Archiv der Kategorie: Bierrezension

441. AleMania Coffee Amber Ale

Um den Wechsel zwischen AleMania und Maisel zu komplettieren kommt heute auch das zweite Bier des Bonner Craftbier-Pionier Fritz Wülfing zum Zuge.

Es ist eines seiner neuesten Werke, das er in Zusammenarbeit mit der Kölner Kaffeerösterei Ernst entwickelt hat. Ähnlich wie bereits beim Bread & Hops haben sich dabei zwei Handwerksbetriebe gefunden, die sich auch in Sachen Bier sehr gut ergänzen. Ernst betreibt neben der Rösterei auch eine sog. Slow-Bar, in der es Kaffee in den unterschiedlichsten Herstellungs- und Zubereitungsvariationen gibt. Zudem kann man vor Ort die Barista-Kunst kennen lernen. Dabei entstammen alle verwendeten Bohnen aus fairem Anbau und Handel.

Im Coffee Amber Ale haben die Sorten Ethiopia und Sidamo Guji Ambela eine nähere Bekanntschaft mit Malz und Hopfen gemacht.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Coffee Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Kaffee, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  14°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bonn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________7
  • Geschmack:__________________9
Fazit

Geruch: sehr röstig, Kaffee, bitter, würzig, waldig
Geschmack: mittelgroßer Körper, würzig, röstig, Kaffee, leicht karamellig, gering malzig, gewisse Bittere, feinperig, süß-würziger Abgang
Gesamt: Sieht man mal vom feuchten Erlebnis beim Öffnen der Flasche ab, ist es in der das erste Kaffee-Bier seit langem, was mir wieder zumindest in weiten Teilen zusagt. Auch wenn ich irgendwie immer noch nicht recht zum Coffee-Ale-Freund zu werden scheine, tut mir das heutige in keinster Weise weh. Im Gegenteil, je länger ich es trinke, desto schmackhafter erscheint es mir. Ich mag meinen Kaffee halt lieber warm ;). Daher gibt es heute gute 10 Pkt. (2-) von mir.

Weitere Infos zum Bier unter: https://fritz0830.wixsite.com/alemaniabonn.

Prost & guten Abend! 🍻

439. Maisel & Friends Twin Peak

3 Tage nach der letzten Flaschenpost folgt heute nun schon das nächste Bierpräsent von Eva Ploß von der Maisel Brauerei. Diesmal jedoch ist es eigentlich kein Maisel-Eigenprodukt, sondern stammt von einem Hobbybrauer.

In diesem Jahr fand nämlich der erste Hobbybrauwettbewerb von Maisel & Friends statt, bei dem alle interessierten Heimbrauer eingeladen waren eine Interpretation des Bierstils Weißbier einzusenden und vorzustellen. Dieses Format, dass bei Brauereien der „Craftbier-Szene“ immer größerer Beliebtheit entwickeln zu scheint, konnte Max Lutter aus Schrobenhausen für sein Weißbierdoppelbock gewinnen. Er selbst (von Beruf Polizist) braut in seiner eigenen Garage nur für den Eigenbedarf, jedoch mit relativ professionellen Anlagen und Infrastruktur. Profitieren kann er dabei vom Know-How seines Sohnes, der gelernter Brauer ist. Nachdem das Sieger-Bier in der neuen 25hl-Brauwerkstatt von Maisel in gemeinsamer Zusammenarbeit im professionellem Rahmen nachgebraut wurde, wurde es im November auf der BrauBeviale in Nürnberg präsentiert. Und nun ist es auch erstmals auf dem Markt in der Flasche erhältlich, wenn auch eben nur in limitierter Edition. Der nun jährlich stattfindende Wettbewerb brau@home ergänzt den bereits monatlich stattfindenden Hobbybraustammtisch in der Bier-Erlebniswelt.

Ich hatte ja auch kurz gezuckt, als ich vom Wettbewerb erfuhr, allerdings sind nur Biere zugelassen, die nach dem bayrischen Reinheitsgebot gebraut werden (auch wenn dieses ja bereits von Weißbieren nicht eingehalten wird), sodass ich mit meinen Mehrkornbieren nicht teilnehmen kann.

Einfach ein Genuss – doppelt macht’s Bock

Hobby & Bier = Pure Passion

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weizendoppelbock
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  18,5°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bayreuth
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: sehr bananig, leicht würzig, etwas kräuterig, Karamell, Vanille, etwas Lakritz, spritzig
Geschmack: vollmundig, bananig, hefig, würzig, leicht harzig, Karamell, etwas alkoholaromatisch, feinperlig, würzig-süßer Abgang
Gesamt: Ohne Maisel & Friends zu nahe treten zu wollen, aber der Twin-Peak ist meiner Erinnerung nach fast das beste Bier der Brauerei, das ich dieses Jahr proBieren durfte. Abgesehen von einer etwas zu würzig-bitteren und alkoholaromatischen Note ist es der Weizendoppelbock wirklich gut gelungen. Verdientermaßen gibt es dafür dann auch satte 13 Pkt. (1-).

Mehr Infos zum Bier unter: https://maiselandfriends.com/hobbybrauerwettbewerb-2018/.

Prost & guten Abend! 🍻

438. AleMania | Max Kugel Bread & Hops

Am heutigen Nikolaus-Tag möchte ich mir selbst ein kleines Geschenk machen. Und so stelle ich euch heute ein ganz besonderes Bier aus der Bundestadt Bonn vor, das einen kleinen aber feinen Trend innerhalb der Handwerksbrauer-Szene aufgreift.

Es handelt sich um ein Brotbier, dass von Fritz Wülfing – seines Zeichens Kopf der Brauerei AleMania – und Max Kugel – der wohl gerade angesagteste Bäcker Bonns – entwickelt wurde. Dabei war Fritz schon etwas länger auf der Suche nach einem Partner, mit dem er diese Bieridee verwirklichen konnte. Wie ein glücklicher Zufall war es dann, als in diesem Jahr in der Bonner Südstadt eine neue Backmanufaktur aufmachte.

Gesicht, Seele und Namensgeber der Bäckerei ist Bäckermeister Max Kugel. Geboren, aufgewachsen in Lahnstein, hat er auch dort seine Bäckerlehre bei seinem Vater absolviert. Danach aber zog es ihn in die Welt hinaus und er macht an diversen Stationen in Deutschland, der Schweiz, England, USA und Kanada halt um sein Bäckerhandwerk zu verfeinern und die jeweiligen regionalen Besonderheiten kennen zu lernen. Zurück in Deutschland wurde er 2015 schließlich von Johann Lafer als Deutschlands bester Bäcker ausgezeichnet. In diesem Jahr dann entschloss sich Max seine eigene Bäckerei aufmachen zu wollen und hatte etwas Glück, dass in Bonn – wo er bereits 2011 unterwegs war – eine Räumlichkeit verfügbar wurde. Doch Max betreibt keine „normale“ Bäckerei, denn bei ihm gibt es: „Brot, sonst nichts“. Und davon von Dienstag bis Samstag jeweils 10 Sorten, die allsamt handwerklich und ohne jegliche Zusatzstoffe gebacken sind.

Es war also nur eine Frage der Zeit bis die beiden Handwerker zusammenfanden und so entstand Ende des Jahres das erste Kollaborations-Brotbier Bonns. Gebraut mit Roggenmalz und verfeinert mit Roggenvollkornbrot .

