Archiv der Kategorie: Bierkultur

Blogbier, die XLV. – EMH II.

Im Rahmen des Besuchs von Nils zum Geburtstag seines Patenkindes haben es folgende Biere auf die Liste geschafft:

Tasting-Notizen:

  • Edel Export Hell:
    – 5,4%; untergärig
    – gebraut durch Tucher in Fürth/Nürnberg
      süß, buttrig, hellmalzig, hefig, ganz leicht herb
    mittelkleiner Körper, würzig, herb, hefig, gering malzig, getreidig, feinperlig, herb- süßer Abgang
  • Lederer Pils:
    – 5,1%; untergärig
    – die Marke gehört zum Lederer Bierkontor – einem der ältesten Unternehmen Nürnbergs
    – ebenfalls durch Tucher gebraut
    dünn, säuerlich, gemüsig, würzig
      mittlerer Körper, leicht säuerlich, hellmalzig, würzig, gemüsig, leicht holzig, feinperlig, dünner Abgang
  • Rosenheimer Märzen:
    – 13.5°P; 5,6%; untergärig
    – von der 1543 gegründeten Brauerei Flötzinger
    herb, hefig, bananig, malzig
      mittelgroßer Körper, malzig, hefig, leicht bananig, getreidig, feinperlig, süß malziger Abgang
    https://www.floetzinger.de/produkt/floetzinger-maerzen
  • Das Echte:
    – 13.3°P; 6,7%; obergärig
    – vom 1878 entstandenen Schwaben Bräu
    – als erstes Bier Deutschlands wird es 1897 motorisiert ausgeliefert
    – 2007 wird das Unternehmen durch einen Nachfahren der in den 90ern fusionierten Dinkelacker-Brauerei  re-privatisiert
    hellmalzig, leicht säuerlich, harzig, etwas gewürzig
      mittelkleiner Körper, hellmalzig, würzig, herb, feinperlig, herb harziger Abgang
    https://www.schwabenbraeu.de/sortiment.html
  • Neuzeller Stout Beer:
    – 8,1%; obergärig
    – Imperial Porter von der heutigen Familienbrauerei mit klösterlichen Wurzeln bis 1416
    – bekannt durch eine Vielzahl kreativer Biere, die manchmal übers Ziel hinaus schießen
    rotmalzig, süßlich, harzig, Karamell
      mittelgroßer Körper, malzig, Karamell, ganz leicht bitter-holzig feinperlig, süßlich karamelliger Abgang
    https://www.klosterbrauerei.com/shop/Produkte/Imperial-Porter/193
  • Beura Bockbier:
    – 18.5°P; 7,8%; untergärig
    – von der Osnabrücker Kreativbrauerei (est. 2016)
    – Limited Edition 2018: barrel-aged im Tequilafass
    sehr hopfig fruchtig nach Grapegruit, Litschi und Ananas, hellmalzig, harzig, buttrig, grasig, leicht herb
      mittelgroßer Körper, herb-grasig, dumpf fruchtig, hopfig-herb, matt, herb-hopfiger Abgang
    https://www.beura.de/http-www-beura-de/
  • Detmolder Kellerbier:
    – 11°P; 4,8%; untergärig
    – gebraut von der 1853 gegründeten Privat-Brauerei Strate, die von drei Frauen geführt wird
    fruchtig, hopfig, grasig, Citra, hellmalzig, waldig
      kleiner Körper, bitter, grasig, herb, gering fruchtig, matt, fruchtig herber Abgang
    https://brauerei-strate.de/unsere-biere/#detmolder-kellerbier

Vielen Dank auf diesem Wege an Nils für seinen Besuch, die Biere und die wie immer tollen Gespräche.

485. költ – vereint gebraut

„költ – vereint gebraut.“

Helau und Alaaf an alle Jecken im Land!

Passend zum Karnevalswochenende gibt es heute ein Bier, das wohl wie kein zweites die rheinische Fastnacht in bieriger Weise verkörpert. Denn es vereint die beiden rivalisierenden Bierstile Alt und Kölsch aus den stets konkurrierenden Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln.

Beide Biere und beide Städte trennen augenscheinlich Welten und doch sind sie sich näher als man zunächst vermutet. So zeigt sich insbesondere an Karneval, wie ähnlich sich die Landeshauptstadt und die Domstadt eigentlich sind. Und auch Alt und Kölsch sind sich in der Bierstillandschaft relativ nahe. So sind beide obergärig, recht hoch vergoren, gefiltert und eher malz- als hopfenbetont.

2014 fiel dies auch den befreundeten Design-Studenten Hans und Matthias aus Düsseldorf auf und die Idee eines neuen Bieres, das beide Welten miteinander verbindet war geboren. Genau zwischen den beiden Großstädten fanden sie dann mit Henning von der Monheimer Biermanufaktur auch einen, der die Unternehmung auch mit Leben füllen konnte. Im August 2017 konnte dann auch das erste Költ gebraut werden. Um es jedoch auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde zunächst noch etwas Startkapital benötigt. So wurde ein Crowdfunding gestartet, welches binnen kurzer Zeit 20.000€ aber auch die Erkenntnis einbrachte, dass die Kapazitäten in Monheim zu gering sind, um die Nachfrage decken zu können. So fand man nach etwas längerer Suche in Krefeld [vermutlich Königshof] eine Brauerei, die sich der Sache annahm. Exakt ein Jahr nach dem ersten Költ-Sud machten sich die beiden dann auch hauptberuflich selbstständig und hatten Glück vom Gründerstipendium.NRW belohnt worden zu sein. Im Oktober letzten Jahres fand dann die erste ordentliche Abfüllung vom Költ statt.

Bereits über ein Jahr zuvor bin ich jedoch in den Genuss einer limitierten Sondererstauflage des Költ gekommen, den ich im vergangenen Sommer in der Brühler Eule geteilt proBiert hatte. Aufgrund nicht ganz optimaler Lagerbedingungen und Überschreitung des MHD gelangte ich jedoch nicht zu einem belastbaren Urteil. Aus diesem Grunde hatte ich mich mehrfach aufgemacht, um an das einzigartige Bier zu kommen und es dann auch vor einigen Wochen gefunden.

