend habe ich mich wieder mal mit meinem Kollegen Matthias aufgemacht um Köln unsicher zu machen. Ziel war diesmal das Maria Eetcafe direkt am Bahnhof Köln-West – ideal also für Besucher auch außerhalb von Köln. Matthias – selbst bekennender Belgisch-Bier-Fan – brachte mich auf diese Idee, da er dort einmal zufällig gelandet war als er noch etwas länger auf einen Zug warten musste. Dass dies ein glücklicher Zufall war zeigte sich mir schon online auf der Getränkekarte, die neben belgischen und niederländischen Essens-Spezialitäten auch eine wahrlich große Auswahl an belgischen Bieren bietet. Auch vor Ort machte der Laden einen wirklich guten Eindruck, der rustikal-kreativ eingerichtet ist und mit sehr freundlichem Personal ausgestattet ist. Ein wenig überfordert von der wirklich reichlichen und guten Auswahl haben wir uns dann aber doch zu folgenden Bieren durchringen können:

Bierfacts: 

  • Westvleteren Blond:
    – 5,8%; obergärig
    – seit 1999 von den Mönchen der Abdij St. Sixtus gebraut
    – theoretisch unverkäuflich, da das Bier nur an Endverbraucher in sehr limitierter Kapazität ausgegeben wird
    – ausgewogen malzig und würzig sowie hefig
    https://sintsixtus.be/trial/bierverkoop/

  • Duvel Tripel Hop:
    – 9,5%; obergärig
    – Starkbier mit den Hopfensorten Saazer, Styrian Golding & Citra (dieser auch gestopft) aus der 1871 gegründeten Brauerei aus Puurs
    – 2016 durch Kundenauswahl kreiert, nachdem das Produkt bereits seit 2007 mit wechselnden Hopfen auf dem Markt ist
    – grasig, würzig, eher leicht, wenig malzig, dumpfe Citranote, leicht bitter
    http://www.duvel.com/en-us/the-beer/duvel-tripel-hop

  • Malheur 10:
    – 10%; 20°P; obergärig
    – Starkbier aus der ehemaligen Brauerei De Landtsheer (Gründung 1839) in Buggenhout
    – weich, malzig-süß, trocken-bitter, karamellig
    http://www.malheur.be/nl/malheur-10/

  • Grimbergen Optimo Bruno:
    – 10%; untergärig
    – Quadrupel der 1128 gegründeten Abtei-Brauerei Grimbergen in Mechelen
    – gebraut jedoch von Alken-Maas für Heineken
    – enthält leider Zucker, Glukosesirup, Karamell-Farbstoff E150c & Hopfenextrakt
    – richtig süß, ganz leicht röstig, leicht alkoholaromatisch
    http://www.grimbergenbier.be/product/optimo

  • Corsendonk Pater:
    – 6,5%; untergärig
    – Dubbel von der Kuckucks-Brauerei aus Turnhout
    – gebraut von Brasserie du Bocq aus Purnode-Yvoir
    – dunkemlmalzig, röstig, karamell-süß
    www.corsendonk.com

  • Rochefort 10:
    – 10%; obergärig
    – Quadrupel aus der Trappisten-Brauerei in Rochefort
    – gebraut mit Rohgetreide
    – schön malzig-süß, karamellig, trocken, leicht würzig
    – http://www.trappistes-rochefort.com/

Fazit:

Definitiv ein Besuch der sich gelohnt hat. Eine derartige Auswahl an belgischen Bieren kenne ich sonst nur noch aus unserer guten Eule in Kierberg. Gerade in Köln sind Biere außer Kölsch immer noch unterrepresäntiert, sodass es schön ist zu sehen, dass sich ein solcher Laden etabliert hat. Zudem mit strategischen Standortvorteil direkt am Bahnhof West gelegen. Allerdings ist auch Vorsicht geboten: Die meisten der angebotenen Biere liegen deutlich über dem deutschen Alkoholdurchschnitt, viele sogar im zweistelligen Bereich, sodass man schnell auch an seine Belastungsgrenzen gerät. Mir selbst raucht trotz Training immer noch etwas der Kopf von sovielen Umdrehungen. Ansonsten kann ich aber jedem Kölner (Besucher) oder auch Durchreisenden einen Besuch im Eetcafe wärmstens empfehlen.

Vielen Dank an Matthias für die tolle Idee, die Begleitung und den interessanten Abend.

Weitere Infos zum Eetcafe unter: http://www.maria-koeln.de/.

 

 

Blogbier, die XXVI. – Politica

Bei zwei politischen Treffen in den vergangen Wochen gab es neben viel Austausch und guten Vorträgen auch Bier:

Bierfacts:

Blogbier, die XXV. – EMH I.

Anlässlich des ersten Geburtstages meiner Tochter hat uns ihr Patenonkel Nils besucht und mir etwas bei der Biertilgung geholfen (diese stammten ausnahmslos aus dem KALEA-Beertasting.Club Bierabo):

Bierfacts:

Vielen Dank nochmals auch an Nils für den schönen und interessanten Abend.