„Max Kugel – da wo’s nur Brot gibt [und Bier].“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Brotbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Roggenmalz, Roggenbrot, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bonn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________8
Fazit

Geruch: röstmalzig, holzig, getreidig-süß, mehlig, hopfen-herb
Geschmack: mittelgroßer Körper, sehr röstig-holzig, sehr trocken-malzig, sehr herb, getreidig, würzig, feinperlig, würzig-herber Abgang
Gesamt: Das Bier hält was es verspricht. Sowohl die herben Hopfennoten als auch die Aromen des Roggenbrotes schlagen voll durch. Für meinen Gaumen jedoch zu sehr. Gerade zu Beginn wird man fast von einem röstig-holzigen Aroma erschlagen. Dabei vergisst man zwar nie die Zutaten des Bieres, kann sich aber gleichzeitig auch kaum auf den Genuss konzentrieren. Gerade im Vergleich zum Brotbier vom Braukunst Vorgebirge ist mir das Bread & Hops einfach etwas zu kernig. Deshalb bleibt der Zeiger heute auch bei 10 Pkt. (2-) stehen, wobei ich dennoch die klasse Idee lobend hervorheben möchte.

Weitere Infos zum Bier unter: https://fritz0830.wixsite.com/alemaniabonn.

Mehr zum Brot unter: http://maxkugel.de/.

Prost & guten Abend! 🍻

437. Maisel & Friends Hoppy Amber Mosaic

Da die nächste Flaschenpost von Maisel & Friends bereits bei der Post auf mich wartet, wird es höchste Zeit mich der letzten zu widmen, die zugegebenermaßen aber noch gar nicht so lange auf ihre Rezension wartet.

Die Bayreuther Kreativbrauer sind ja durchaus für ihre Pale Ale oder IPA bekannt, sodass dieses Amber Ale grundsätzlich eigentlich nicht überraschen sollte. Trotzdem steckt hinter diesem Bier eine durchaus interessante Geschichte:

„Das Licht der Welt erblickte dieses Bier eigentlich durch Zufall. Ursprünglich wollten unsere Braumeister ein helles Bier mit deutlicher Bittere brauen, das ist aber nicht so ganz gelungen. Zum Glück!

Also lag das Bier im Tank und wartete auf seine weitere Bestimmung. Zum Tag des Bieres im April 2016 wollten wir in unserer Gastronomie Liebesbier ein besonderes Bier an den Hahn bringen und so haben wir dem „missglückten Bier“ eine neue Chance gegeben und es doch noch einmal verkostet. Die lange Reifezeit hat unserem Hoppy Amber Ale mehr als gut getan, denn plötzlich schmeckte es uns fantastisch!“

Nicht nur im Liebesbier kam das Bier nun gut an, auch bei den folgenden Craft Beer Days in Hamburg war es ein durchschlagender Erfolg, sodass es die Maisel Freunde im letzten Jahr nochmals brauten. Und da der Zuspruch nicht abebben wollte, gibt es das Imperial Amber Ale nun auch in der Flasche. Wie es der Name schon verrät ist es mit einer großen Portion Mosaic-Hopfen gestopft und bringt es auf achteinhalb Umdrehungen.

Be hoppy and enjoy our awesome Amber Ale!

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Imperial Amber Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  18,9°P
Alkoholgehalt. . . . . . 8,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bayreuth
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: spritzig, fruchtig, leicht würzig, Mango, Ananas, Granatapfel, Erdbeere, etwas grasig-waldig
Geschmack: voller Körper, würzig, etwas Karamell, grasig-herb, recht bitter, wenig Frucht, feinperlig, herb-süßer Abgang
Gesamt: Wie immer ein sehr gutes Bier der bekannten Bayreuther Bierbrauer. Irgendwie bilde ich mir auch ein zu erkennen, warum es damals eigentlich als missglückt gewesen war. Schließlich ist es schon recht stark gehopft und daher vergleichsweise herb und bitter. Aber dafür ist es ja auch ein Imperial Amber Ale. Ich empfehle eine etwas höhere Trinktemperatur als „kühlschrankkalt“ um auch die süßlicheren Aromen mitzubekommen. In Summe gebe ich diesem Glücksbier gute 12 Pkt. (2+).

Mehr Infos zum Bier unter: https://maiselandfriends.com/biere/limited/hoppy-amber-ale-mosaic/.

Prost & guten Abend! 🍻

436. Mühlen Koch’sches Malzbier

Zum Abschluss meiner alkoholfreien Wiedergenesungs-Bier-Reihe möchte ich Euch ein zwar nicht ganz alkoholfreies, aber dennoch spannendes Malzbier vorstellen.

Gebraut wird es passenderweise von der Kölner Malzmühlen-Brauerei. Eine mittelgroße Kölschmarke, die aber meiner Meinung nach zu den besten der Stadt zählt. Zwar ist das Kölsch mit Abstand der größte Absatzmarkt der Brauerei, dennoch hat das Koch’sche Malzbier seit vielen Jahren einen festen Platz im Sortiment. Es ist im Gegensatz zu anderen Malzbieren auch nicht unterhalb der alkoholfreien Schwelle von 0,5%, sondern liegt bei über 2%. Das und die Zutaten (bis auf den Farbstoff) weisen auf eine traditionelle Rezeptur hin, die hier noch angewandt wird. Schließlich waren früher die meisten Biere geringer alkoholisiert und versüßt, wenngleich das heute bekannte Malzbier erst vor gut hundert Jahren entstand.

„Seinen Namen verdankt die Kölner Bierspezialität dem Braumeister Hubert Koch, der im Jahre 1858 die „Bier- und Malzextrakt-Dampfbrauerei Hubert Koch“, die heutige Malzmühle, gründete.“

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Malzbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Farbmalz, Zucker, Farbstoff, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 2,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Köln
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: würzig, herb, klar dunkelmalzig, leicht röstig & harzig
Geschmack: süffig, süß, malzig, Karamell, etwas würzig-herb, feinperlig, süß-herber Abgang
Gesamt: Durchaus ein etwas anderes Malzbiererlebnis. Gerade in der Nase hat es mehr von einem Porter als von einem klassischen Malzbier. Auf der Zunge kommt dann aber doch der Zucker stark durch, wenngleich auch hier im Vergleich zur Konkurrenz durchaus noch würzig-herbe Noten erkennbar sind. Schade eigentlich nur, dass auch die Malzmühle nicht von der Verwendung von Farbstoff lassen kann. Etwas, was meines Erachtens überhaupt nicht notwendig ist.

Weitere Infos zum Bier unter: http://muehlenkoelsch.de/index.php?id=2.

Prost & guten Abend! 🍻

435. Waldhaus Natur-Radler (sauer)

Um mich langsam wieder an den Alkohol zu gewöhnen möchte ich diese Woche noch zwei Biere vorstellen, die es eigentlich nicht ins Ranking schaffen würden, da sie per Stildefinition ausgeschlossen sind. Schließlich möchte ich grundsätzlich keine Biermischgetränke, wie es das Radler eigentlich ist, rezensieren, da hier das Bier mit einer unnatürlichen Limonade vermischt und damit unkenntlich gemacht wird.

Eine der wenigen Ausnahmen davon möchte ich heute machen. Denn beim Waldhaus Natur-Radler handelt es sich – wie es Name schon sagt um eine natürliche Variante des beliebten Mischgetränks. Damit werben zwar inzwischen viele Radler-Produzenten (womit sie zumindest hinsichtlich eines relativ guten Geschmacks Recht haben), aber dieses hier weist noch eine weitere Besonderheit auf: Es ist ein saurer Radler. Eine früher vor allem im Süden Deutschlands durchaus übliche Variante, die anstelle mit Limonade nur mit Wasser vermischt. Waldhaus wählt hierfür ein Mengenverhältnis von 60% Bier und 40% Wasser. Allerdings gibt man für den Frische-Kick noch 1,5% Saft von Zitrone, Orange und Limette hinzu.

Die Brauerei Waldhaus besteht seit 1833 und hat seither jedem Verkauf widerstanden. Sie bietet eine breite Palette an kreativ angehauchten süddeutschen Bierklassikern. Wie auch schon das gestrige Lammsbräu, verwendet Waldhaus weder Pellets noch Extrakt, sondern Doldenhopfen. Nur zwei Prozent aller Brauereien in Deutschlands entscheiden sich für diese Weise der Hopfengabe. In diesem Jahr erreicht die Brauerei aus dem Schwarzwald erstmals die magische Ausstoßmenge von 100.000 hl – ein Indiz für gute Qualität und/oder gutes Marketing.

