Archiv der Kategorie: Brauereibesuch

Blogbier, die XXVIII. – Klosterbräuhaus Ursberg

Vergangenes Wochenende feierten Michael und Jana ihre Hochzeit und wir waren eingeladen. Location war das Klosterbräuhaus Ursberg im schönen bayrischen Schwabenland. Hier gibt es nämlich neben Brauerei, Hotel, Restaurant und Biergarten auch einen Festsaal – zudem ist das Bräuhaus eingebettet in der historischen Klosteranlage nur wenige Meter von der Kirche entfernt, in der die Trauung stattfand. Zwischen Ulm und Augsburg an der kleinen Mindel gelegen besteht der Ortskern fast ausschließlich aus den Klostergebäuden, die auch das Dominikus-Ringeisen-Werk beherbergen, einem der größten regionalen Einrichtungen zur Förderung und Begleitung von behinderten Menschen. Während das Kloster 1125 vom Prämonstratenserorden erbaut und heute von einer franziskanischen Glaubenskongregation geführt wird, reicht die Geschichte der Klosterbrauerei wenigstens bis 1623 zurück. Zwar gibt es heute dort keine klösterliche Braumanufaktur mehr, dafür wird immer noch alles privat und in mehr oder weniger Handarbeit geleistet. Die sechs (vorwiegend untergärigen) Biersorten werden dabei nach traditionellem Verfahren im offenen Kupferkessel vergärt.

Impressionen:

Tasting-Notizen:

  • Pils:
    – 4,8%
    – mild, wenig herb, etwas lasch, eher wie ein Helles – aber lecker
  • Märzen:
    – 5,5%
    – sehr würzig, malzig, vollmundig, etwas herb – guter Durchschnitt
  • Zwickel:
    – 13°P; 5,5%
    – weich, malzig, grasig, etwas hefig, leicht würzig, geringe Karamellnoten – das beste Bier im Bunde
  • Dunkles:
    – 5,2%
    – klar karamellig, dunkelmalzig, wenig Röstaromen, etwas lasch – eher das schlechteste der Auswahl

Neben der eigenen Klosterbieren gab es während der Feier noch eine kleine Bierverkostung für den Bräutigam. Hierbei musste er aus einem Sortiment der Biermanufaktur Riegele aus Augsburg erraten, welches Bier er gerade trinkt. Da ich selbst zwei Wochen zuvor bei seinem Junggesellenabschied im Brauhaus Riegele nicht zugegen sein konnte, freute ich mich umso mehr nun hier mitverkosten zu dürfen:

Bierfacts:

Fazit:

Nicht nur aufgrund der überraschenden Riegele-Verkostung, sondern vor allem wegen des überzeugenden Gesamteindrucks von Hotel, Gaststätte und Bier, kann ich das Klosterbräuhaus durchaus weiterempfehlen. Hier und da könnten zwar Details am Haus und am Bier noch etwas verbessert werden, dennoch ist es allemal eine Reise wert; insbesondere wenn man mal in der Region weilt. Wer also gutes handwerkliches Bier im traditionellem Stil und im historisch-urig-edlem Ambiente genießen will, der sollte ernsthaft über einen Besuch in Ursberg nachdenken.

Das derzeit letzte Bier im Bunde – der Doppelbock Aloisius – habe ich mir übrigens für eine Einzelverkostung mit nach Hause genommen. Der Bericht folgt in Kürze.

Vielen Dank auch nochmals auf diesem Wege an Jana und Michael für die sehr schöne Hochzeit(sfeier).

Mehr Infos zur Ursberger Klosterbrauerei unter: http://klosterbraeuhaus.de/brauerei.html.

12 Apostel Frankfurt/Main

Am letzten Dienstag war ich beruflich in Fankfurt am Main unterwegs. Vor meiner Abreise nutzte ich noch schnell die Gelegenheit um Frankfurts erste Hausbrauerei zu besuchen und natürlich auch das hauseigene Bier zu verkosten.

Auch wenn nicht ganz herauszufinden war, seit wann das 12 Apostel besteht, ist es von der Location eines der wohl urigsten Brauhäuser, die ich je gesehen habe. Nachdem man durch den Haupteingang den ebenerdig gelegen Gastraum betritt fühlt man sich zunächst an ein traditionell deutsches Restaurant erinnert. Erst wenn man die Treppe hinab in den Keller steigt trifft einem die volle Urigkeit. In dem etwas dunklen Raum befinden sich noch Bar und weitere Tische sowie ein wirklich gelungenes historisches Interieur mit vielen alten Details.

