Archiv für den Monat: August 2018

394. Braukunst Vorgbirge Sechtemer Witbier

Zur Abrundung des Sechtemer Wochenprograms, gibt es heute das erste Witbier, das Ralf gebraut hat. Witbier ist verwandt mit dem deutschen Hefeweizen und ist eines der typischsten Bierstile Belgiens. Im Gegensatz zu den meisten heutigen Bierstilen, ist das Witbier bereits viele Jahrhunderte alt und stammt aus der Zeit vor dem sog. Reinheitsgebot. Aus dieser Zeit stammt auch noch die Hauptrezeptur des Witbier, das sich hierbei von vielen anderen Bierstilen abhebt. Da damals die Verwendung von Hopfen noch kaum bis gar nicht bekannt war, wurde ein sog. Gruit ins Bier gegeben. Davon hat sich bis heute (trotz Verwendung von Hopfen) die Zugabe von Orangenschalen und Koriander erhalten. Daneben finden sich in der Maische nicht nur Gerstenmalze, sondern auch Weizen (meist als Rohfrucht) und Haferflocken. Das Witbier ist heute weltweit eines der beliebtesten Bierstile mit einer derart abwechslungsreichen Zutatenliste.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Witbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten- & Weizenmalz, Hafer, Bitterorangenschalen, Koriander, Kardamonsamen, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  ?
Alkoholgehalt. . . . . . 5,1%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bornheim-Sechtem
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___-
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________11
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: sehr säuerlich-fruchtig, gewisse Malzsüße, grasig-harzig-waldig, etwas gemüsig
Geschmack: vollmundig, trocken-getreidig, stohig, nussig, fruchtig, feinperlig-spritzig, süßlich-nussiger Abgang
Gesamt: Inzwischen dürfte es mich eigentlich nicht mehr überraschen, aber dennoch ist es erstaunlich, welch eine Bierqualität man so in der heimischen Garage entstehen lassen kann. Nach einer Phase der Begeisterung im letzten Jahr bin ich zwar nicht mehr so angetan von Sauerbieren, dennoch ist dieses (sehr) gut gelungen. Es ist toll, wie man sowohl die Orangenschalen als auch den Koriander herausschmecken kann. Zudem mag ich die nussig-getreidige Komponente, die sich lange am Gaumen hält. Trotz nicht ganz stabiler Einzelwerte nehme ich mir auch hier heraus: 12 Pts. (2+) goes to … Sechtem!

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.braukunst-vorgebirge.de/.

Und hier noch ein paar Rezeptvorschläge zum Nachbrauen:
https://www.maischemalzundmehr.de/index.php?id=178&inhaltmitte=recipe
https://www.hausgebraut.de/index.php?page=/Artikel/Rezepte-der-Siegerbiere-2014_205&p=9
http://meinsudhaus.de/bier-rezepte/obergaerige-biere/witbier/

Prost & guten Abend! 🍻

393. Braukunst Vorgbirge Sechtemer Hochzeitshelles

Nach meinem gestrigen Besuch in Sechtem zur Urlaubsbierverkostung (Bericht folgt), möchte ich die Gelegenheit nutzen um mal wieder das ein oder andere Bier von Ralf vorzustellen. Freundlicherweise durfte ich bei meinem letzten glutenfreien Brauexperiment nicht nur wieder sein Equipment und seine Kompetenz nutzen, sondern auch noch ein paar Flaschen seiner Braukünste mitnehmen. Heute am Start: Ein Hochzeitsbier für einen Freund von Ralf, das er nach einem besonderen Rezept für altdeutsche Helle gebraut hat. Nicht zu verwechseln ist dieser Bierstil mit dem beliebtesten Bier Bayerns, dem Münchner Hellen, welches obergärig, blank und strohgolden ist. Die Rezeptur des altdeutschen Helles hingegen basiert auf obergäriger Hefe und stammt noch aus einer Zeit, in der sich die untergärigen Hefe aufgrund der oft zu hohen Temperaturen noch nicht gut selbst entwickeln konnten. Zudem ist es naturtrüb und nicht ganz so hell wie das heute populäre untergärige Helle. Würde es auf der britischen Insel gebraut, würde man es übrigens wohl einfach nur Pale Ale nennen.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Altdeutsches Helles/Pale Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  13.4°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,3%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bornheim-Sechtem
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___-
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________12
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: leicht metallisch, hellmalzig, etwas gemüsig, leicht würzig-herb, fruchtig-hefig
Geschmack: mittelgroßer Körper, erfrischend, malzig, herb, würzig, leicht hellfruchtig, hefig, weich, feinperlig-spritzig, trocken-süßlicher Abgang
Gesamt: Da hat mir Ralf wirklich nicht zu viel versprochen. Gerade wenn man bedenkt, dass dieses Bier „nur“ ein Hobbybrauprodukt ist, ist es wirklich gut gelungen. Während die leicht metallische Note in der Nase und ein etwas säuerlich-bitter Zwischenton am Gaumen die einzigen nennenswerten Kritikpunkte sind, überzeugt das Hochzeits-Helle nach altdeutscher Tradition vor allem durch eine Vielfalt von Malz-, Würze-, Frucht-, Herbe- und Hefearomen, die ich so bislang auch noch nicht hatte. Völlig verdient gehen somit 12 Pkt. (2+) ans Mohrenhaus, verbunden mit einem Dank an den fleißigen Brauer.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.braukunst-vorgebirge.de/.

Und hier noch ein paar Rezeptvorschläge zum Nachbrauen:
https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku.php/altdeutsches_helles
https://www.maischemalzundmehr.de/index.php?id=101&inhaltmitte=recipe
https://bier24.wordpress.com/2015/08/21/altdeutsches-helles/

Prost & guten Abend! 🍻

392. Préaris Quadrocinno

Nach dem gestrigen Monschauer Caffeebier aus der Wallonie, folgt heute quasi im Direktvergleich ein Kaffeebier aus Flandern.

