Oktober 19 2016

105. Lehe Heckle

Heute geht es wieder in das etwas fernere europäische Ausland. Genauer gesagt in den Nord-Osten des Kontinents. Noch genauer, nach Estland. Und noch genauer nach Keila, einer Ortschaft südwestlich der Hauptstadt Tallinn. Dort wird seit einiger Zeit fleißig Bier gebraut und vorzugsweise nach Deutschland exportiert. Eins davon darf ich heute probieren: Das Lehe Heckle. Dabei handelt es sich um ein Pale Ale, wobei der Name Heckle auf deutsch Zwischenruf bedeutet. Denn:

„Dieses Bier setzt ein Zeichen gegen langweiliges Bier und langweilige Komödien. […] Und das aus einem gutem Grund! Dieses Bier wurde von und für das estnische Comedy Team gebraut!“

Gerade, weil ich in diesem Jahr schon einigen Pale Ales über den Weg gelaufen bin, bin ich gespannt, inwiefern sich dieses von anderen abheben kann und mir einen lustigen Abend bereitet. Zumindest der verwendete Hafer lässt hoffen…

Steckbrief

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken

Dadurch, dass die Flasche dreisprachig (estnisch, englisch und deutsch) gehalten ist, ist die Design-Idee gut umgesetzt. Ich mag zwar eher klassischere Designs, finde das aber auch nicht schlecht.

  • Aussehen

Ich weiß nicht inwiefern es an meiner Lagerung lag, aber heraus kam eine monströse Schaumkrone, die sich auf das dunkel-gelb-goldene leicht trübe Bier setzte.

  • Geruch

Sehr süß-sauer-zitrus-fruchtig in matter Ausprägung.

  • Geschmack

Auch hier sehr zitrus-fruchtig und hopfenbetont. Zudem ziemlich bitter und unmalzig. Der trocken-herbe Abgang wird recht gut „unterprickelt“.

  • Fazit

Ja, in der Tat ist es wieder einmal ein Pale Ale der eigenen Art. Besonders süß-sauer fruchtig und frisch passt es gut zum nördlichen Baltikum. Für mich jedoch etwas zu fruchtbetont und bitter. Gerade vor dem Hintergrund, dass ich mir aufgrund der Hafer-Zusetzung einen weicheren Gesamteindruck erhofft hatte. Trotzdem gibt es noch gute 10 Pkt. (2-).

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.lehepruulikoda.ee/en/tooted/heckle-2/#.

Prost!

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Oktober 17 2016

104. Hanscraft & Co. Single Hop Kellerpils

Ab heute geht es in den kommenden 2 Wochen nochmals um unsere Franken-Bier-Tour. Denn aufgrund des fortgeschrittenen MHD der Biere, widme ich mich nun den in der Bierothek Bamberg erworbenen Köstlichkeiten.

Den Beginn macht das Kellerpils aus dem Hause Hanscraft (gebraut wird es jedoch durch das ). Es ist bereits das dritte der Brauerei in dieser Serie. Besonders macht dieses Bier die Interpretation des Klassikers Pils. So wird nicht nur kaltgehopft, sondern auch die für das Pils typische Klarheit durch eine natürliche Trübung ersetzt. Durch diese Kreuzung eines „normalen“ Pils und eines modernen Kellerbieres entsteht die neue Kreation „Kellerpils“. Eigentlich etwas für meinen Geschmack…

Steckbrief

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken

Vom Design her im Grunde absolut top, allerdings fehlen noch einige Eckdaten bis zur Bestnote.

  • Aussehen

Pils-typisches helleres Gelb mit leichter Trübung und einer wirklich hervorragenden sehr üppigen und permanent anhaltenden Schaumkrone.

  • Geruch

Leicht malzig, leicht fruchtig, leicht grasig, aber insgesamt recht unaufdringlich.

  • Geschmack

Tatsächlich weniger Hopfen als ich gedacht hätte. Und auch die Pils-Malze sind gut erkennbar. Sonst pils-typisch bitter und leicht sauer-fruchtig-frisch. Im Abgang unaufdringlich trocken-herb.

  • Fazit

Wie auf dem Foto für das geübte Auge bereits erkennbar, ist das MHD hier bereits seit einigen Wochen überschritten. Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass der Gesamteindruck dadurch stark verändert wurde. Im Gegenteil: Auch wenn ich geschmacklich keine sehr gute Note geben würde, bekommt das Kellerpils gesamthaft doch mit 13 Pkt. eine knappe 1-.

Weitere Infos zum Bier unter: http://hc-co.de/de/.

Prost!

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Oktober 14 2016

103. Rhaner Pale Märzen 1904

Vom gestrigen Regensburg geht es heute ins beschauliche Rhan im Bayrischen Wald. Dort wurde nur gute 50 Jahre später als im die gleichnamige Brauerei gegründet. Vermutlich besteht diese aber schon länger, denn auch der Ort wird urkundlich erstmals zu genau diesem Jahr 1283 erwähnt. Nichtsdestotrotz zählt die Brauerei damit zu den 5 ältesten durchgehend in Familienbesitz betriebenen Brauereien der Welt. Die heutige Braufamilie hat den Brauhof 1776 erworben und ist somit älteste Braufamilie Ostbayerns. Seit einigen Jahren wird auch hier der Bier-Horizont erweitert und sog. Craft-Biere gebraut. Eines davon ist das Pale Märzen 1904. Die Jahreszahl soll dabei an die Eröffnung des Wirtshauses Bräustuberl erinnern.

Steckbrief

Bewertung

  • Flaschendesign + Kronkorken

Auch hier ist die gleiche schöne Flasche wir in verwendet worden. Das Etikettendesign gefällt mir auf den ersten Blick nicht so sehr. Aber bei näherer Betrachtung gibt es aber einen tieferen Sinn hinter der Indianerdarstellung. Denn der verwendete Simcoe-Hopfen, darf ausschließlich in einer Heimatregion des Indianerstamms Yakama angebaut werden.

  • Aussehen

Gelb-gold-ocker mit leichter Trübung und mäßiger Schlierigkeit.

  • Geruch

Sehr fruchtig. Die versprochenen Noten von Holunder, Mango und Aprikose würde ich noch mit Brombeere ergänzen ohne diese wirklich sicher herausriechen zu können.

  • Geschmack

Fruchtig-karamellig, leicht malzig, grasig, dumpf-bitter und insgesamt recht trocken aber frisch. Im Abgang trocken-herb.

  • Fazit

Ein ziemlich gefälliges Bier, bei dem mir leider die trockene grasige Note stört. Ansonsten interessant lecker. Deshalb in Summe 11 Pkt. (2).

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.rhaner.de/index.php/newsreader/items/Rhaner_Pale_M%C3%A4rzen.html.

Prost!

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Oktober 13 2016

102. Regensburger Spital India Pale Ale

Nach dem gestrigen alkoholfreien IPA gibt es heute das Kontrastprogramm. Es stehen gleich 8% zu Buche. Aber das ist nicht das einzig Erwähnenswertes zu dem folgenden Bier.

Schließlich habe ich es heute mit einem Bier aus einer Brauerei in Regensburg zu tun, die direkt an einem Alten- und Pflegeheim angeschlossen ist. 1226 gegründet ist die Brauerei ein Teil der Stiftungsmasse der Katharinenspitalstiftung. Wo früher Kranke behandelt wurden, wird nun ein Seniorenheim betrieben. Die Brauerei hingegen ist seither bestehen geblieben und erlebte in den letzten Jahren eine kleine Runderneuerung. Der (neue) Braumeister Anton Miller – seines Zeichens jüngster Braumeister (21) in Bayern und jüngster Verkoster der Jury des World Beer Cup – führte eine neue Bierreihe namens Manufaktur ein, welche neben den fränkischen Klassikern auch internationalere Ales in den Vordergrund stellen sollte.

Neben der Brauerei und dem Altenheim, ist übrigens auch noch eine Pfarrei sowie ein Forstbetrieb Teil der Spitalstiftung.

Steckbrief

102_Spital IPA-Steckbrief

Bewertung

102_Spital IPA

  • Flaschendesign + Kronkorken

Kronkorken und Flasche gefallen mir sehr gut. Diese ist nämlich mit einem Relief „Gebraut nach dem Reinheitsgebot“ ausgestattet. Der fleißige Leser wird aber wissen, dass mir die Etiketten doch etwas zu hipp sind.

  • Aussehen

Bernstein-Kupfer-farben, leicht getrübt und mit guter schlieriger Schaumbildung.

  • Geruch

Ein bunter Mix aus waldigen, blumigen sowie exotischen und heimischen fruchtigen Noten.

  • Geschmack

Etwas vollmundig, malzig und vor allem bitter-karamell-süßlich. Zudem spritzig und süßlich herb im Abgang.

  • Fazit

Für ein IPA insgesamt recht malzig, wobei sich leider die 8% etwas negativ auf den Geschmack auswirken. Trotzdem hat es sich in der Gesamtwertung seine 13 Pkt. (1-) verdient. Schließlich habe ich nun meinen neuen Alterssitz gefunden ;).

102_Spital IPA-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.brauerei.spital.de/?q=de/article/erstes-regensburger-india-pale-ale-neues-bier-im-spitalrepertoire.

Und hier geht´s zur Spital-Stiftung: http://www.spital.de/stiftung/wir.php.