Doch nicht nur das Ambiente wusste zu überzeugen, auch die beiden klassisch deutschen Manufaktur-Biere waren den Besuch definitiv wert:

  • Hell:
    – sehr guter Hausbrau-Stil
    – schön malzig, würzig, leicht hefig, süffig, spritzig
  • Dunkel:
    – sehr guter Hausbrau-Stil
    – sehr karamellig, süßlich, weich, etwas größerer Körper, matt

Wer also auch mal im Mainschen Frankfurt weilt oder als Frankfurter noch nie dort gewesen ist, sei durchaus zu empfehlen hier mal vorbei zu schauen. Auch wenn die Historie der traditionellen Braukunst nicht so ganz erklärt ist, kann man hier klassisches deutsches „Craft-Bier“ im ursprünglichen Sinne hautnah erleben.

Weitere Infos zum Brauhaus unter: http://www.12aposteln-frankfurt.de/index.php.

Prost!

Brauereifest AleMania

„Lange Zeit wurde das Bier in deutschen Landen unkritisch getrunken, jetzt ist Zeit für mehr Geschmack und bewussten Genuß!
Genau das will auch Fritz Wülfing: Handwerklich und transparent in der eigenen Brauerei brauen.“

Und damit auch noch ein kleines aber feines Taphouse hinzukommt und natürlich zum allgemeinen Genuss des leckeren Fritz-Ales lud der deutsche Craftbier-Pionier am Elften im Elften zum ersten Brauereifest ins zugegebenermaßen etwas abgelegene Bonn-Pützchen.

Der für manche dort recht beschwerliche Weg hat sich aber in jedem Fall gelohnt, so gab es nicht nur 6 feine Biere frisch vom Fass sondern auch das ganze aktuelle Sortiment in Flaschenform (auch zum mitnehmen). Zudem kam man in den Genuss einer exklusiven Brauereiführung von Mr. AleMania Fritz Wülfing höchstpersönllich. Dabei ging er auf die einzelnen Brauprozessschritte ein und zeigte auf, dass man auch in kleinem Maßstab ohne viel Investition und Geld im Hintergrund qualitativ hochwertiges Bier herstellen kann. Dabei braut er ausschließlich obergärig und (gepägt aus England) als einer der wenigen in Deutschland nach dem einstufigen Infusionsmaischverfahren. Mit einem deutlichen Dankeshinweis an seine Familie und Freunde, die es überhaupt erst ermöglichten, dass er heute schon so weit gekommen ist, diskutierten wir aber auch in der Runde wie die Zukunft von AleMania aussehen kann. Neben dem Taphouse im Brauereigebäude, welches wohl vor allem zu Veranstaltungen und am Wochenende genutzt werden soll, will Fritz im Flaschensegment wachsen und perspektivisch auch sein Fassbier in ausgewählten Locations im Bonner Stadtgebiet ausschenken lassen. Dazu passt ganz gut, dass er in diesem Jahr erstmals Gewinn erwirtschaften wird, nachdem die letzten Jahre (insbesondere als er es noch nebenberuflich gemacht hat) höchstens eine schwarze Null zuließen.

Hier nun ein paar Impressionen aus der Brauerei:

Das Malzlager:Die Schrotmühle:Fritz zwischen Maische-&-Läuterbottisch sowie Würzepfanne:Der Gärbehalter (darauf einen Schluck ;):Und die Flaschenabfüllanlage:

Das Schöne an solch einem Brauereifest ist natürlich auch, dass man viele Biernerds auf einem Haufen trifft. So konnte ich endlich die Bekanntschaft mit Tom von Bier aus NRW machen, der aus meinem ehemaligen Wohnort Krefeld angereist ist. Zudem waren natürlich auch viele Hobbybrauer aus dem Köln-Bonner Raum anwesend, unter ihnen auch der neue Biersommelier-Weltmeister Stephan Hilbrandt. Außerdem am Start: Holger von We love Pubs (den ich leider nur noch im Augenwinkel wahrgenommen habe) und auch der Chef von meinem Lieblingsgetränkemarkt P&M.