Und welche Zeit könnte für eine Verkostung nicht besser passen als mitten im Straßenkarneval…

„Endlich ein Bier für das gesamte Rheinland – obergärig gebraut mit den besten Zutaten aus Köln und Düsseldorf. Süffig und würzig zugleich verbindet es zwei Rivalen auf die schönste Art und Weise – in der Flasche. So entstand in Monheim am Rhein, genau in der Mitte, ein einzigartiger Geschmack, der keine Grenzen kennt. Das ist költ.“

 

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kölsch-Alt/Költ
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Monheim/Krefeld
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________7/11
  • Geschmack:__________________6/9
Fazit

  | säuerlich, hellmalzig, wenig Karamell, blumig /// sehr malzig, Karamell, blumig, grasig, buttrig, würzig
  | oxidiert, sauer, mittelmalzig, fruchtig, kaum Karamell, wenig Kölsch oder Alt /// mittelkleiner Körper, malzig, etwas würzig, grasig, waldig, leicht Karamell, etwas bittersüß, feinerplig-matt, süß-grasiger Abgang
  | Gerade im Direktvergleich zur leicht oxidierten Erstversion im Sommer, kommt das frische Költ deutlich passiger daher. Es vereint durchaus eine Würze vom Alt mit der Süffigkeit eines Kölsch. Insgesamt auch gut malzbetont. Mir persönlich ist es allerdings etwas zu lasch und wenig intensiv. Zudem merkt man dem Költ dann doch die Zerrissenheit zwischen den beiden Welten an, zu der meiner Zunge nach noch kein harmonisches Gesamtbild geformt werden konnte. In Punkten resultieren daraus dann 10 (2-), das sich dennoch sehen bzw. schmecken lassen kann.

 • https://www.koeltbier.de/https://www.welt.de/wirtschaft/article173162600/Koelt-Ein-neues-Bier-soll-die-rheinische-Rivalitaet-beenden.html

Prost & guten Abend! 🍻

Bar Balthasar Bonn

Germania Kölsch | Germania Pils | Germania Weizen | Landgang Dunkle Macht | Beavertown Neck Oil | Garage That Chihuahua | Tilquin Oude Geuze | De Moersleutel Coconut Milkshake Smeerolie | Buddelship Blondes Biest

Am vergangenen Wochenende habe ich es endlich geschafft der neuen Craftbier-Institution in der ehemaligen Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Nach einem Heimwerker-Tag mit meinem Kollegen Matthias hatten wir die Gelegenheit genutzt eh schon in Bonn zu sein und auch noch die Familienbetreuung sichergestellt zu haben.

Ende des letzten Jahres wagten die Bonner Geschwister Felicitas und Oliver Fischer den Schritt in die Selbstständigkeit und kombinierten ihre beiden Leidenschaften Bier und Hotel zum ersten Bonner Bierhotel inklusive der ersten Craftbier-Bar der Bundesstadt. Damit zieht Bonn nach etwas mehr als zwei Jahren mit der Dom-Metropole gleich und bietet endlich einen gastronomischen Anker in Sachen Biervielfalt und hoffentlich auch Qualität. Nicht nur das Interieur haben die beiden selbst entworfen, auch gebraut werden soll in Kürze an der Brüdergasse. Als langjähriges Mitglied der Bonner Heimbrauer, sollte es zumindest von der Erfahrung für Oliver kein Problem darstellen.

Tasting-Notizen / Bierfacts:

  • Germania Kölsch :
    – obergärig; 4,9%
    – angelehnt an das Germania-Bier aus Bornheim Hersel
    – gebraut jedoch in der Lahnsteiner Brauerei
    – heißt natürlich nicht offiziell Kölsch, da es nicht der Kölsch-Konvention entspricht
    – wird ggf. demnächst vor Ort selbst gebraut
     säuerlich, würzig, hellmalzig
     etwas dünn, malzig, würzig, etwas herb, matt
  • Germania Pils:
    – untergärig; 4,9%
    – angelehnt an das Germania-Bier aus Bornheim Hersel
     hopfig-herber, würziger, leicht buttrig
     mittelkleiner Körper, grasig, herb, wenig würzig, lasch
  • Germania Weizen:
    – obergärig; 5,3%
    – angelehnt an das Germania-Bier aus Bornheim Hersel
     hefig, bananig, sauer-fruchtig
     mittlerer Körper, leicht säuerlich, fruchtig, hellmalzig, etwas getreidig, hefig, matt
  • Landgang Dunkle Macht:
    – obergärig; 6,6%
    – Rauch-Porter von der Craftschmiede aus Hamburg-Altona
    klassisch Stout
     mittelgroßer Körper, röstig, säuerlich, würzig, holzig, feinperlig
    https://www.landgang-brauerei.de/die-biere/
  • Beavertown Neck Oil:
    – obergärig; 4,3%
    – Session IPA aus Tottenham Hale in London
     sehr schön blumig, fruchtig, leicht milchig
     mittlerer Körper, würzig, herb, hopfig, etwas bitter, feinperlig
    https://www.beavertownbrewery.co.uk/beer/neck-oil/
  • Lervig Liquid Sex Robot:
    – obergärig; 7,9%
    – Double Imperial New England Imperial Pale Ale aus dem norwegischen Stavanger
    – sehr mild für ein DINEIPA

     sehr fruchtig, sehr grasig, sehr milchig

    mittelgroßer Körper, mild, cremig, fruchtig, buttrig, herb, feinperlig
    https://www.lervig.no/the-beers-1/
  • Garage That Chihuahua:
    – obergärig; 8%
    – Imperial NEIPA aus Barcelona
     fruchtig, grasig, gemüsig, waldig

     mittelgroßer Körper, harzig, waldig, fruchtig, grasig, feinperlig
    https://www.garagebeer.co/tienda/that-chihuahua
  • Tilquin Oude Geuze:
    – spontangärig; 6,4%
    – Gueuze Tilquin à l’ancienne aus der einzigen Blendery in Wallonien (Bierghes)
     sehr sauer, leicht fruchtig & würzig

     spritzig, sauer, fruchtig
    http://www.gueuzerietilquin.be/en/gueuze-tilquin-a-lancienne/

  • De Moersleutel Coconut Milkshake Smeerolie:
    – obergärig; 10%
    – Imperial Milkshake Stout vom Schraubschlüssel aus dem niederländischen Alkmaar
     Kokos, süßlich, Karamell, Milch, Bonbon

     voller Körper, ölig, süß, Kokos, leicht bitter-herb, etwas röstig, leicht gewürzig, waldig, harzig, Vanille, matt, süßer Abgang
    http://brouwerijdemoersleutel.nl/

  • Buddelship Blondes Biest:
    – obergärig; 10,1%
    – Tripel der Hamburger Craftbrauer
    schön süß, getreidig, malzig, Karamell
    größerer Körper, leicht säuerlich-süß, malzig, Karamell, feinperlig
    http://www.buddelship.de/biere

Fazit:

An einem Samstag Abend – also quasi zur Prime-Time – war die BBB erfreulicherweise sehr gut gefüllt. Interessanterweise war zudem der Frauenanteil signifikant hoch. Im Vergleich zur CCC gibt es hier zwar etwas weniger Fassbier-Auswahl, dafür aber deutlich mehr aus der Flasche. Hier wird selbst der Bierblogger mehr als glücklich. Atmosphäre und Erscheinungsbild empfand ich sehr positiv, wenngleich man schon noch manchmal gemerkt hat, dass die BBB noch kein Viertel Jahr alt ist. Auch im wichtigsten Punkt – dem Bier – kann die BBB durchaus überzeugen. Zwar waren nicht alle Biere des Abends ein Volltreffer, dennoch dürfte es eine Qualität und Vielfalt sein, die in der Bundesstadt ihres Gleichen sucht.
Ich wünsche Fee und Olli auf jeden Fall viel Erfolg und noch ganz lange Freude am Bonner Bier- und Hotelwesen.