Prost!

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Oktober 12 2016

101. Nittenauer Le Chauffeur

Heute ist es mal wieder Zeit für eine Premiere: Mein erstes alkoholfreies India Pale Ale. Wie der Hopfenzwerg auch aus dem Hause Nittenau. Zudem ist es für mich auch das erste alkoholfreie Bier überhaupt in der Bierjubiläums-Rezensionshistorie. Das soll keine Abwertung dieser Biere bedeuten, nur sind mir bislang recht wenige über den Gaumen gekommen, die wirklich lecker und empfehlenswert wären. Offensichtlich ist der Spagat zwischen gewöhnlichem Biergeschmack und alkoholfreiem Produkt oft zu groß. Ich persönlich favorisiere deshalb auch eher Biere, die gar nicht zwingend nach Bier im engsten Sinne schmecken, sondern eine eigene Geschmackskomponente entwickelt haben. Deshalb bin ich umso meh gespannt, ob das Free IPA in meinem erlesenen Kreis der alkoholfreien Lieblingsbiere aufgenommen werden kann. Die Beschreibung des Brauvorgangs mit dem resultierenden zu erwartenden Geschmack lässt schon mal einiges hoffen:

„Ein alkoholfreies ohne geschmackliche Kompromisse. Die Hopfensorten Simcoe und Mosaik schenken dem Bier einmalige fruchtige Noten. […] Wir arbeiten bei Le Chauffeur mit einem speziellen Hefestamm, welcher die Eigenschaft besitzt einzig und allein die Glucose zu vergären und somit nur minimal Alkohol produziert während die Maltose komplett im Bier erhalten bleibt.“

Im Übrigen weist Nittenau im Gegensatz zu fast allen großen Brauereien sogar den Alkoholgehalt exakt aus.

Steckbrief

101_Nittenauer Le Chauffeur-Steckbrief

Bewertung

101_Nittenauer Le Chauffeur

  • Flaschendesign + Kronkorken

siehe 99.

  • Aussehen

Dunkel-orange bis Bernstein mit geringer Trübung und schlieriger Schaumbildung.

  • Geruch

Trocken-fruchtig nach einem exotischen Früchte-Mix, dazu leichte Malz- und Sauernoten.

  • Geschmack

(Erwartungsgemäß) sehr süffig, sehr weich, ziemlich süß, fruchtig, ein wenig karamellig und grasig, leicht bitter aber unspektakulär im Abgang und insgesamt höchst erfrischend.

  • Fazit

Auch wenn man hier natürlich ein wenig Äpfel mit Birnen vergleicht, gefällt mir das Free IPA ausgesprochen gut. Für meinen Geschmack hätte es sogar noch ein wenig stärker gehopft werden, aber auch so ist es schon ein wahrer Trinkgenuss. Für ein alkoholfreies erhält es deshalb die Top-Wertung von 14 Pkt. (1) und wird somit in meine alkoholfreie Hall of Fame aufgenommen.

101_Nittenauer Le Chauffeur-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.nittenauer-bier.de/kreativbiere.php?landing=brauerei&main=produkte&l_id=0#1.

Prost!

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September 28 2016

99. Nittenauer Hopfenzwerg

Nach dem gestrigen Negativerlebnis sind meine Hoffnungen für das heutige Bier entsprechend deutlich höher. Schließlich habe ich es mit einem Kreativbier aus einer gestandenen Brauerei zu tun. Dabei macht der Webauftritt schon mal einen guten Eindruck. Die 1762 gegründete Brauerei befindet sich im nord-östlich von Regensburg gelegenen Ort Nittenau und braut neben den deutschen bzw. bayrischen Bierklassikern seit einigen Jahren auch Bierspezialitäten mit internationalen Zutaten her.

„Unser bayerisch Pale Ale ist die Kombination des Rezeptes eines American style Pale Ales mit einem traditionellen bayerischen Brauverfahren.“

Bei der Herstellung des Hopfenzwerges werden deshalb australische mit bayrischen Hopfensorten vermengt. Neben dem Hopfenzwerg gibt es seit letzten Jahr auch eine Kreativbierreihe namens Hopfenkreuzfahrt. Hier werden einem Lager je eine aus vier unterschiedlichen Hopfensorten zugesetzt und abgefüllt. Zudem gibt es eine Sorte in der alle vier Hopfensorten vereinigt werden.

Das Besondere der Nittenauer Biere ist außerdem, dass sie das Siegel „Solarbier“ tragen. Dieses wird von der TU München kontrolliert und verliehen und ist jedem Bier verfügbar, welches zu mindestens 25% aus regenerativer Energie produziert wurde. In Nittenau liegt man mit 94% deutlich darüber. Außerdem positiv hervorzuheben ist die bierige Dreifaltigkeit aus Brauerei, Gasthof und Hotel, welche dem Brauhaus Jakob Nittenau zu eigen sind. Zudem gibt es sogar einen Brauereigetränkemarkt. Alles also was das Bierherz begehrt.

Steckbrief

99_Nittenauer Hopfenzwerg-Steckbrief

Bewertung

99_Nittenauer Hopfenzwerg

  • Flaschendesign + Kronkorken

Sieht man einmal von der großen Gesichtsabbildung ab, ein meiner Meinung nach nahezu perfektes Label mit einem besonderen Kronkorken.

  • Aussehen

Schön orange-gelb-hellkupferfarben mit einer geringen Trübung und einem recht haltbarem Schaum.

  • Geruch

Fruchtig, Süß, blumig! Ich bilde mir dabei folgende Früchte ein zu riechen: Ananas, Maracuja, Litschi, Melone und Erdbeere.

  • Geschmack

Auch geschmacklich recht fruchtig. Auch wenn hier die waldig-hopfige Note deutlicher hervorsticht. Eine frische Herbe und eine unaufgeregte Süße im Abgang komplettieren den Geschmackseindruck.

  • Fazit

Insgesamt also ein sehr solides Craft-Bier mit den üblichen Hopfeneinschlägen. Mehr als 12 Pkt. (2+) kann und möchte ich aber nicht geben, da hier für Laien zu wenige individuelle Besonderheiten erkennbar sind. Trotzdem ein großes Lob an die Brauerei, die offensichtlich den Spagat zwischen Tradition und Moderne geschafft hat.

99_Nittenauer Hopfenzwerg-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.nittenauer-bier.de/kreativbiere.php?landing=brauerei&main=produkte&l_id=0#1.

Prost!

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September 27 2016

98. Canny Pils

Über das heutige Bier musste ich einige Zeit grübeln. Auch aus dem „von-Freude-Six-Pack“ stammend, war ich sehr hin und hergerissen, ob es im Bierjubiläum einen Platz finden soll. Denn mit der Zugabe von Hanfsamen-Extrakten bietet das Canny Pils einerseits eine herausragend besondere Eigenschaft, welche ich bei „neuen Bieren“ gerne unterstütze. Andererseits wurden leider auch natürliche Aromen hinzugefügt, von dem ich bei jedem Bier eigentlich großen Abstand nehmen möchte. Um zumindest aber auch mal ein Gegenbeispiel zu haben, habe ich mich doch entschlossen es zu kosten und zu rezensieren. Obgleich die verwendeten Aromen sicherlich (auch bei gutem Geschmackseindruck) schon vorab eine gute Gesamtnote verhindern werden, bin ich trotzdem gespannt wie sich dieses innovative Bier präsentiert. O-Ton Website:

„In Zusammenarbeit mit der renommierten Klosterbrauerei Neuzelle haben wir ein wirklich besonderes Getränk für Sie kreiert! Basierend auf einem klassischen Pilsener Bier ist Canny das erste Biermischgetränk Deutschlands, das mit natürlichem Hanfsamen-Aroma verfeinert wird. Genießen Sie diesen außergewöhnlichen Drink mit allen Sinnen. Schon der leichte Duft nach Honig, nachdem Sie eingeschenkt haben, ist einzigartig. Im Mund erwartet Sie dann eine Geschmacksexplosion. Im ersten Moment noch ein klassisches Pils, entfalten sich unmittelbar im Anschluss die unvergleichlichen Aromen der Hanfpflanze.“

Um nicht ins Visier von Drogenfahndern zu geraten werden hier lediglich die kaum psychoaktiven cannabidiol-haltigen (CBD) Hanfzusätze aus der weiblichen Hanfpflanze verwendet. Im Gegensatz zu den THC-Cannabinoiden sollen diese entkrampfend, beruhigend, entzündungshemmend, antiepileptisch, angstlösend und/oder gegen Übelkeit wirken.

Steckbrief

98_Canny Pils-Steckbrief

Bewertung

98_Canny Pils

  • Flaschendesign + Kronkorken

Im Gegensatz zum innovativem Inhalt lässt das Design meiner Ansicht nach einige Wünsche offen. Zu flippig, zu hip und natürlich zu wenige Informationen.

  • Aussehen

Klassisch goldgelb mit ganz leichter Trübung und geringer schlieriger Schaumbildung.

  • Geruch

Hier hat es mich fast erschlagen. Auch wenn ich mit gewissen Hanfnoten gerechnet habe, war ich auf diese Hanfwolke nicht gefasst. Sie überlagert zudem alle weiteren Pils-typischen Gerüche.