Blogbier, die XXIV. – Kaufungen

Am vergangenen Wochenende durften wir wieder einmal in Kaufungen im Landkreis Kassel mit Kind, Kegel und Bier einfallen. Diese Biere standen dabei auf meinem Speiseplan:

 

Bierfacts:

Neben dem Bier proBierten wir dann auch noch den Bierlikör 22. Dieser wird aus Doppelbockbier sowie Kalt-Mazeraten von Hopfenblüten und Malz in der Dampfweinbrennerei & Likörmanufaktur Eberle in Kinheim an der Mosel hergestellt. Geschmacklich sehr interessant war es uns Herren aber etwas zu süß und zuckerlastig.

Vielen Dank nochmals auch an Siggi & Herbert für die wunderbare Gastfreundschaft und das schöne Wochenende.

Blogbier, die XXIII. – KHB @ CCC Epilog

Als kleiner Nachtrag zum Tap-Takeover der Kölner Bierhistoriker in der Craftbeer Corner in Coeln hier unsere Absacker-Biere:

Bierfacts:

Vielen Dank nochmals auch an Nils für den schönen und interessanten Abend.

Silvester 2017

Die letzten Stunden und Minuten in 2017 wurden mit dieser Bierauswahl im beschaulichen Herzebrock-Clarholz begangen:

Bierfacts:

  • Prignitzer Hofbräu Helles:
    – 5,4%; untergärig
    – aus der erst kürzlich errichteten Gasthofbrauerei im nordbrandenburgischen Pritzwalk
    – Weihnachtsgeschenk von René, das er von einer Dienstreise mitgebracht hat
    – so selten, dass es noch nicht einmal auf ratebeer.com gelistet ist
    https://www.shepherdneame.co.uk/beer/christmas-ale

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina und René für die hervorragende Gastfreundschaft und das wunderbare Wochenende.

Weihnachten 2017

Unser Weihnachtsfest wurde mit folgenden Bieren begangen: 

Bierfacts:

  • Mönchshof Weihnachtsbier:
    – 13.3°P; 5,6%; untergärig
    – von der Kulbacher Brauerei aus 1349, die einen weitaus schlechteren Ruf genießt als ihr eigentlich zu stehen sollte
    – die selbst kreierte Glühbier-Variante zum Vergleich konnte leider nicht überzeugen, es fehlte bei Orangenschale, Nelken und Zimt wohl noch klarere Fruchtakzente
    https://www.mönchshof.de/brauspezialitaeten/weihnachtsbier.html

Bierfacts:

  • Schneider meine helle Weiße:
    – 12.5°P; 5,2%; obergärig
    – aus der großen privaten Weißbierbrauerei Schneider Weisse aus Kelheim (gegründet 1872)
    – etwas hellere & mildere Variante des Originals (Ersterscheinung 1994)
    – Flasche aus dem KALEA-Beertasting.Club-Bierabo
    https://schneider-weisse.de/index.php/weissbier/tap1-meine-helle-weisse
  • Erl-Bräu Erlefant:
    – 5%; untergärig
    – Helles von der 1871 gegründeten Privat-Brauerei aus Geiselhöring
    – Flasche aus dem KALEA-Beertasting.Club-Bierabo
    http://erl-braeu.de/brauerei/erlefant
  • Schäffler Bräu Allgäuer Hell:
    – 4,9%; untergärig
    – von der Familienbrauerei Graßl aus Missen (Gründung 1868)
    – ein Mitbringsel meiner Schwiegereltern aus dem inzwischen alljährlichen Allgäu-Urlaub
    – kam dieses Jahr erst auf den Markt
    https://www.schaeffler-braeu.de/allgaeuer-hell.html
  • Konrad 12°:
    – 12°P; 5,2%; untergärig
    – Lager von der gleichnamigen Brauerei aus dem tschechischen Reichenberg (gegründet 1872)
    – Flasche aus dem KALEA-Beertasting.Club-Bierabo
    – http://pivo-konrad.cz/nase-pivo/konrad-12-detail/

Ich hoffe auch Ihr hattet ein ähnlich schönes (und bieriges) Weihnachtsfest.

Blogbier, die XXII. – Geo-Reunion

Beim alljährlichen Osnabrücker-Geographen-Advents-Treffen wurden letztes Wochenende folgende fast ausschließlich aus dem P&M besorgten Biere erwürfelt:

Bierfacts:

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Katchen und Alex für die hervorragende Gastfreundschaft, Nils für die wirklich tollen Biergeschenke und alle anderen für diesen schönen Abend.

Kwas [квас] – Russisch Braun [ру́сский бу́рый]

Nach dem vorgestrigen hellen Kwass möchte ich mich heute an die dunkle Variante wagen. Grundsätzlich ist diese auch in Russland inzwischen weniger verbreitet, da sie weniger spritziger und erfrischender wirken soll. Historisch ist sie aber der Original-Kwass, da dieser zunächst aus Überresten von Roggensauerteigen entstanden ist, die durch umherfliegende Hefen angesteckt wurden. Im Gegensatz zum hellen Kwass soll der dunkle deutlich malziger und weniger fruchtiger schmecken und so an ein Malzbier erinnern.