Gebraut wird es von den Vliegende Paard Brouwers aus dem beschaulichen Oedelem Nahe Brüggen. Erst 2011 aus einer Hobbybrauleidenschaft entstanden hat man sich inzwischen sogar bis in den westdeutschen Fachhandel vorgekämpft. Dabei gibt das Sortiment einen bunten Mix aus belgischen und internationaleren Bierstilen her. Als Veredelung ihres Pionier-Bieres Quadrupel (der höchstprozentigste belgische Bierstil), wurde schließlich eine Variante entwickelt, die es meines Wissens nach nicht noch ein zweites Mal gibt: ein Kaffee-Quadrupel. Im Gegensatz zum Monschauer Caffeebier wurden hier die Kaffeebohnen direkt in den Sug gekippt. Verwendet wurden hierfür Espresso-Bohnen aus Costa Rica und leider aber auch Zucker. Inwiefern er nur zur Karbonisierung und Nachgärung eingesetzt wurde oder einfach zur höheren Alkoholvergärung – wie es in Belgien oft üblich ist – ist mir dabei nicht ersichtlich. Für Silber bei der Barcelona Beer Challenge 2016 hat es zumindest gereicht.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kaffee-Quadrupel
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Kaffeebohnen, Zucker, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 10%
Herkunft. . . . . . . . . . . Oedelem/Belgien
Erscheinungsjahr. . .
2014

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___11
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________11
Fazit

Geruch: säuerlich, würzig, röstig, frisch, Karamellsüße, holzig-kohlig, wenig grasig
Geschmack: vollster Körper, ölig, karamell-süß, Vanille, säuerlich, etwas bitter, röstig, Kaffee, alkoholaromatisch, spritzig-feinperlig, süß-scharfer Abgang
Gesamt: Wow, welch ein Bier. Eine Vielfalt der Verarbeitung für Zunge und Gaumen. Geschmacklich gefällt es mir noch besser als der Direktvergleich von gestern. Dennoch fehlt es zu einer Top-Note an Balance. Zudem ist es mir schlicht zu scharf-säuerlich und wenig malzig. Das Alkoholaroma ist grenzwertig, aber noch ok. Summa summarum sind das dann 11,5 Pkt. (2(+)) und damit der knappe Sieg im Mini-Kaffeebier-Wettstreit.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.prearis.be/prearis-quadrocinno/.

Prost & guten Abend!🍻

391. Maassens Monschauer Caffeebier

Dem ein oder anderen könnte mein heutiges Bier schon aufgefallen sein, denn es wird derzeit in einigen Medien beworben. So erging es zumindest mir, als ich auf Facebook erstmals von diesem neuen Bier aus der Eifel gehört hatte. Natürlich war ich sehr interessiert und gleichzeitig aber auch betrübt, da ich vermutet hatte nicht so leicht an das Bier zu kommen. Aber wie es der Zufall so will, waren just kurz danach meine Schwiegereltern in Monschau zu einem kurzen Erholungswochenende. Und aufmerksam wie sie sind, haben sie mir gleich ein Exemplar mitgebracht.

Wie der Titel schon verrät kommt das Bier von der Kaffeerösterei Maassen aus Monschau. Dort wird seit 1862 in bereits fünfter Familiengeneration Kaffee geröstet. Im über 300 Jahre alten Stammhaus wird mit teils museumsreifen, aber noch voll intakten Gerätschaften handwerklicher Kaffee hergestellt und handverlesen. Dabei kommen ausschließlich Arabica-Bohnen aus dem Hochland zum Einsatz. Diese Kaffeeart enthält zwar weniger Koffein aber mehr Aromen als die teils häufiger verwendeten Robusta-Bohnen.

Der gemeine Bierjubiläum-Leser wird sich jedoch fragen, wie denn in Deutschland ein Caffeebier gebraut werden darf. Richtig, darf es nämlich auch nicht. Und so kommt das Bier streng genommen gar nicht aus Monschau, sondern wird von der Brasserie Grain d’Orge d’Hombourg im nordost-wallonischen Teil Belgiens gebraut. Das ist zwar traurig für die deutsche Bierkultur, aber zumindest sind die beiden Standorte keine 40km voneinander entfernt, sodass nicht allzu große Qualitätseinbußen aufgrund des Transports hingenommen werden müssen. Für das deutsch-belgische Caffeebier werden übrigens 100% Arabica-Bohnen aus Brasilien verwendet, die einem nicht näher definiertem obergärigen dunklem Bier in Form von Espresso zugesetzt werden.

Neben dem Verkauf in der Rösterei in Monschau gibt es das Bier übrigens exklusiv nur im Ausschank des Braukellers vom Hotel Horchem. Vielen Dank also an die besten Schwiegereltern der Welt für dieses tolle Mitbringsel.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kaffee-Porter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Espresso, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Monschau / Plombières/Belgien
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: sehr säuerlich nach Kaffee, röstig, holzig, würzig, leicht fruchtig-grasig
Geschmack: mittelvoller Körper, säuerlich, dunkelmalzig, Kaffeenoten, etwas Röstaroma, leichte Fruchtnoten, matt, süß-saurer Abgang
Gesamt: Ich bin wirklich positiv angetan. Auch wenn ich weiterhin keinen schwarzen Kaffee mag und es sich dabei ebenso mit Kaffeebier verhält, schafft es die deutsch-belgische Co-Produktion die Espressoaromen derart gut einzubinden, dass es zwar säuerlich röstig, aber nicht unangenehm schmeckt. Dennoch ist es für mich am Rande der Bekömmlichkeit, was wohl aber weniger am handwerklich gut gemachten Bier, denn an der Herausforderung liegt, einem Milchkaffee-Trinker kalten schwarzen Kaffee bzw. Espresso schmackhaft zu machen. Quantitativ ergibt dies in Summe 11 Pkt. (2).

Weitere Infos zum Bier unter: https://kaffee-magenfreundlich.de/caffeebier.

Prost & guten Abend!🍻

Blogbier, die XXXVI. – 2•30

Auch wenn unsere beiden 30. Geburtstage bereits etwas zurückliegen, haben wir bei herrlichem Sommerwetter mit vielen Freunden eine herrliche Feier gehabt, bei der es neben einem Kasten meines selbstgebrauten Cerevisia M noch diverse weitere (v.a. fränkische & belgische) Bierspezialitäten gab:

Bierfacts:

Vielen lieben Dank an alle Gäste für die tollen Geschenke, die Mithilfe beim Biertrinken und eine wirklich sehr schöne Fete, die uns lange in Erinnerung bleiben wird!

390. Flensburger BrauArt Dark Amber

Nach dem gestrigen Bitburger folgt heute ein weiterer großer Name der deutschen Bierlandschaft. Und ebenfalls einer der wenigen großen die keiner (inter-)nationalen Braugruppe angehören und zu den Privatbrauereien gehört.