  • Geschmack

Auch im Geschmack kommt der Hanfgeschmack voll durch. Zwar ist auch eine leichte malzige Bitterkeit schmeckbar und auch der Abgang ist recht pilsig, doch ist der Hanf schon sehr dominant.

  • Fazit

Wie bereits beschrieben bin ich schlichtweg überrascht – und das leider nicht positiv. So viel Hanf habe ich nicht erwartet. Der Geruch erinnert eher am Hanf-Dämmstoff für den Hausbau und der Geschmack ist ebenso „stallig“. Nicht nur aufgrund der Aromen-Zugabe hat das Bierjubiläum mit gesamthaften 4 Pkt. (4-) nun ein neues Schlusslicht. Dabei möchte ich nochmals betonen, dass ich die Verwendung von natürlichen Zutaten durchaus befürworte. Das Hanfbier trifft jedoch überhaupt nicht meinen Geschmack.

98_Canny Pils-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.cannydrinks.com/canny-pils/. Nur bitte nicht wundern, dass dort ja gar nichts steht: Ein cleverer Webdesigner hat hier nämlich weiße Schrift auf weißem Grund verwendet…

Prost!

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September 26 2016

97. von Freude Boulevard

Frisch erholt aus dem Urlaub zurück geht es wieder ans Bier-Werk. Auf mich wartet das zweite Six-Pack, was ich mir zum Bierjubiläum von der Craft-Bier-Messe mitgenommen hatte. Genauer gesagt stammt es vom Stand des Unternehmens „von Freude“ aus Hamburg. Das Just Pils konnte ich bereits vor Ort genießen und nun ist der Boulevard dran:

„Das sonnengelbe Boulevard [ein Session-IPA – also ein sehr leichtes India Pale Ale] kommt frisch und leicht daher. Beide darin verwendeten Hopfen – Kazbek und Comet – stammen von wilden Hopfen-Vätern. Ein in der Hopfenzucht eigentlich zu vermeidender Unfall. Doch diesem Zufall sind die großartigen Zitrusnoten dieser beiden Hopfensorten zu verdanken.“

Auch wenn man über die Authentizität des Brauunternehmens streiten kann und natürlich nicht jedes Craft-Bier auch Qualität bedeutet, werde ich mich dem Boulevard nun aber unvoreingenommen widmen.

Steckbrief

97_von Freude Boulevard-Steckbrief

Bewertung

97_von Freude Boulevard

  • Flaschendesign + Kronkorken

Also zumindest design-mäßig ist dem Bier kaum etwas vorzuwerfen. Klasse Optik, lediglich ein paar mehr technische Daten wären wünschenswert.

  • Aussehen

Trotz guter Schaumbildung bin ich hier etwas enttäuscht, da die hell-gelb-goldene Farbe doch recht blass daherkommt. Auch die Trübung hätte etwas stärker sein können.

  • Geruch

Die versprochene fruchtig-hopfige Note nach Zitronengras und Holunder würde ich mit meinem Laienwissen bestätigen.

  • Geschmack

Geschmacklich soll es schlank, wenig bitter und ein erkennbares aber nicht dominantes Hopfenaroma sein. In meiner nicht repräsentativen Stichprobe kann ich das tatsächlich auch so bestätigen und würde nur einen leichten Malzton hinzufügen. Recht gut spritzig, breitet sich die Herbe erst im Abgang ein wenig aus.

  • Fazit

Ich weiß gar nicht genau, warum ich überrascht bin, aber dieses Bier ist besser als ich erwartet hätte. Gerade im ausklingenden Spätsommer ein erfrischendes und interessantes Bier mit einer sehr ausgewogenen Mischung aus Kalthopfung und Milde. In Punkten ergibt das dann satte 13 (1-).

97_von Freude Boulevard-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: https://vonfreude.de/boulevard/.

Neben weiteren Bieren braut man übrigens auch ein Kaffee-Bier, welches mit Fair-Trade-Kaffee aus Brasilien versetzt wird.

Prost!

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September 8 2016

95. Delirium Argentum

Das heutige Bier ist ebenfalls ein Mitbringsel meines Kollegen Matthias. Diesmal aus Antwerpen. Dabei ist das Delirium Argentum aus der 1654 gegründeten Familien-Brauerei Huyghe, mit Sitz in der Nähe von Gent, eine limitierte Edition zum 25-jährigen Jubiläums der Marke Delirium. Der in der Zutatenliste zu findende Weizen ist zwar nicht mit dem „offiziellen“ deutschen „Reinheitsgebot“ konform, erfreut mein Getreide-Herz aber umso mehr. Übrigens, für alle diejenigen, die es nicht wissen (auch ich musste kurz recherchieren), Argentum ist der lateinische Begriff für Silber…

Steckbrief

95_Delirium Argentum-Steckbrief

Bewertung

95_Delirium Argentum

  • Flaschendesign + Kronkorken

Klar, mit einem solchen Design fällt man auf. Dabei ist die gesamte Delirium-Reihe mit diesen Keramik-aussehenden Flaschenäußeren ausgestattet. Auch der rosa Elefanten-Kronkorken ist bereits zu einem bekannten Markenzeichen geworden.

  • Aussehen

Klares rotorange-Kupfer-Bronze mit einer wirklich außerordentlichen Schaumkrone.

  • Geruch

Versprechen: Würzig, zitrusartig, Grapefruit und ein wenig Karamell.
Eindruck: Fruchtig-hopfig, leicht grasig, bitter und malzig.

  • Geschmack

Versprechen: vollmundig, intensiv, leicht karamellig, würzig, Zitrus-Bitterkeit, frisch und kräftig betont bitter im Abgang.
Eindruck: Fruchtige Süße, bitter, leicht malzig und normal vollmundig, tatsächlich sehr frisch und auch bitter im Abgang.

  • Fazit

Entgegen den Erwartungen der Marke Delirium, wovon ich bereits das ein oder andere schwierigere Bier trinken „durfte“ , finde ich das Jubiläums-IPA erstaunlich lecker. Auch die 7 Umdrehungen merkt man dem Bier kaum an. Deshalb gibt es meiner Ansicht nach zu Recht satte 13 Pkt. (1-).

95_Delirium Argentum-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.delirium.be/en/world-of-delirium.

Darüber hinaus gibt es in Brüssel noch eine Delirium-Bar mit fast 2500 unterschiedlichen Bieren aus aller Herren Länder. Also fast aller Herren Länder. Denn wo es selbst Bier aus Ländern wie Grönland gibt, sucht man vergebens nach einem deutschen Bier. Auch auf der Website der Brauerei kann man aus beachtlich vielen verschiedenen Sprachen auswählen – nur deutsch steht nicht zur Auswahl. Mehr als merkwürdig, wie ich finde…

Prost!

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September 7 2016

94. Browar Amber Piwo Żywe

Zwischen den ganzen „Craft“-Bieren gibt es heute nochmal eine Premiere für das Bierjubiläum, die mir freundlicherweise von meinem Kollegen Matthias aus seinem Usedom-Urlaub zur Verfügung gestellt wurde.  Denn mit dem Piwo Żywe hält das erste offizielle Slow-Food-Bier ins Blog Einzug. Gleichzeitig ist es auch das erste polnische Bier, was eine Slow-Food Empfehlung erhielt. Gebraut wird es von der 1994 gegründeten Brauerei Amber in der Nähe von Danzig. Aufgrund der fehlenden Pasteurisierung ist es mit 35 Tagen vergleichsweise kurz haltbar.

Steckbrief

94_Piwo Zywe-Steckbrief

Bewertung

94_Piwo Zywe

  • Flaschendesign + Kronkorken

Direkt in der ersten Kategorie gibt es fast die Bestnote. Eine individuelle Flasche, schöne Etiketten und zu guter Letzt ein wunderschöner Relief-Kronkorken ergeben ein vorbildliches Design.

  • Aussehen

Keine großen Aufreger: Klassisches Goldgelb ohne Trübung und mit schlieriger Schaumbildung.

  • Geruch

Ungewohnt ist hier eine dominante grasige Note mit geringen zitrus-hopfigen Nuancen.

  • Geschmack

Im Antrunk und im Abgang ziemlich süß. Dazwischen leicht malzig ohne einen Hauch Bitterkeit, aber trotzdem irgendwie erfrischend ohne einen Prickelfakor zu bieten.

  • Fazit

Trotz dessen, dass mich der Geschmack nicht wirklich überzeugen kann – es ist mir für ein Lager schlicht zu süß – würdige ich mit den gesamthaften 10 Pkt. (2-) zum Einen das tolle Äußere und zum Anderen den Slow-Food-Gedanken.

94_Piwo Zywe-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.browar-amber.pl/de/unsere-biersorten/zywe/.

Prost!

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September 2 2016

93. Prancing Pony Hopwork Orange

Das vorerst letzte australische Bier kommt ebenfalls aus dem Pony-Stall. Das Hopwork Orange ist ein American Pale Ale und somit zumindest aber nicht ur-australisch. Auch dieses Bier – wie alle anderen Biere der Brauerei – ist „fire-brewed“, also unter offenem Feuer gebraut. Als Hopfen wurde vom deutschen Braumeister und Mitbegründer Frank Simons unter anderem der Mandarina Bavaria verwendet.

Steckbrief

93_Prancing Pony Hopwork Orange-Steckbrief

Bewertung

93_Prancing Pony Hopwork Orange

  • Flaschendesign + Kronkorken

siehe 92.