¡Bier für Bonn!

Weitere Informationen zur BBB & zum BrauHotel unter: https://www.facebook.com/barbalthasarbonn & https://www.brauhotel.com/
sowie ein Artikel im General-Anzeiger zur BBB: http://www.general-anzeiger-bonn.de/freizeit/gastro-szene/Erstes-Brauhotel-in-Bonn-am-Marktplatz-er%C3%B6ffnet-article4010568.html

Vielen Dank auch nochmals auf diesem Wege an Matthias für den leckeren, interessanten und vor allem günstigen Abend!

Blogbier, die XLIV. – Landal het Vennenbos

Im Rahmen eines Wochenendkurzurlaubs mit meiner Familie haben es folgende Biere auf die Liste geschafft:

Tasting-Notizen:

  • Maxlrainer Zwickl Max:
    – 12.3°P; 5,,3%; untergärig
    – von der 1636 gegründeten Schlossbrauerei Maxlrain aus dem gleichnamigen Ortsteil von Tuntenhausen im LK Rosenheim
    – bayrisches Craftbier
      süß, buttrig, hellmalzig, hefig, ganz leicht herb
    mittelkleiner Körper, würzig, herb, hefig, gering malzig, getreidig, feinperlig, herb- süßer Abgang
    https://www.maxlrain.de/de/unsere-biere/zwickl-max
  • Mannebluser:
    – 5,8%; obergärig
    – von der 1872 gegründeten Brouwerij Het Anker aus Mechelen in Flamen
    – der Name heißt übersetzt „Mondlöscher“ und geht auf eine alte Anekdote aus 1687 zurück
    dünn, säuerlich, gemüsig, würzig
      mittlerer Körper, leicht säuerlich, hellmalzig, würzig, gemüsig, leicht holzig, feinperlig, dünner Abgang
    https://www.hetanker.be/nl/maneblusser
  • Wilderen Goud:
    – 6,2%; obergärig
    – von der 1642 entstandenen Brouwerij aus dem gleichnamigen Ort in Flandern
    herb, hefig, bananig, malzig
      mittelgroßer Körper, malzig, hefig, leicht bananig, getreidig, feinperlig, süß malziger Abgang
    http://www.brouwerijwilderen.be/index.php/nl/bieren/wilderen-goud
  • Tongerlo Lux:
    – 6%; obergärig
    – von der 1893 gegründeten Brouwerij Haacht aus dem flandernschen Boortmeerbeek
    – Abteibier mit Geschichte bis 1130, das 1990 wieder aufgelebt wurde
    hellmalzig, leicht säuerlich, harzig, etwas gewürzig
      mittelkleiner Körper, hellmalzig, würzig, herb, feinperlig, herb harziger Abgang
    https://haacht.com/nl-be/merken/bieren/tongerlo-lux/ http://tongerlo.be/en.html
  • Hertog Jan Karakter:
    – 7,5%; obergärig
    – von der 1915 entstandenen Brauerei aus Arcen zwischen Maas und deutsch-niederländischer Grenze
    – Genootschap
    rotmalzig, süßlich, harzig, Karamell
      mittelgroßer Körper, malzig, Karamell, ganz leicht bitter-holzig feinperlig, süßlich karamelliger Abgang
    https://www.hertogjan.nl/bieren/karakter/
  • Jopen Mooie Nel IPA:
    – 16°P; 6,5%; obergärig
    – von der 1992 gegründeten Brouwerij Jopenkerk aus Haarlem, die neben klassischen
    sehr hopfig fruchtig nach Grapegruit, Litschi und Ananas, hellmalzig, harzig, buttrig, grasig, leicht herb
      mittelgroßer Körper, herb-grasig, dumpf fruchtig, hopfig-herb, matt, herb-hopfiger Abgang
    https://www.jopenbier.nl/de/bieren/jopen-northsea-ipa/
  • Brand Session IPA:
    – 9.4°P; 3,5%; obergärig
    – von der 1340 entstandenen Brand Bierbrouwerij aus Wijlre, die seit 1989 zum Heineken-Konzern gehört
    – Gewinnerbier von Jeroen Free beim Brand Bierbrouwwedstrijd 2017
    fruchtig, hopfig, grasig, Citra, hellmalzig, waldig
      kleiner Körper, bitter, grasig, herb, gering fruchtig, matt, fruchtig herber Abgang
    http://www.brand.nl/onze-bieren/session-ipa
  • Steamworks Craft Lager:
    – 11.7°P; 5%; untergärig
    – von der 2013 gegründeten  der kanadisch-österreichischen Dampfbierbrauerei aus Vancouver
    würzig, säuerlich, hellmalzig, leicht hopfig herb
      mittlerer Körper, weich, mild, etwas herb etwas hefig, etwas würzig, feinperlig, herb süßer Abgang
    https://www.steamworks.eu/bierstile/pilsner/

Vielen Dank auf diesem Wege an meine Schwiegereltern für das tolle Wochenende.

Blogbier, die XLIII. – Gütersloh

Zum Kindergeburtstag in Gütersloh habe ich folgende zwei Biere neu gelistet:

Tasting-Notizen:

  • Flensburger Pilsener:
    – 4,8%; untergärig
    – von der 1888 gegründeten Privat-Brauerei Emil Petersen aus Flensburg
     würzig, hellmalzig, eher wie ein Helles
     mittlerer Körper, würzig, herb, leicht bitter, feinperlig, herber Abgang
    https://www.flens.de/produkte/sortiment/klassiker/pilsener/
  • Herrenhäuser Pilsener:
    – 4,9%; untergärig
    – von der 1868 gegründeten Privatbrauerei aus Hannover
    – interessant ist auch das Icebeer
     sehr würzig, herb, etwas malzig
     mittelkleiner Körper, mild würzig, etwas herb, gewisse Malzsüße, matt-feinperlig, süß-herber Abgang
    http://www.herrenhaeuser.de/pils/

Vielen Dank auf diesem Wege an Nadine für die tolle Gastwirtschaft.