Zudem konnte ich meine AleMania-Bierliste noch weiter vervollständigen und folgende zwei neue Biere proBieren:

  • AleMania Spiced Pumpkin Ale:
    – obergärig; 6%
    – Kürbisbier vom einzigen Angestellten der Brauerei – dem englischen Azubi
    – schmeckt zwar wenig nach Kürbis, dafür aber sehr gewürzig und zimtig

Fazit:

Auch wenn ich familienbedingt nicht lange bleiben konnte, bin ich doch sehr froh endlich mal Fritz und seine Brauerei kennen gelernt zu haben. Vor allem sein Fokus auf Qualität im kleinen Rahmen und seine Offenheit der Natürlichkeit gegenüber gehen als top Beispiel voran, wie Bonner Bier aussehen kann: Hochwertig, regional und authentisch. Dabei nimmt Fritz auch kein Blatt vor dem Mund, wenn es berechtigterweise einmal um die Kritik an der hiesigen Brau- und Trinkkultur geht. Zudem war es toll sich mit dem ganzen anderen Bierenthusiasten austauschen zu können, hat man im Alltag doch recht wenig Gelegenheit dazu.
Also vielen Dank Fritz und weiterhin gutes Gelingen und eine erfolgreiche Bier-Zeit!

Mehr zur Veranstaltung unter: https://www.facebook.com/events/1923121101050293/.

Weitere Informationen zu AleMania unter: https://fritz0830.wixsite.com/15168465.

Brauhaus Johann Albrecht Hamburg

Am gestrigen Mittwoch war ich dienstlich in Hamburg unterwegs und hatte auf dem Rückweg noch die Gelegenheit kurz ins Brauhaus Johann Albrecht an der Binnenalster einzukehren.

Hier wird direkt vor Ort und  zumindest zum Teil auch im Gastraum selbst gebraut und ausgeschenkt. Für den Durchschnittsbiergenießer nicht auf den ersten Blick erkennbar handelt es sich bei diesem Brauhaus aber um eine Gasthausbrauerei-Kette. Diese fußt auf dem 1989 gegründeten Unternehmen „Joh. Albrecht Brautechnik“ aus München. Als Dienstleister für Brautechnik (v.a. Sudwerke aus Kupfer, Edelstahl und Glas), der Konzeption von Brauereien inklusive der architektonischen Einplanung, die Entwicklung von individuellen Rezepturen für die Bierherstellung sowie die Schulung von Mitarbeitern vor Ort versteht sich die JBT GmbH als „Full-Solution-Partner“ für Brauerei-Gründer oder Weiterentwickler. In den knapp 30 Jahren des Bestehens wurden mit diesem Konzept bereits über 100 Projekte weltweit (u.a. Russland, Japan, Australien, Baltikum und Israel) begleitet bzw. geleitet. Das Brauhaus Johann Albrecht in Hamburg war 1991 dabei die erste in Eigenregie aufgebaute Gasthausbrauerei. Inzwischen gibt es die Marke auch in Soltau, Bielefeld, Konstanz und Düsseldorf.

„Johann Albrecht…
… versteht sich als „Ein richtiges Gasthaus“ mit eigener
handwerklicher Bierherstellung,
… ist seit 1990 erfolgreich am Markt,
… plant, realisiert und betreibt Gasthausbrauereien,
… ist selbst Betreiber von fünf Gasthausbrauereien
in Deutschland und expandiert weiter,
… ist ein multiplizierbares Gasthaus-Konzept,
… ist Dienstleister für Dritte. Von der Standortfrage, über Konzeptentwicklung, bis zur Umsetzung, alles aus einer Hand,
… berät Investoren, Gastronomen und Hauseigentümer in allen gastronomischen und brautechnischen Fragen.“

Vor Ort hatte ich freundlicherweise die Möglichkeit einmal folgende drei Biere zu proBieren:

  • Messing:
    – hopfig-herbes Helle
    – typischer Hausbrau-Geruch, neutral malzig und ein wenig nach Getreide
    – leicht bitter, trocken herb im Geschmack und weder richtig süffig noch richtig vollmundig
  • Kupfer:
    – malzig-mildes Dunkel
    – karamell-malzig-süß und grasig im Geruch
    – geschmacklich tatsächlich sehr nah am original fränkischen Dunkel, trocken-herb und süß zugleich und vollmundiger
  • Craftbeer:
    – spezielles Brauverfahren mit besonderer Hopfenmischung
    – kalt gehopft u.a. mit Citra und vermutlich Cascade
    – zitrus-grasiger malzloser Geruch
    – im Geschmack dann aber malziger als erwartet, zudem natürlich auch hopfig-bitter und fruchtig nach Maracuja
    – ich tippe als Bierstil auf Amber bzw. American Pale Ale

Wer also auch mal in Hamburg weilt oder als Hamburger noch nie dort gewesen ist, sei durchaus zu empfehlen hier mal vorbei zu schauen. Auch wenn man eine gewisse Authentizität an diesem Konzept kritisieren kann, ist dies immerhin eine bessere Alternative als andere Locations mit (inter-)nationalen 08/15-Bieren, insbesondere weil die Qualität des Bieres hier auch stimmt.

Weitere Infos zum Brauhaus unter: http://hamburg.brauhaus-joh-albrecht.de/.

Weitere Infos zur Brautechnik hier: http://www.joh-albrecht.com/de.

Prost!

Brauhaus Bönnsch

Heute zum Feierabend habe ich es endlich geschafft dem Bonner Bönnsch einen Besuch abzustatten. Als Anlass habe ich mir das neue Saison-Bier genommen – wurde doch tatsächlich das erste Bonner Alt gebraut. Seit dem Ende der Bonner Kurfürsten-Brauerei in den 1990ern ist es das erste Mal, dass wieder ein Alt aus der ehemaligen Bundehsuaptstadt kommt. Mit vier verschiedenen Braumalzen und höherer Hopfengabe gebraut ist es für ein klassisch Düsseldorfer Alt eher röstmalziger, süßer und schwerer. Neben leichten Fruchtnoten kommt es auch ein wenig schokoladig daher. Bei einer Stammwürze von 11.9°P kommt es auf 4,9% Alkohol.

Dazu gab es übrigens ein sehr schmackhaftes Brot aus Braugerste. Das war das erste Mal, dass ich Brot bewusst nach diesem Getreide verkostet habe und ich war wirklich angetan. Gerade weil eher Weizen und Roggen zur Brotherstellung verwendet werden, ist die Gerste meiner Ansicht nach eine interessante Alternative. Sie macht das Brot weicher, würziger und ausgewogener.

Nach dem Alt musste ich natürlich auch das hauseigene Weizen (5,2%) proBieren, dass im Gegensatz zum Alt aber zum Standard-Sortiment gehört. Fast typisch für eine kleine Brauerei ist es dunkler in der Farbe und schmeckt auch weniger bananig, dafür ist die Fruchtnote umfassender. Mit deutlich spürbarer Hefe ist es auch vollmundiger aber zugleich auch frischer als andere Weizen.

Insgesamt war es also ein wirklich gelunger Feierabend, den ich jedem Bonner nur empfehlen kann. Kein anderer Ort in der Stadt bietet ein authentisches Brauhaus mit Original Bonner Bieren.

Mehr zum Bier und zur tollen Brauerei unter: http://www.boennsch.de/aktuelles/neuigkeiten/item/153-unser-saisonbier-b%C3%B6nnsch-alt.

Gleumes

Gestern haben wir es endlich mal wieder ins Krefelder Gleumes geschafft, nachdem wir vor 2 Jahren aus der Niederrhein-Stadt ausgezogen sind. Die letzte private Brauerei der ehemaligen Samt- und Seidenstadt hat eine bemerkenswert turbulente Geschichte mit unterschiedlichsten Eigentümern hinter sich, wobei man sich u.a. zur Jahrtausendwende wieder reprivatisierten konnte (siehe Links unten).  Heute glänzt das Brauhaus aber wieder mit sehr leckerer und preisgünstiger deutscher Küche, was sich inzwischen so gut herum gesprochen hat, dass am Wochenende der Laden bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Zudem gibt es natürlich auch zwei wirklich tolle Biere:

  • Gleumes Hell & Lager:
    – 4,9%; obergärig
    – das Helle ist vom Stile her ein Kölsch und ähnlich malzig wie z.B. Mühlen-Kölsch
    – das Lager wird offiziell als Altbier geführt und ist definitiv das beste Krefelder Bier

Weitere Infos zur Brauerei und zum Ausschank unter: http://brauerei-gleumes.de/ und http://ausschank-gleumes.de/.

Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege an Katrin und Lars für diesen schönen Abend.

Gleisbrauer im alten Bahnhof Frechen

Heute stand der Besuch der Gleisbrauerei im alten Bahnhof von Frechen an. Dies ist eine der jüngsten und zugleich auch schon wieder letzten Brauereien im Rhein-Erft-Kreis. Schon lange geplant, aber nun durch das diesmonatige Spezialbier Maronenbräu (darf gesetzlich nicht Bier heißen…) „gelokt“ und endlich mal besucht. Und es hat sich gelohnt: Sehr leckeres und interessantes Bier wie Essen sowie eine sehr schöne Location. Definitv empfehlenswert.

Flyer Bierdeckel

Außenansicht:IMG_20161106_122126

Inneneinsicht zur Brauerei:IMG_20161106_124159

Bierfacts:

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  • Gleisbrauer Maronenbräu:
    – 13.5°P; 5,2%; obergärig
    – Spezialbier des Monats November
    – neben Soraci Ace-Hopfen und Münchener Gerstenmalz sind Maronen mit eingebraut
    – und diese schmeckt man auch heraus – aber für meinen Geschmack etwas zu wenig
    – wieder mal noch ein Beispiel, warum das Reinheitsgebot reformiert werden muss

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  • Gleisbrauer Lokstoff:
    – obergärig und naturtrüb – neben dem Kölsch-Äquivalent Finchen das zweite Permanent-Bier der Brauerei
    – mit Tettnanger Hopfen und ebenfalls Münchener Gerstenmalz hergestellt
    – wirklich sehr sehr lecker süffig, malzig, hefig mit einem langen Abgang

Weitere Infos unter: http://www.gleisbrauer.de/

Urlaub im Hochschwarzwald

Hier einige bierige Impressionen von unserem Urlaub rund den Feldberg:

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  • Feierling Inselhopf & Bruno (5%):
    – seit 1877 unabhängige Hausbrauerei im Herzen der Freiburger Altstadt mit Sudhaus im Gastraum, sodass stets der leckere Geruch der Maische in der Nase ist
    – Prädikat: absolut empfehlenswert!
    http://www.feierling.de/

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  • Lenzkircher Pils (11.7°P; 4,9%), Zwickl, Dunkel (11.8°P; 45,2%) & Weizen (12.6 °P; 5,2%):
    – aus der 1846 gegründeten Familienbrauerei Rogg in Lenzkirch, welche ich selbstverständlich besuchen musste
    – in der Brauereigaststätte gab es alle vier im tollen ProBierle
    – die zwei weiteren Bio-Biere sowie das Rogg Zipfel habe ich mir dann als Flasche mitgenommen
    – angeschlossen am Brauerei-Gelände ist ein Camping-Platz
    http://www.brauerei-rogg.de/start_01.html

SAM_0771 IMG_20160923_124229 IMG_20160923_124859Daneben habe ich mir noch das ein oder andere Bier aus meinem Craft-Bier-Fundus mitgenommen:

  • Brooklyn East IPA (6,5%):
    – obergäriges IPA mit Weizenmalz aus einer der älteren Craft-Beer-Brauereien der USA (mit Gründung 1988)
    http://brooklynbrewery.com/

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  • Ratsherrn Pale Ale (5,6%):
    – das Ganze un-imperial aus dem Hause Ratsherrn in Hamburg
    http://ratsherrn.de/de/

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  • Ingelmunster Kasteel Rouge (8%):
    – aus der 1900 entstandenen Castle-Brauerei van Honsebrouck im westflämischen Izegem
    – enthält neben der Weizenrohfrucht auch Kirschen und Stevia
    http://www.vanhonsebrouck.be/kasteel-rouge/

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  • Maredsous Abbaye Blonde (6%):
    – geht auf die Abtei Maredsous im wallonischen Denée zurück, wird jedoch in der Brauerei Mortgaart im flämischen Puurs produziert
    – Abteibier nach Benediktiner-Tradition und mit Glukosesirup, welches laut Wikipedia nie in der besagten Abtei gebraut wurde
    http://www.maredsousbieres.be/