  • Aussehen

Hellorange-Gelbgold ohne Trübung, dafür mit recht guter Schaumbildung.

  • Geruch

Tatsächlich kann man ein gewisses Orangen-Aroma feststellen. Dazu aber auch viele weitere Fruchtnuancen, wie Papaya, und Grasnoten.

  • Geschmack

Süßlich-bitter, dumpf-fruchtig und leicht malzig kann man es zusammenfassen, wobei Antrunk und Abgang identisch sind.

  • Fazit

Gerade für einen lauen Sommerabend wie heute zum Wochenendstart ein passend erfrischendes Bier. Sicher nicht sehr herausragend, aber gerade für ein Craft-Bier gut ausgewogen zwischen Gewöhnlichkeit und Hopfenbitterkeit. Deshalb in Summe 12 Pkt. (2+).

93_Prancing Pony Hopwork Orange-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://prancingponybrewery.com.au/.

Prost!

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August 31 2016

92. Prancing Pony Amber Ale

Heute geht es von Willunga nach Totness ohne dabei den Südaustralischen Distrikt zu verlassen. Hier ist die Prancing Pony Brauerei zu finden, welche von einem deutschen Brauer gegründet wurde. Nach meinem Eindruck handelt es sich dabei um eine klassische moderne Craft-Beer-Brauerei, welche vor allem auf britische und amerikanische Bierstile fokussiert ist. So ist auch das Amber Ale an ein „American Ale“ angelehnt. Besonderheiten des Bieres sind die 6-fache Hopfung (amerikanische und australische Sorten) und ein sogenanntes Fire-Brew-Verfahren, welches aber nicht näher erläutert wird.

Steckbrief

92_Prancing Pony Amber Ale-Steckbrief

Bewertung

92_Prancing Pony Amber Ale

  • Flaschendesign + Kronkorken

Wie bei vielen Craft-Biere finde ich das Äußere auch hier zu verspielt. Hinzu kommt ein „nicht brauchbarer“ Kronkorken…

  • Aussehen

Ein naturtrübes hellorange-Kupfer wird von einer wirklich guten und haltbaren Schaumbildung unterstützt.

  • Geruch

Klar hopfig, allgemein fruchtig, leicht grasig und eine kleine Karamellnote.

  • Geschmack

Glücklicherweise setzt sich der Hopfen hier nicht so deutlich durch, wie zu erwarten. Im Gegenteil: Es dominieren Malz-, Gras- und Röstaromen. Fruchtige Noten sind nur kaum zu finden. Insgesamt sehr gefällig, harmonisch, prickelnd und ein wenig trocken.

  • Fazit

Das Amber Ale hat mich doch etwas überrascht. Bei der 6-fachen Hopfung hätte ich deutlich mehr Citra erwartet. Ohne immer noch nicht zu wissen, was es mit dem „fire brewed“ auf sich hat, kann man zumindest aber eine gewisse rauchige Note rausschmecken. Alles in allem trotz deutlichen Abzügen bei der äußeren Erscheinung noch sehr passable 11 Pkt. (2).

92_Prancing Pony Amber Ale-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://prancingponybrewery.com.au/.

Prost!

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August 30 2016

91. Vale Golden Ale

Das letzte verbliebene Vale-Bier, welches ich nicht zum Bierjubiläumstag bei der Craft-Beer-Messe verköstigen konnte steht nun an.

Und es ist wohl ein ziemlich besonderes Bier. Auf der Frankentour noch mit Alex und Nils philosophiert, warum es nicht eigentlich mehr blended Biere gibt, habe ich zumindest ein „Malzblend“ vor mir. Denn das sogenannte Golden Ale wurde auf Basis von den drei Malzsorten Pilsner, Weizen und Wiener Lager in der Maische hergestellt.

Dieses Brauexperiment im Sinne der Biervielfalt absolut befürwortend, hoffe ich also auf interessantes Bier.

Steckbrief

91_Vale Golden Ale-Steckbrief

Bewertung

91_Vale Golden Ale

  • Flaschendesign + Kronkorken

Definitiv ein Hingucker. Eines der wenigen moderne Craft-Beer-Designs die in ihrer Schlichtheit überzeugen. Auch der Kronkorken gefällt mir. Leider fehlen jedoch viele Infos auf der Flasche, was zu Abzügen führt.

  • Aussehen

Sattes Gold wie ein Goldenes Ale sein sollte.  Dazu ganz ganz leicht trüb mit mäßiger schlieriger Schaumbildung.

  • Geruch

Hier verbindet sich ein klares Zitrusaroma mit grasigen und blumigen Noten.

  • Geschmack

Was sich im Geruch andeutet wird im Geschmack noch interessanter. Auch wenn mir die permanente Hopfenbitternote etwas stört ist der Mix aus grasigen und fruchtigen Einflüssen sehr spannend. Insgesamt eine gute Balance aus süßen und herben Elementen zugleich. Auch der leichte Prickelfaktor und der feinherbe angenehme Abgang harmonisieren hier gut.

  • Fazit

Gerade nach dem gestrigen Craft Bier, bin ich beruhigt, dass mir dieses wieder schmeckt. Auch wenn es zugegebenermaßen kein absoluter Höhepunkt ist, ist die innovative Maische-Mischung zu würdigen und anzurechnen. Deshalb von mir für das goldene Ale 13 Pkt. (1-).

91_Vale Golden Ale-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://valebrewing.com.au/beers-and-ciders/vale-golden.

Prost!

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August 29 2016

90. Smiling Samoyed Dark Ale

Zugegebenermaßen fällt es nach den gestrigen Beiträgen etwas schwer wieder zur Tagesordnung überzugehen, aber schließlich warten noch einige Biere auf ihre Verköstigung und auch meine Frau wird sich sicher freuen, wenn wieder etwas mehr Platz im Schrank ist.

Deshalb geht es heute dort weiter wo es am Tag der Tage aufgehört hatte. Der aufmerksame Leser wird nämlich noch im Hinterkopf haben, dass ich mir einige Biere von der Craft Beer Messe am Bierjubiläums-Tag mitgenommen hatte. Anfangen werde ich mit der Australien-Fraktion – heute in Form des Dark Ales aus dem Hause Smiling Samoyed. Als nicht-Hunde-Liebhaber musste ich erst einmal recherchieren, das Samoyed eine amerikanische Hunderasse ist. Ein kleiner Hinweis hierauf gibt dabei das Unternehmenslogo, was auf die Hunde der Firmengründer zurückzuführen ist. Smiling Samoyed ist übrigens eine klassische australische Craft-Beer-Brauerei in Südaustralien, südlich von Adelaide in der großen Australischen Bucht. Besonders spannend: Es wird auch eine australisches Variante des Kölsch gebraut. Unter dem Namen „Kolsch“ wird ein German Style Golden Ale angeboten. Was dazu wohl die Kölsch-Konvention sagen würde…

Steckbrief

90_Smiling Samoyed Dark Ale-Steckbrief

Bewertung

90_Smiling Samoyed Dark Ale

  • Flaschendesign + Kronkorken

Wieder einmal ein Beispiel eines Craft-Bieres, welches mit eindeutig zu hipp ist. Das verspielte Logo mit Hund und dann auch noch der unifarbene Kronkorken führen in dieser Kategorie zu keiner guten Wertung.

  • Aussehen

Wie oben ersichtlich eine schwarze Färbung mit kupfernen oder bronzenen Nuancen. Eine natürliche Trübung ist übrigens trotz der Färbung nicht vor. Auch die Schaumbildung ist wenig ansprechend.

  • Geruch

Wie fast zu vermuten recht süß, zartbitter-schokoladig mit Röstaromen.

  • Geschmack

Auch im Geschmack schlagen sich die Röstaromen durch. Insgesamt ist das Dark Ale in der Tat ziemlich dunkel und schwer im Geschmack, ohne eine immense Vollmundigkeit zu verbreiten. Trotz nur 17 IBU kommt es mir ziemlich bitter vor. Dies könnte aber auch durch die säuerliche Note begünstigt werden, die sich ebenfalls im Bier wiederfindet.

  • Fazit

Das mit 6 Malzen eingebraute Dark Ale konnte ich mich in keiner Kategorie wirklich überzeugen. Vielleicht bin ich nach der Franken-Tour noch nicht wieder für ein australisches Bier bereit, aber ein Genuss war dieses Bier wahrlich nicht. Deshalb gibt es heute auch nur etwas harte 6 Pkt. (4+).

90_Smiling Samoyed Dark Ale-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.smilingsamoyed.com.au/beer_type/all-beers/.

Prost!

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August 11 2016

89. Hopfmeister Road Trip

Und auch das heutige Bier könnte passender kaum sein. Aufgrund der vielen Ortswechsel auf unserer Franken-Bier-Tour, ist es zumindest namentlich die perfekte Einstimmung für die kommende Woche. Die Road Trip Serie von Hopfmeister ist eine limitierte Reihe internationaler Biere.