Die heutige Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH und Co. KG geht zurück auf eine Fusion der 1873 gegründeten Flensburger Actien-Brauerei-Gesellschaft (FAB) und der 1888 gegründeten Flensburger Export-Brauerei (FEB). Ab 1919 firmierte man als Flensburger Brauereien AG. Nachdem man nach dem Ersten Weltkrieg die Hälfte des Absatzgebiets durch Gebietsverluste des Deutschen Reichs an Dänemark verlor und in Teilen enteignet wurde stand das Unternehmen kurz vor der Pleite und Übernahme. Anfang der 1930er trat dann aber der bis heute namensgebende Flensburger Kaufmann und schwedische Konsul Emil Petersen auf den Plan und wandelte die Brauerei als neuer Vorstand in eine KG um. Mit diesem und weiteren Maßnahmen rettete er das Unternehmen aus der Krise. Bis heute ist die Brauerei in der Hand der (angeheirateten) Familie von Petersen. Auch wenn heute ein Dethleffsen das Zepter in Händen hält, gilt Petersen als die herausragende Persönlichkeit der Flensburger Brauerei.

Einen erneuten Aufschwung erlebte das Bier mit der Werner-Comic- und Film-Reihe, in der zunächst mit Flens abgestoßen wurde, und später mit dem Retro-Trend hinzu mehr Bügelverschlussflaschen. Vor zwei Jahren wurde schließlich das Sortiment noch mit zwei Bieren erweitert, die der gemeine Bierlaie der Kategorie „Craftbeer“ zuordnen würde. Mit dem Blonde und dem heutigen Dark Amber will man in den einzigen Bier-Markt vordringen, der heutzutage noch üppige Wachstumszahlen hervorbringt. Dass man dies nicht so kreativlos mit einem Kellerbier oder aber so unauthentisch hipp mit einem IPA gemacht hat, beurteile ich als äußerst positiv. Vielmehr will man mit diesen beiden Bieren die nordische Handelsgeschichte aufgreifen und unterstreichen:

„Entwickelt mit dem Herzblut des Nordens und gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot in den modernsten Anlagen der Brautechnik. Weltoffen, innovativ, leidenschaftlich und bodenständig sorgen die beiden Bierspezialitäten BLONDE und DARK AMBER unter dem eigenen Namen Flensburger BrauArt für Genussmomente der ganz besonderen Art. Ein echt norddeutscher Trinkgenuss – Glas für Glas!“

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Amber Ale
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  15.3°P
Alkoholgehalt. . . . . . 6,6%
Herkunft. . . . . . . . . . . Flensburg
Erscheinungsjahr. . .
2016

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________9
  • Geruch:______________________13
  • Geschmack:__________________13
Fazit

Geruch: süßlich nach Lakritz & Bonbon, etwas bitter & holzig, Kakao, Kaffee, karamellig, waldig-harzig, würzig
Geschmack: voller Körper, würzig, erfrischend, sehr (karamell-)süß, dunkelmalzig-röstig, getreidig, grasig, etwas harzig-waldig, feinperlig, herb-süßer Abgang
Gesamt: Nachdem ich so über den heutigen Beitrag sinnierte habe ich mich in der Tat selbst gewundert, dass ich bislang noch kein Flens vorgestellt habe. Und nach dem Amber Ale muss ich mir die Frage erneut stellen. Sieht man davon ab, dass es mir einen Hauch zu süß und zu wenig malzig ist, ist es ein wirklich selten gutes und charakterstarkes Bier einer deutschen Großbrauerei. In Summe 13 Pkt. (1-) und klare Trinkempfehlung sowie Auftrag an mich selbst hier demnächst unbedingt noch ein Flens zu präsentieren.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.flens.de/brauart/brauspezialitaeten/dark-amber/.

Prost & guten Abend!🍻

389. Bitburger Kellerbier

Heute ist mal wieder ein Bier an der Reihe, das ich nicht in erster Linie aus Überzeugung vorstellen möchte. Schließlich hat das Bier mit meinen Bier-Idealen eigentlich recht wenig zu tun. Dennoch zählt die Brauerei noch in etwa zu meinem Kreis regionaler Braustätten und zudem ist Bitburger trotz Großbrauerei-Status immerhin noch von globalen Braugruppen unabhängig. Da bin ich umso mehr gespannt, wie sich der derzeit jüngste Kellerbier-Vertreter der deutschen Industriebrauereien so schlägt. Gespannt wäre ich darüber hinaus auch über die Verkaufszahlen, hat doch die Markteinführung des Bieres den letztjährigen Trend der Kellerbiere deutlich verschlafen. Warum man dennoch auf dieses Bier setzt erschließt sich mir deshalb nicht wirklich. In der längeren Zeit hätte man sich sicherlich etwas Kreativeres überlegen können als einen ausgelutschten Trend nachzuahmen. Auch hätte man die hauseigene Craftbier-Marke mal mit etwas mehr Qualität aufwerten können – aber das ist ein anderes Thema…

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Kellerbier
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  11.8°P
Alkoholgehalt. . . . . . 4,9%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bitburg
Erscheinungsjahr. . .
2018

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___8
  • Aussehen:____________________12
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________7
Fazit

Geruch: leicht metallisch, grasig, harzig, Karamell-malzig, leicht holzig
Geschmack: mittelkleiner Körper, süßlich, würzig, leicht röstig, dunkelmalzig, etwas hopfig-herb, matt-feinperlig, süßlich, herb-trockener Abgang
Gesamt: Gerade für Bitburger hätte ich hier mehr erwartet, können die Eifeler mit ihren Pils doch wenigstens im Massenmarkt mit etwas Qualität punkten. Doch das Kellerbier ist ihnen trotz längerer Entwicklungszeit nicht wirklich gut gelungen. Meiner Ansicht nach zu würzig, herb und röstig und zu wenig karamell-süß – auch wenn natürlich die Definition eines Kellerbiers weit gefasst werden kann. Es bleibt also dabei: Bis auf das Bit und dessen alkoholfreier Bruder konnte mich noch kein weiteres Bier der Brauerei wirklich überzeugen. In Zahlen sind das 7 Pkt. (3-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.bitburger.de/produkte-qualitaet/unsere-produkte/kellerbier/.

Prost & guten Abend!🍻

388. Stiegl Gipfelstürmer

Mit einem wahrlich besonderem Bier möchte ich mich aus meiner kurzen Rezensions-Auszeit zurückmelden. Letzten Monat als Belohnung für’s fleißige Bier rezensieren von der Bewertungsplattform Beertasting.Club erhalten, hat es länger als gewollt auf seine Vorstellung warten müssen. Dabei ist es das erste 0,7l-Bier, das ich hier einzeln präsentiere.