Silvester 2018

Die letzten Stunden und Minuten in 2018 wurden mit dieser Bierauswahl erneut im beschaulichen Herzebrock-Clarholz begangen:

Bierfacts:

  • Pott’s Weizen:
    – 15.5°P; 5,3%; obergärig
    – von der 1779 gegründeten Familienbrauerei Pott aus Oelde, an der in beim benachbarten Bierkauf vorbeigefahren bin
    –das Wasser der Brauerei kommt aus der eigenen „Gesaris-Quelle“ und liefert eiszeitliches Mineralwasser; es entspringt aus den Tiefen des Münsterschen Kreidebeckens, dem größten zusammenhängenden Urwasserreservoir Europas
     hefig, bananig, leicht säuerlich, gering würzig
     mittelschwerer Körper, würzig, leicht bitter, wenig malzig, wenig süß, eher matt, herb-süßer Abgang
    https://www.potts.de/unsere_produkte/potts-weizen-naturtrueb/
  • Mikkeller American Dream
    – 4,6%; untergärig
    – offizielles Pilsener der 2006 entstandenen dänischen Gypsy-Brauerei
    – gebraut bei D’Proef in Belgien
     hopfig, fruchtig nach Maracuja, Mango & Zitronengras, grasig, wenig herb
     mittelgroßer Körper, herb, grasig, etwas bitter, leicht würzig, feinperlig, hopfig-herber Abgang
    wohl eher ein Pale Ale als ein Pilsener…
    https://shop.mikkeller.dk/products/american-dream-pils
  • Hövels Hop Pale Ale:
    – 5,5%; obergärig
    – mit Yellow Sub kaltgehopftes Pale Ale der 1854 gegründeten Dortmunder Brauerei
     hopfig, fruchtig, grasig, hellmalzig, buttrig
     vollmundig, herb, waldig, harzig, leicht fruchtig, feinperlig, würzig-herber Abgang
    https://www.hoevels-original.de/produkte/hop-pale-ale.html
  • Moritz Fiege Bernstein:
    – 11.2°P; 4,7%; untergärig
    – Wiener Lager von der 1878 gegründeten Familienbrauerei aus Bochum
     sehr malzsüß, Karamell, Bonbon, Getreide, grasig
     mittlerer Körper, sehr cremig, leicht würzig, Malzsüße, Karamell, getreidig, grasig, etwas buttrig, leicht prickelnd, süßlicher Abgang
    – bestes Bier des Jahreswechsels
    http://www.moritz-fiege.de/sorten/bernstein
  • Brau Atelier Farmhouse Ale:
    – 3,9%; obergärig
    – eines von drei Bieren der neuen „Craftbeer-Linie“ der Potts Brauerei
     hellmalzig, leicht fruchtigv, säuerlich, sehr grasig & waldig, Kaktusfeige & Pinie, hefig
     mittelkleiner Körper, leicht säuerelich, etwas würzig, waldig, etwas getreidig, feinperlig, würzig-süßer Abgang
    https://www.potts.de/unsere_produkte/brauatelier-farmhouse-ale/
    http://www.brau-atelier.de/produkte/
  • Störtebeker Nordik Porter:
    – 9,1%; obergärig
    – Porter-Eisbock der Stralsunder Braumanufaktur
     leicht röstig, holzig, dunkelmalzig, etwas Zartbitter
     ölig, cremig, Karamell, dunkelmalzig, leicht bitter, wenig röstig, feinperlig
    – matt, trocken-süßer Abgang

    – zweitbestes Bier des Jahreswechsels
    https://www.stoertebeker.com/de_de/nordik-porter/
  • Flensburger Winterbock:
    – 7%; untergärig
    – von der 1888 gegründeten norddeutschen Privatbrauerei
     dunkelmalzig, Karamell, wenig würzig, getreidig süß
      vollmundig, dunkelmalzig, würzig, leicht alkoholaromatisch, harzig, waldig, feinperlig, süß-würziger Abgang
    https://www.flens.de/produkte/sortiment/klassiker/winterbock/

Biergartengeschenk

Zudem habe ich vom Christkind noch ein verspätetes aber tolles Weihnachtsgeschenk bekommen: ein Anzuchset für Brauhopfen vom Österreichischen Samenhändler Naturkraftwerk, welches ich in dieser Saison gleich mal ausprobieren werde.

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Sabrina und René für die wie immer hervorragende Gastfreundschaft. Alles Gute euch vier in 2019.

Blogbier, die XLII. – Weihnachtsfeier

Zur Weihnachtsfeier in meiner Abteilung habe ich neben meinem eigenen Cerevisia M auch eine kleine Auswahl Biere mitgebracht, die ich in den letzten Bierpakten vom Beertasting.Club erhalten hatte:

Bierfacts:

Besten Dank an die Kollegen für die Unterstützung – ich hoffe es hat gemundet.

Blogbier, die XLI. – von Ost nach West

Beim Besuch unserer Freunde aus Herzebrock-Clarholz haben es folgende zwei neue Biere auf die Liste geschafft:

Tasting-Notizen:

  • Berliner Bürgerbräu Rotkehlchen:
    – 5,3%; untergäriges Rotbier
    – von der 1869 gegründeten Brauerei-Marke, die bis zur Schließung 2010 älteste Brauerei der Hauptstadt war
    – Marke gehört nun zu Berliner Kindl-Schultheiss (also Radeberger)
    – zwischen 1992 und 2010 stellte die Brauerei auch die KaDeWe-Hausmarke KaDeWe-Premium-Pilsner her
    – dünn, leicht karamellig, malzig, harzig
    – mittlerer Körper, würzig, karamellig, leicht herb & bitter, herb-süßer Abgang

    – http://www.berlinerbuergerbraeu.de/
  • Göttinger Edles Premium Pils:
    – 4,9%; untergäriges Pilsener
    – gebraut vom Einbecker Brauhaus
    – klassisch Pils, etwas weniger herb, leicht grasig, gute Würze
    recht süffig, malzig, würzig, wenig herb, matt-feinperlig, süßlicher Abgang
    http://www.goettinger-pils.de/slider/

Danke auf diesem Wege auch nochmals an Euch vier für den netten Besuch.

Blogbier, die XL. – Politisches Berlin

Im Rahmen einer politischen Bildungsreise in der deutschen Hauptstadt hatte ich die Gelegenheit folgende Biere in meine Liste aufzunehmen. Dabei war ich durchaus überrascht, in welcher Dominanz der Hauptstadt-Primus Berliner-Kindl (auch als Marke) in den Berliner Gaststätten vertreten ist.

