Met-Bier-Projekt

Nach ziemlich genau eineinhalb Jahren Braupause habe ich zuletzt endlich wieder am Kessel gestanden und gebraut. Anlass hierfür war der Anruf meines heimatlichen Imkers, verbunden mit der Frage, ob ich denn nicht ein Met-Bier für ihn brauen könnte. Und obwohl mir bereits aus der Theorie bekannt war, dass Met-Bier eines der größten Herausforderungen für Hobbybrauer ist, habe ich zunächst zugesagt.

Da die Brauerei in der Kierberger Eule leider noch etwas auf sich warten lassen muss, habe ich es mir wieder beim Ralf vom Braukunst Vorgebirge gemütlich gemacht. Auch vor dem Hintergrund, dass ich mit diesem Bier in der Eule ohnehin anfangen wollte, hatte ich mich für ein Altbier als Basis für das Met-Bier entschieden.

Verwendet habe ich hierfür Heidelberger, Münchner und Wiener Malz sowie dunkle Caramell- und Weizenmalze. Zur Würzung habe ich die beiden Hallertauer Hopfensorten Tradition und Perle genommen. Heraus kamen knapp 25 Liter Altbier nach eigenem Rezept mit einem ungefähren Alkoholgehalt von 5% und ca. 40 Bittereinheiten.

Abgefüllt habe ich das Bier vorwiegend in Bügelverschlussflaschen, damit ich später noch den Met hinzufügen kann. Hierzu habe ich drei unterschiedliche Sorten (klassischer Honigwein, Weißtannen-Met und Kirsch-Met) zur Verfügung, die ich dem nachgärenden Bier beimische. Um einen Vergleich zu haben haben werde ich Mischungsverhältnis und Zeitpunkt variieren. Denn gibt man den Met zu früh hinzu beeinflusst er die Karbonisierung in schwer kontrollierbarer Weise und verliert an Süße, da diese mit der Resthefe zu Kohlendioxid verarbeitet wird. Wird der Met zu spät beigemengt, geht dem Bier viel Kohlensäure verloren, die kaum noch nachentstehen kann. Zudem muss auch das Mengen- und Sortenverhältnis für ein ausgewogenen Geschmack passen.

Deshalb bin nicht nur ich auf das Ergebnis sehr gespannt. Wenn es passt winkt ein schöner Auftrag. Wenn nicht, muss ich eben nochmals an den Kessel ;).

 

 

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