In jedem Falle freue ich mich nun auf mein erstes saures Radler…

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Radler
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Wasser, Zitronen-, Orangen- & Limettensaft, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 3,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Waldhaus
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___12
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: sehr zitrusfruchtig, sehr erfrischend, leicht grasig & hellmalzig
Geschmack: schlank, leicht würzig, leicht bitter, etwas waldig, zitrusfruchtig, feinperlig-spritzig, trocken-süßer Abgang
Gesamt: Sicher kann ich dieses Biermischgetränk nun nicht mit den anderen Bieren hier vergleichen. Dennoch muss ich sagen, dass mich ein derartiges Getränk grundsätzlich überzeugt. Es könnte für meinen Geschmack noch etwas malziger sein, aber dennoch bietet es eine gesunde – weil zuckerarme – Alternative zu den klassischen Radlern. Auch die dezenten Zitrusaromen werten das Bier-Wasser-Gemisch gut auf und lassen den fehlenden Zucker kaum vermissen. Alles in allem durchaus gelungen

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.waldhaus-bier.com/aktuelles/2018-05-die-waldhaus-natur-radler/.

Prost & guten Abend! 🍻

434. Neumarkter Lammsbräu Dunkle Weiße Alkoholfrei

Bevor hier mit den alkoholfreien Bieren auf die Zielgerade eingebogen wird, kommt noch ein Bier auf das ich mich sehr gefreut habe. Denn das Dunkle Weiße aus dem Hause Lammsbräu ist nicht nur eines der wenigen alkoholfreien dunklen Weißbiere in Bio-Qualität, auch die Brauerei selbst hat bei mir einen guten Ruf. Bislang hatte ich noch kein Bier in Händen, dass nicht überzeugt hatte. Zumal ich bei den bisherigen alkoholfreien Bieren immer etwas enttäuscht wurde, hoffe ich nun auf etwas Wiedergutmachung.

Das Lammsbräu hat indes eine durchaus üppige Geschichte hinter sich – blickt es doch mit Gründung 1628 auf nun fast 400 Jahre Brauerfahrung zurück. Seit 1800 befindet sich die Brauerei in der heutigen Familienhand. Neben einer guten Auswahl an deutschen Bierklassikern in Bio-Qualität und mit Doldenhopfen haben sich die Oberpfälzer vor allem auch auf glutenfreie Biere spezialisiert, bei welchem Segment sie inzwischen eine marktführende Stellung eingenommen haben.

Dabei setzt die Brauerei ihren ökologischen Anspruch außerordentlich konsequent um. Nicht nur alle Zutaten sind in reiner Bio-Qualität, auch beim Brauprozess werden keine weiteren (chemischen) Hilfsstoffe eingesetzt. Zudem verfügt Lammsbräu nicht nur über einen eigenen Brunnen, sondern stellt das Malz für die Biere noch selbst her. Man kann also sagen:

„Gebraut nach dem ökologischen Reinheitsgebot“

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Dunkles Weißbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . <0,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Neumarkt
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: dunkelmalzig, Karamell, röstig, holzig, weich, süßgrasig, leicht hefig, etwas torfig
Geschmack: recht voller Körper, erfrischend, dunkelmalzig, karamellig, grasig, feinperlig, süßlich-malziger Abgang
Gesamt: Zum Vorabschluss meiner Reihe doch noch ein Treffer. Ein Alkoholfreies, das wirklich gefällt und Lust auf mehr macht. Überraschend vollmundig zeigt es, dass auch alkoholfreie Biere eine Seele haben können und überzeugt mit klaren dunkelmalzigen Aromen. Es erinnert ein wenig an Malzbiere ohne jedoch diese teils penetrante Süße im Schlepptau zu haben. Deshalb von mir starke 12 Pkt. (2+) für diese gelungene dunkle Weiße.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.lammsbraeu.de/bio-bier/alkoholfrei/dunkle-weisse.

Prost & guten Abend! 🍻

433. Störtebeker Freibier

Im Rahmen meiner gesundheitsfördernden Reihe alkoholfreier Biere ist mir aufgefallen, dass ich den alkoholfreien Klassiker der Störtebeker Braumanufaktur bislang noch gar nicht gelistet habe. Die Gelegenheit es Euch vorzustellen, schließlich habe ich es noch gut in Erinnerung.

1827 noch als Stralsunder Brauerei gegründet baut Störtebeker auf eine vergleichsweise größere Tradition auf als es das Marketing vermuten mag. Der heutige Marken- und Firmenname existiert schließlich erst seit 2012. Störtebeker schafft es mit einer breiten Produktpalette und einem gleichzeitig relativ großen Ausstoß von knapp 200.000 hl pro Jahr einen gewissen Nischen- und Massenmarkt gleichzeitig zu bedienen. Als Mitglied der Freien Brauer ist die Brauerei seit jeher privat geführt, zählt aber meiner Meinung nach nicht direkt zur deutschen „Craftbier-Szene“, da vor allem auch eine andere Zielgruppe erreicht werden soll. Als Hybrid zwischen Craft- und Fernsehbier erreicht Störtebeker insbesondere Bierinteressierte, denen die „klassischen“ Craftbiere zu experimentell oder aber auch teuer sind.

Mein heutiger Vertreter ist vom Stile her im Grunde wenig experimentell und dennoch von vielen als eines der besten alkoholfreien untergärigen Biere hierzulande bezeichnet – zumal es auch noch in Bio-Qualität daherkommt.

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kellerpils
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  13°P
Alkoholgehalt. . . . . . <0,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Stralsund
Erscheinungsjahr. . .
2015

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________8
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________8
Fazit

Geruch: leicht, klar süßmalzig, grasig, getreidig, leicht (ge)würzig
Geschmack: schlanker Körper, recht herb, waldig, würzig, wenig malzig, matt, grasig-herber Abgang
Gesamt: Und auch dieses Bier hatte ich einmal besser in Erinnerung. Ggf. könnten hier aber suboptimale Lagerhaltung zu einem etwas schwächeren Ergebnis geführt haben. Oder aber mein Gaumen ist noch nicht wieder auf Normal-Null zurückgestellt. Dennoch kommt mir das Freibier heute doch recht flach und zu eindimensional herb vor. Insbesondere der Unterschied zwischen Nase und Gaumen verwirrt. Trotzdem verbleiben in Summe noch gute 10 Pkt. (2–).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.stoertebeker.com/de_de/frei-bier/.

Prost & guten Abend! 🍻

432. Brewdog Nanny State

Als drittes alkoholfreies Craftbier geht es nun auf die britische Insel zu einem der prominentesten Vertreter der internationalen Craftbeer-Szene. Wobei bei einer jährlichen Produktion von über 200.000 hl bzw. 400.000 Flaschen durchaus diskutiert werden darf, ob dies noch „Craft“ im Sinne des Handwerks ist. Zudem wird auch kritisiert, dass Brewdog trotz dieser Größe noch ins Crowd-Funding geht, um weitere Projekte zu realisieren. Dennoch begeistern die Schotten nun schon seit über 10 Jahren mit immer wieder herausragend kreativen und oftmals auch sehr gut schmeckenden Bieren. Nicht umsonst konnte man binnen so kurzer Zeit zu so einer Größe anwachsen.

Nanny State ist ein fast alkoholfreies Pale Ale, dass mit den anglo-amerikanischen Hopfen Centennial, Amarillo, Columbus, Cascade und Simcoe gestopft wurde. Für mich aber viel interessanter ist ein näherer Blick auf die Zutatenliste. Denn hier verbergen sich neben dem Gerstenmalz noch Weizen und Roggen als Rohfrucht, worauf ich schon gespannt bin, wie es sich am Gaumen äußern wird.