Tasting-Notizen:

  • Berliner Kindl Pils:
    – 11.2°P; 4,8%; untergärig
    – vom 1872 als Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG im damaligen Vorort Rixdorf gegründeten und seit 2006 als Berliner-Kindl-Schultheiß-Brauerei firmierenden Brauunternehmens
    – getrunken im Alt Berliner Biersalon
    – klar herb, würzig, spritzig, nicht süffig
    – https://www.berliner-kindl.de/
  • Berliner Kindl Jubiläums-Pilsener:
    – 11.7°P; 5,1%; untergärig
    – Premium-Pils, das zum Berliner 750-Jahr-Jubiläum 1987 herausgebracht wurde
    – mild, grasig, weniger herb, leicht fruchtig
    https://www.berliner-kindl.de/Aktionen/Braukunst
  • Märkischer Landmann:
    – 11.4°P; 4,9%; untergärig
    – Schwarzbier, dessen Ursprung leider im Dunklen verborgen bleibt
    – sehr mild, leicht röstig, vom Stil her zwischen Schwarzbier & Dunkel
  • Berliner Kindl Zwickl:
    – 5,2%; untergärig
    – naturtrübes Kellerbier
    – hefig, leicht fruchtig, hopfig, leicht würzig, grasig, leicht holzig
  • Hopfingerbräu Pils:
    – untergärig
    – vom Hopfingerbräu im Palais zwischen Brandenburger Tor und Reichstag, auf dessen Terrasse man beide zentralen Sehenswürdigkeiten erblicken kann
    – zur Geschichte und zum Brauort der Biere lässt sich nichts Eindeutiges herausfinden
    – würzig, hopfig, herb, grasig
    https://www.bier-genuss.berlin/de/hopfingerbraeu-am-brandenburger-tor
  • Hopfingerbräu Helles:
    – untergärig
    – naturtrübes Helles (also ein Zwickl)
    – mild, würzig, erdig, „Brauhauscharakter“
  • Hopfingerbräu Dunkel:
    – untergärig
    – bayrisches Dunkel
    – süßlich, Karamell, leicht röstig, herb
  • Hopfingerbräu Weißbier:
    – obergärig
    – Weißbier aus Bayern
    – weniger bananig, hefig, säuerlich, getreidig-süß

Danke auf diesem Wege auch nochmals an unsere Reiseleitung für die interessante Fahrt.

Blogbier, die XXXVII. – H.C.

Für einen Kurzbesuch in (Ost)westfalen, waren wir am Wochenende erneut spontan in Herzeborck-Clarholz. Diese drei Biere habe ich mit eingepackt:

Tasting-Notizen:

  • Mönchsambacher Lagerbier:
    – 5,5%; untergärig
    – bayrische Interpretation eines ungespundeten (hellen) Lager
    – von der Brauerei Zehender (Gründung 1808) 20km südwestlich von Bamberg
    – typisch hell, etwas buttrig, etwas würzig, klar Malzsüß, getreidig, lecker
    – rel. vollmundig, würzig, malzig, leicht süß, hopfen-herb, grasig, feinperlig, herber Abgang
    – https://moenchsambacher.de/brauerei

  • Weiherer Märzen:
    – 13°P; 5,6%; untergärig
    – Festbier anlässlich des 140-jährigen Brauerei-Jubiläums 2014
    – aus der Brauerei Kundmüller 15km nordwestlich von Bamberg
    – süß, leicht fruchtig, wenig malzig & würzig
    – vollmundig, getreidig, waldig, etwas harzig, herb-süß, wenig Karamell, feinperlig, würzig-süßer Abgang
    – https://www.brauerei-kundmueller.de/weiherer-bier/klassiker/weiherer-maerzen/

  • Mönchsambacher Weizen:
    – 5,5%; obergärig
    – klassisches Weißbier
    – würzig, bananig, trocken-hefig, trocken-malzig, strohig
    – voller Körper, würzig, etwas bananig, waldig, trocken-hefig, leicht bitter, spritzig, trocken-herber Abgang

Vielen lieben Dank also ein weiteres Mal an Sabrina und René für die spontane Aufnahme bei Euch!

Blogbier, die XXXVI. – 2•30

Auch wenn unsere beiden 30. Geburtstage bereits etwas zurückliegen, haben wir bei herrlichem Sommerwetter mit vielen Freunden eine herrliche Feier gehabt, bei der es neben einem Kasten meines selbstgebrauten Cerevisia M noch diverse weitere (v.a. fränkische & belgische) Bierspezialitäten gab:

Bierfacts:

Vielen lieben Dank an alle Gäste für die tollen Geschenke, die Mithilfe beim Biertrinken und eine wirklich sehr schöne Fete, die uns lange in Erinnerung bleiben wird!

Blogbier, die XXXV. – Mamafrei

Während meine Gattin eine Nacht in Ruhe ohne Kinder verbringen konnte, habe ich es mir u.a. mit diesen Bieren gemütlich gemacht:

Tasting-Notizen:

  • KellerBräuBier:
    – 5,2%; untergärig
    – Kellerbier der Lidl-Discount Marke Perlenbacher mit der Hopfensorte Perle gebraut
    – fast erwartungsgemäß wenig überzeugend und gefällig
    – https://www.lidl.de/de/perlenbacher/b9111
  • Bolten-Alt:
    – 4,9%; 11.7°P; obergärig
    – älestes Alt der Welt (1266)
    – obwohl ein Spitzen-Alt interessanterweise bislang noch nicht gelistet – dafür wird in Kürze das Ur-Alt eine Solo-Rezension erfahren
    https://www.bolten-brauerei.de/Produkte.htm

 

Blogbier, die XXXIV. – Clausthaler@Eule

Zur Vorbereitung unserer Feier zum doppelten 30. Geburtstag war ich heute in der Eule in Kierberg um ein paar Bier-Cocktail-Utensilien zu holen. Dabei hat mich Markus mit einem Bier überrascht von dem ich bereits einiges Positives gehört hatte:

Tasting-Notizen:

  • Clausthaler Naturtrüb:
    – <0,5%; untergärig
    – erstes Bier der Marke, das nicht filtriert wurde und mit Cascade kaltgehopft wurde
    – überraschenderweise wirklich sehr erfrischend lecker und hoffentlich nicht mein letztes

Die erste und größte Marke in Deutschland, die ausschließlich alkoholfreie Biere herausbringt, geht mit diesem Bier neue Wege der Qualität. Auch wenn es in der Frankfurter Binding-Brauerei hergestellt wird und somit zur Radeberger-Gruppe gehört, ist es sehr positiv zu bewerten, dass man nun auf ein naturtrübes und kaltgehopftes Bier setzt. Gerade im Sommer ein sehr gutes Bier zur (fast) sorgenfreien Erfrischung.

Mehr Infos unter: https://www.clausthaler.de/wp-content/uploads/2018/03/CT_Beschreibung-Naturtr%c3%bcb_2018.pdf.

Blogbier, die XXXIII. – H.C.