Deshalb bin ich gespannt, ob diese industrielle Interpretation zumindest so gut wie das helle schmeckt. Skeptisch machen mich da die vielen Zusatzstoffe zur Säureregulierung und Konservierung mit den wohlklingenden E-Nummern. Offensichtlich scheint der Original-Kwass doch zu exotisch zu sein, um ihn auch in Deutschland anbieten zu können.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kwass
Brauart
. . . . . . . . . . . spontangärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Zucker, Glukose-Fructose-Sirup, Roggen- & Gerstenmalz, Hefe, E330, E202 & E211
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . <1,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Litauen
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Geruch: karamell-malzig, süß, ganz leicht röstig, wenig schokoladig
Geschmack: malzig-süß, leicht fruchtig, getreidig, bisschen spritzig, leicht angeröstet, trocken-süß-getreidiger Abgang
Gesamt: Auch der dunkle Kwass überrascht mich mit einem absolut annehmbaren Geschmacksprofil. Für meinen Gaumen bei der dunklen Note zwar etwas zu süß, aber durchaus ebenfalls eine interessante Alternative zum deutschen Malzbier. Allerdings muss auch klar kritisiert werden, dass der Einsatz von künstlichen Zusatzstoffen definitiv nicht zu unterstützen ist. Es ist wie schon erwähnt wohl aber darauf zurückzuführen, dass das Produkt an den hiesigen Markt angepasst wurde. Dies bestätigen auch einige, die bereits in Ostslawien dortigen (oder selbst hergestellten) Kwass probieren konnten.

Prost bzw. Ва́ше здоро́вье!

 

Kwas [квас] – Taras Weiss [тарас бе́лый]

Im Nachgang zur dieswöchigen Bierverkostung in der Brühler Eule zum Thema „Biere in Russland“, dessen Bericht hier in Kürze folgt, möchte ich mich einer weiteren russischen „Bier-„Spezialität nähern.

Der Kwass ist zwar kein wirkliches Bier, ist jedoch nah verwandt. So zählt es zu den Gärgetränken und wird ebenfalls auch Getreide hergestellt. Genauer entsteht es aus der Gärung von altem Brot oder Malz, Roggenmehl (oder Roggenbrot) sowie Kwas-Hefe oder Sauerteig. Deshalb wird es auch als Brotbier bezeichnet. Um den Kohlensäuregehalt zu erhöhen kann noch Zucker, Melasse o.ä. eingesetzt werden. Kwass enthält traditionell nur wenig (bis zu 1,5%) Alkohol uns ist somit auch als Erfrischungsgetränk beliebt. Es gibt Kwass in der hellen und dunklen Variante. Letztere soll etwas an Malzbier erinnern, jedoch weniger süß sein. Erstere hingegen soll in etwa wie ein Radler schmecken. Getrunken wird es vor allem in ostslawischen Regionen vom Baltikum über Weißrussland und Ukraine bis hin zum Kaukasus.

Und selbstverständlich auch in Russland. Dort wird es bis heute auf dem Land in traditioneller Weise daheim „gebraut“. So zum Beispiel auch bei einem Teil der Familie meines halb-russischen Kollegen Heinrich aus dem Köln-Porz. Da der Kwass allerdings noch keine Popularität außerhalb der oben genannten Region erlangt hat, ist es erforderlich einen russischen Supermarkt auszusuchen, um in Deutschland überhaupt an das „Brotbier“ zu gelangen. Glücklicherweise gibt es u.a. in Porz einen Mix-Markt, der fast ausschließlich russische Produkte und somit auch den Kwass führt. Freundlicherweise war besagter Kollege so nett und brachte mir diese Woche jeweils eine (große) Flasche des hellen und dunklen Gärgetränks mit.

Heute möchte ich euch zunächst die helle Variante vorstellen:

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kwass
Brauart
. . . . . . . . . . . spontangärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Glukose-Fructose-Sirup, Gersten- & Weizenmalz, Gerste, Hefe, Akazienextrakt
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . <1,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Litauen
Erscheinungsjahr. . .
?

Fazit

Geruch: leicht malzbierig, hell fruchtig, getreidig, grasig, frisch, brotig
Geschmack: lecker erfrischend, leichtes Radler, süß-fruchtig nach Ananas, Mango, Maracuja & Banane, nur wenig malzig, weich-grasig-fruchtiger Abgang
Gesamt: Derartige Experimente wie das heutige gehe ich ja stets mit einer gesunden Portion Skepsis an. Auch wenn ich wirklich kaum wissen könnte, was mich erwarten würde, will ich behaupten, dass ich positiv überrascht bin. Sicher kann man es kaum mit einem Bier vergleichen, doch kann ich verstehen, dass das Brotbier östlich von uns als Erfrischungsgetränk einen derart guten Ruf hat. Und trotz dessen, dass hier Zucker zugesetzt ist hält sich der Gesamtgehalt mit unter 10% für solch ein süß-schmeckendes Getränk noch im Rahmen. Dabei ist es aber zu keinem Zeitpunkt zu künstlich süß, sondern stets erfrischend und lecker. Durchaus also empfehlenswert und eine sehr spannende und gute Alternative zu anderen Erfrischungsgetränken (des Westens).