Der Gipfelstürmer von der österreichischen Stiegl-Brauerei ist ein etwas stärker gehopftes Weißbier, dass anstelle von klassischen Weizen- Dinkelmalz enthält. Es gehört zur Hausbier-Reihe der 1492 gegründeten Brauerei aus Salzburg. Es ist damit Teil einer ganz und gar erstaunlichen Produktpalette eines meiner Lieblingsbrauereien. Denn neben  Bierklassikern, zu denen für Stiegl nicht nur Helles, Export oder Pils gehören, sondern auch Pale Ale, IPA oder Glutenfrei, bietet man mit der Hausbier-Serie seit einigen Jahren auch Biere der etwas gehobeneren Klasse an, die durch besondere Rezepturen geprägt sind. So gibt es neben dem Gipfelstürmer dort auch ein belgisches Tripel, ein Gruitbier oder ein altes Adambier. Damit nicht genug gibt es zudem natürlich auch diverse Jahrgangsbiere und Sondereditionen (Collaboration-Brews mal ganz ausgenommen) und etwas, das mein Bierherz wirklich höher schlagen lässt:

„Wer den Biergarten Eden sucht, findet ihn zwischen Oberösterreich, dem Salzburger Land und Bayern. Genauer gesagt, in einem kleinen Ort namens Wildshut. Dort liegt das 1. Biergut Österreichs, vermutlich sogar weltweit.“

Das Biergut Wildshut ist Gutshof, Mälzerei und Brauerei in einem. Auf wahrlich vorbildlicher Weise werden dort urtümliche und fast ausgestorbene Getreidesorten – wie dem Schwarzhafer – aus der Region angebaut, vermälzt, gedarrt, geröstet und schließlich zu edelsten und limitierten Bieren verarbeitet. Dies hat natürlich auch seinen Preis, weshalb ich aber dennoch froh bin diese private Familien-Brauerei zu unterstützen.

Aus den Notizen des Bräus Dr. Kiener (Eigentümer der Stiegl-Brauerei):

„Was der Schnee für die Spitze eines Hochgebirges, ist die cremefarbene Schaumkrone für dieses Bier: höchste Vollendung. Diese obergärige Bierspezialität trennt die Spreu vom Weizen und lässt den Dinkel seine harmonisierende Wirkung voll und ganz entfalten. Eine fruchtige Braukreation, die erfrischt und vor allem eines klar macht: Der Mensch muss immer nach dem Höchsten streben.“

Seit einigen Jahren setzt Stiegl dabei nicht nur auf Bio-Qualität, sondern auch auf den Rohstoff Zeit. Als Slow-Brewing-zertifizierte Brauerei erfüllen die Salzburger damit praktisch alle meiner Ansprüche an eine gute Brauerei und ein gutes Bier:

Qualität, Natürlichkeit, Vielfalt, Regionalität & Transparenz.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Dinkel-Weißbier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten-, Dinkelmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Salzburg / Österreich
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________14
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: leicht oxidiert, fruchtige Säure, karamellige Süße, trockene Malzigkeit, waldig-harzig
Geschmack: mittelgroßer Körper, weich, hefig, leichte bananige Fruchtsüße, malzige Grasigkeit, leichte Hopfenherbe, nussig, prickelnd, hefig-süß-saurer & trockener Abgang
Gesamt: Während es in der Theorie eigentlich 14,5 von 15 Pkt. geben müsste, ärgere ich mich ein wenig darüber, dass ich den heutigen Gipfelstürmer nicht bereits vor MHD getrunken habe. Auch wenn er nur einen Monat „drüber“ ist, scheint er bereits etwas oxidiert zu sein. Selbstverständlich ist auch ein gutes Zeichen für viel handwerkliche Braukunst, schließlich wurde hier auf jegliche Mittelchen und Verfahren verzichtet, die das Bier haltbarer machen. Dennoch ist es etwas ärgerlich, dass ich nicht den vollen Biergenuss teilen kann. Doch auch trotz dieser leichten Alterserscheinungen merkt man dem Dinkel-Weißbier seine Qualität an, weshalb ich trotzdem zu einer 1- (13 Pkt.) greife, die dem Bier definitiv gerecht werden.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.stiegl.at/de/biere/hausbiere/gipfelstuermer-2018.

Prost & guten Abend!🍻

Blogbier, die XXXV. – Mamafrei

Während meine Gattin eine Nacht in Ruhe ohne Kinder verbringen konnte, habe ich es mir u.a. mit diesen Bieren gemütlich gemacht:

Tasting-Notizen:

  • KellerBräuBier:
    – 5,2%; untergärig
    – Kellerbier der Lidl-Discount Marke Perlenbacher mit der Hopfensorte Perle gebraut
    – fast erwartungsgemäß wenig überzeugend und gefällig
    – https://www.lidl.de/de/perlenbacher/b9111
  • Bolten-Alt:
    – 4,9%; 11.7°P; obergärig
    – älestes Alt der Welt (1266)
    – obwohl ein Spitzen-Alt interessanterweise bislang noch nicht gelistet – dafür wird in Kürze das Ur-Alt eine Solo-Rezension erfahren
    https://www.bolten-brauerei.de/Produkte.htm

 

Blogbier, die XXXIV. – Clausthaler@Eule

Zur Vorbereitung unserer Feier zum doppelten 30. Geburtstag war ich heute in der Eule in Kierberg um ein paar Bier-Cocktail-Utensilien zu holen. Dabei hat mich Markus mit einem Bier überrascht von dem ich bereits einiges Positives gehört hatte:

Tasting-Notizen:

  • Clausthaler Naturtrüb:
    – <0,5%; untergärig
    – erstes Bier der Marke, das nicht filtriert wurde und mit Cascade kaltgehopft wurde
    – überraschenderweise wirklich sehr erfrischend lecker und hoffentlich nicht mein letztes

Die erste und größte Marke in Deutschland, die ausschließlich alkoholfreie Biere herausbringt, geht mit diesem Bier neue Wege der Qualität. Auch wenn es in der Frankfurter Binding-Brauerei hergestellt wird und somit zur Radeberger-Gruppe gehört, ist es sehr positiv zu bewerten, dass man nun auf ein naturtrübes und kaltgehopftes Bier setzt. Gerade im Sommer ein sehr gutes Bier zur (fast) sorgenfreien Erfrischung.

Mehr Infos unter: https://www.clausthaler.de/wp-content/uploads/2018/03/CT_Beschreibung-Naturtr%c3%bcb_2018.pdf.

387. Neumarkter Lammsbräu Dinkel

Bevor ich in den nächsten Tagen nur noch selten Zeit für eine Rezension finde, möchte ich Euch noch ein Bier vorstellen, dass mir im Markt des Biohofs Bursch in Bornheim-Waldorf über den Weg gelaufen ist.