„…Den Start macht unser Irish Road Trip. Mit seinen frischen Aromen von Citrus, Melone und Traube, aber auch ein wenig Mango oder Gras, erinnert das naturtrübe India Pale Ale an einen sonnigen Sommertag an der Westküste Irlands. …“

Als Geograph habe ich dabei durchaus Probleme Irland in Übersee zu verorten, wofür ein India Pale Ale nun ursprünglich gebraut wurde. Aber solange es kein „Multi-Bier-kulti-Projekt“ ist, bin ich ja für alles offen…

Steckbrief

89_Hopfmeister Road Trip-Steckbrief

Bewertung

89_Hopfmeister Road Trip

  • Flaschendesign + Kronkorken

siehe 87.

  • Aussehen

Ich würde die Farbe als dunkelrotorangebraun-Bernstein bezeichnen, dazu etwas Trübung und eine geringe aber schlierige Schaumbildung.

  • Geruch

Grapefruit, Hanf, Mango und Melone wurden versprochen und bis auf das letzte kann man tatsächlich auch alles raus riechen. Hinzufügen würde ich eine allgemeine saure Süße bei geringen Malznoten.

  • Geschmack

Die hier erklärten Parameter vollmundig, fruchtig und karamellig kann ich wieder bis auf das letzte bestätigen. Anstatt dessen ist eher eine bittere Süße und leichte alkoholaromatische Note zu schmecken. auch die zugesagte prickelnde Frische kann ich in der Deutlichkeit nicht erkennen. Im Abgang ist es erwartbar herb und leicht ölig-süß.

  • Fazit

Positiv hervorzuheben ist meiner Ansicht nach die Kombination aus Frucht- und Grasnoten, die dem Bier eine gewisse Natürlichkeit verleihen und somit vielleicht wirklich den Eindruck nach Wiesen in Irland erwecken könnten (also insofern man schon mal dort war). Da es geschmacklich aber leider nicht der Brüller ist, gibt es Summe „nur“ 11 Pkt. (2).

89_Hopfmeister Road Trip-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://hopfmeister.de/bier/irish-road-trip/.

Prost!

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August 10 2016

88. Hopfmeister Gipfel-Glück

Passend zum Wochen-Berg-Fest gibt es am heutigen Mittwoch das Gipfel Glück vom Hopfenmeister. Dieses

„…ist ein süffiges, naturtrübes Weißbier mit fruchtigen Noten von Mango und Maracuja. Sie stammen von einer exotischen Weißbierhefe und dem nach der Gärung eingesetzten Aroma-Hopfen. Wegen des schlanken Körpers und der vergleichsweise mild ausgeprägten Kohlensäure ist das Bier schwer in eine Schublade zu stecken und trinkt sich so angenehm wie ein frisch gezapftes Kellerbier.“

Nach der kleinen „Enttäuschung“ von gestern, bin ich natürlich umso mehr gespannt, wie das Gipfel Glück das Bierstil-Schubladen-Denken aufbrechen kann.

Steckbrief

88_Hopfmeister Gipfel Glück-Steckbrief

Bewertung

88_Hopfenmeister Gipfel Glück

  • Flaschendesign + Kronkorken

siehe 87.

  • Aussehen

Dunkel-gold-gelb und naturtrüb mit schnellem aber wenig stabilen Schaum.

  • Geruch

Zitrusartig, waldig-hopfig und natürlich bananig. Die versprochene Mango könnte ich identifizieren, die Maracuja nicht.

  • Geschmack

Recht vollmundig und weniger gehopft als befürchtet. Ansonsten leicht bitter, etwas malzig und hell-fruchtig. Zudem spritzig und weich zugleich. Der typische Weißbiergeschmack kommt allerdings erst im hefigen Abgang zur Geltung.

  • Fazit

Kann sein, dass ich mit einem Weißbier mehr anfangen kann als mit einem Pale Ale, aber dieses Hopfenmeister-Stück gefällt mir schon besser. Das Schubladen-Denken wird dabei tatsächlich aufgebrochen, auch wenn die leicht bittere Fruchtnote gewöhnungsbedürftig ist. Deshalb verdientermaßen so gerade eben noch eine 1- (13Pkt.).

88_Hopfmeister Gipfel Glück-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://hopfmeister.de/bier/gipfel-glueck/.

Prost!

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August 9 2016

87. Hopfmeister Surfers Ale

Bevor es für Alex, Nils und mich nächste Woche auf große Franken-Tour geht kommen diese Woche noch einmal drei Craft Biere aus meinem Altbestand an die Reihe. Alle drei stammen vom Münchener Unternehmen Hopfmeister. Der Geschäftsführer (seines Zeichens Biersommelier) und selbst bezeichnete Gypsy-Brauer (Wanderbrauer) hat keine eigene Brauerei, sondern lässt in regionalen Brauereien produzieren. Die erst seit wenigen Monaten aktive Brauerei hat derzeit 6 Biere im Repertoire. Eins davon ist das Surfers Ale, welches übrigens in Hohenthann gebraut wird:

„…ein süffiges, naturtrübes Pale Ale (helles, obergäriges Bier) mit fruchtigen Noten von Citrus, Mandarine und ein wenig Gras. […] Deshalb erinnert es auch ein wenig an ein naturtrübes Pils und besticht mit seiner hohen ‚Drinkability’.“

2015 eingeführt, konnte es bereits dieses Jahr die Goldmedaille in der Kategorie Pale Ale der International Craft Beer Awards von Meininger gewonnen. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch mehr kann, als einfach nur Citra-Hopfen-Aromen zu versprühen…

Steckbrief

87_Hopfmeister Sufers Ale-Steckbrief

Bewertung

87_Hopenmeister Sufers Ale

  • Flaschendesign + Kronkorken

Nah dran an einer Bestnote, ist mir das Äußere etwas zu verspielt. Aber so viele Infos, wie hier gibt es selten auf der Flasche. Nur am Kronkorken, könnte man noch etwas feilen.

  • Aussehen

Gold-gelb-orange, naturtrüb mit mäßiger aber stabiler Schaumbildung.

  • Geruch

Dominant sind hier helle Früchte und tatsächlich ein gewisses Grasaroma. Aber auch das Malz kommt ganz gering durch. Eine dumpfe Frische unterstreicht das ganze Ensemble.

  • Geschmack

Insgesamt eine recht hohe Bitterkeit mit fruchtigen Zwischentönen. Das Gras kommt auch hier tatsächlich zur Geltung. Das Bier ist wenig süffig, eher vollmundig und ziemlich weich. Trotzdem ist es spritzig und leicht ölig-herb im Abgang.

  • Fazit

In der Tat konfrontiert einem das Surfer Ale nicht unmittelbar mit dem Citra-Hopfen. Aber die kaltgehopfte Bitterkeit ist dann doch wieder sehr Craft-Bier-typisch. Der grasige Geschmack hebt den Gesamteindruck allerdings etwas an. Da es aber wieder einmal nur eines von vielen hopfenbetonten Craft-Bieren ist, heute ein ziemlich hartes Urteil: 11 Pkt. (2).

87_Hopfmeister Sufers Ale-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://hopfmeister.de/bier/surfers-ale/.

Prost!

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August 4 2016

85. Krombacher Brautradition Kellerbier

Als drittes und (vorerst) letztes Bier der großen deutschen Braugruppen geht das Kellerbier von Krombacher ins Rennen.

Mit knapp 7 Mio. hl Ausstoß rangiert die Krombacher-Gruppe derzeit auf Rang 5 der deutschen Hitliste. Gegründet wurde die Hasbrauerei 1803 im Siegerland. Inzwischen gehören zur Gruppe u.a. aber auch Rhenania (alte Altbiermarke aus Krefeld) und Schweppes. 1996 erfindet Krombacher übrigens den 11er-Kasten, welcher sogar vollständig aus Recycling-Material hergestellt wird. 2002 startet das inzwischen etablierte Regenwald-Projekt, bei dem je verkauftem Kasten 1 m² Regenwald gerettet werden soll. Da das Projekt vom WWF unterstützt wird, hoffe ich einfach das dies auch so umgesetzt wird. Im selben Jahr wurde Krombacher dann auch Marktführer für deutsches Pilsener. Heute kommt ungefähr jedes zehnte Pils aus Kreuztal. Das berühmte Felsquellwasser stammt übrigens aus der Krombacher Felsenquelle als Teil des Rothaargebirges, welche mit knapp 50 Brunnen angezapft wird.

Zum Kellerbier gibt es folgende Beschreibung, woran jedoch wohl stark gezweifelt werden dürfte:

„Die handwerkliche Kunst des Bierbrauens und die wohlgehüteten Rezepturen werden bei uns in Krombach von Generation zu Generation weitergegeben. So verfügen unsere Braumeister über einen reichhaltigen brauhandwerklichen Erfahrungsschatz. Mit ihrem gesamten Können, mit Hingabe und Leidenschaft führen sie nun mit dem naturtrüben Kellerbier eine alte Brautradition fort.“

Das Bier wurde bereits letztes Jahr erstmals gebraut, wurde jedoch nur im hauseigenen Ausschank angeboten.

Steckbrief

85_Krombacher Brautradition Kellerbier-Steckbrief

Bewertung

85_Krombacher Brautradition Kellerbier

  • Flaschendesign + Kronkorken

Im Vergleich zu den anderen beiden Bierspezialitäten der Konkurrenz (siehe 83. & 84.) ist das äußere Erscheinungsbild am wenigsten ansprechend. Wobei es für Krombacher schon recht gut ist. Aus Kronkorkensicht muss man der Brauerei ja zu Gute halten, dass sie regelmäßig neue herausbringen.