Prost bzw. Ва́ше здоро́вье!

 

1st Anniversary – 1 Jahr Craftbeer Corner Coeln

CCC Veedels Maggel | Cantillon Rosé de Gambrinus | Moor Nor’Hop | Jackie O’s Oil of Aphrodite | Omnipollo Triple Mango Crème Brûlée Lassi Gose | Magic Rock Kentucky Common Grounds | Omnipollo Original Ice Cream Pale Ale | Freigeist Bierkultur + Stillwater Artisanal AMIS | Freigeist Bierkultur + Jester King Sing Along Deathmatch | CCC Heinenhof ZA II RIS

Während ganz Deutschland unter der Woche 500 Jahre Reformation feierte, beging die Craftbeer Corner Coeln am letzten Wochenende ihren ersten Geburtstag. Vor genau einem Jahr startete die erste Craftbeer-Bar der westdeutschen Millionenstadt, welche ursprünglich aus einer Verkaufsecke für Craftbier im Hürther Getränkemarkt M&C hervorgegangen ist. Kennengelernt hatte ich die Jungs passenderweise bereits am Tag der Tage für das Bierjubiläum, dem 500. Geburtstag des „Reinheitsgebots“, bei der Craftbeer Messe in Walberberg. Auf Basis ihrer Erfahrung und ihres Netzwerkes, was sich die drei Köpfe in den Jahren zuvor angeeignet und erarbeitet haben, wagten sie den längst überfälligen Schritt in der Domstadt endlich auch ein Taphouse mit Craftbier zu eröffnen. Während Berlin, Hamburg, München und sogar Düsseldorf bereits versorgt waren zog vor einem Jahr endlich auch Köln nach. Mein erster Besuch war im Januar diesen Jahres mit meinem Kollegen auf ein bis 10 Feierabendbierchen. Schon damals wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht, auch wenn man noch merkte, dass es hier und da noch etwas improvisiert wirkte. Zwei weitere Besuche später hat sich die CCC definitiv im Kölner Nachtleben etabliert, wie die Zahlen unten verdeutlichen. Und es ist weiterhin eine der wenigen Orte, wo man in Köln Craftbier vom Fass genießen kann, insofern man das ein oder Kölsch oder Hausbier nicht dazu zählt.

Mit meinem Biersommelier des Vertrauens Markus Weick machte ich mich also letzten Samstag Nachmittag nach Köln auf. Glücklicherweise öffnete die Corner bereits um 15Uhr, sodass ich es familienbedingt auch noch hingeschafft hatte. Da auch Markus Abends wieder nach Brühl zur seiner Eule zurück musste, waren wir eine der ersten Gäste und hatten somit auch das Glück vom 10l-Stichfass Maggel-Freibier etwas abzubekommen. Anlässlich des 1. Geburtstags haben die Jungs ihr erstes und inzwischen bekanntes Bier Wieß etwas stärker einbrauen lassen. Im schön geschmückten Ambiente und feierlicher Stimmung proBierten wir uns daneben einmal quer durch die Zapfkarte, wobei wir uns jeweils ein Bier teilten. Später stießen wir dann zur Gruppe der Kölner Bierhistoriker, die sich inzwischen auch in der Corner eingefunden hatten. Hierbei handelt es sich um einen mehr oder weniger kleinen Verein aus Hobbybrauern, die sich der Erforschung und dem Erhalt historischer Bierstile verschrieben haben. Dabei gibt es schon Patenschaften für etwa 20 fast ausgestorbene Bierstile, die nun wieder aufgelebt werden. Im Rahmen des Vereins hat sich zuletzt auch die Mikrobrauerei Craftbeer Creations Cologne (also witzigerweise ebenfalls CCC) am Heinenhof in Pulheim herausgebildet, in der nun etwas kommerzieller historische Biere gebraut und verkauft werden.

Hier ein paar interessante Zahlen und Fakten nach einem Jahr CCC auf einen Blick zusammengefasst:

  • >3500 Abonnenten auf Facebook,
  • >1800 Follower auf Instagram,
  • Top 3 Nominee – Bestes Bier Konzept 2017
  • Top 10 Bier, Bars & Brauer 2017,
  • ratebeer.com Bewertung 90,
  • >4800 untapped Checkins,
  • >570 Biere ausgeschenkt,
  • 29 Tastings & Verkostungen,
  • 3 Braukurse,
  • unglaubliche 23 Tap Takeover

Bierfacts:

  • CCC Veedels Maggel:
    – obergärig; ?%
    – stärkere Version (Imperial) des hauseigenen Wieß
    – zum Geburtstag war das 10l-Stichfass Freibier
    – würzig, frisch, herb, vollmundig, sehr lecker gehopft
    – wirklich sehr gelungen

  • Cantillon Rosé de Gambrinus:
    – spontangärig; 5,5%
    – Fruchtlambic, bei dem Himbeeren zur Mazeration hinzugefügt wurden
    – von der Brüsseler Brasserie aus Anderlecht mit angeschlossenem

