414. Robin Green Berliner Schwarze

Da wollte ich heute einfach mal wieder ein Bier aus meinem Beertasting.Club-Engagements trinken, da tauche ich auch einmal während meiner Recherche ein in die Welt der Bitcoin und Blockchain.

Denn die Craft Beer Revolution Company Robin Green AG startete letztes Jahr in der deutschen Hauptstadt das mir erstbekannte Bierprojekt auf digitaler Währungsbasis. Als Gypsy-Brauer beteiligt sich das Unternehmen, das von einem ehemaligen Hobbybrauer und einem ehemaligen Architekten geführt wird, an anderen Craftbeer-Companies und ist Franchise-Geber einer gänzlich neuen Gastronomie-Idee: der CryptoBar. Sowohl Robin Green als auch die CryptoBar verbinden in bislang einzigartiger Weise die Krypto- und Craft Beer-Szene. Dabei hat das Unternehmen mit dem CraftCoin gleich eine eigene Kryptowährung initiiert. Auf Basis der Blockchain-Technologie kann mit dieser Währung Geld international anonymisiert versandt und „geschürft“ werden. Vor allem aber kann man mit dieser Währung auch sein Craftbeer in der CryptoBar bezahlen, die darüber hinaus mit folgenden Ausstattungsmerkmale aufwartet:

  • Bezahlsystem mit CraftCoin/Bitcoin
  • Bitcoin ATM (wo zulässig)
  • Flexible Preise regeln Angebot und Nachfrage.
  • Große Videowand zeigt Angebote, Preise etc.
  • Immer 12+ Craft Beers am Hahn
  • CI Konzept mit spezieller Bar und Tischen als Eyecatcher
  • Erlebbares Mining

Neben den ganzen Krypto-Innovationen lässt Robin Green aber auch an wechselnden Orten Bier brauen. Das bekannteste hat es zwar noch nicht zur Serienreife geschafft, hat aber vor allem mein Interesse als Kronkorken-Sammler geweckt. Schließlich befinden sich in dem Kronkorken des Crypto-Bieres Craftcoins. Neben diesem SMASH gibt es aber auch noch weitere Biere der Berliner Unternehmer – und eines davon möchte ich Euch heute vorstellen. Es ist quasi das Komplementär des bekanntesten Bierstils der deutschen Kapitale: ein Schwarzbier aus der Stadt der Weisse. Doch es ist kein gewöhnliches Schwarzbier, wird es doch mit den Hopfen Magnum und T’n’T sowie Ginseng und Maca eingebraut. Brauort ist im Übrigen die Brauerei Landsberg östlich von Halle vor der sächsischen Grenze.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Schwarzbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Ginseng, Maca, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin [Landsberg]
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___9
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: sehr schwer, karamellig-süß, dunkelmalzig, leicht röstig & holzig, gewürzig
Geschmack: voller Körper, leicht bitter, Karamell, Röstaromen, würzig, sehr dunkelmalzig, matt, süß-waldiger Abgang
Gesamt: Da bin ich doch mal überrascht. Da hat die Brauerei Landsberg doch einen richtig guten Job gemacht. Auch wenn ich arge Bedenken hatte wieder einem Marketing-Bier aufgesetzt zu sein, wo zwar Craftbier drauf steht, aber keins drin ist, muss ich zumindest zugeben, dass man hier ein wirklich gutes Bier kreiert hat, dass Seele und Tiefgang und damit auch seine 13. Pkt (1-) verdient hat. Nichtsdestotrotz möchte ich hierneben meine Kritik an solchen Craftbier-Unternehmungen zum Ausdruck bringen, die ein wenig die Idee vom Manufaktur-Bier ad absurdum führen, trotz dessen, dass hier zumindest ein innovatives Geschäftskonzept dahinter steht.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.robin-green.com/de/.

Prost & guten Abend! 🍻

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