Es handelt sich um den Neuzugang einer der bekanntesten Bio-Brauereien, die auch glutenfreie Biere herstellt. Gegründet 1628 ist der Lammsbräu aus Neumarkt seither in Familienhand und begann 1977 als einer der ersten sich für eine nachhaltige Brauweise zu verschreiben. Zehn Jahre später konnte dann auch das erste Bio-Bier gebraut werden. Noch im selben Jahr gründete sich die „Erzeugergemeinschaft für ökologische Braurohstoffe“ (EZÖB), die bis heute Bio-Brauer deutschlandweit unterstützt. Drei Jahre später stellte man dann sogar noch auf Doldenhopfen um, um noch mehr Qualität und Natürlichkeit zu erlangen. Seit 1994 produziert die Brauerei ausschließlich Bio-Produkte und ist heute in fast jedem Bioladen Deutschlands erhältlich.

Dabei setzt Lammsbräu das Reinheitsgebot im Rahmen seiner Möglichkeiten bestmöglich um. Neben den Bio-Doldenhopfen, werden nicht nur Bio-Getreide verwendet, sondern diese auch noch selbst vermälzt. Im Gegensatz zu größeren konventionellen Mälzereien verzichtet man hier auf den Schwefeleinsatz zum Darren des Malzes. Und auch die Hefe stammt aus eigener Reinzucht. Somit wird Qualität, Natürlichkeit und Transparenz gewährleistet. Lammsbräu nennt das Ganze dann ökologisches Reinheitsgebot:

„Für Neumarkter Lammsbräu beginnt das Reinheitsgebot für Bier auf dem Acker. Es wird kompromisslos beim Brauen verwirklicht.
Mit diesen Richtlinien für die Herstellung von Bio-Bieren machen wir den Anbau der Braurohstoffe und deren Weiterverarbeitung zu einem ökologischen Lebensmittel für die Verbraucher nachvollziehbar und transparent.“

Neben Klassikern, wie Weißbier oder Helles, und dem Neuzugang Dinkel wird unter der Leitung von Biersommelier Heinz Kühnlein auch regelmäßig kreativ gebraut. In der Reihe 1628 entstehen dabei immer wieder neue Bierkreationen.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Urkorn-Bier
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten-, Dinkelmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12.5°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,2%
Herkunft. . . . . . . . . . . Neumarkt
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________13
  • Geruch:______________________14
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: hefig, bananig, spritzig, leichte Würze, waldig, leicht harzig, wenig Vanille, grasig-getreidig
Geschmack: mittlerer Körper, weich, süßlich, würzig, leicht bananig-fruchtig, nussig, sehr grasig, hefig, feinperlig-spritzig, herb-süßer Abgang
Gesamt: Hier kann man die Qualität wirklich sehen, riechen und schmecken. Durchgängig ein wirklich erstklassiges Bier, an dem ich bis auf den etwas gewöhnlichen Geschmack praktisch kaum etwas auszusetzten hätte. Konsequenterweise führt das zu 13,5 Pkt. (1(-)) in der Gesamtwertung.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.lammsbraeu.de/bio-bier/obergaerig/dinkel.

Prost & guten Abend! 🍻

386. Störtebeker Roggen-Weizen

Normalerweise stelle ich Euch ja stets Biere vor, die auf Bierjubiläum noch nicht gelistet sind. Heute und immer mal wieder demnächst werde ich mit dieser Tradition brechen und Euch auch schon gelistete Biere etwas näher präsentieren, die meiner Ansicht nach bislang etwas zu kurz gekommen sind. Es handelt sich vor allem um Biere, die mir eher zufällig bei Events oder im Rahmen der Blogbier-Reihe über den Weg gelaufen sind und wie ich finde einen eigenen Beitrag verdienen.

Eines davon ist das Roggen-Weizen, das mir geschmacklich noch sehr gut in Erinnerung ist. Gebraut wird es von einer der großen deutschen „Craft-Bier-Brauereien“. Die Störtebeker Braumanufaktur – hervorgegangen aus der Stralsunder Brauerei – ist im Bereich klassisch (nord-)deutsche Biere eine der führenden (neuen) Handwerksmarken – insofern bei derartigem Produktionsvolumen noch davon die Rede sein kann. Sie bedient nicht nur die klassisch deutschen Bierstile von Pils über Schwarzbier bis Hefeweizen, sondern auch eher nordisch-hansische Ales oder Porters. Auch wenn über die Handwerklichkeit dieser Pionier-Brauerei trefflich gestritten werden kann, ist Störtebeker meines Erachtens stets um Qualität, Authentizität und Regionalität bemüht.

Seit der Hansezeit werden in Norddeutschland sowohl helle als auch dunkle Weizenbiere gebraut. Das Störtebeker Roggen-Weizen folgt dieser Tradition.

Wie der Name schon verrät ist das Besondere an diesem Hefeweizen die Verwendung von Roggenmalz. Roggen ist nach Hafer das viertwichtigste Biergetreide in Europa. Während früher vor allem Hafer noch deutlich öfter fürs Bierbrauen verwandt wurden, sind heutzutage besonders Roggen-Biere selten geworden. Das Roggen-Weizen ist im Grunde der einzig nennenswerte Vertreter in der Bierstil-Landschaft, in dem das mineralstoffreiche Getreide verwendet wird. Grund hierfür ist seine weitaus bessere Backeigenschaft, weshalb es zeitweise auch zur Bierherstellung verboten wurde. Kein Getreide findet sich heute häufiger im deutschen Brot als Roggen. Während es im Bier etwas unterrepräsentiert ist, wird es aber vorzugsweise für bessere Wodkas, Whiskeys und norddeutschen Korn verwendet.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Roggen-Weizen
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gersten-, Weizen & Roggenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . .  12.9°P
Alkoholgehalt. . . . . . 5,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Stralsund
Erscheinungsjahr. . .
2013

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___14
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________10
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: leicht oxidiert, dunkelmalzig, leicht röstig, dumpf-fruchtig, würzig, karamellig, leicht holzig-waldig
Geschmack: süffig, cremig, weich, leicht bananig, würzig, nussig, karamellig, hefig, feinperlig, süßlich-würziger Abgang
Gesamt: Zugegebenermaßen habe ich das Roggen-Weizen tatsächlich etwas besser in Erinnerung, dennoch bleibt es für mich eines der besten Hefeweizen, die ich bislang getrunken habe. Der Roggen bringt hier eine interessante nussige Würze rein, die das Bier gehaltvoller macht. Gepaart mit der üblichen bananigen Süße ein wirklich empfehlenswertes Bier, das sich seine 12 Pkt. (2+) redlich verdient hat.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.stoertebeker.com/de_de/roggen-weizen/.