Anlässlich des Kindergeburtstages haben wir mal wieder unsere Freunde in Herzebrock-Clarholz besucht, zu welcher Gelegenheit folgende Biere auf der Agenda standen:

Tasting-Notizen:

  • Spalter Wuchtige Wilma:
    – 5,5%; untergärig
    – mit Willamette-Hopfen kaltgehopftes Märzen
    – gebraut in der letzten kommunalen Brauerei Deutschlands inmitten eines der größten Hopfenanbaugebiete Europas
    – relativ unauffällig, herb, fruchtig
    – voller Körper, gut gehopft, würzig, leicht hefig, spritzig, herber Abgang
    – https://www.spalter-bier.de/aktuell/neuigkeiten/wuchtige-wilma.html

  • Ganstaller Affumicator:
    – 24.8°P; 9,6%; untergärig
    – Rauch-Doppelbock
    – gebraut in Schnaid in Oberfranken
    – Rauch, Rauch, Rauch + ein wenig dunkles Karamell-Malz
    – großer Körper, weich, cremig, Karamell, Malz, rauchig, matt, süßer Abgang
    – http://www.ganstallerbrau.de/

  • Brewdog Vagabond:
    – 5,5%; obergärig
    – glutenfreies Pale Ale
    – gebraut von der nach eigene Aussagen größten unabhängigen Brauerei Schottlands in Ellon
    – schön dezente grasige, blumige und fruchtige Aromen
    – ein wirklich sehr leckeres Ale für glutensensible Menschen
    – https://www.brewdog.com/item/721/BrewDog/Vagabond-Pale-Ale.html
  • Kraus Vollbier:
    – 4,7%; untergärig
    – Helles von der Brauerei & Metzgerei Kraus mit Gasthof aus dem fränkischen Hirschhaid
    – würzig, hell-malzig, etwas herb, eher unscheinbar
    – süffig, malzig, würzig, etwas bitter, fernherb, feinperlig, süßlicher Abgang
    – https://www.brauerei-kraus.de/

  • Crew Republic In Your Face:
    – 15°P; 6,8%; obergärig
    – West-Coast IPA
    – von der 2011 enstandenen Müchner Craft-Brauerei
    – sehr schön hopfig-fruchtig nach Blutorange, Zitrone & Litschi, grasig, blumig
    – voller Körper, herb, grasig, leicht Karamell, blumig, erhöhte Fruchtigkeit, feinperlig, trocken-herber Abgang
    – http://www.crewrepublic.de/crew-biere/in-your-face.html

  • Jopen Hop zij met ons:
    – 5,5%;obergärig
    – glutenfreies IPA
    – von der 1406 gegründeten niederländischen Brauerei in Haarlem
    – im Vergleich zum Brew Dog natürlich hopfenbetonter, bitterer und voller
    – aber dennoch eine gute Alternative zu dem sonst recht dünnen Sortiment glutenfreier Biere
    – https://www.jopenbier.nl/bieren/hop-zij-met-ons/

Bei einer interessanten Hofführung eines benachbarten Bauernhofs gab es dann noch dieses regionale Bier, das jedoch hier bereits gelistet ist:

Vielen lieben Dank also ein weiteres Mal an Sabrina und René für die sehr schönen Tage bei Euch!

Blogbier, die XXXII. – מדינת ישראל

Kürzlich war ich mal wieder im Brühler Seasons zum grenzüberschreitenden politischen Austausch. Dabei gab es auch wieder ein Bier, das es neu auf die Bierjubiläum-Liste geschafft hat:

Tasting-Notizen:

  • Steenbrugge Tripel:
    – 8,7%; obergärig
    – mit Koriander, Orangenschalen und Zimt eingebraut
    – zusätzlich wurde auch noch eine ursprüngliche Biergewürzmischung eingesetzt

Steebrugge ist eine alte belgische Biermarke, die aus der Abtei St. Peters hervorgegangen ist. Dort brauten bis zur Jahrtausendwende die ansässigen Mönche ihr traditionelles Abteibier. Die Marke Steenbrugge gehört jedoch seit 2003 zur belgischen Brauerei Palm. Die Produktion befindet sich seit 2004 in Steenhuffel. Auf dem Etikett der Steenbrugge-Biere kann man indes noch etwas in Nostalige schwelgen. Ist dort doch das Bildnis des Heiligen Arnulf von Soissons, dem Patron der Brauer und Gründer der St.-Peters-Abtei von Oudenburg und Steenbrugge zu sehen.

Mehr Infos unter: https://www.palm.be/en/degoudenboom/beers.

Blogbier, die XXXI. – JMP

Gestern war ich beruflich im rechten Rheinland unterwegs. Im Clostermanns-Hof in Niederkassel-Uckendorf gab es folgende zwei neue Biere für die Bierjubiläums-Liste. Beide entstammen der Klosterbrauerei zu Andechs in Oberbayern.

„Unsere Klosterbrauerei ist heute in Deutschland die größte von nur noch wenigen authentischen Klosterbrauereien, die eine existierende Ordensgemeinschaft konzernunabhängig führt. Sie gehört den Benediktinern von St. Bonifaz in München & Andechs. Gebraut und abgefüllt wird nur vor Ort in Andechs.“

Die 1455 gegründete Brauerei wirtschaftet dabei völlig selbstständig und nachhaltig. So ist man zwar nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, erhält aber auch keine Kirchensteuereinahmen. Dies gilt übrigens auch für das ganze Kloster.

Tasting-Notizen:

 

Mehr Infos unter: andechs.de.

Blogbier, die XXX. – Klosterbräuhaus Ursberg

Vergangenes Wochenende feierten Michael und Jana ihre Hochzeit und wir waren eingeladen. Location war das Klosterbräuhaus Ursberg im schönen bayrischen Schwabenland. Hier gibt es nämlich neben Brauerei, Hotel, Restaurant und Biergarten auch einen Festsaal – zudem ist das Bräuhaus eingebettet in der historischen Klosteranlage nur wenige Meter von der Kirche entfernt, in der die Trauung stattfand. Zwischen Ulm und Augsburg an der kleinen Mindel gelegen besteht der Ortskern fast ausschließlich aus den Klostergebäuden, die auch das Dominikus-Ringeisen-Werk beherbergen, einem der größten regionalen Einrichtungen zur Förderung und Begleitung von behinderten Menschen. Während das Kloster 1125 vom Prämonstratenserorden erbaut und heute von einer franziskanischen Glaubenskongregation geführt wird, reicht die Geschichte der Klosterbrauerei wenigstens bis 1623 zurück. Zwar gibt es heute dort keine klösterliche Braumanufaktur mehr, dafür wird immer noch alles privat und in mehr oder weniger Handarbeit geleistet. Die sechs (vorwiegend untergärigen) Biersorten werden dabei nach traditionellem Verfahren im offenen Kupferkessel vergärt.