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Weizen, Roggen, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . <0,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Ellon (Schottland)
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________8
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________3
Fazit

Geruch: dunkel-fruchtig, süßlich, leicht harzig, trocken-malzig
Geschmack: süffig, wenig trocken-grasige Bittere, geringe röstige Würze, lasch, kein Abgang
Gesamt: Und wieder mal eine faustdicke Überraschung. Nachdem der Nanny State optisch und nasal noch einen recht passablen Eindruck hinterlassen hat, kommt auf der Zunge nix. Das Bier ist einfach kaum präsent. Viel zu lasch und fast wässrig kommt es nur mit geringen bitter-würzigen Noten daher. Man könnte hier fast meinen es mit einem ungesüßten Hopfen-Eistee zu tun zu haben. Damit schafft es der schottische Craftbeer-Primus doch nur auf magere 5 Pkt. (4) in der Endauswertung, bei der aber die vorangegangenen Kategorien noch ihren positiven Anteil haben.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.brewdog.com/item/61/BrewDog/Nanny-State.html.

Prost & guten Abend! 🍻

430. Riedenburger Dolden Null

Nach noch nicht ganz überstandener schwerer Männergrippe versuche ich mich heute ganz entspannt wieder dem Thema Rezension zu widmen. Eigentlich hatte ich einen anderen Bierfahrplan, nutze jedoch die Gelegenheit um Euch in den kommenden Tagen mal einige alkoholfreie Biere näher zu bringen, die sich in der letzten Zeit bei mir angesammelt haben.

Das heutige gehört zudem zum Kreis der bereits gelisteten Biere, die ich im Nachgang noch einer gesonderten Rezension unterziehen wollte, da es mir als besonders gut in Erinnerung geblieben ist – schließlich wird hier neben den bekannten Malzen auch Emmermalz mit eingebraut. Da das Dolden Null aus dem Hause Riedenburger (beste Bierjubiläum-Brauerei 2017) jedoch schon etwas länger in meinem Kühlschrank schlummert, ist es darüber hinaus auch eine MHD-Probe. Zum Wiedereinstieg ins Bierschreiben wohl aber umso geeigneter…

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Emmermalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . <0,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Riedenburg
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________6
  • Geschmack:__________________6
Fazit

Geruch: leicht säuerlich, erdig, nussig, muffig
Geschmack: süffig, leicht, grasig, leichte Hopfenherbe, malzbetont, gewisse Säuren, Nuss-Aromen, matt, gering harziger Abgang
Gesamt: Wie ich fast schon befürchtet hatte, scheinen alkoholfreie IPA nicht sehr Haltbarkeits-resistent zu sein. Dieses hier ist mit Ende September datiert und hat in der Nase bereits eine erkennbare Oxidation, während es am Gaumen neben leicht unangenehmer Muffigkeit deutlich an Intensität verloren hat. Aufgrund der erschwerenden Umstände verzichte ich deshalb heute auch auf ein Gesamturteil und lasse die Einzelwertungen so stehen.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.riedenburger.de/startseite/biere/riedenburger-biere/unsere-dolden-biere/dolden-null.html.

Prost & guten Abend! 🍻

429. Engel Kellerbier & Aloisius

Am heutigen Abend möchte ich seit langem wieder eine Doppel-Verkostung wagen. Dabei ist es die erste Vergleichsverkostung mit Bieren einer gleichen Brauerei.

In diesem Fall handelt sich um die Biermanufaktur Engel aus dem fränkischen Crailsheim. Bereits seit 1738 Teil der deutschen Bierlandschaft ist es zumindest formell auch eine der am meisten ausgezeichnetsten Brauereien des Landes. 1877 erwarb die bis heute inhabende Familie Fach die Brauerei. Zu diesem Zeitpunkt brauten in dem damals 4.000 Einwohner zählenden Dorf noch 13 Brauereien. Übrig geblieben ist davon heute nur noch die Engel-Brauerei, die es heute auf 65.000 hl Getränkeproduktion bringt. Besonderes Merkmal der Engel-Biere ist neben dem hoffentlich leckeren Inhalt der im Braugewerbe äußerst seltene Schraubverschluss der Flaschen.

Das heute vorgestellte Duo ist einmal ein naturtrübes und mit drei Spalter-Hopfen gewürztes Kellerbier (ausgezeichnet mit dem European Beer Star in Gold) sowie der Aloisius – ein Märzen aus Hohenloher Spezialmalzen (ausgezeichnet mit dem Bundesehrenpreis 2017).

„Engel steht für wahrhaft himmlischen Biergenuss der Extraklasse.“

Steckbriefe

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kellerbier | Märzen
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen(, Hefe)
Stammwürze
. . . . . .  12.7°P | 14°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,4% | 5,9%
Herkunft. . . . . . . . . . . Crailsheim
Erscheinungsjahr. . .
1877

Bewertungen

  • Flaschendesign + Kronkorken:___9 | 9
  • Aussehen:____________________12 | 11
  • Geruch:______________________13 | 12
  • Geschmack:__________________10 | 11
Fazit

Geruch Kellerbier:  sehr hefig, leicht bananig, süßmalzig, hellfruchtig, hopfenfrisch
Geruch Märzen: dunkelmalzig, Karamell, leicht würzig, etwas harzig
Geschmack Kellerbier: mittelschlanker Körper, malzig, leicht getreidig, etwas strohig, leicht würzig, wenig fruchtig, recht matt, dezent würziger Abgang
Geschmack Märzen: mittelschwerer Körper, dunkelmalzig, recht karamellig, süßlich, etwas waldig, recht matt, süß-würziger Abgang
Gesamt: Es kann natürlich die Einbildung einer Doppel-Verkostung sein, aber ich finde es sehr erstaunlich wie nah sich beide Biere sind. Das spricht natürlich für eine klare Linie innerhalb des Engel-Sortiments, lässt mich aber trotzdem etwas verwundert zurück, hätte ich doch (noch) mehr Unterschiede zwischen den beiden Bierstilen erwartet. Beide überzeugen mich insofern nicht vollständig, da sie mir zu wenig Seele haben und von den Geschmacksspitzen zu lasch ausfallen. Da sich die Bewertungsdifferenzen der beiden Biere in Summe doch nahezu ausgleichen vergebe ich heute an beide Biere 11 Pkt. (2).

Weitere Infos zu den Bieren unter: https://www.engelbier.de/de/bierspezialitaeten/helle-biere/engel-kellerbier.html & https://www.engelbier.de/de/bierspezialitaeten/dunkle-biere/engel-aloisius.html.

Prost & guten Abend! 🍻

428. Propeller Looping Red Ale

Bevor es morgen ins Wochenende geht möchte ich mit Euch nochmal kurz abheben.

Als eines von zwei Bieren aus meinem vorletzten Bierabo-Paket vom Beertasting.Club ist es das dritte Bier der 1702 gegründeten Brauerei Bosch aus dem westfälisch-sauerländischen  Bad Laasphe, das es in mein Bierjubiläum-Listing schafft. Propeller – als Marke innerhalb der Brauerei Bosch – ist ebenso Slow-Brewing zertifiziert. Angesichts des Biernamens eine durchaus interessanter Hintergrundfakt ;).

Das Red Ale steht in Tradition als eines von vielen anglo-irischen Ale-Stilen, die im Rahmen der Craftbier-Welle auch nach Kontinentaleuropa geschwappt sind. Dabei werden Red Ales (wie dieses auch) vermehrt zur Aromatisierung kaltgehopft, sind aber dennoch im Gegensatz zu IPAs oder Stouts auch in größeren Mengen trinkbar.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Red Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bad Laasphe
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___8
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: holzig, leicht röstig, Karamell, Bonbon, etwas Lakritz
Geschmack: mittelgroßer Körper, würzig, gewisse bittre Herbe, dunkelmalzig, harzig, matt, ölig-alkoholaromatischer Abgang
Gesamt: Vom Propeller-Looping ist zumindest insofern nicht viel zu schmecken, da es hier keine größeren Disharmonien gibt und grundsätzlich ein süßmalziger würzig-holziger roter Faden eingehalten wird. Die Kalthopfung schmeckt man allerdings kaum heraus. Auch sonst präsentiert sich das Red Ale weniger gefällig und wird dem Anspruch der Drinkability meiner Meinung nach nicht ganz gerecht. Summa summarum vergebe ich daher hier 10 Pkt. (2-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://propeller-bier.com/epages/4e1ec85f-dc35-47d3-bb83-f2a236eb7c60.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/4e1ec85f-dc35-47d3-bb83-f2a236eb7c60/Products/13.