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  • Camba Hop Gun (14.6°P; 6,4%):
    – Brown Ale aus dem Hause Camba im bayrischen Truchtlaching
    – Best American Brown Ale World Beer Awards 2016
    – Craft-Brauerei des Jahres 2014
    – eines von wirklich sehr vielen traditionellen und modernen Bieren der Brauerei
    http://www.camba-bavaria.de/internationale-biere/camba-hop-gun/

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  • Hanscraft & Co Backbone Splitter (17.2°P; 6,6%):
    – IPA aus der Craft-Bier-Brauerei Hanscraft in Aschaffenburg
    http://hc-co.de/de/

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Beim Schreiben dieser Zeilen hat mich darüber hinaus folgendes Bier begleitet:

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Nicht probiert aber gesehen habe ich folgende Brauerei:

http://www.martinsbräu-freiburg.de/ (2. Hausbrauerei Freiburgs)

Bierige Grüße also aus dem deutschen Südwesten 🙂

Hausbrauerei Schmitz-Mönk

Vergangenes Wochenende feierte meine allerliebste Schwiegermutter ihren 55. Geburtstag in meiner Heimatbrauerei Schmitz-Mönck in Anrath. Schmitz-Mönck-1 Schmitz-Mönck-2IMG_20160910_183615

Dort kam ich den Genuss folgender drei Bierköstlichkeiten:

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  • Schmitz-Mönck Alt (5,4%), Kellerbier (5,2%) & Weizen:
    – zusammenfassender Eindruck:
    Alt | recht trocken
    Kellerbier | herrlich sommerlich
    Weizen | wirklich besser als viele große Konkurrenten
    – 1897 zunächst als „Hotel&Brauerei zum Löwen“ von Wilhelm Schmitz gegründet, entstand im Laufe der Jahre der Begriff Schmitz-Mönck
    – Der Begriff ging auf den hinckenden Gang des damaligen Steuereintreibers Mönck zurück, dessen Gang Wilhelm Schmitz‘ sehr ähnelte
    – zunächst wurde das Bier vom „Großbrauereibesitzer“ Josef Hausmann aus Willich bezogen – dieser ist im Übrigen auch ein ehemaliger Besitzer der Marke Hannen Alt
    – doch seit 1903 wird „zu Hause“ in Anrath gebraut
    – 2x im Jahr gibt es zusätzlich das Mönck Bock-Starkbier
    http://schmitzmoenk.de/index.html

Tag der offenen Tür Privatbrauerei Bischoff

Sommerfest Bischoff

Heute habe ich es endlich mal geschafft die letzte verbliebene Brauerei Brühls zu besuchen. Auch wenn diese im Weilerhof halb auf Hürther Boden liegt, können die Brühler stolz darauf sein. Am Tag der offenen Tür bot die Privatbrauerei ein Sommerfest für alle Generationen. Neben dem Kölsch wird auch ein Karthäuser-Bräu produziert. Als hefetrübes obergäriges Vollbier beschrieben, ist es im Grunde nichts anderes als ein unfiltriertes Kölsch. Geschmeckt haben aber beide. Das Kölsch war recht würzig und gleichzeitig malzig, wirklich sehr süffig (vor allem an einem solchen Sommertag wie heute) und ganz leicht sauer. Das Karthäuserbräu ist dagegen etwas herber, hopfiger und säuerlicher. Aber nciht nur das Bier ist ein Grund zum Weilerhof zu kommen, auch der Ausblick bis nach Köln und darüber hinaus ist sehr einladend.

Bischoff Bierdeckel

Hier ein paar Eindrücke:

Der Eingang des Weilerhofs (links befinden sich die Gärtanks)

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Das KölschSAM_0654

Das KarthäuserbräuSAM_0655

Der Ausblick zum Dom und zum rechtsrheinischen HinterlandSAM_0656

Und ein paar Infos rund um den Weilerhof, die Bischoff-Brauerei und das einzige Brühler Kölsch:

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Zudem weitere Infos unter: http://www.bischoff-koelsch.de/

Auf das Brühler Bier!