Impressionen:

Tasting-Notizen:

  • Pils:
    – 4,8%
    – mild, wenig herb, etwas lasch, eher wie ein Helles – aber lecker
  • Märzen:
    – 5,5%
    – sehr würzig, malzig, vollmundig, etwas herb – guter Durchschnitt
  • Zwickel:
    – 13°P; 5,5%
    – weich, malzig, grasig, etwas hefig, leicht würzig, geringe Karamellnoten – das beste Bier im Bunde
  • Dunkles:
    – 5,2%
    – klar karamellig, dunkelmalzig, wenig Röstaromen, etwas lasch – eher das schlechteste der Auswahl

Neben der eigenen Klosterbieren gab es während der Feier noch eine kleine Bierverkostung für den Bräutigam. Hierbei musste er aus einem Sortiment der Biermanufaktur Riegele aus Augsburg erraten, welches Bier er gerade trinkt. Da ich selbst zwei Wochen zuvor bei seinem Junggesellenabschied im Brauhaus Riegele nicht zugegen sein konnte, freute ich mich umso mehr nun hier mitverkosten zu dürfen:

Bierfacts:

Fazit:

Nicht nur aufgrund der überraschenden Riegele-Verkostung, sondern vor allem wegen des überzeugenden Gesamteindrucks von Hotel, Gaststätte und Bier, kann ich das Klosterbräuhaus durchaus weiterempfehlen. Hier und da könnten zwar Details am Haus und am Bier noch etwas verbessert werden, dennoch ist es allemal eine Reise wert; insbesondere wenn man mal in der Region weilt. Wer also gutes handwerkliches Bier im traditionellem Stil und im historisch-urig-edlem Ambiente genießen will, der sollte ernsthaft über einen Besuch in Ursberg nachdenken.

Das derzeit letzte Bier im Bunde – der Doppelbock Aloisius – habe ich mir übrigens für eine Einzelverkostung mit nach Hause genommen. Der Bericht folgt in Kürze.

Vielen Dank auch nochmals auf diesem Wege an Jana und Michael für die sehr schöne Hochzeit(sfeier).

Mehr Infos zur Ursberger Klosterbrauerei unter: http://klosterbraeuhaus.de/brauerei.html.

Blogbier, die XXIX. – Hagermarsch

In unserem Urlaub an der ostfriesischen Nordsee haben es folgende Biere in die Bierjubiläums-Liste geschafft:

Bierfacts:

 

Blogbier, die XXVIII.

Beim Spontanbesuch vom ehemaligen Mitblogger Nils haben es folgende zwei Biere neu auf die Liste geschafft:

 

Bierfacts:

  • Alpenstoff:
    – 5,3%; untergäriges Helles
    – vom 1633 (respektive 1494) gegründeten Bürgerbräu Bad Reichenhall
    – ein Jahr zuvor erließ Herzog Georg von Bayern bereits in Reichenhall das Reinheitsgebot
    – Einführung der Marke 2003
    – nach dem Feinheitsgebot gebraut
    – aus der KALEA-Beertasting.Club-Abobox
    http://www.alpenstoff.de/
  • Tiger:
    – 5%; untergäriges Lager
    – von der 1932 gegründeten Asia Pacific Breweries Ltd. aus Singapur
    – das Unternehmen gehört zu jeweils etwa 40% Heineken und dem Konglomerat Fraser and Neave sowie der Firma Kindest Place eines thailändischen Milliardärs
    – Tiger ist die größte Biermarke Asiens
    http://www.tigerbeer.com/

 

Urlaub an der ostfriesischen Nordsee

Meinen zweiten Teil der Tochter-Elternzeit haben wir genutzt um für zwei Wochen an die ostfriesische Nordsee zu fahren. Aufgrund der dortigen geringen Brauerei-Dichte, hatte ich auch unter Berücksichtigung des Aufwandes im Vorfeld keinen Brauereibesuch geplant. Zufällig hatte ich aber die Gelegenheit Biere von zwei regionalen/lokalen Brauereien direkt vom Fass proBieren zu können. Zum Einen die beiden Watt’n Biere der Küstenbrauerei, Brennerei & Kaffeerösterei zu Werdum, die ich in Heikes Eis- & Pfannkuchencafé in Dornumersiel gefunden hatte und dabei auch den alten Braumeister der Brauerei kennenlernen durfte (siehe auch 343.). Zum Anderen bin ich glücklicherweise beim Standspaziergang auf Norderney an der Weststrand-Bar vorbeigekommen. Dort wird nämlich in wirklich tollem Ambiente das Bier des 2012 gegründeten Norderneyer Brauhauses ausgeschenkt:

Bierfacts:

  • Norderneyer Pils:
    – 11.8°P; 4,8%; untergärig
    – Geruch: Grasig, mild, leicht fruchtig
    – Geschmack: vollmundig, leckere Hopfennote, mild herb, gewisse Malzsüße, grasig, heuig, feinperlig, herb- süßer Abgang
    – definitiv ein hervorragendes Pils mit toller Eigennote – wer mal auf der Insel weilt sollte es unbedingt probieren
    http://norderneyer-bier.chayns.net/aboutus
  • Norderneyer Weizen:
    – 5,1%; obergärig
    – Geruch: eher unscheinbar, malzig-süß, dezente Frische
    – Geschmack: voller Körper, herb, würzig, dunkelmalzig, Karamell, Banane, gering säuerlich, matt, malziger Abgang
    – gerade im Vergleich zum Insel-Pils eher nur durchschnittlich
    http://norderneyer-bier.chayns.net/aboutus

 

  • Watt’n Bier hell:
    – 4,8%; untergärig
    – Geruch: frisch, hell-malzig, leicht würzig, grasig, etwas fruchtig
    – Geschmack: recht süffig, weich, Malzsüße, Hopfenherbe, etwas getreidig, leicht würzig, feinperlig, trocken-süßlich-herber Abgang
    – nicht überragend, aber definitiv ein leckeres (Urlaubs-)Bier, das zwar mehr ein Helles, als ein Pils ist, aber trotzdem überzeugt
    –  https://www.werdumer-hof.de/brauerei-wattn-bier/brauhaus.html
  • Watt’n Bier dunkel:
    – 10%; untergärig
    – Geruch: Leicht röstig, dunkelmalzig, holz, Getreide, Karamell
    – Geschmack: Vollmundiger, röstig, würzig, süßlich, leicht Lakritz, matt, milder Abgang
    – ein leider nur unterdurchschnittliches Dunkel aus der privaten Brauerei, Brennerei und Rösterei
    –  https://www.werdumer-hof.de/brauerei-wattn-bier/brauhaus.html

Fazit:

Neben den genannten beiden Brauereien gibt es im Nordosten neben dem hier schon vorgestellten Ostfriesen-Bräu und der Industriebrauerei Jever nur noch Brauereien in Varel (südlich von Wilhelmshaven am Jadebusen), in Weener (an der Ems südlich von Leer) und auf der Insel Borkum. Angesichts der Bevölkerungsdicht in Ordnung, aber trotzdem nicht ausreichend um allerorten regionales (privates) Bier zu bekommen. Nichtsdestotrotz kann sich das ostfriesische Bier (mit Abstrichen) durchaus sehen lassen, sollte aber insbesondere für Touristen noch etwas an Qualität, Vielfalt und Marketing zulegen. Sollte es uns nächstes Jahr erneut hierhin verschlagen, werde ich versuchen mir die Sache dann auch mal vor Ort anzuschauen.