  • Aussehen

Recht schönes und trübes dunkelgold-orange Bernstein mit zu geringer Schaumbildung.

  • Geruch

Zugleich malzig und hopfig, ohne dass eine der beiden Seiten dominiert.

  • Geschmack

Malzig ohne viel Süße, bitter ohne viel Hopfen. Ansonsten stimmt zumindest, dass es ziemlich würzig ist. Auch die Vollmundigkeit ist für ein Bier diesen Typs ok. Die gute Spritzigkeit macht einen frischen Eindruck, während der Abgang trocken feinherb ist.

  • Fazit

Gerade im Vergleich zu den beiden vorherigen Bieren fällt das Krombacher Kellerbier negativ heraus – auch wenn es für ein Krombacher schon gut ist. Da man aber in fast allen Kategorien schlechter rangiert, springen in Summe „nur“ 10 Pkt. (2-) heraus. Ob das Bier in einer früheren handwerklicheren Version besser abgeschnitten hätte kann ich ja nicht mehr beurteilen.

85_Krombacher Brautradition Kellerbier-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.krombacher.de/UnsereBiere/KrombacherSpezialitaeten/.

Dazu gibt´s noch eine Nostalgie-Zeitung zum Bierjubiläum: https://www.krombacher.de/braukunst/reinheitsgebot/-pdf/Krombacher_Nostalgie.pdf.

Und hier der Blogeintrag eines Kollegen: https://bierblogg.de/2015/09/25/krombacher-kellerbier/.

Prost!

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August 3 2016

84. Beck’s Red Ale

Unabhängig vom Bierjubiläum hat Beck´s seit Kurzem diverse Spezialbiere im Aufgebot. Inspiriert von internationalen Biertypen gab es dort bisher ein Pale Ale, Amber Lager sowie ein Pils nach der alten Rezeptur von 1873.

Dies war nämlich das Gründungsjahr der Kaiser-Brauerei Beck & May o.H.G.. Der Name ist wohl im Zusammenhang der Gründungsphase des deutschen Reichs entstanden. Passenderweise zeichnete nur ein Jahr darauf der damalige Kronprinz und spätere (wenn auch nur kurzzeitige) zweite deutsche Kaiser Friedrich III. das Beck´s Bier mit einer internationalen landwirtschaftlichen Goldmedallie aus. Weitere wichtige Meilensteine in der Beck´s Geschichte waren die Einführung der Stahlfässer 1928 und die Eröffnung der ersten außerdeutschen Braustätten in Batavia (dem heutigen Jakarta) und Singapur 1931. Eine weitere Besonderheit von Beck´s ist der Umstand, dass man viele Jahre ausschließlich für den Exportmarkt hergestellt hat. 2002 wurde die Brauerei an die heutige AB-InBev verkauft. Damit gehört Beck´s der weltweit größten Braugruppe an. In Deutschland wird man jedoch weiterhin noch von der Radeberger-Gruppe ausgestochen.

Neben der allgemeinen Markenpräsenz ist Beck´s sicherlich durch die Marketing-Kampagne mit dem Segelschiff Alexander-von-Humboldt bekannt. Dabei sollte das Schiff die zwei zentralen Merkmale der Exportorientierung und der deutschlandweit ersten grünen Bierflaschen symbolisieren.

Bisher noch nicht probiert habe ich das Red Ale. Dieses soll an einem typisch irischen Bierstil angelehnt sein:

„Die leichte Süße und der vollmundige Malzgeschmack unterstreichen die unverwechselbare Note des roten Goldes.“

Steckbrief

84_Beck´s Red Ale-Steckbrief

Bewertung

84_Beck´s Red Ale

  • Flaschendesign + Kronkorken

Im Vergleich zum Warsteiner geradezu das Gegenteil. Aber nicht nur das Design ist hochmodern, auch die Etiketten sind hochwertig. Auch die notwendigen Bierinfos fehlen nicht.

  • Aussehen

Ein schönes trübes kastanien-rotbraun mit mäßigem aber dafür schön crème-farbenem Schaum.

  • Geruch

Sehr süßlich-karamellig und malzig. Auch eine geringe dunkle bittere Fruchtnote meine ich zu erahnen.

  • Geschmack

Auch wenn es als vollmundig propagiert wird und auch einen recht guten Körper hat, ist es erstaunlich süffig. Die Karamellmalznote setzt sich auch hier fort. Zwischendrin sind nur leichte Bitter- und Röstnoten. Im Abgang ist es unauffällig harmonisch.

  • Fazit

Auch das Beck´s überrascht. Auch wenn es länger gedauert hat, hat man in der Bremer Brauerei den Markt für Bierspezialitäten entdeckt und würde gut daran tun, daran festzuhalten. Auch wenn ich nicht beurteilen kann, inwiefern sich das Bier mit einem Original Irish Ale vergleichen lässt, schmeckt es mir persönlich ziemlich gut. In Summe gibt´s 12 Pkt. (2+).

84_Beck´s Red Ale-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: https://www.becks.de/#.

Prost!

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August 2 2016

83. Warsteiner Braumeister Edition

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen die großen „Fernseh“-Biere vom Bierjubiläum auszuschließen, aber drei Biere haben dann doch mein Interesse geweckt – insbesondere, wenn sie einen Bezug zum Bierjubiläum haben.

Den Anfang macht das Jubiläumsbier der Edition Braumeister aus dem Hause Warstein im Sauerland. Früher einmal die größte Brauerei Deutschlands, rangiert die Warsteiner-Gruppe immerhin noch auf Rang 7. Bei einem Gesamtausstoß von etwa 4 Mio. hl entfallen 2,3 Mio. hl auf die Marke Warsteiner. Eine Besonderheit der Brauerei ist sicherlich die Tatsache, dass sie von einer 38-jährigen Frau geführt wird. Und zwar der Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkelin des Firmengründers Antonius Cramer.

Laut ratebeer handelt es beim Braumeister um ein Wiener Amber Lager, welches mit hellen und dunklen Gerstenmalze eingebraut wird. Der Name ist – wie zu vermuten war – dem ersten urkundlich erwähnten Braumeisters Fritz Peters gewidmet:

„Ein Bier zu Ehren des Reinheitsgebotes und
unseres 1. beurkundeten Braumeisters.
Der heute selten gewordene Vorgang der Kalthopfung verleiht unserer naturtrüben Bierspezialität seinen wunderbar fruchtigen Geschmack.
Die Kombination aus ausgewählten Spezialmalzen und Hallertauer Aromahopfen („Tradition“ & „Cascade“) ergeben ein vollmündig süffiges Bier mit einer intensiven Bernsteinfarbe.“

(…vollmündig süffig – jaja…)

Steckbrief

83_Warsteiner Braumeister Edition-Steckbrief

Bewertung

83_Warsteiner Braumeister Edition

  • Flaschendesign + Kronkorken

Also ich muss zugeben, dass ich wirklich sehr positiv überrascht bin. Bis auf die Darstellung des Braumeisters, welche sicher nicht jedermanns Sache ist, kann ich am Äußeren kaum etwas kritisieren. Selbst die so oft vermissten Infos fehlen diesmal nicht.

  • Aussehen

Ein orangenfarbiges Bernstein mit Trübung und mäßiger Schaumbildung.

  • Geruch

Hier fängt es nun an spannend zu werden. Denn ein derart süßlich-malziger Geruch ist mir bisher noch nicht unter die Nase gekommen. Dabei ist jedoch keine Karamellnote erkennbar, sondern eher eine leichte trockene Fruchtnote, welche u.U. von der Kalthopfung stammt.

  • Geschmack

Auch geschmacklich setzt sich die Überraschung fort. Wohl durch die Kombination aus hellem und dunklem Malz sowie der dazu kommenden Kalthopfung wird ein gar nicht mal so schlechter Geschmackseindruck erzeugt. Süßlich-malzig mit einer leichten Hopfenbittere und einem trockenen Abgang bei recht dumpfer Resenz, ist hier etwas zu schmecken, was mein Amateur-Gaumen nicht einordnen kann.

  • Fazit

„Damit hätte ich nicht gerechnet“ könnte man das Ganze zusammenfassen. Ein in der Tat spannendes Bier. Durch die Verknüpfung aus Kalthopfung (ohne Verwendung eines dominaten Hopfens) sowie hellem und dunklem Malz entsteht ein ganz neuer Geschmack. Und das obwohl das Bier doch nach einem altertümlichen Rezept hergestellt ist. Dass es nicht zur Bestnote gereicht hat liegt in der Hauptsache an meinem nicht ganz runden Gesamteindruck. Nichtsdestotrotz starke 13 Pkt. (1-) für die Braumeister Edition.

83_Warsteiner Braumeister Edition-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.warsteiner.de/unser-bier/braumeister/.

Prost!

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Juli 28 2016

82. Edelhopfen EXTRA

Meine Bierwoche endet mit einem ebenfalls „besonderen“ Bier. Denn schließlich ist das Edelhopfen Extra das erste kalorienreduzierte Bier des Bierjubiläums. Aus dem Hause Maisel ist es laut eigenen Angaben der Marktführer in diesem Segment. Das Edelhopfen unterscheidet sich zentral vom „normalen“ Pils durch folgende Merkmale:

  • 75% weniger verwertbare Kohlenhydrate
  • 30% weniger Kalorien
  • 12% weniger Alkohol

Im Vergleich zu anderen kalorienreduzierten Biervarianten hält sich hier also die Alkoholreduktion in Grenzen. Die Kalorienreduktion wird in erster Linie durch eine deutlich höhere Vergärung erreicht.