Prost & guten Abend! 🍻

385. Labietis Soho Švītinš

Als Nachschlag zu meiner kleinen Bierweltreise hat mir heute Holger vom Blog We love Pubs – Kneipen & Bars in Bonn ein Bier aus Lettland mitgebracht. Im Rahmen seiner Bier- und Fotographie-Leidenschaft hat er das Land bereits viele Male bereist und dort vor allem die Bierszene näher kennen gelernt. Ähnlich wie in den beiden anderen baltischen Nationen ist auch in Lettland ein deutlicher Trend zu bewussterem Biergenießen zu spüren. Neben den schon vorhandenen eher regional ausgerichteten kleineren Brauereien haben sich in den letzten Jahren auch viele Brauereien gesellt, die man im Allgemeinen zur Craftszene zuordnen würde. Relativ zur Bevölkerungsgröße ist die Craftbeer-Bewegung in Lettland (wie im Baltikum) sogar noch erfolgreicher als in Deutschland. Während aus Estland mittlerweile schon Biere ins Sortiment vieler deutscher Händler geschafft haben, ist Lettland immer noch ein (bieriger) Geheimtipp.

Die Brauerei Labietis wurde 2012 in der lettischen Hauptstadt Riga geboren und bietet seitdem ein an Vielfalt unübertroffenes Angebot an Bieren. Im Brewpub nordöstlich des Zentrums werden stets zehn hauseigene Biere vom Fass und viele weitere Flaschenbiere angeboten. Bei Tripadvisor hat sich die Lokalität bereits zu einer der beliebtesten Bars in Riga entwickelt. Aufgrund der hohen Nachfrage hat man in Eimuri vor den Toren Rigas eine größeren Braustandort eröffnet, der vor allem Biere für außerhalb Rigas und Lettland produziert. Beim Soho Švītinš (Soho Dandy) handelt es sich um ein klassisches englisches Bitter mit einer etwas moderneren Hopfung:

„Typical english bitter. Winner of the 2012 Latvian independant beer competition. Five malts and Goldings hops keep this beer within it`s classical style frame, whilst Galaxy hops are used to add a bit of metropolitan chic.“

Laut Holger ist der Bierhimmel in Riga jederzeit eine Reise wert – bleibt zu hoffen, dass sich auch die Reise zu mir gelohnt hat.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Bitter
Brauart
. . . . . . . . . . . obergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 4,4%
Herkunft. . . . . . . . . . . Riga/Eimuri / Lettland
Erscheinungsjahr. . .
2012

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___13
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________8
  • Geschmack:__________________12
Fazit

Geruch: würzig, sauer, karamellig, sehr holzig, leicht rauchig, etwas waldig
Geschmack: süffig, mild, cremig, würzig, leicht süßlich, mittlere Bittere, etwas holzig, matt, süß-herber Abgang
Gesamt: Auch wenn ich des lettischen nicht ganz mächtig bin, macht es optisch durchaus einen ansprechenden Eindruck. Olfaktorisch bin ich jedoch nicht ganz überzeugt, da ist es mir einfach zu holzig. Auf der Zunge bietet sich wieder ein deutlich besseres Bild, das eine interessante Kombination aus Würze, Süße und holziger Bittere bietet. Ein klassisches Bitter gut interpretiert. Das erste lettische Bier auf Bierjubiläum kommt somit auf 12 Pkt. (2+) auf der Gesamtskala.

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.labietis.lv/en/our-beers/soho-dandy.

Prost & guten Abend! 🍻

384. Negra Modelo

Zum heutigen Abschluss meiner kleinen Bierweltreise geht nach Mexiko. Das bevölkerungsreichts spanisch-sprachige Land der Welt (125 Mio. Einwohner) gehört zu den sog. Schwellenländern und hat in Sachen Geschichte, Kultur, Wirtschaft und Sport einiges zu bieten. Entstanden sind die Estados Unidos Mexicanos 1810-21 im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien. Diese haben das Land 1517 erstmals betreten und die zu der Zeit dort herrschenden Azteken binnen weniger Jahre unterworfen und viele von ihnen umgebracht. Dieses Schicksal erlitten zwar auch die vorherigen mesoamerikanischen Hochkulturen Mexikos Maya, Olmeken und Tolteken, jedoch war die systematische Brutalität der Spanier bis dato unübertroffen. Nach Unabhängigkeit der neuen Mexikaner von Spanien gab es zunächst eine Kurzzeit-Monarchie mit einem Kaiser, der jedoch bereits 1823 abdanken musste, woraufhin Mexiko Republik wurde und sich von den südlichen Gebieten der Zentralamerikanischen Konföderation trennen musste. Nach dem verlorenen zweijährigen Mexikanisch-Amerikanischen Krieg gegen die USA 1848 mussten auch noch die nördlichen Provinzen von Kalifornien, New Mexico, Arizona, Nevada, Utah, Colorado und Texas abgetreten werden. Für wieder kurze Zeit gab es 1861 erneut einen mexikanischen Kaiser, der nach einer Schuldenkrise von Frankreich, UK und Spanien eingesetzt wurde und mit Hilfe der USA wenig später wieder vertrieben werden konnte. Nach langer Diktatur bis 1910 entwickelte sich Mexiko langsam aber sicher im Laufe des letzten Jahrhunderts zu einer Demokratie, die heutzutage vor allem vom Erdöl, der Automobilindustrie, dem Textilgewerbe und landwirtschaftlicher Produkte wie vor allem dem Tequila leben. Getrübt wird die wirtschaftliche und soziale Entwicklung durch einen schon lange Jahre andauernden Drogenkrieg, der das ganze Land durchzieht und immer wieder zu Reisewarnungen für Touristen führt.

Mein heutiges Bier ist neben dem Corona das meistgebraute und -exportierte Bier Mexikos. Hergestellt wird es (wie auch das Corona) von der Grupo Modelo, die 1922 als Cervezaria Modelo in Ciudad de Mexiko gegründet wurde. Schon in den 1950ern stieg man durch Übernahmen kleinerer Brauereien zu Mexikos größter Brauerei auf. Seit 2013 gehört die Brauerei vollständig zum Biergiganten ABInBev. Neben dem Negro, das ein Munich-Style Dunkel sein soll, gibt es noch ein Pilsner-Style Lager und zwei Biermischgetränke, die mit Tomaten, Salz und Pfeffer abgefüllt werden. Dazu passen dann auch die Bier-Cocktail Anregungen seitens der Brauerei.