    Musée Bruxellois de la Gueuze
    – neben dem klaren Fruchteinschlag ziemlich trocken sauer
    https://www.cantillon.be/rose-de-gambrinus?lang=fr

  • Moor Nor’Hop:
    – obergärig; 4,1%
    – leichtes (Ultra) Pale Ale
    – „Modern Real Ale“ von der 2007 gegründeten Brewery aus dem englischen Bristol
    – etwas bitter & trocken aber locker-leicht
    http://www.moorbeer.co.uk/ourbeers/

  • Jackie O’s Oil of Aphrodite:
    – obergärig; 10%
    – Double Stout mit Walnüssen gebraut und in Bourbon-Fässern gereift
    – seit 2005 aus dem US-amerikanischen Athen in Ohio
    – als Überraschungsgeschenk für einige Gäste
    – wirklich der extremste Geschmack nach Whisk(e)y & Süßholz, den ich je geschmeckt habe
    http://jackieos.com/brews/oil-of-aphrodite/

  • Omnipollo Triple Mango Crème Brûlée Lassi Gose:
    – obergärig; 7%
    – Gose mit Mango, Laktose & Vanille eingebraut
    – von der schwedischen Kuckucks-Brauerei, die das Bier von Buxton im englischen Derbyshire brauen ließ
    – alle Zutaten sind klar herausschmeckbar, erstaunlich wenig Säure aber viel Süße
    http://www.omnipollo.com/beer/

  • Freigeist Bierkultur + Stillwater Artisanal AMIS:
    – spontangärig; 8,5%
    – Lichthainer (Rauch-Gose) mit Aprikosen und Champagner-Hefe angesetzt
    – in Kooperation von Freigeist aus Stolberg & Stillwater aus Baltimore (Maryland) (Gründung 2010)
    – süß-sauer, leicht fruchtig, gewürzig & nach Gemüse schmeckend
    http://stillwater-artisanal.com/works.html

  • CCC Heinenhof ZA II RIS:
    – obergärig; 8,8%
    – Imperial Stout aus der Mikrobrauerei Heinenhof in Pulheim-Orr, die vor Kurzem ihren Betrieb aufgenommen hat
    – hervorgegangen ist diese aus dem Verein der Kölner Bierhistoriker
    – Mitbringsel von Michael aus dem Heinhenhof
    – das CCC ist nicht mit Craftbeer Corner Coeln zu verwechseln, sondern steht hier für Craftbeer Creations Cologne 😉
    – Aromen von Kaffee, Kakao, Fassreifung, Röstmalz, mehr süß als sauer
    https://www.heinenhof.de/mikrobrauerei/

Fazit:

Inzwischen weiß man ja schon was man gutes an der CCC hat. Aber das Geburtstagsfest war doch nochmal etwas anders, da feierlicher und interaktiver. Es war schön sich mit den Jungs und den Kollegen der Kölner Bierhistoriker auszutauschen und mal wieder unter Biernerds bierig fachzusimpeln. Auch die Biere und Bierüberraschungen waren wie immer sehr gelungen, hochwertig, interessant und lecker. Gerne war ich also Teil dieses ersten Geburtstagsfestes und wünsche der CCC nochmals nachträglich alles bierige Gute und viele weitere erfolgreiche Jahre. Und wenn Ihr auch mal diese Biervielfalt in Köln live erleben wollt, kann ich euch die Corner nur wärmstens ans Bierherz legen.

¡Craftbier für Coeln!

Mehr zur Veranstaltung unter: https://www.facebook.com/events/322598458213331/.

Weitere Informationen zur CCC unter: http://www.craftbeercorner.de

Blogbier, die XXI.

Anlässlich meiner Privataudienz bei meinem Kollegen Matthias, der sich gerade in Elternzeit befindet, haben wir unseren jeweiligen (internationalen) Bierfundus fusioniert und getilgt. Mit dabei auch Biere des letzen Pakets meines gewonnenen KALEABeertasting.Club-Bierabos:

  • Blonde of Saint-Tropez:
    – 5,6%; obergäriges belgisch Blonde
    – von der „Brasserie des Légendes“ (BST Breweries SA.) aus Brüssel
    – eine wirklich interessante Hefenote, die ich bisher so noch nicht geschmeckt habe
    http://www.blondeofsainttropez.com/our-beer/
  • Leffe Rituel 9°:
    – 9%; obergäriges belgisches Starkbier
    – aus einer der ältesten und bekanntesten belgischen Brauereien (Gründung 1240 in Dinant)
    – mit Mais
    – schmeckt wie zu erwarten hochklassig
    http://www.leffe.com/en/beers/leffe-rituel-9deg
  • Asahi Super Dry:
    – 5%; untergäriges Lager
    – von der 1889 gegründeten Asahi Beer K.K. aus dem japanischen Sumida – Produkteinführung 1987
    – der Name heißt auf deutsch Morgensonne
    – mit Reis & Mais
    – ersteres klar herauszuschmecken
    http://asahibeer.co.uk/products/
  • Urstrom – das natürliche Ale:
    – 5,5%; obergäriges German Pale Ale
    – Craft-Bier aus der 2011 entstandenen Sauer & Hartwig Brauerei in Flensburg
    – einziges hopfengestopftes Bier des Abends
    http://www.sauer-hartwig.de/privatbr/index.php/urstrom-das-natuerliche-ale.html
  • frastanzer s’dunkle:
    – 5,6%; 12.6°P; untergäriges Dunkles
    – von einer der wenigen heute noch bestehenden Genossenschaftsbrauereien der Welt aus dem österreichischen Frastanz im Vorarlberg
    – neben über 150 institutionalisierten Mitgliedern (v.a. frühere Brauereien) sind seit dem letzten Jahr auch 1.000 Privatpersonen Teil der (elektronischen) Genossenschaft
    – während des 2. Weltkriegs wurde aus Rohstoffmangel auch mit Mais, Reis oder Zuckerrüen gebraut
    – gewohnt röstmalzig
    https://frastanzer.at/produkt/sdunkle
  • Mariestads Klass II:
    – 3,5%; untergäriges Lager
    – von der 1848 gegründeten Spendrups Bryggeri AB aus dem schwedischen Varby
    – recht gefällig
    http://www.spendrups.se/varumarken/mariestads/
  • Schwarzbräu Bayrisch Hell mini:
    – 4,8%; 11.4°P; untergäriges Helles
    – von der 1648 gegründeten Brauerei (incl. Mälzerei) aus Zusmarshausen in Bayrisch-Schwaben
    – unspektakulär lecker
    https://www.schwarzbraeu.de/de/biere/sortiment/unsere-biere/bayerisch-hell-mini

Vielen Dank also auch nochmals an Matthias für den netten Abend und die beigesteuerten Biere.

242. O‘ zapft is – KALEA Beertasting.Club-Verköstigung I.

Am vergangenen Brücken- (oder wie man in Österreich sagt Fenster-) Tag zum Tag der Deutschen Einheit, hatten sich Alex & Nils beim mir in Brühl eingefunden, um mir bei der Tilgung meines gewonnenen Beertasting.Club-Bierabos von KALEA zu helfen. Zudem gab es noch das ein oder andere „externe“ Bier. Und professionell wie wir nunmal sind, wurde jedes verkostete Bier natürlich auch standardisiert beschrieben und bewertet. Dabei haben wir uns an dem Bewertungsschema vom Beertasting Club orientiert und für die vier Kategorien Flasche, Optik, Geruch und Geschmack jeweils in der Bandbreite von einem halben bis zu fünf Sternen bzw. Punkte vergeben.