„Nicht umsonst ist es das meistgetrunkene energiereduzierte Pilsener Deutschlands. Dieser niedrige Kohlenhydratgehalt entspricht dem Qualitätsmerkmal „extra trocken“ und verleiht Edelhopfen die pilstypische, feinherbe Hopfennote. Ein Pilsner für alle, die ein trockenes Pils lieben – eben Edelhopfen EXTRA.“

Die Brauerei Gebrüder Maisel wartet übrigens noch mit diversen interessanten „Extras“ rund ums Bier auf. Im Rahmen der Bier-Erlebnis-Welt, bei der u.a Bierkutschen-Touren oder Bierseminare angeboten werden, versucht man Bayreuth als Heimat erlebbarer Bier- und Braukultur hervorzuheben.

Steckbrief

82_Edelhopfen Extra-Steckbrief

Bewertung

82_Edelhopfen Extra

  • Flaschendesign + Kronkorken

Da Light-Biere es so an sich haben optisch wenig ansprechend zu sein, kann man nicht zu viel erwarten. Bei entsprechend niedrigem Niveau sticht das Edelhopfen sogar positiv hervor.

  • Aussehen

Hellgold, recht klar und mit mäßiger Schaumbildung.

  • Geruch

Am Anfang typisch Light-Bier-artig, am Ende dann doch klassisch pilsig.

  • Geschmack

Süffig dünn und leicht mit einer moderaten Malznote und Bitterkeit, kann es mich nicht recht überzeugen. Nur der recht frische Eindruck und der versprochene trockene Abgang mögen mir gefallen.

  • Fazit

An einem kalorienreduzierten Bier ist grundsätzlich wenig auszusetzen. Allerdings halte ich das in Kombination mit einer deutlicheren Alkoholreduktion sinnvoller. Zumal bei normalen Bierkonsum weder die Kalorien noch die Kohlenhydrate stark ins Gewicht fallen. Denn der klassische Bierbauch kommt eben nicht primär durchs Bier, sondern durch den Appetit, den das Bier macht. Und da wird wahrscheinlich auch das „Diät“-Bier wenig ändern – obwohl es natürlich mit seiner Leichtigkeit wohl weniger Heißhunger hervorruft. Trotzdem bleibt für mich ein Light-Bier ohne deutliche Alkoholreduktion sinnfrei. Da das Bier an sich aber recht passabel ist gibt es immerhin noch 7 Pkt. (3-).

82_Edelhopfen Extra-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.maisel.com/unsere_biere/edelhopfen_extra_30.html.

Prost!

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Juli 27 2016

81. Borbecker Dampfbier

Das zweite „besondere“ Bier ist das Borbecker Dampfbier aus der Essener Familienbrauerei Stauder. Diese existiert seit 1867 und wird inzwischen in der 6. Generation geführt. Der Name Borbecker leitet sich vom Stadtteil Borbeck der Ruhrgebietsmetropole ab. Das Dampfbier selbst ist auf 1896 datiert.

Und damit kommen wir auch schon zur Frage: Was ist ein Dampfbier eigentlich? Wie aus der Bezeichnung bereits zu vermuten, wird der Gärvorgang unter vergleichsweise heißen Temperaturen durchgeführt, wodurch der Sud zu dampfen beginnt. Die höheren Temperaturen wurden aus Kostengründe gewählt, da so die Kohlensäure- und Alkoholentwicklung beschleunigt wurde. Eine andere Herkunft des Namens geht auf die gründerzeitliche erstmalige Verwendung von Dampfmaschinen in der Bierherstellung ab, wodurch hier ein besonders modernes und fortschrittliches Bier gekennzeichnet wurde. Im vorliegenden Fall würde ich auf letzteres tippen. Ein kurzer Auszug aus Wikipedia gibt mehr Auskunft über diesen skurrilen Biertyp:

„Dampfbier war im Rheinland, in Westfalen und Bayern bis Ende des 19. Jahrhunderts weit verbreitet und wurde wegen der kostengünstigen Brauweise als „Arme-Leute-Bier“ bezeichnet.

Zum Brauen wurde vorwiegend Gerste genutzt und nur wenig karamellisierter Malz wurde zugesetzt. Der Gärprozess wurde mit überschüssiger Hefe aus Weißbierbrauereien gestartet. Aus Kostengründen wurde meist selbstangebauter Hopfen („Hinterhofhopfen“) zugesetzt. Das Bier wurde nicht pasteurisiert und zur Verbesserung der Haltbarkeit in tiefgelegenen Kellern oder Felsenkellern gelagert. Der geringe Hopfengehalt führte zu einem phenolischen, mitunter leicht rauchigen Geschmack.“

Auch interessant an der Stauder-Brauerei ist die verlinkte Pachtbörse für zukünftige Gastronomen, die Ausgabe von Unternehmensanleihen an Privatkontrahenten sowie für mich vor allem die Kronkorkensammelaktion mit Treuegeschenken.

Steckbrief

81_Borbecker Dampfbier-Steckbrief

Bewertung

81_Borbecker Dampfbier

  • Flaschendesign + Kronkorken

Optisch insgesamt ansprechend, wenn auch ein wenig zu viel bling-bling. Natürlich wären auch hier mehr Infos besser als weniger, aber das ist ja normal.

  • Aussehen

Sehr klar und hell und mit mittelmäßiger Schaumbildung.

  • Geruch

Ein wenig malzig, ein wenig hopfig, ein wenig zitrusartig und tatsächlich auch irgendwie ziemlich industriell.

  • Geschmack

Auch hier hält es was es verspricht: Sehr mild und süffig, leicht bitter und malzig mit geringer Resenz und einem feinherben leicht trockenen Abgang.

  • Fazit

„Eine Rarität unter den Bieren“

So lautet es zumindest auf der Flasche. Wenn das Bier tatsächlich noch mit historischen Dampfmaschinen gebraut wurde, dann stimme ich dem selbstverständlich zu. Da das jedoch sehr wahrscheinlich nicht der Fall ist, reicht mir aber auch das besondere Brauverfahren, welches an eine Ruhrpott-Tradition anknüpft. Auch wenn der Geschmack eigentlich gefällt, reicht es jedoch nicht für mehr als 10 Pkt. (2-). Insgesamt hätte ich mir von Stauder auch einfach mehr Hintergrund-Informationen zum Dampfbier gewünscht.

81_Borbecker Dampfbier-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: https://stauder.de/unser-bier/borbecker-biere.html sowie http://dampfbier.de/dampfbier.html.

Prost!

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Juli 26 2016

80. Pinkus Speciál

Diese Woche stehen drei besondere Biere an. Besonders deshalb, weil jedes für sich gesehen ein Spezifikum repräsentiert. Beginnen möchte ich mit einem Bio-Bier. An dieser Stelle nicht das erste, aber dafür mit gesonderter Hervorhebung. Und mit Pinkus ist hierfür auch ein würdiger Vertreter gefunden. Schließlich ist es eine der größten und ältesten Bio-Bier-Marken Deutschlands. Dabei gilt es natürlich auch immer zwischen verschiedenen Bio-Labels zu unterscheiden. Zudem gilt es eigentlich auch zu berücksichtigen, dass sicher viele Betriebe auch sehr (sozial-)ökologisch brauen, ohne dies labeln zu lassen.

Das besondere an Pinkus ist der historische Umstand einzige verbliebene Altbierbrauerei aus Münster zu sein. 1816 gegründet besteht es inzwischen in der 6. Familiengeneration. Bereits 1978 wurde das erste „biologische“ Bier auf den Markt gebracht. Der Name Pinkus der Müller Brauerei leitet sich nach eigenen Angaben von dieser 1912 datierte Anekdote her:

„Auf einem nächtlichen Ausflug widmet sich Carl Müller zusammen mit zwei Mitschülern einem „Bullenkopp“, einem sechs Liter fassenden Krug Altbier. Nach fortgeschrittenem Genuß der Hausspezialität überkommt die vermutlich ausgesprochen lustige Gesellschaft ausgerechnet auf der Promenade kollektiv ein dringendes menschliches Bedürfnis, woraus sie stante pede einen sportlichen Wettkampf entwickelt:
Als Ausgangsposition gibt es auf der einen Seite ein kleines Mäuerchen, auf der anderen eine brennende Gaslaterne, eine NOCH brennende Gaslaterne… Der offizielle Titel des Gewinners verkürzt sich im Laufe der Zeit zu „Pinkus“. Der Bezeichnete lässt den Namen später sogar in seinen Pass eintragen, denn „Carl Müllers gibt’s so viele, Pinkus ist einmalig!“

Das Speiciál ist dabei inzwischen eines von knapp 20 Bieren aus der Bio-Brauerei. Gerne hätte ich aus das original Münstersche Altbier probiert. Aber wie es in konventionellen Getränkemärkten nun mal so ist, ist die Auswahl doch recht beschränkt.