Unerfreulicherweise finden sich neben den „normalen“ Bierzutaten Gerstenmalz, Reis und Hopfen leider auch Papain – ein Enzym gegen Eintrübung, Ascorbinsäure – als Antioxidationsmittel, Farbstoff und Stabilisatoren. Erfreulicherweise ist man seitens Modelo wenigstens so transparent, dies auch so aufs Etikett zu bringen. Besser macht es das jedoch auch nicht wirklich und wird sich auch in der Gesamtbewertung niederschlagen.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Dunkles
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Reis, Hopfen, Papain, Ascorbinsäure, Farbstoff, Stabilisator
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 5,3%
Herkunft. . . . . . . . . . . Mexiko-Stadt / Mexiko
Erscheinungsjahr. . .
1925

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___6
  • Aussehen:____________________6
  • Geruch:______________________7
  • Geschmack:__________________7
Fazit

Geruch: leicht penetrant süßlich, Karamell, leicht röstig, etwas dunkelmalzig, etwas harzig & würzig
Geschmack: süffig, leicht würzig & Karamell, etwas harzig, etwas Lakritz, feinperlig, süßlicher Abgang
Gesamt: Nein, es ist nicht das schlechteste Bier auf Bierjubiläum. Und man kann es sogar auch mäßig-gut trinken. Doch neben den schon angesprochenen Details der Zutatenliste, finde ich es wenig Bierstil-passend. Sicher ist eine gewisse Würze und Karamell-Süße erkennbar, doch bleibt das Negro insgesamt viel zu blass und leicht. Deshalb gibt es hier insgesamt nur 6 Pkt. (4+).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.gmodelo.mx/es/marcas/negra-modelo bzw. https://www.modelousa.com/en-US/product/negra.

Prost & guten Abend! 🍻

Blogbier, die XXXIII. – H.C.

Anlässlich des Kindergeburtstages haben wir mal wieder unsere Freunde in Herzebrock-Clarholz besucht, zu welcher Gelegenheit folgende Biere auf der Agenda standen:

Tasting-Notizen:

  • Spalter Wuchtige Wilma:
    – 5,5%; untergärig
    – mit Willamette-Hopfen kaltgehopftes Märzen
    – gebraut in der letzten kommunalen Brauerei Deutschlands inmitten eines der größten Hopfenanbaugebiete Europas
    – relativ unauffällig, herb, fruchtig
    – voller Körper, gut gehopft, würzig, leicht hefig, spritzig, herber Abgang
    – https://www.spalter-bier.de/aktuell/neuigkeiten/wuchtige-wilma.html

  • Ganstaller Affumicator:
    – 24.8°P; 9,6%; untergärig
    – Rauch-Doppelbock
    – gebraut in Schnaid in Oberfranken
    – Rauch, Rauch, Rauch + ein wenig dunkles Karamell-Malz
    – großer Körper, weich, cremig, Karamell, Malz, rauchig, matt, süßer Abgang
    – http://www.ganstallerbrau.de/

  • Brewdog Vagabond:
    – 5,5%; obergärig
    – glutenfreies Pale Ale
    – gebraut von der nach eigene Aussagen größten unabhängigen Brauerei Schottlands in Ellon
    – schön dezente grasige, blumige und fruchtige Aromen
    – ein wirklich sehr leckeres Ale für glutensensible Menschen
    – https://www.brewdog.com/item/721/BrewDog/Vagabond-Pale-Ale.html
  • Kraus Vollbier:
    – 4,7%; untergärig
    – Helles von der Brauerei & Metzgerei Kraus mit Gasthof aus dem fränkischen Hirschhaid
    – würzig, hell-malzig, etwas herb, eher unscheinbar
    – süffig, malzig, würzig, etwas bitter, fernherb, feinperlig, süßlicher Abgang
    – https://www.brauerei-kraus.de/

  • Crew Republic In Your Face:
    – 15°P; 6,8%; obergärig
    – West-Coast IPA
    – von der 2011 enstandenen Müchner Craft-Brauerei
    – sehr schön hopfig-fruchtig nach Blutorange, Zitrone & Litschi, grasig, blumig
    – voller Körper, herb, grasig, leicht Karamell, blumig, erhöhte Fruchtigkeit, feinperlig, trocken-herber Abgang
    – http://www.crewrepublic.de/crew-biere/in-your-face.html

  • Jopen Hop zij met ons:
    – 5,5%;obergärig
    – glutenfreies IPA
    – von der 1406 gegründeten niederländischen Brauerei in Haarlem
    – im Vergleich zum Brew Dog natürlich hopfenbetonter, bitterer und voller
    – aber dennoch eine gute Alternative zu dem sonst recht dünnen Sortiment glutenfreier Biere
    – https://www.jopenbier.nl/bieren/hop-zij-met-ons/

Bei einer interessanten Hofführung eines benachbarten Bauernhofs gab es dann noch dieses regionale Bier, das jedoch hier bereits gelistet ist:

Vielen lieben Dank also ein weiteres Mal an Sabrina und René für die sehr schönen Tage bei Euch!

383. Club Columbia Dorada

Von Patagonien geht’s wieder nordwärts über den Äquator nach Kolumbien. Ein Land, was bis dato noch völlig blank auf Bierjubiläum ist. Es ist das einzige südamerikanische Land, dass sowohl an Pazifik als auch am karibischen Meer liegt. Etwa hier entwickelte sich mit den Tairona auch einer der ersten südamerikanischen Hochkulturen, von denen jedoch kaum noch Spuren erhalten sind. Nachdem es sich 1810 bzw. 1816 von den spanischen Krone emanzipieren konnte, folgten zunächst regionale Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft in den einzelnen Landesteilen des ehemaligen Vizekönigreichs Neugranada. 1886 entstand die erste Verfassung und das Land wurde die erste Demokratie Lateinamerikas. Es folgte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert die wirtschaftliche Blütezeit, bevor Kolumbien bis ins letzte Jahr hinein durch einen generationenüberdauernden Bürgerkrieg gezeichnet wurde. Sowohl politische als auch gesellschaftliche wie wirtschaftliche Entwicklung wurden von den gewaltsamen Auseinandersetzungen der linken und rechten Guerillas und Paramilitärs jahrzehntelang unterdrückt. Dennoch hat das Land des Kolumbus durch reiche Bodenschätze, Landwirtschaft und Textilindustrie auf Basis eines hoffentlich dauerhaften Friedens sehr gute Entwicklungschancen.