  • Bucher Festbier:
    – 5,6%; untergäriges Märzen
    – seit 1843 in 5. Generation geführte Familienbrauerei aus Grafenau im bayrischen Wald
    – 8,5 von 20 Pkt. (M)
    http://www.bucher-braeu.de/de/produkte/bier/spezialitaeten.html
  • Höss o‘ zapft is!:
    – 5,2%; 13.5°P; untergäriges Märzen
    – von der Höss Brau- und Vertriebs GmbH & Co. KG, die auf der Privatbrauerei Hirschbräu von 1657 aus Sonthofen beruht
    – 12,5 von 20 Pkt. (M)
    http://www.hoess-bier.com/produkte/
  • Hoepfner Pilsner:
    – 4,7%; untergäriges Pils
    – von der 1798 gegründeten Karlsruher Privatbrauerei
    – gebraut und abgefüllt wird bis heute in der 1896 erbauten „Hoepfner Burg“ in der Karlsruher Oststadt
    – 11 von 20 Pkt. (M)
    http://www.hoepfner.de/bierspezialitaeten/sorten/pilsner.html
  • Müllerbräu Neuöttinger Festbier:
    – 5,6%; 11.8°P; untergäriges Märzen
    – von der 1768 gegründeten Privatbrauerei aus Neuötting in Oberbayern
     die Brauerei verkauft übrigens auch viele interessante Bierartikel
    – 15 von 20 Pkt. (M)
    http://www.muellerbraeu.de/willkommen.html
  • Wacken Walküren-Schluck:
    – 7,8%; 20°P; obergäriges Nordic Strong Ale
    – „Beer of the Gods“ von der 2016 gegründeten Craft-Brauerei aus dem bekannten Metal-Dorf Wacken in Holstein
    „In der nordischen Mythologie sammeln die Walküren die gefallenen Krieger vom Schlachtfeld und bringensie nach Walhalla, der Festhalle des Göttervaters Odin“
    – 15 von 20 Pkt. (M)
    http://www.wacken.beer/walkuerenschluck/
  • AndUnion Friday:
    – 6,5%; 16°P; obergäriges (über-)IPA
    – von der seit 2007 für ihr minimalistisches Äußeres bekannten Gypsi-Brauerei aus München
    – „Modernist Bavarian Craft Beer“
    – 14,5 von 20 Pkt. (M)
    http://www.andunion.com/de/product/friday/
  • Störtebeker Polar-Weizen:
    – 9,5%; obergäriger Weizenbock
    – von der 2011 umfirmierten Braumanufaktur aus Stralsund, welche aus der 1827 gegründeten Stralsunder Vereinsbrauerei  hervorging
    – Eisbock basierend auf dem Bernstein-Weizen
    – 18 von 20 Pkt. (M)
    https://www.stoertebeker.com/de_de/polar-weizen/
  • Jopen RPA Jakobus:
    – 5,5%; 13°P; obergäriges India Pale Ale
    – von Jopen-Craft-Brauerei aus dem niederländischen Haarlem
    – benannt nach der Jopenkerk, in der das Bier seit 2011 hergestellt wird
    – mit Roggen eingebraut
    – 15,5 von 20 Pkt. (M)
    https://www.jopenbier.nl/en/bieren/jopen-jacobus-rpa/
  • AleMania Sommer Saison:
    – 5,5%; obergäriges Saisonbier
    – neuestes Bier aus dem Bonner Hause AleMania
    – trotz schon sehr herbstlichem Wetter lecker hopfig-würzig und rund
    – http://www.ale-mania.de/
  • Hohenthanner Festbier:
    – 5,8%; 13.5°P; untergäriges Märzen
    – aus der Schlossbrauerei zu Hohenthann im Hopfenanbaugebiet Hallertau (gegründet 1864)
    – 16 von 20 Pkt. (N)
    http://www.hohenthanner.de/biere.php
  • Wacken Baldur:
    – 5,5%; untergäriges (Nordic) Märzen
    – „Beer of the Gods“ von der 2016 gegründeten Craft-Brauerei aus dem bekannten Metal-Dorf Wacken in Holstein
    „Baldur steht symbolisch für den Sommer, für Licht, für Wärme und die Lebensfreude. Sein Tod läutet den kommenden Winter ein. Aber Baldurs Rückkehr am Ende der Ragnarök ist gewiss.“
    – 13,5 von 20 Pkt. (N)
    http://www.wacken.beer/baldur/
  • Einsiedler Landbier:
    – 5%; untergäriges Dunkel
    – vom 1885 gegründeten Einsiedler Brauhaus aus Chemnitz
    – 12,5 von 20 Pkt. (N)
    http://www.einsiedler.de/biere.html
  • Rügener Inselbrauerei Baltic Dubbel:
    – 8,5%; obergäriges Dubbel
    – von der Rügener Craft-Brauerei in Rambin
    – mit Roggenmalz eingebraut
    – 13 von 20 Pkt. (N)
    https://insel-brauerei.de/shop/index
  • Camba Hop Gun:
    – 6,4%; obergäriges Brown Ale
    – aus der 2008 gegründeten Craft-Brauerei in Seeon am Chiemsee
    – 11 von 20 Pkt. (N)
    http://www.camba-bavaria.de/internationale-biere/camba-hop-gun/
  • Erlbräu Imperator:
    – 8,5%; untergäriger heller Doppelbock
    – vom 1871 Erlkönig aus Geiselhöring in Niederbayern
    – Jubiläumsedition zur Feier von 145 Jahren Erl-Bräu und 500 Jahren bayerischen Reinheitsgebots
    – 12,5 von 20 Pkt. (N)
    http://www.erl-braeu.de/brauerei/imperator
  • Weihenstephan Kristall Weizenbock:
    – 7,5%; 16,3°P; obergäriger Kristallweizenbock
    – aus  der vermeintlich ältesten Brauerei der Welt in Freising
    – wirklich seltener Bierstil, der sich an eine Version aus den 1950ern anlehnt
    – 12 von 20 Pkt. (N)
    https://www.weihenstephaner.de/de/unsere-biere/kristallweizenbock/
  • Erlkönig Festbier:
    – 6,1%; untergäriges Märzen
    – von der Landbrauerei Ludwig Erl (gegründet 187) aus Geiselhöring in Niederbayern
    – 9 von 20 Pkt. (A)
    http://www.erl-braeu.de/brauerei/volksfestbier
  • Distelhäuser Lucky Hop IPA:
    – 7,7%; 17°P;  obergäriges India Pale Ale
    – aus Craftbier-Segement des Distelhäuser Brauhauses in Tauberbischofsheim (Gründung 1811)
    – 11 von 20 Pkt. (A)
    https://www.distelhaeuser.de/unser-bier/craft-biere/#tab-accordion3
  • Perlenzauber German Pale Ale:
    – 5,4%; obergäriges Pale Ale
    – aus der Schlossbrauerei zu Hohenthann im Hopfenanbaugebiet Hallertau (gegründet 1864)
    – ganz frisch auf dem Markt
    – 16 von 20 Pkt. (A)
    https://www.ratebeer.com/beer/hohenthanner-schlossbrauerei-perlenzauber-german-pale-ale/553973/
  • Welde Hop Stuff:
    – 5,6%; untergäriges Kellerbier
    – von der Kreativbierbrauerei Welde aus Plankstadt-Schwetzingen in BaWü
    – mit Ella & Equinox hopfengestopft
    – 9 von 20 Pkt. (A)
    http://shop.welde.de/craft/welde-hop-stuff.html
  • Kauzen Winter-Weisse:
    – 7,1%; 16.8°P; obergäriger Weizenbock
    – vom bis 1809 zurückgehenden Kauzen-Bräu im fränkischen Ochsenfurt
    – 12 von 20 Pkt. (A)
    http://www.kauzen.de/2_biere.php
  • Buddelship Mitschnagger:
    – 5,3%; 12.9°P; untergäriges Pils
    – von der Kreativbierbrauerei Buddelhsip aus Hamburg
    – 12 von 20 Pkt. (A)
    http://www.buddelship.de/biere
  • AndUnion Beast of the Deep:
    – 6,5%; untergäriger Bock
    – von der seit 2007 für ihr minimalistisches Äußeres bekannten Gypsi-Brauerei aus München
    – „Modernist Bavarian Craft Beer“
    – 4 von 20 Pkt. (A)
    http://www.andunion.com/de/product/beast/
  • Schlossbrauhaus Schwangau Helles:
    – 4,8%; untergäriges Helles
    – aus der gleichnamigen Brauerei im oberallgäuischen Schwangau
    – exclusiv aus dem Brauhaus vor Ort mitgebracht
    – 8 von 20 Pkt. (A)
    http://www.schlossbrauhaus.de/brauerei/