Prost & guten Abend! 🍻

427. Berliner Kindl Bock Hell

Als kleiner Nachtrag zu meiner Bildungsreise in die deutsche Hauptstadt folgt heute ein Bier von der größten Berliner Brauerei, welches dennoch für mich Seltenheitswert hat, da man es in meiner niederrheinischen Heimat so gut wie nicht kaufen kann.

1872 als Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG im damaligen Vorort Rixdorf gegründet, erfolgte bereits 1890 die Umbenennung in Rixdorfer Brauerei. Bereits zu dieser Zeit braute man ein Bier namens Berliner Kindl, welches wohl nach einem Rezept eines Münchner Hellen produziert wurde und namentlich auf das Münchner Kindl zurückgeht. Aufgrund des enormen Erfolgs dieses Bieres, welches die anderen Sorten überstrahlte, entschied man sich zu einer neuen Markenstrategie, die diesem Bier gerechter wird. Nachdem man mittels eines Künstlerwettbewerbs ein neues Logo mit dem bis heute bekannten Goldjungen im Bierkrug einführte, erfolgte 1910 auch die Namensänderung in Berliner Kindl. Noch vor dem Ersten Weltkrieg entstanden in Neukölln und Potsdam weitere Braustandorte und man verleibte diverse kleinere Brauereien der Stadt ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte mit der Teilung der deutschen Hauptstadt auch die Teilung der Berliner Kindl Brauerei. Die Teile, die sich in der DDR befanden wurden zumeist als Reparation nach Moskau verbracht, um dort neu aufgebaut zu werden. Die in Westberlin befindlichen Standorte konnten Dank deutscher Kredite und amerikanischer Aufbauhilfe schnell wieder zu alten Hochform auflaufen. Dennoch geriet man recht früh in die Fänge der Oetker-Gruppe, die heute die größte Braugruppe Deutschlands beheimatet.  Seit 2006 firmiert das Brauunternehmen schließlich nach Fusion mit der Schultheiss-Brauerei als Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei und ist somit der Bier-Primus der Hauptstadt.

Neben den hellen Bock, braut Kindl auch ein dunklen Bock, der aber aus Kapazitätsgründen in Berlin bleiben musste.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Bock
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfenextrakt
Stammwürze
. . . . . .  16.3°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin
Erscheinungsjahr. . .
1872

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: leicht metallisch, würzig-malzig, strohig, grasig, karamellig-süß, leicht harzig
Geschmack: voller Körper, malzig, Karamell, leichte Würze, gewisse bittersüße Herbe, waldig, leicht fruchtig, etwas Lakritz, feinperlig, bittersüßer etwas alkoholaromatischer Abgang
Gesamt: Wie auch in Berlin selbst bin ich grundsätzlich auch hier ob des guten Geschmacks positiv überrascht. Zwar scheint mir das Bier etwas zu glatt und einförmig, aber dennoch besitzt es genug Tiefe um zu überzeugen. Aufgrund der Verwendung von Hopfenextrakt im Rahmen der industriellen Herstellung gibt es aber leider Abzüge in der B-Note, sodass am Ende 11,5 Pkt. (2(+)) zu Buche steht.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.berliner-kindl.de.

Prost & guten Abend! 🍻

425. Lemke Black Rye IPA

Nach dem gestrigen Hopfenweisse nun heute das zweite Bier der Craftbier-Pioniere aus der Bundeshauptstadt. Und auch hier handelt es sich streng genommen um einen Bierstilmix:

„Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelten die Engländer mit dem dunklen, röstmalzbetonten Porter das erste Bier nach heutiger Brauart. Das nahmen sie auch mit auf ihre Reise nach Nordamerika, wo Roggen (Rye) das erste Brau-Getreide war, das die Auswanderer anbauten. Als schließlich 100 Jahre später mit dem IPA das erste helle und stark hopfenbetonte Bier das Licht der Welt erblickte – und seinen großen Siegeszug antrat, lag es nahe, beide Bierstile zu vereinen, das Black Rye IPA war geboren.“

Ein Black IPA ist meiner Einschätzung nach neben dem New England IPA ein potentiell nächster IPA-Trend. Eines jedoch mit Verwendung von Roggen ist mit bis dato noch nicht unter die Augen geraten. Insgesamt ist es mehr noch als das gestrige Weizenbock-IPA ein geschmacklich recht allumfassender neuer Bierstil, der sowohl Röst- und Karamellmalze als auch fruchtige Hopfennoten bereit hält.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Black-IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Roggenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  18.5°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: würzig-bitter, röstig-sauer, holzig-karamellig, waldig-harzig
Geschmack: voller Körper, sehr röstige Bittere, waldig, etwas dunkle Frucht, wenig grasig, Kaffee & Zartbitter, feinperlig, herb-trocken-süßer Abgang
Gesamt: Wenn man einem klassischen Fernsehbier-Trinker mal die Welt des bierigen Geschmacks begreiflich machen will, ist dieses Black Rye IPA eine sehr gute Wahl. Meines Erachtens zwar zu stark röstig dominiert, bietet es dennoch eine olfaktorische und gustatorische Vielfalt, die auch einen erfahrenen Gaumen überfordern können. Die 12,5 Pkt. (2++) hat es daher wirklich redlich verdient.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.lemke.berlin/cab_biersorten/.

Prost & guten Abend! 🍻

424. Lemke Hopfenweisse

Heute und morgen möchte ich Euch zwei Biere vorstellen, die ich aus der Bundeshauptstadt Berlin mitgebracht habe, wo ich einige Tage zur politischen Bildungsreise weilte.

Beide stammen von der 1998 ins Leben gerufene Brauerei Lemke, die damit zu den deutschen Craftbier-Pionieren zählt. Gründer Oli Lemke war zunächst Garagenbrauer, bevor er ein Jahr später mithilfe einiger Freunde den alten S-Bahn-Bogen am Hackeschen Markt zu einer kleinen Brauerei umbaute. Ihrer Zeit voraus, boten Sie bereits damals über 50 Biere an. In den 00er Jahren erfolgte dann die (erste) Wachstumsphase. 2003 übernahm man die Tiergartenquelle, wo inzwischen ein Biergarten eingerichtet ist, 2004 dann Leopolds Brauhaus am Alexanderplatz, wo man das Brauhaus Mitte etablierte. Drei Jahre später gesellte sich das Luisenbräu in Charlottenburg hinzu, womit sich der Kreis schließt – denn hier hatte Oli im Rahmen eines Praktikum seine ersten Brauerfahrungen sammeln dürfen. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage wird heute im Brauhaus Mitte produziert. Der Hackesche Markt ist inzwischen zur Versuchsbrauerei umgebaut worden, in der im Jahr 200 Sude ausproBiert werden, um neue Bierideen zu entwickeln und zu verwirklichen.

Eine davon ist die heutige Hopfenweisse. Ein Hybrid aus einem Weizenbock und einem India Pale Ale. Nicht absolut neu die Idee, aber durchaus interessant und geschmacklich vielfältig.