Vielen Dank im Zuge dessen auch an dieser Stelle nochmals an die beste Familie der Welt für diesen tollen Bauernhof-Nordsee-Urlaub.

Weitere Infos auch unter: http://www.ostfriesland.de/mein-ostfriesland/bummeln-und-kulinarik/regionale-spezialitaeten/bierkultur/ostfrieslands-brauereien.html?Brauereien=.

Maria Eetcafe

Am gestrigen Freitag Abend habe ich mich wieder mal mit meinem Kollegen Matthias aufgemacht um Köln unsicher zu machen. Ziel war diesmal das Maria Eetcafe direkt am Bahnhof Köln-West – ideal also für Besucher auch außerhalb von Köln. Matthias – selbst bekennender Belgisch-Bier-Fan – brachte mich auf diese Idee, da er dort einmal zufällig gelandet war als er noch etwas länger auf einen Zug warten musste. Dass dies ein glücklicher Zufall war zeigte sich mir schon online auf der Getränkekarte, die neben belgischen und niederländischen Essens-Spezialitäten auch eine wahrlich große Auswahl an belgischen Bieren bietet. Auch vor Ort machte der Laden einen wirklich guten Eindruck, der rustikal-kreativ eingerichtet ist und mit sehr freundlichem Personal ausgestattet ist. Ein wenig überfordert von der wirklich reichlichen und guten Auswahl haben wir uns dann aber doch zu folgenden Bieren durchringen können:

Bierfacts: 

  • Westvleteren Blond:
    – 5,8%; obergärig
    – seit 1999 von den Mönchen der Abdij St. Sixtus gebraut
    – theoretisch unverkäuflich, da das Bier nur an Endverbraucher in sehr limitierter Kapazität ausgegeben wird
    – ausgewogen malzig und würzig sowie hefig
    https://sintsixtus.be/trial/bierverkoop/

  • Duvel Tripel Hop:
    – 9,5%; obergärig
    – Starkbier mit den Hopfensorten Saazer, Styrian Golding & Citra (dieser auch gestopft) aus der 1871 gegründeten Brauerei aus Puurs
    – 2016 durch Kundenauswahl kreiert, nachdem das Produkt bereits seit 2007 mit wechselnden Hopfen auf dem Markt ist
    – grasig, würzig, eher leicht, wenig malzig, dumpfe Citranote, leicht bitter
    http://www.duvel.com/en-us/the-beer/duvel-tripel-hop

  • Malheur 10:
    – 10%; 20°P; obergärig
    – Starkbier aus der ehemaligen Brauerei De Landtsheer (Gründung 1839) in Buggenhout
    – weich, malzig-süß, trocken-bitter, karamellig
    http://www.malheur.be/nl/malheur-10/

  • Grimbergen Optimo Bruno:
    – 10%; untergärig
    – Quadrupel der 1128 gegründeten Abtei-Brauerei Grimbergen in Mechelen
    – gebraut jedoch von Alken-Maas für Heineken
    – enthält leider Zucker, Glukosesirup, Karamell-Farbstoff E150c & Hopfenextrakt
    – richtig süß, ganz leicht röstig, leicht alkoholaromatisch
    http://www.grimbergenbier.be/product/optimo

  • Corsendonk Pater:
    – 6,5%; untergärig
    – Dubbel von der Kuckucks-Brauerei aus Turnhout
    – gebraut von Brasserie du Bocq aus Purnode-Yvoir
    – dunkemlmalzig, röstig, karamell-süß
    www.corsendonk.com

  • Rochefort 10:
    – 10%; obergärig
    – Quadrupel aus der Trappisten-Brauerei in Rochefort
    – gebraut mit Rohgetreide
    – schön malzig-süß, karamellig, trocken, leicht würzig
    – http://www.trappistes-rochefort.com/

Fazit:

Definitiv ein Besuch der sich gelohnt hat. Eine derartige Auswahl an belgischen Bieren kenne ich sonst nur noch aus unserer guten Eule in Kierberg. Gerade in Köln sind Biere außer Kölsch immer noch unterrepresäntiert, sodass es schön ist zu sehen, dass sich ein solcher Laden etabliert hat. Zudem mit strategischen Standortvorteil direkt am Bahnhof West gelegen. Allerdings ist auch Vorsicht geboten: Die meisten der angebotenen Biere liegen deutlich über dem deutschen Alkoholdurchschnitt, viele sogar im zweistelligen Bereich, sodass man schnell auch an seine Belastungsgrenzen gerät. Mir selbst raucht trotz Training immer noch etwas der Kopf von sovielen Umdrehungen. Ansonsten kann ich aber jedem Kölner (Besucher) oder auch Durchreisenden einen Besuch im Eetcafe wärmstens empfehlen.

Vielen Dank an Matthias für die tolle Idee, die Begleitung und den interessanten Abend.

Weitere Infos zum Eetcafe unter: http://www.maria-koeln.de/.

 

 

Blogbier, die XXVII. – Politica

Bei zwei politischen Treffen in den vergangen Wochen gab es neben viel Austausch und guten Vorträgen auch Bier:

Bierfacts:

Blogbier, die XXVI. – EMH I.

Anlässlich des ersten Geburtstages meiner Tochter hat uns ihr Patenonkel Nils besucht und mir etwas bei der Biertilgung geholfen (diese stammten ausnahmslos aus dem KALEA-Beertasting.Club Bierabo):

Bierfacts:

Vielen Dank nochmals auch an Nils für den schönen und interessanten Abend.

Blogbier, die XXV. – Kaufungen

Am vergangenen Wochenende durften wir wieder einmal in Kaufungen im Landkreis Kassel mit Kind, Kegel und Bier einfallen. Diese Biere standen dabei auf meinem Speiseplan:

 

Bierfacts:

Neben dem Bier proBierten wir dann auch noch den Bierlikör 22. Dieser wird aus Doppelbockbier sowie Kalt-Mazeraten von Hopfenblüten und Malz in der Dampfweinbrennerei & Likörmanufaktur Eberle in Kinheim an der Mosel hergestellt. Geschmacklich sehr interessant war es uns Herren aber etwas zu süß und zuckerlastig.

Vielen Dank nochmals auch an Siggi & Herbert für die wunderbare Gastfreundschaft und das schöne Wochenende.

Blogbier, die XXIV. – KHB @ CCC Epilog

Als kleiner Nachtrag zum Tap-Takeover der Kölner Bierhistoriker in der Craftbeer Corner in Coeln hier unsere Absacker-Biere:

Bierfacts:

Vielen Dank nochmals auch an Nils für den schönen und interessanten Abend.