Das Club Columbia ist eines der bekanntesten Biere Kolumbiens. Gebraut wird es von der  Cervecería Bavaria S.A., die mit etwa 330 Mio. hl nicht nur die größte Brauerei des Landes, sondern auch die zweitgrößte Südamerikas ist. Man hat sogar Braustandorte in Panama, Peru und Ecuador und gehört wie die meisten größeren Brauereien des Kontinents inzwischen zum Biermulti ABInBev. Gegründet wurde die Brauerei übrigens 1889 als Kopp’s Deutsche Brauerei Bavaria. In der Hauptstadt Bogotá schaffte es „Don Leo“ Leo Kopp aus Offenbach innerhalb weniger Jahre, die die an Chicha und Guarapo gewöhnten Kolumbianer zum Biertrinken zu bekehren. Im Dorada befindet sich neben Gerstenmalz im Übrigen Maisschrot bzw. Maisgrütze, eine Spezialität Kolumbiens.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . Lager
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Mais, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 4,7%
Herkunft. . . . . . . . . . . Bogotá / Kolumbien
Erscheinungsjahr. . .
1949

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___9
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________9
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: klar, hell-malzig, würzig, gemüsig, karamellig
Geschmack: mittelkleiner Körper, würzig, malzig, feinperlig, süß-herber Abgang
Gesamt: Fast ein klassisches Lager, wie ich es mir für Südamerika vorstellen würde. Denn erwartet hätte ich weniger Charakter und mehr Gefälligkeit. So überrascht es mich sogar mit einer würzig-malzigen Note, die mich fast zu einer zweistelligen Note verleitet. Zumindest aber 9,5 Pkt. (3++) sind dafür drin.

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.clubcolombia.com.co/club-colombia-maestria.

Prost & guten Abend! 🍻

382. Patagonia Amber Lager

Nach ein paar sehr schönen Tagen auf den Kanaren mit herausragenden Bieren, geht es ab heute nach Amerika. Erste Station dort: Argentinien. Das silberne Land (so die wörtliche Übersetzung) ist vor allem bekannt für Tango und Fußball. Das Land mit einer der längsten Nord-Süd-Ausdehnungen der Welt beheimatet nahezu alle Klimazonen, die sich über die südliche Hemisphäre erstrecken. Von den Tropen im Norden über Subtropen, Savannen bis zu den gemäßigten und kühlen Regionen Patagoniens im Süden. Patagonien (mitsamt der Pampa) ist dabei das einzige größere kalt- bzw. kühlgemäßigte Landgebiet auf der Südhalbkugel der Erde. Mit den Anden im Westen erstreckt sich außerdem die längste Gebirgskette Amerikas und auch der tiefste Punkt des Doppelkontinents die Laguna del Carbón befindet sich in Argentinien. Nach der Unabhängigkeit von der spanischen Krone 1816 durchlebte das lateinamerikanische Land selten Zeiten der längeren Stabilität. Zunächst durch Bodenschätze eines der reichsten Länder der Welt, versank es Anfang des letzten Jahrhunderts im weltweiten Mittelfeld. Bis heute hat sich keine sichere und beständige Demokratie entwickelt, die jedoch im Vergleich zu den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg deutlich an Stabilität gewonnen hat. Aufgrund relativ großer politischer Zersplitterung erlebte das Land von Militärdiktatur über liberal-konservativer Sozialdemokratie auch kommunistische Epochen. Konstanten boten der etwa 45 Mio. Einwohner großen Bevölkerung stets die Kultur und der Fußball. Doch auch die wirtschaftliche Entwicklung basierend auf Tourismus und Landwirtschaft (hier v.a. Weizenanbau und Rinderzucht) ist im südamerikanischen Vergleich überdurchschnittlich. Und dennoch durchlebte Argentinien in diesem Jahrtausend gleich zwei mal den Staatsbankrott. Sowohl 2001 als auch 2014 musste der Internationale Währungsfonds eingreifen, womit wenigstens beim letzten Mal die meisten Gläubiger bedient werden konnten.

Die Recherchen zu meinem heutigen Bier gestalteten sich ungleich schwieriger. Zwar gibt es eine Website (s.u.), doch dort sind kaum Informationen über das Bier und die Brauerei vorhanden. Sicher ist, Patagonia ist eine Marke der Cerveceria Malteria Quilmes SAICAY – mit 17 Mio. hl die größte Brauerei Argentiniens und einzig nennenswerter globaler Bierexporteur. Möglich macht das ABInBev, zu dem die Brauerei seit 2006 gehört. Patagonia hat neben Buenos Aires noch zwei weitere weitaus schöner aber auch abgelegenere Brauerei- bzw. Gastronomie-Standorte: Córdoba im Zentrum und ariloche im Süden des Landes. Letztere ist vermutlich der Ursprung der Brauerei, liegt es doch mitten in der namensgebenden Landschaft Patagoniens. Zwei Besonderheiten zeichnen das Amber Lager aus: Zum Einen befindet sich ausschließlich Hopfen aus Patagonien darin und zum Anderen wird traditionell amerikanisch neben Gerstenmalz auch Mais verwendet.

Steckbrief

Stil. . . . . . . . . . . . . . . American Amber
Brauart
. . . . . . . . . . . untergärig
Zutaten. . . . . . . . . . . Gerstenmalz, Mais, Hopfen
Stammwürze
. . . . . . 
Alkoholgehalt. . . . . . 4,5%
Herkunft. . . . . . . . . . . Buenos Aires / Argentinien
Erscheinungsjahr. . .
?

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken:___9
  • Aussehen:____________________10
  • Geruch:______________________7
  • Geschmack:__________________10
Fazit

Geruch: etwas metallisch, karamellig, waldig, leicht harzig, wenig herb
Geschmack: süffig, karamell-malzig, Süßholz, etwas würzig, etwas gemüsig, feinperlig, würzig-süßer Abgang
Gesamt: Bei Bieren von ABInBev bin ich bekanntermaßen stets skeptisch. Auch das heutige patagonische Bier mag mich nicht überzeugt haben. Doch ich muss zugeben, dass mich Optik und auch die hervorstechende Karamellnote durchaus positiv überrascht haben. Nichtsdestotrotz ist es mir etwas zu eindimensional. Am Ende reicht es für 9 Pkt. (3+).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.cervezapatagonia.com.ar/cerveceria & https://www.cerveceriaymalteriaquilmes.com/productos/cervezas.

Prost & guten Abend! 🍻

Acht Getreidesorten auf einen Schluck – Sechtemer & Brühler brauen eigenes Craftbeer

Der General-Anzeiger Bonn war bei meinem letzten Brautag bei Braukunst Vorgebirge, wo wir den dritten Sud des weltweit einzigartigen CEREVISIA M als 8-Korn-Alt gebraut haben.

Der Artikel ist digital auf hierunter abrufbar:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/vorgebirge-voreifel/bornheim/Sechtemer-und-Br%C3%BChler-brauen-ihr-eigenes-Craftbeer-article3911681.html
#Handwerk #Natürlichkeit #Qualität #Vielfalt #Regionalität #Transparenz #Gerste #Weizen #Roggen #Hafer #Reis #Mais #Hirse #Dinkel