Urlaub am Weißenhäuser Strand

Hier einige bierige Impressionen von unserem Urlaub an der Ostsee:

  • Lück Pils (4,8%):
    – gegründet 1865 in Lübeck von Jürgen Heinrich Lück, der als einer der ersten im Norden untergärig brauen lies
    – Verkauf des Familienunternehmens 1979 an die Bavaria-Brauerei in Hamburg, welche 1989 die Produktion des Bieres einstellte
    – Vor einigen Jahren Wiederauferstehung in Schillsdorf durch die ehemaligen Besitzer und Braumeister
    http://www.lueck-pils.de/unser_bier.html

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  • Dithmarscher Pilsener (11.6 °P / 4,8%) & Urtyp (11.4 °P / 4,9%):
    – aus der einzigen Privatbrauerei an der Westküste Schleswig-Holsteins Dithmarschen in Marne- mit einer sehr interessanten und leckeren Getreidenote
    http://www.dithmarscher.de/ueber-uns/produkte.html

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  • Holsten Edel (11.2 °P / 4,9%):
    – aus der inzwischen nicht mehr existenten Holsten Brauerei in Hamburg-Altona
    – Gründung der Brauerei 1879 – Einführung des Edel 1913
    – Übernahme des Unternehmens 2004 durch die Carlsberg-Gruppe, welche dieses 2014 auflöste (fortan Braubetrieb für Carlsberg direkt)
    https://www.holsten-pilsener.de/biere.html

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  • Fietsche Fischer´s Hafenbier dunkel (4,8%):
    – gebraut von der Lück Brauerei für die Travemünder Marke Fietsche Fischer
    – neben dem Bier werden auch diverse weitere Produkte – wie Liköre, Schnäppse aber auch Fisch und Souvenirs – vertrieben
    http://fietschefischers.de/

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  • Kieler Bier (12°P / 4,8%) & Kieler Pils (4,8%):
    – Naturtrübe Biere aus der letzten Brauerei der Kieler Altstadt
    – erst 1988 gegründet, wollte man die Braukunst wieder in Kiel ansiedeln
    – besonders spannend ist der Einblick in die Brauräume, welche aus dem Gastraum einsehbar sind, und die Geruchsproben von Malz und Hopfen
    – neben vielerlei Informationen rund um das Bier und den Brauprozess ist auch die Reinheitsgebotsurkunde ausgehängt
    – zusätzlich gab es noch das aktuelle Saisonbier: ein Maibock
    http://www.kieler-brauerei.de/

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  • Pionier glutenfrei Pilsener (4,5%):
    – nach eigenen Angaben das erste glutenfreie Pils, das dank einer neu entwickelten Braugerste nach Reinheitsgebot gebraut ist
    – der Rohstoff soll dabei gentechnikfrei sein und in Australien entwickelt worden sein
    http://www.pionier-glutenfrei.de/#

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  • Oldenburger Schaumkrönchen (5,1%):
    – gebraut mit Holsteiner Gerstenmalz, aber produziert und abgefüllt im bayrischen Aldersbach
    – präsentiert in stylischen Holzkästen

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  • Ratsherrn Pilsener (11.3°P / 4,9%) & Backyard Beach Summer Ale (11.3°P / 4,5%):
    – aus der 2012 gegründeten Craft-Bier-Brauerei im Hamburger Schanzenviertel
    – neben 6 Stammbieren gibt es noch unzählige weitere saisonale sowie limitierte Biere
    http://ratsherrn.de/de/

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  • Sternburg Export (11.9°P / 5,2%):
    – aus der heutigen Leipziger Brauerei Sternburg
    – gegründet von Maximilian Speck als Freiherrlich von Sternburg’sche Brauerei im Leipziger Vorort Lützschena, welcher durch seine „Bierverdienste“ vom bayrischen König in den Freiherrnstand erhoben wurde
    – zu DDR-Zeiten wurde ein German Pils gebraut, welches in den Ostblock exportiert und für das Militär gebraut wurde
    – nach der Wende mussten die ehemaligen Brauanlagen aufgegeben werden und der Betrieb nach Leipzig selbst verlegt werden
    – heute gehört es zur Radeberger-Gruppe
    http://www.sternburg-bier.de/sternburg-bier/sortiment/export/

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Nicht probiert aber gesehen habe ich folgende zwei Brauereien:

http://www.brauberger.de/cms/ (Altes Lübecker Brauhaus)

http://lillebraeu.de/ (einzige Kieler Craft-Bier-Brauerei)

 

Bierige Grüße also aus dem deutschen Norden 🙂