„Ein bisschen Weizenbier, ein bisschen IPA.
Das IPA für Weißbierfreunde.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weizenbock-IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  16.5°P
Alkoholgehalt. . . . . . 7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: süßlich-säuerlich, hopfig-herb, fruchtig nach dumpf grasigen Zitrusnoten, leicht malzig-würzig
Geschmack: voller Körper, gemüsig, leicht bitter, klar bananig-fruchtig, grasig-herb, feinperlig, weich, leicht alkoholaromatisch, grasig-fruchtiger Abgang
Gesamt: Ein wirklich interessantes Bier, dem es jedoch merklich an einer klaren roten Linie fehlt. Eine Anforderung, die selbstverständlich bei diesem Bierstilmix nur schwerlich erfüllbar ist. Dennoch kann man leider dadurch weder ein Weißbier noch ein IPA klar identifizieren, wobei letzteres noch dominanter zutage tritt. Darüber hinaus ist es mir auch etwas zu bitter und wenig hefig. Alles weitere passt jedoch sehr gut und mit 12 Pkt. (2+) ist das Bier deshalb auch eine Empfehlung wert.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.lemke.berlin/cab_biersorten/.

Prost & guten Abend! 🍻

423. AleMania Amber Ale

Bevor ich morgen für einige Tage auf politische Berlin-Reise gehe, freue ich mich heute seit langem mal wieder ein Fritz Ale proBieren zu dürfen. Nachdem ich mich zuletzt das ständige Sortiment in Gänze gelistet hatte, ist mir wieder ein Neuling in die Finger geraten. Für den Craftbier-Pionier aus der Bundesstadt Bonn, der sich vor allem auf Pale Ales und IPA spezialisiert hat, ist es das erste Bernstein-Ale.

„Lange Zeit wurde das Bier in deutschen Landen unkritisch getrunken, jetzt ist Zeit für mehr Geschmack und bewussten Genuß!“

Wer übrigens noch mehr seiner Biere genießen möchte, dem sei der Werksverkauf jeden ersten Samstag in Bonn-Beuel ans Herz gelegt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Amber Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  14°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bonn
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________7
Fazit

Geruch: leicht säuerlich, röstig, würzig, holzig, etwas rauchig, gering malzig
Geschmack: mittelkleiner Körper, holzig, würzig, erdig, röstig, etwas dünn, feinperlig, holzig-herber Abgang
Gesamt: Ein wahrlich interessantes Amber Ale. Sicherlich ist der Bierstil recht offen für Interpretationen, doch ist mir bislang kein derartig röstig-holziges Exemplar an den Gaumen gekommen. Leider trifft es deshalb auch nicht ganz meinen Geschmack – ich hätte mir eine deutlich höhere Malzkomponente gewünscht. In Summe verbleiben aber dennoch gute 8 Pkt. (3).

Weitere Infos zum Bier unter: https://fritz0830.wixsite.com/alemaniabonn.

Prost & guten Abend! 🍻

422. Strong Suffolk Vintage Ale

So, nach längerer Bier-Pause gibt es heute und Morgen mal wieder was zu lesen. Dabei möchte ich mit einem Bier beginnen, dass ich tatsächlich schon etwas länger im Depot habe und eigentlich auch noch nicht anrühren wollte, da es sich um ein Vintage-Bier handelt.

Hierbei wurde ein englisches Old Ale mit 12% Alkohol für über zwei Jahre in einem Eichenholzfass gelagert und kurz vor der Abfüllung noch mit einem frisch gebrauten dunklem Bier vermengt. Verzapft wird dieses Bier von der 1799 gegründeten englischen Brauerei Greene King aus Suffolk. Unter dieser Brauerei versammeln sich auch die Marken Belhaven, Old Hen und Abbot. Einige der Vertreter des Sortiments finden sich seit neuestem auch in deutschen Discountern wieder. Woher ich das Bier habe – muss ich gestehen – weiß ich gar nicht mehr genau, bin mir aber ziemlich sicher es geschenkt bekommen zu haben. Also vielen Dank an Unbekannt und mal schmecken, wie sich dieses fassgelagerte Blend/Cuvée-Bier schlägt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Old Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bury St. Edmunds (England)
Erscheinungsjahr. . .
2005

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___9
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: sehr karamellig, holzig, leicht harzig, Bonbon, getreidig, erdig, ganz leicht säuerliche & dunkle Fruchnoten
Geschmack: mittelgroßer Körper, leicht ölig, karamellig, holzig, würzig, leicht röstig, feinperlig-matt, holzig-herber Abgang
Gesamt: Nachdem ich ob der transparenten Flasche und der langen wenig gekühlten Lagerzeit schon wieder Schlimmes erahnt hatte, bin ich positiv überrascht. Nicht nur in der Nase, auch am Gaumen präsentiert sich das Strong Suffolk interessant und durchaus lecker. Mir fehlt es nur noch an einer klaren Linie, die jedoch bei Blend- bzw. Cuvée-Bieren grundsätzlich schwer hinzubekommen ist. Daher ist es nun weder richtig dunkel und schwer, noch richtig süß und holzig. Führt alles in allem aber trotzdem zu guten 12 Pkt (2-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.greeneking.co.uk/our-beers/.

Prost & guten Abend! 🍻

421. Pinzgau Weizen

Zum Abschluss der Woche gibt es heute noch ein recht verschwiegenes Bier. Es war Teil meines letzten Bierabo-Pakets des Beertasting.Club und kommt aus Österreich. Genauer aus Brock an der Großglocknerstraße am Salzach und südlich des Zeller Sees. Dort hat sich bereits 2002 Hans Peter Hochstaffl – genannt Staff – ausgemacht und sein Hobby zum Beruf gemacht und wurde Brauer. 13 Jahre später gründete er seine eigene Brauerei „Pinzgau Bräu“ im Salzburger Land. Auch wenn es ein Pale Ale ins Sortiment geschafft hat wird eher süddeutsch gebraut. Neben einem Rauchbier sind auch zwei Weißbiere erhältlich, von denen ich Euch eines heute vorstellen möchte.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Weißbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bruck (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
2015

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________7
Fazit

Geruch: bitter-würzig, sehr hefig, dumpf-bananig, malzig, harzig
Geschmack: mittelgroßer Körper, leicht säuerlich, etwas würzig, malzig, wenig Frucht, gewisse Bittere, spritzig, herb-säuerlicher Abgang
Gesamt: Leider habe ich hier wohl mit einem Bier zu tun, dass schon etwas „drüber“ ist. Anders kann ich mir den recht oxidierten Geschmack nicht vorstellen, der leider einen ggf. interessanten würzig-malzig-süßen Weißbier-Geschmack überlagert. Mir bleibt deshalb auch leider nichts anderes übrig als das Pinzga Weizen mit 8 Pkt. (3) nach Hause zu schicken.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.pinzgau-braeu.at/index.php/unsere-biere/weizen.

Prost & guten Abend! 🍻

420. Überquell Superdupa IPA

Im Rahmen meiner wahllosen Plünderung meiner Vorräte möchte ich Euch heute ein Bier vorstellen, von dem ich gedacht hatte es schon längst getan zu haben. Aber irgendwie hat es mit mir und dem Superdupa bislang nicht sollen sein. Doch heute nun sollen sich unsere Wege kreuzen.

Entwickelt von den ÜberQuell Brauwerkstätten in den Hamburger Kasematten, wird es vom Schnitzlbaumer in Traunstein gebraut und abgefüllt. Neben interessanten Seasonals und limitierten Bieren ist das Standard-Sortiment vor allem von Pale Ales und Lagers geprägt. Die vor wenigen Jahren entstandene Kuckucks-Brauerei vom St.Pauli-Fischmarkt ist gemessen an Bierauswahl und Größe stereotyp für deutsche Craftbrauerszene. Nachdem ich bereits das World White IPA proBieren durfte, bin ich nun gespannt, ob das heutige IPA wirklich seinem Namen Stand hält.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  14°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Hamburg (Traunstein)
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___11
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________11
Fazit

Geruch: klar grasig-fruchtig-süß, Maracuja, Papaya & Bitterorange, harzig, erdig-waldig, leicht buttrig
Geschmack: mittelgroßer Körper, weich, bitter, dumpf-süßlich, harzig, leicht säuerlich, feinperlig-matt, grasig-herber Abgang
Gesamt: Nunja, also gut ist das IPA schon, aber wirklich Supadupa? Daran habe ich so meine Zweifel, denn zu stark irritieren mich die säuerlich-harzigen Noten. Und auch die grasige Fruchtigkeit hätte für meinen Geschmack noch deutlicher erkennbar sein können. Gewiss ist es ein IPA, dass ein wenig aus der Masse heraussticht, aber leider auch nicht in allen Belangen mein Fall ist. Trotzdem kann ich in Summe fairerweise nicht weniger als 12 Pkt. (2+) geben.