Steckbrief

80_Pinkus Speciál-Steckbrief

Bewertung

80_Pinkus Speciál

  • Flaschendesign + Kronkorken

Sowohl Flasche als aus Kronkorken sind mir persönlich etwas zu verspielt. Allerdings kann ich dem Photo der historischen Altbierküche viel abgewinnen.

  • Aussehen

Ziemlich hell-gold-gelb mit passabler Schaumbildung und natürlicher leichter Trübung.

  • Geruch

Wie es sich für ein Bier Pilsener Brauart gehört riecht es natürlich recht hopfig. Aber auch Zitrus- und malzsüße Noten sind erkennbar.

  • Geschmack

Geschmacklich kann sich das Speciál meiner Meinung nach nicht besonders von der Pils-Konkurrenz abheben. Zeichnet sich aber durch einen klaren süffigen und leicht bitteren Antrunk aus. Der gering spritzige Abgang ist sanft herb.

  • Fazit

Ein Pils aus einer Altbierbrauerei – dafür aber Bio. Im Vergleich zur nicht-bio-Konkurrenz muss sich das Pinkus-Pils deshalb nicht verstecken, weil es nicht nur durch seine Zutaten, sondern durch die zum Glück fehlende (Fein-)Filtration sehr natürlich wirkt. Wer also eher auf Klasse, denn auf Masse setzt macht mit dem Speciál absolut nichts falsch. Mehr als 11 Pkt. (2) kann ich aber trotzdem nicht geben.

80_Pinkus Speciál-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.pinkus.de/brauerei/biervielfalt/special-1/.

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Juli 20 2016

79. Tucher Bajuvator

Wo in diesen Tagen der Sommer noch einmal kurz Einzug in heimische Gefilde hält, kommen bei mir wieder Erinnerungen an ein ganz besonders (verlängertes) Wochenende in Osnabrück hoch. Damals in der Studentenzeit hatten uns vier Freunde aus der Heimat besucht und für ein paar Tage das Feiern neu erfunden. Einer dieser vier hatte dabei versehentlich einen Kasten Tucher Bajuvator gekauft. Eigentlich sollte es ganz normales Weizen werden, so musste er sich irgendwie dadurch arbeiten… Dieses Missgeschick führte aber zu legendären Momenten, die wir alle sicher nie vergessen werden. Ein guter Grund also den Bajuvator auch ins Bierjubiläum mit aufzunehmen.

Einen weitereren Grund habe ich bei meinen heutigen Recherchen herausgefunden: Bereits 1303 wurde mit dem „Nürnberger Gerstengebot“ ein Pendant zum Reinheitsgebot ins Leben gerufen. Damit ist es eines der ältesten Reinheitsgebote überhaupt.

Viele Jahre später – genauer 1672 – wurde das Städtische Weizenbräuhaus gegründet. Die heutige Tucher-Brauerei geht dabei auf die Patrizierfamilie Tucher zurück:

„Fast ein halbes Jahrtausend lang prägte die Patrizierfamilie die Geschicke und den Ruf Nürnbergs entscheidend mit. […] Mit ihrer „Tucher’schen Handelsgesellschaft“ unterhielt die Familie im 15. Jahrhundert Beziehungen bis nach Afrika. Im Jahre 1815 wurde die Familie vom bayerischen König in den Adelsstand erhoben. […] Zwei entscheidende Faktoren brachte die ehrbare Kaufmannsfamilie zusammen: Nürnberger Brauhandwerk und Tucher’schen Qualitätsanspruch. Darauf gründet sich bis heute ein Wert, der unser Handeln bestimmt: Verlässlichkeit.“

Aber nicht nur die Geschichte ist ein Markenzeichen der Brauerei. Mit dem Zwei-Städte-Sudhaus wirbt sie zu Recht als Brauerei, die sich zugleich in Führt als auch Nürnberg befindet. Denn quer durch das Brauereigelände führt die Grenze dieser beiden eng miteinander verwobene Städte Mittelfrankens.

Zudem vertreibt Tucher auch sogenannte „Cool-KEGs“, welche innerhalb von 45 Minuten völlig mobil und autark frisch gekühltes Bier zaubern.

Und der Bajuvator? Naja, so schreibt Tucher zumindest selbst:

„Eine Spezialität die nicht nur zur Starkbierzeit schmeckt: kaffeefarbene Optik und eine besonders angenehme Vollmundigkeit mit dezenten Röstmalznoten.“

Ich hatte es zwar anders in Erinnerung, aber mal sehen wie es heute – nach gefühlten 500 Bieren später – macht.

Steckbrief

79_Tucher Bajuvator-Steckbrief

Bewertung

79_Tucher Bajuvator

  • Flaschendesign + Kronkorken

Auch wenn man sich sicher Mühe gegeben hat, aber wirklich gelungen ist das Design nicht. Es wirkt ziemlich altbacken und ist es vermutlich auch. Zur Ehrenrettung sei aber angemerkt, dass Tucher bei den klassischen Bieren Pils, Dunkel und Weizen bereits deutlich bessere Labels entwickelt haben, die sogar auch mit vielen tollen Infos aufwarten. An dieser Stelle hilft das aber (noch) nicht weiter.

  • Aussehen

Dunkel-rot-braun-kastanienfarbig mit hefetrüber Klarheit und mäßiger Schaumbildung.

  • Geruch

Sehr süß und malzig sowie karamellig und vor allem lakritzig. Hinzu kommt ein Hauch fruchtige Frische.

  • Geschmack

Würzig und besonders kräftig soll es sein. Das kann ich in der Tat auch unterstreichen, allerdings fehlt in der Beschreibung die bitter-süße lakritzige Note, welche das Ganze deutlich dominiert. Dieser herb-süße Eindruck setzt sich im öligen unspritzigen Abgang fort, welcher zumindest nicht mehr aufdringlich ist.

  • Fazit

Trotz meiner umfangreichen Bier-Erfahrung, welche ich im Laufe des Jahres bereits sammeln durfte, bin ich offensichtlich immer noch nicht empfänglich für derartige dunkle Starkbiere. Oder es ist tatsächlich so „mäßig“, wie ich es empfinde. Scheinbar kann man dieses Bier doch nur eiskalt genießen… Trotz positiver Bewertung der Historie und geographischen Besonderheit kann ich für dieses Bier nicht mehr als 5 Pkt. (4) geben, womit das Bierjubiläum ein neues Schlusslicht hat.

79_Tucher Bajuvator-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://www.tucher.de/unsere-biere/unser-sortiment/unsere-spezialitaeten/.

Prost!

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Juli 18 2016

78. Kapuziner Kellerweizen

Das heutige Bier entstammt auch noch meiner anfänglichen Einkaufstour im hiesigen Trink-Gut. Dabei war das Kapuziner alleine aufgrund seines unattraktiven Äußeren nie ein Kaufmagnet für mich. Doch mit dem neuen Erscheinungsbild wollte ich der Marke nochmals eine Chance geben. Eine Marke, die erst von der Kulmbacher Brauerei gegründet wurde und mit angeblicher Klosterbrauer-Kompetenz ausgestattet sei – wie genau wird nicht erklärt. Allerdings scheint sich die Website auch gerade im Umbau zu befinden. Der Name leitet sich aber vom Kapuziner-Orden ab. Ein Orden, der zum Franziskaner-Ordnen gehört. Neben Kapuziner vertreibt die Kulmbacher Brauerei auch Mönchshof und EKU.

„Unser Kellerweizen ist ein besonderer Genuss für anspruchsvolle Weizenbier-Kenner […] Auf den ursprünglichen Genuss. Zum Wohl“

Steckbrief

78_Kapuziner Kellerweizen-Steckbrief

Bewertung

78_Kapuziner Kellerweizen

  • Flaschendesign + Kronkorken

Vom Äußeren hat die Marke natürlich einen Sprung nach oben gemacht. Im Vergleich zur alten Markendarstellung deutlich ansprechender, auch wenn die Darstellung in die Irre führt, da sie auf eine Geschichte hindeutet, die es bei der Marke nicht gibt. Auch die Bügelflasche muss natürlich Abzüge geben, auch wenn sie ausnahmsweise ein Symbol des ursprünglichen Genusses ist.

  • Aussehen

Wie versprochen, tatsächlich (dunkel-)bernsteinfarben mit natürlicher Trübung und sehr guter Schaumbildung.

  • Geruch

Weizig-bananig, säuerlich-fruchtig, malzig und sehr hefig. Hinzu kommt eine merkwürdige Spüli-ähnliche Note.

  • Geschmack

Die Hefe setzt sich auch hier fort. Extrem weich im Antrunk, gibt es hier nur wenige herbe und kräuterige Noten und praktisch kein Hopfen. Eine leichte Spritzigkeit und einen kaum vorhandenen Abgang unterstreichen diesen irgendwie simplen Geschmackseindruck.

  • Fazit

Meine Erinnerung hat sich hier wohl nicht getäuscht. Oder ich bin einfach kein Weizenbier-Kenner. Aber insgesamt kann mich das Bier nicht wirklich überzeugen. Trotz äußerlicher Runderneuerung, die zu begrüßen ist, kann ich diesem sehr hefigen Geschmack nicht so viel abgewinnen. Trotzdem gibt´s in Summe noch solide 9 Pkt. (3+) für die Ursprünglichkeit.

78_Kapuziner Kellerweizen-Bewertung

Weitere Infos zum Bier unter: http://kellerweizen.de/index2.php.

Prost!

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