Zusammenfassend also ein sehr intensiver Bier-Abend mit vielen unterschiedlichen Bieren, die einem wieder aufgezeigt haben wie groß die Bierwelt alleine im deutschsprachigem Raum ist. Auch haben wir gemerkt, dass acht Biere pro Person ein gutes Limit ist, über dem hinaus kaum eine verwertbare Bewertung mehr möglich ist. Selbstverständlich sind alle Bewertung hier höchst individuell und auch kein Durchschnitt unserer drei Meinungen, sondern nur jeweils des „Hauptverkosters“. Danke also nochmals an Alex und Nils für die tatkräftige Unterstützung und auch das Beisteuern des ein oder anderen weiteren Bieres.

Danke aber auch an meine liebsten Schwiegereltern für die beiden mitgebrachten Biere aus dem Allgäu-Urlaub.

Fazit: Das Leben ist zu kurz für Industrie-Biere, genießt mehr privates Handwerk!

Blogbier, die XX.

Zum Grillfest meiner Abteilung habe ich mich erdreistet folgende Biere mitzubringen. Allesamt kommen aus dem ersten Paket meines gewonnenen KALEA-Bierabos:

  • Karmeliten Kloster Gold:
    – 5,1%; 12.6°P; untergäriges Export
    – aus der 1367 gegründeten Klosterbrauerei Karmeliten zu Straubing
    – schmeckt herrlich süffig malzig
    http://www.karmeliten-brauerei.de/deutsch/produkte/bier-spezialitaeten/kloster-gold.html
  • Zwönitzer Rauchbier:
    – 5%; 13°P;  untergärig
    – aus der 1997 gegründeten Kleinbrauerei des Erzgebirges
    – schmeckt im Vergleich zu den Bamberger Rauchbiergrößen etwas schwach & dünn
    http://www.brauerei-zwoenitz.de/index.php bzw. https://www.bierselect.de/zwoenitzer-rauchbier/
  • Gräflich von Mengersen’sche Dampfbrauerei Rheder Schloßbräu Original Pils:
    – 4,9%; untergärig
    – von der durch Christian Falcko Freiherr von Mengersen, Durch Erteilung des Braurechts vom Fürstbischof von Paderborn, 1686 gegründeten Brauerei am Rittergutes Rheder  in Ostwestfalen
    – klasse feinherber Antrunk mit ein paar Schwächen zum Ende hin
    – wohl das Bier mit dem längsten Namen auf Bierjubiläum
    http://www.schlossbrauerei-rheder.de/brauerei/produkte.htm
  • Hohenthanner Schlossbrauerei Hallertauer Polarsommer:
    – 5%; 11.8°P; untergärig
    – hopfengestopftes Kellerbier
    – schön fruchtig-hopfig-herb
    – sehr passend zum mehr als durchwachsenen diesjährigen Sommer & in der Tat gern gesehener Gast auf jeder Grillparty
    http://www.hohenthanner.de/posts/das-neue-hallertauer-craft-bier-polarsommer-ist-da-57.php
  • Golser Rotgold: – 5%; 11.9°P; untergäriges Dunkles
    – von der 2007 gegründeten Privatbrauerei am Neusiedler See aus dem Burgenland (Ausstoß aktuell bei 8.000 hl per anno)
    – „Berechtigt zur dauernden Führung des burgenländischen Landeswappens“
    – gebraut wird nach einem innovativen Reinheitsgebotsverständnis (die Produktpalette beinhaltet u.a. auch ein Kastanienbier)
    – eines der besten Bierjubiläum-Vorbilder, das Regionalität, Qualität, Natürlichkeit Tradition, Vielfalt & Transparenz herausragend in Einklang bringt
    http://www.golserbier.at/products-rotgoldseidl.php

Nach Abschluss meiner Jahresreihe „Alternative Getreide“ werde ich hier noch von weiteren „KALEA-Bieren“ berichten.