Weitere Infos zum Bier unter: https://ueberquell.com/biere/.

Prost & guten Abend! 🍻

419. Forst Premium

Wie gestern versprochen folgt heute nun das zweite italienische Bier. Wobei man streng genommen schreiben müsste südtiroler Bier. Denn wer einmal dort war wird feststellen, dass sich die Einwohner Südtirols nicht wirklich als Italiener verstehen, auch wenn das Gebiet de jure seit Ende des Ersten Weltkrieges zu Italien gehört. Neben umfangreichen Autonomierechten sticht vor allem die deutsche Sprache als hauptsächliches Differenzierungsmerkmal Südtirols hervor. Dabei vereint die Region alle guten Eigenschaften Österreichs und Italien und ist auch dank einer wunderschönen Landschaft und des mediterranen Klimas eine der beliebtesten Urlaubsregionen Europas.

Zwischen Ötztaler Alpen und der Hauptstadt Südtirols Bozen liegt an der Etsch die größte Brauerei des Landes. 1857 gegründet ist die Spezialbierbrauerei Forst aus der Algunder Fraktion überraschenderweise bis heute in privater Hand und wird nach Übernahme sechs Jahre später von der Familie Fuchs geführt. Heutige Geschäftsführerin und Inhaberin in vierter Generation ist Margherita Fuchs von Mannstein, die über 400 Mitarbeiter verantwortet.

Zwei Biere der Brauerei, die mir aber auch schon bei früheren Alpenurlauben über den Weg gelaufen sin, durfte ja bereits mit Nils proBieren. Umso mehr bin ich nun auf das Aushängeschild der Brauerei gespannt, was es Bierstil-technisch aber schwer haben wird sich besonders hervorzutun. Helfen könnte ihm, dass es im südlichsten deutschen Sprachraum kein Reinheitsgebot gibt. Und so hat es typisch italienisch Maisgrieß in dieses Lagerbier geschafft.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 4,8%
Herkunft. . . . . . . . . . . Algund (Südtirol)
Erscheinungsjahr. . .
1863

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___6
  • Aussehen:____________________8
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________11
Fazit

Geruch: leicht metallisch, sehr malzig, getreidig-süß, leicht Karamell, würzig, weich, leicht waldig-fruchtig
Geschmack: süffig, malzig süß, getreidig, strohig, würzig, etwas gemüsig, matt-feinperlig, süß-würziger Abgang
Gesamt: Wie zu erwarten reißt das Forst Premium nicht wirklich etwas heraus. Dennoch ist grundsolide und somit für den Erfolg erklärbar. Dem verwendeten Maisgrieß würde ich eine waldig-gemüsige Note zuordnen, die das Bier tatsächlich etwas interessanter wirken lässt. Ansonsten ist es mit 10,5 Pkt. (2(-)) normaler Durchschnitt.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.forst.it/de/biersorten/premium.

Prost & guten Abend! 🍻

418. Angelo Poretti Luppoli 4

Im Nachgang zum letztwochenendlichen Mini-Bier-Tasting mit Nils möchte ich heute und morgen zwei norditalienische Biere vorstellen, die das letzte Woche überstanden haben und mir freundlicherweise mein Schwiegervater aus Südtirol mitgebracht hat.

Das heutige Luppoli 4 stammt von der 1877 in Valganna gegründeten Birrificio Angelo Poretti. Gründer Poretti zog nach seiner Brauerausbildung zunächst durch Österreich, Bayern und Böhmen, bevor er sich seinen Traum der eigenen Brauerei in der Lombardei erfüllte. Bereits Anfang des letzten Jahrhundert zog die Brauerei vermutlich aus Kapazitätsgründen ein wenig weiter südlich nach Iduno Olona – ebenfalls unweit der schweizerischen Grenze entfernt. Seither kann sich die Brauerei in einem schönen Jugendstil-Gebäude sehen lassen, dass früher einem Museum diente. 1982 stieg dann die Carlsberg-Gruppe mit zunächst 50% Firmenanteilen ein und erhöhte diese um je ein weiteres Viertel in 1998 und 2002, um schließlich Volleigner der Brauerei zu sein.

Wer ein wenig Italienisch-Kenntnisse mitbringt wird feststellen, dass der Biername einfach mit Hopfen 4 zu übersetzen ist. Das liegt daran, dass bei diesem Lager vier Hopfensorten Verwendung finden. Poretti macht es sich übrigens einfach und benennt seine Biere in identischer Wiese immer anhand der Anzahl der Hopfensorten, die den Weg ins Bier finden. Neben Gerste als Rohfrucht wird dem Luppoli leider auch Glukosesirup zugesetzt.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Gerste, Glukosesirup, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Iduno Olona (Italien)
Erscheinungsjahr. . .
1877

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___7
  • Aussehen:____________________8
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: mild würzig, hell-malzig, getreidig-süß, wenig herb
Geschmack: mittelkleiner Körper, weich, würzig, malzig, strohig, grasig, waldig, etwas bitter-harzig, feinperlig-spritzig, trocken-süß-herber Abgang
Gesamt: Auch wenn es optisch nicht so den Eindruck erweckt, aber das Luppoli 4 ist durchaus eine Empfehlung wert. Gegebenenfalls ist die obige Wertung etwas zu hoch gegriffen, allerdings gibt es durch die Verwendung des Glukosesirups auch Abzüge in der B-Note, sodass am Ende 11 Pkt. (2) auf der Skala stehen.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.birrificioangeloporetti.it/en/beer/4-luppoli-lager.

Prost & guten Abend! 🍻

417. Kees Spring Blossom

Da es sich in den letzten Tagen ja schon wieder fast wieder nach Sommer anfühlte, ist mein heutiges Bier vielleicht doch nicht so antizyklisch wie bereits befürchtet.

Im Bad Godesberger P&M bin ich darüber gestolpert, da es mit einer interessanten „Zusatz-Zutat“ aufwarten kann. Denn dem Pale Ale wurden während der Sudphase Blüten hinzugefügt. Welche erfährt der geneigte Betrachter zwar nicht, dennoch ist es eine interessante und gerade für den Frühling schöne Idee. Zudem ist es mir bislang nicht bekannt, dass die Craftbier-Szene diesen Food-Trend bis dato aufgegriffen hat.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Blüten, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Middelburg (Niederlande)
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: hopfig-herb-fruchtig nach Litschi, Limette & Papaya, leicht säuerlich-bitter, wenig karamell-malzig
Geschmack: voller Körper, recht bitter, grasig, herb, fruchtig, blumig, wenig malzig, spritzig, süß-bitterer Abgang
Gesamt: Durchaus ein interessantes Pale Ale, das auch optisch überzeugen kann. Was mir gefällt ist der vielfältige Geschmackseindruck, was mir nicht gefällt ist die doch erhebliche Bittere, die von einer gewissen Spritzigkeit noch unterstrichen wird. Das ist insofern auch schade, da damit wohl auch die Blütenaromen nicht ganz herauskommen. Deshalb reicht es auch nur für 10 Pkt. (2-) in der Gesamtwertung.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.brouwerijkees.nl/.

Prost & guten Abend! 🍻

416. Raschhofer Lebenslust

Es scheint als hätte sich der goldene Oktober nun freundlicherweise in weiten Teilen stabilisiert zu haben. Höchste Zeit also für ein wenig Lebenslust. Wer mein Blog regelmäßig verfolgt und sich brav an meine Trinkempfehlungen hält, sollte zwar im Grunde genügend hiervon haben, aber sich ist sicher.

Die Lebenslust der österreichischen Traditionsbrauerei Raschhofer ist nach einem belgischen Witbier gebraut und enthält neben Haferflocken auch die Witbier-typischen urtümlichen Gewürze Koriander, Salz und zusätzlich Orangenschalen. Die 1645 gegründete Brauerei aus dem Innviertel (im Bier-Sinne quasi das Franken Österreichs) hat neben süddeutschen Bierklassikern auch seit einiger Zeit Biere des sog. Craft-Segments, wie Pale Ale, Red Ale oder Porter im Sortiment.

„Ein solches Bier zu brauen ist eine Kunst. Wie jene, das Leben zu genießen.“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Witbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Haferflocken, Koriander, Bitterorangen, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Altheim (Österreich)
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___6
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: sehr sauer-fruchtig, hefig-bananig, leicht würzig, erfrischend
Geschmack: mittelgroßer Körper, erfrischend, leicht sauer, etwas hellmalzig-würzig, weizig-hefig, feinperlig, süß-waldiger Abgang
Gesamt: Auch wenn das Innviertel nicht gerade in der Nähe Belgiens liegt, ist dieses Witbier mehr als solide gelungen. In jedem Falle stilsicher, hätte ich mir nur noch etwas mehr Tiefgang und Charakter gewünscht. So gehen die 11.5 Pkt (2(+)) aber voll in Ordnung.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.raschhoferbier.at/.

Prost & guten Abend! 🍻

415. Hofmark Simaro

Zwischen Kryptowährung gestern und einigen Bieren außerhalb des sog. Reinheitsgebots wollte ich heute erneut ein eigentlich simples Craftbier verkosten.

Dabei ist mir schon der Name aufgefallen, der mich irgendwie an eine andere Craftbier-Marke erinnerte, die ich aber ad hoc nicht zuordnen konnte. Da bin ich dann bei der Recherche auf eine ganz interessante Geschichte gestoßen, die ich Euch unter dem unten stehenden Link nicht vorenthalten möchte. An dieser Stelle möchte ich nicht jedes Detail wiedergeben, aber schon mal verraten, dass sich der Name an das Amarsi von BrauKunstKeller des Alex Himburg anlehnt, welcher wiederrum auf die verwendeten Hopfensorten Amarillo und Simco zurückzuführen ist. Himburg und die Brauerei Hofmark aus dem bayrischen Wald sind nach dessen Pleite 2016 bis letztes Jahr gemeinsame Wege gegangen, bevor sie sich im Streit aus diversen Gründen trennten und Hofmark nun auf Biere der Marke Himburg sitzt, die dort entwickelt und gebraut wurden aber nun nicht unter der Marke Hofmark vertrieben werden können.

Soll heißen, eigentlich habe ich es hier mit einem BrauKunstKeller Amarsi zu tun, dass nun aber den neuen Namen Hofmark Simaro trägt, aber in der Rezeptur seit letzten Jahr keine Änderung erfahren hat. Der Kronkorken ist im Übrigen auch identisch.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Double IPA
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 8,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Loifling
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___10
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: sehr exotisch-fruchtig nach Ananas, Mango, Feige, Maracuja & Papaya, grasig, waldig, wenig Karamell, frisch
Geschmack: voller Körper, hopfig-herb, grasig, bitter-fruchtig, wenig malzig, weich, ganz leicht alkoholaromatisch, feinperlig, süß-herber Abgang
Gesamt: Egal, was im Hintergrund zwischen den Brauverantwortlichen ablief, dieses Bier gehört definitiv zu den besseren der deutschen Craftbier-Szene. Sicher nicht herausragend im Stile eines Double IPA, aber stilsicher in seiner grasig-herben Fruchtigkeit. Auch die 8 Umdrehungen merkt man dem Simaro kaum an. Deshalb sehr gute 13 Pkt. (1-).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.hofmark-brauerei.de/fileadmin/downloads/Hofmark_SIMARO.pdf.

Prost & guten Abend! 🍻

414. Robin Green Berliner Schwarze

Da wollte ich heute einfach mal wieder ein Bier aus meinem Beertasting.Club-Engagements trinken, da tauche ich auch einmal während meiner Recherche ein in die Welt der Bitcoin und Blockchain.

Denn die Craft Beer Revolution Company Robin Green AG startete letztes Jahr in der deutschen Hauptstadt das mir erstbekannte Bierprojekt auf digitaler Währungsbasis. Als Gypsy-Brauer beteiligt sich das Unternehmen, das von einem ehemaligen Hobbybrauer und einem ehemaligen Architekten geführt wird, an anderen Craftbeer-Companies und ist Franchise-Geber einer gänzlich neuen Gastronomie-Idee: der CryptoBar. Sowohl Robin Green als auch die CryptoBar verbinden in bislang einzigartiger Weise die Krypto- und Craft Beer-Szene. Dabei hat das Unternehmen mit dem CraftCoin gleich eine eigene Kryptowährung initiiert. Auf Basis der Blockchain-Technologie kann mit dieser Währung Geld international anonymisiert versandt und „geschürft“ werden. Vor allem aber kann man mit dieser Währung auch sein Craftbeer in der CryptoBar bezahlen, die darüber hinaus mit folgenden Ausstattungsmerkmale aufwartet:

  • Bezahlsystem mit CraftCoin/Bitcoin
  • Bitcoin ATM (wo zulässig)
  • Flexible Preise regeln Angebot und Nachfrage.
  • Große Videowand zeigt Angebote, Preise etc.
  • Immer 12+ Craft Beers am Hahn
  • CI Konzept mit spezieller Bar und Tischen als Eyecatcher
  • Erlebbares Mining

Neben den ganzen Krypto-Innovationen lässt Robin Green aber auch an wechselnden Orten Bier brauen. Das bekannteste hat es zwar noch nicht zur Serienreife geschafft, hat aber vor allem mein Interesse als Kronkorken-Sammler geweckt. Schließlich befinden sich in dem Kronkorken des Crypto-Bieres Craftcoins. Neben diesem SMASH gibt es aber auch noch weitere Biere der Berliner Unternehmer – und eines davon möchte ich Euch heute vorstellen. Es ist quasi das Komplementär des bekanntesten Bierstils der deutschen Kapitale: ein Schwarzbier aus der Stadt der Weisse. Doch es ist kein gewöhnliches Schwarzbier, wird es doch mit den Hopfen Magnum und T’n’T sowie Ginseng und Maca eingebraut. Brauort ist im Übrigen die Brauerei Landsberg östlich von Halle vor der sächsischen Grenze.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Schwarzbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Ginseng, Maca, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Berlin [Landsberg]
Erscheinungsjahr. . .
2017

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___9
  • Aussehen:____________________11
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: sehr schwer, karamellig-süß, dunkelmalzig, leicht röstig & holzig, gewürzig
Geschmack: voller Körper, leicht bitter, Karamell, Röstaromen, würzig, sehr dunkelmalzig, matt, süß-waldiger Abgang
Gesamt: Da bin ich doch mal überrascht. Da hat die Brauerei Landsberg doch einen richtig guten Job gemacht. Auch wenn ich arge Bedenken hatte wieder einem Marketing-Bier aufgesetzt zu sein, wo zwar Craftbier drauf steht, aber keins drin ist, muss ich zumindest zugeben, dass man hier ein wirklich gutes Bier kreiert hat, dass Seele und Tiefgang und damit auch seine 13. Pkt (1-) verdient hat. Nichtsdestotrotz möchte ich hierneben meine Kritik an solchen Craftbier-Unternehmungen zum Ausdruck bringen, die ein wenig die Idee vom Manufaktur-Bier ad absurdum führen, trotz dessen, dass hier zumindest ein innovatives Geschäftskonzept dahinter steht.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.robin-green.com/de/.

Prost & guten Abend! 🍻